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Kategorie: Ärgerliches

Zug um Zug

Fahr mal in ein Dorf bei Verona, haben sie gesagt.
Bekommst dort 24 Tonnen Draht, haben Sie gesagt.

Das ich jetzt acht Stunden Züge zählen darf, weil die Ladung erst am späten Nachmittag fertig ist, haben sie nicht gesagt.

Ein Zug
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Schluckauf

Die Fahrerkarte lass ich eigentlich immer im Gerät stecken. In der Woche sowieso und am Wochenende auch. Denn ich bin eh der einzige, der diesen Lkw fährt.
Gut, wenn irgendwas in der Werkstatt anliegen sollte oder vor meinem Urlaub im Oktober, hab ich die Karte auswerfen lassen und mit nach Hause genommen. Waren ja auch drei Wochen. Ansonsten habe ich die nur zum Auslesen in der Hand.

Am Samstag hatte das Gerät aber Schluckauf. Denn heute früh war das Kartenfach offen und auf dem Display stand „Sicherheitsverletzung 43“. Was auch immer diese Meldung zu bedeuten hat.
Habe heute Abend auch wenig Lust, mit dem Handy nach dem Fehlercode zu suchen. Mach ich in einer ruhigen Minute am Wochenende zuhause am Rechner.

Das klingt dramatisch

Joa. Die Karte wieder eingeschoben, paar Tasten gedrückt, funktionierte wieder. Zur Sicherheit noch zwei Ausdrucke vom Freitag und Samstag gemacht und dann losgefahren. Bis jetzt ist alles gut. War wohl nur ein kleiner Zwischenfall.

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Geiz ist nicht immer geil

Ein Sperrschild vor meinem österreichischen Lieblingssparmarkt. War aber abzusehen. Wenn Fahrer Schäden verursachen, ohne diese zu melden oder den Parkplatz als kostenlose Stellfläche nutzen, um beim gegenüberliegenden Hofer (der österreichische Aldi) ihre Einkäufe zu erledigen, ist es klar, dass der Platz für Lkw dicht gemacht wird. Lohnt halt nicht.

Nix mehr parken in Brixlegg

Tja nun. Ich finde es schade. Hab da immer gerne gehalten. Fix was einkaufen, danach ein Tässchen Kaffee und nen Stück Kuchen.
Selbst nachts konnte man da stehenbleiben. Hat keinen gestört. Und man stand ruhig. Aber vorbei. Danke Kollegen.

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Wenn es an der Hebebühne liegt

Du musst die Ware unbedingt bis Mittag anliefern. Die warten darauf.

Also die dreiviertel Nacht nach Tirol durch gezuckelt, um die geladenen Großküchengeräte für den Neubau eines Fastfoodtempels, welcher in zwei Wochen eröffnet werden soll, abzuladen. Das pünktliche Ankommen hat auch geklappt.

Aber dann. Die Baustelle eine Katastrophe. Kaum Platz, alles war zugestellt, die Zufahrt gleichzeitig die Einfahrt eines Supermarktes.
Na ja, Bauplatz halt. Ein anderer Lkw wurde gerade entladen. Das der eine Hebebühne hatte, war für mich erstmal nebensächlich.

Den Mann, der für meine Friteusen, Eismaschinen und Grills zuständig war, habe ich schnell gefunden. Dann hieß es warten.
Nach einer knappen Stunde war ich schließlich dran. Meine erste Frage: “ Wo ist Euer Stapler?“

„Wir haben keinen“, kam als Antwort. „Wie wollt Ihr abladen? Da sind Teile dabei, die wiegen achthundert Kilo.“ “ Ja, ich habe eh kaum Leute. Wenn unsere Lkw kommen, die haben alle eine Hebebühne.“ „Tja. Ich nicht. Und nun?“ Keine Antwort und weg war er.

Also mit meinem Disponenten telefoniert. Der den Ladeauftrag nochmal rausgesucht, von Hebebühne stand da nix. Er wollte den Auftraggeber anrufen.
Schön. Und meine Zeit wurde allmählich knapp. Kurz nach Mitternacht losgefahren, jetzt war bereits Mittag. Zwischendurch noch umgeparkt, jetzt stand ich auf dem Parkplatz eines Fahrradhändlers.

Eine halbe Stunde später der Rückruf. Ich sollte noch einmal mit dem Ladenbauer reden, ob eventuell doch noch was möglich wäre. Gesagt, getan. Konnte ich mir aber sparen. War nichts zu machen.

Tja nun. Jetzt werden die Teile morgen Vormittag bei einer Spedition abgeladen und die liefern dann dort erneut an. Hoffentlich mit Hebebühne. Aber das kann mir egal sein.

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Geduld ist gefragt

Eigentlich könnte das samstägliche Lkw-Ferienfahrverbot abgeschafft werden. Fahren eh alle am Montag.

Stau am Gotthard
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Freie Fahrt für Urlauber

Wie jedes Jahr gibt es in Deutschland auch in diesem Sommer auf wichtigen Autobahnen und Bundesstraßen ein zusätzliches Lkw-Fahrverbot in der Hauptreisezeit. Hier eine Übersicht der Strecken:

  • A1 AK Köln-West über Wuppertal, Kamener Kreuz, Münster bis AS Lohne/Dinklage
  • A2 AK Oberhausen bis AK Bad Oeynhausen
  • A3 AK Oberhausen bis AK Köln-Ost, von AD Mönchhof über Frankfurter Kreuz bis AK Nürnberg
  • A5 Darmstädter Kreuz bis AS Karlsruhe-Süd und AS Offenburg bis AD Neuenburg
  • A6 AS Schwetzingen-Hockenheim bis AK Nürnberg-Süd
  • A7 AS Schleswig/Jagel bis AS Hamburg-Schnelsen-Nord, AS Soltau-Süd bis AS Göttingen-Nord, AD Schweinfurt/Werneck über AK Biebelried, AK Ulm/Elchingen und AD Allgäu bis Autobahnende bei Füssen
  • A8 AD Karlsruhe bis AS München-Obermenzing und von AS München-Ramersdorf bis AS Bad Reichenhall
  • A9 Berliner Ring (Abzweig Leipzig/AD Potsdam) bis AS München-Schwabing
  • A10 Berliner Ring, ausgenommen der Bereich zwischen AS Berlin-Spandau über AD Havelland bis AD Oranienburg und der Bereich zwischen dem AD Spreeau bis AD Werder
  • A45 AS Dortmund-Süd über Westhofener Kreuz und Gambacher Kreuz bis AD Seligenstadt
  • A61 AK Meckenheim über AK Koblenz bis AD Hockenheim
  • A81 AS Stuttgart-Zuffenhausen bis AS Gärtringen
  • A92 AD München-Feldmoching bis AS Oberschleißheim und von AK Neufahrn bis AS Erding
  • A93 AD Inntal bis AS Reischenhart
  • A99 AD München-Südwest über AD München-Feldmoching und AK München-Nord bis AK München-Süd
  • A215 AD Bordesholm bis AS Blumenthal
  • A831 AS Stuttgart-Vaihingen bis AK Stuttgart
  • A980 AK Allgäu bis AS Waltenhofen
  • A995 AS Sauerlach bis AK München-Süd
  • B31 von AS Stockach-Ost der A 98 bis AS Sigmarszell der A96
  • B96/E251 von Neubrandenburger Ring bis Berlin

Ist zwar doch eine ziemlich lange Liste an Sperrungen, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, dass in den letzten Jahren mehr Strecken vom Fahrverbot betroffen waren.
War wohl aber nicht so. Hab mich wirklich getäuscht. Hier mal eine Liste von vor zehn Jahren. Viel geändert hat sich nicht: https://www.verkehrsrundschau.de/fm/3576/Samstagsfahrverbote%202009.pdf

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Warten am Montag

Irgendwie nicht mein Wochenanfang. Seit viereinhalb Stunden stehe ich an einer Rampe und warte darauf, dass die Lagerleute meinen Auflieger endlich halbwegs beladen bekommen. Elf Lademeter sollen es werden, vier haben die mittlerweile geschafft.
Eigentlich auch kein Wunder. Denn immer wenn ich mal nach hinten laufe, ist nie jemand zu sehen. Keine Ahnung, was die hier so treiben.

Na ja, immerhin sind die Temperaturen erträglich. Macht das stehen zwar auch nicht angenehmer, aber nun ja. Lässt sich halt nicht ändern.

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Der letzte Platz

Wir Kapitäne der Landstraße sind hart im nehmen. Selbst ein stinkender Müllcontainer im Sommer lässt uns nicht verzweifeln.
Aber was bleibt einem auch sonst übrig. Sind die besten Plätze belegt, muss man die nehmen, die übrig sind. Auch wenn es müffelt, wie auf einer Müllhalde. 

Geruchvolle Pause
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