Die erste Fahrt in dieser Woche ging zu keinem Kunden, sondern in eine Scaniawerkstatt – eine Motorstörung wurde mal wieder angezeigt. Diesmal lag es aber nicht am fehlenden AdBlue – Durchfluß, sondern ein verstopfter Dieselfilter war der Grund für die Fehlermeldung.
Der alte wurde ja erst vor 25 000 Kilometern gewechselt.
Kategorie: Ärgerliches
Wegen einer Tagesbaustelle auf der A 3 zwischen Frankfurt und Würzburg sperrte man die beiden linken Fahrstreifen. Um Stau zu vermeiden, gab man die Standspur frei. Gut, die ist in diesem Bereich nicht allzu breit, so das man mit einem etwas breiteren Fahrzeug zwangsläufig auf und auch etwas neben der weißen Linie fährt. Überholt wurde trotzdem.
Da habe ich auch nichts dagegen. Zumindest dann, wenn es schnell und flüssig passiert.
Nur leider klappte das nicht bei allen. Um das Defizit des sicheren Fahrens auszugleichen, wurde von hinten gedrängelt und mit der Lichthupe gespielt. Man hat es ja eilig.
So auch bei dem auf dem Foto: Kaum vorbei, war es mit der Raserei auch schon vorrüber. Ohne zu blinken wurde nach rechts gezogen und der Fuß wechselte vom Gas auf die Bremse. Mit 60 Sachen ging es dann weiter durch die Baustelle.
Was diesmal fehlte, war der aus dem Fenster gestreckte Mittelfinger. Lernziel somit leider verfehlt.
17 KommentareWährend einer kurzen Pause auf einem Rasthof an der A 3 in Bayern klopfte es an die Tür. Kurioserweise bemerkte ich den Mann vorher nicht. Ich öffnete das Fenster und ohne eine Begrüßung sprach er mich an: „Ich bin ein Bandito Junior. Gibst Du mir jetzt keine hundert Euro, hole ich meine Kameraden. Dann bekommst Du richtig Ärger!“
Über meine Antwort war ich noch später überrascht: „Und ich bin ein Hells Angels Senior. Verpisst Du Dich nicht sofort, trete ich Dir in den Arsch!“ So schnell wie der gekommen war, verschwand er auch wieder.
Früher wurde wenigstens versucht, einem etwas zu verkaufen. Oder es wurden amüsante Geschichten erzählt, warum man um etwas Geld bettelt. Aber vielleicht zieht das alles nicht mehr und nun versucht man es auf diese Masche. Unglaublich.
7 KommentareEinmal duschen kostet im Rasthof Bruchsal – Ost drei Euro. Dafür das man nicht mal eine integrierte Toilette vorfindet und der eigentlich winzige Raum heiß und stickig ist, weil die Abfuhr der feuchten Luft nicht funktioniert, ist das schon arg happig.
1 KommentarDie meisten Firmeneinfahrten in Italien sind mit elektrischen Toren gesichert. Man hält davor, meldet sich über eine Gegensprechanlage an und wartet bis die Pforte geöffnet wird. Dann fährt man los.
Muß man kurz halten sorgt eine Lichtschranke für Sicherheit, dass sich dieses nicht wieder schließt. Wenn diese aber zwischen dem Unterfahrschutz des Aufliegers quasi „durchleuchtet“ und das Tor sich selbst bei einem Widerstand nicht wieder öffnet, ist das blöd.
So passiert am letzten Donnerstag. Während des Entladens mußte ich mehrmals vor und wieder zurück fahren. Das Schließen des Tores bemerkte ich nicht und so passierte das:
Ärgerlich, klar. Aber ist halt passiert.
6 KommentareEigentlich hatte ich heute mit einer geruhsamen Fahrt Richtung Norden gerechnet. Aber Pusteblume. Auf der Brennerautobahn war die Invasion der Urlauber in vollen Gange.
3 KommentareBereits vor einigen Wochen hatte ich Probleme mit der AdBlue – Zufuhr in Richtung Abgastrakt. Wie damals kam auch gestern die Meldung “Emissionen zu hoch“ und kurze Zeit später wurde die Motorleistung um 40% reduziert.
Also war mein erstes Ziel eine Scaniawerkstatt.
Laut dem Diagnosegerät hat ein Ventil seinen Geist aufgegeben. Eigentlich nichts weltbewegendes. Trotzdem dauerte die Reparatur fast drei Stunden.
Apropo erstes Ziel: Die Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag vergangener Woche verbrachte ich auf einem unbewirtschafteten Rumpelparkplatz an der A5 unterhalb von Karlsruhe. Das letzte Wasser aus meinem Kanister verbrauchte ich am Abend. Ist ja eigentlich kein Problem, da die nächste Raststätte nicht weit weg war.
Eben diese fuhr ich am nächsten Morgen an. Blöd nur, dass SaniFair siebzig Cent verlangt – erst recht, wenn die eigene Blase bis zum Anschlag gefüllt ist und man kein Kleingeld parat hat. Aber Druck macht erfinderisch. So krabbelt man unter der Absperrung durch und schon ist Erleichterung in Sicht.
Natürlich kam just in diesem Augenblick der Pächter um’s Eck, im Schlepptau die Toilettenfachkraft. Ich zeigte beiden das leere Münzfach meines Portemonnaie mit dem Hinweis, den Betrag anschließend nach zu bezahlen.
Der Tankstellenmann glaubte mir natürlich nicht. Für Ihn war ich ein Klopreller, der beschimpft und bestraft werden musste. Als erstes befahl er dem Klomann, umgehend die Polizei zu holen. Dann legte er richtig los.
Er nannte mich lautstark ein Dreckschwein und ich sollte zum Rhein gehen. Der Fluß wäre nur 500 Meter entfernt, dort könnte ich mich waschen.
Und überhaupt. Leute wie ich hätten in seinem Sanitairbereich sowieso keinen Zutritt.
Blöd für Ihn, dass ich schon drin war. Eigentlich hatte ich schon Lust auf eine Diskussion mit dem Kerl, aber mein dringendes Bedürfnis war wichtiger. Also lies ich Ihn stehen.
Die siebzig Cent Toilettenmaut zahlte ich noch. Das hatte ich ja angekündigt und ist ja irgendwo logisch. Gedanken darüber, warum ich mich von einem Fremden als Dreckschwein bezeichnen lassen muss, mache ich mir aber trotzdem. Selbst heute noch, fünf Tage später.
12 KommentareLanger ausführlicher Artikel von Günter Wallraff auf zeit.de über die Arbeitsbedingungen beim Paketzusteller GLS.
Pakete ausliefern ist ein Knochenjob und pro Stunde gibt es oft weniger als fünf Euro. Günter Wallraff hat erlebt, wie Fahrer ausgebeutet werden
An meinem ersten Arbeitstag bei GLS werden wir 230 Pakete ausliefern, 130-mal anhalten, an 130 verschiedenen Orten, die wir mit größtmöglichem Tempo anfahren, häufig über der zulässigen Höchstgeschwindigkeit. Um 18 Uhr werden wir zurück im Depot sein, 20 Pakete, die wir von Kunden mitgenommen haben, müssen noch ausgeladen werden, Papierkram muss im Büro erledigt werden, um 19.30 Uhr sind wir zu Hause. 14 Stunden haben wir gearbeitet.
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