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Kategorie: Lkw

Fundstücke Teil LXII

Noch ein Bild zum Thema Ladungssicherung. Auch wenn es einige nicht so „eng“ sehen, für mich ist sowas eigentlich unbegreifbar.
Welche Mehrarbeit macht es, alle BigBags zu gurten?

Auch ich mag diese Art von Ladung nicht. Darüber habe ich bereits hier geschrieben – und ja, auch meine Säcke waren damals mehr schlecht als recht gesichert.
Aber auch dafür ist dieser Blog gut. Dank der Tipps von Mathias und Ralf weiss ich nun, wie es besser geht.

Bigbags gesichert

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Morgenmuffel

Vor drei Wochen.

Mittwoch Morgen, halb acht. Ich stehe auf dem Parkplatz einer Firma etwas ausserhalb eines kleinen Dorfes, irgendwo zwischen Mailand und Turin. Entladen habe ich bereits am Nachmittag vorher.
Da sich die Fahrt zur der mir bereits mitgeteilten Ladestelle nicht mehr lohnte, blieb ich dort stehen. Es waren eh nur knapp dreißig Kilometer bis dahin.

Eigentlich wollte ich gegen sieben losfahren. Aber ich habe herrlich geschlafen und es war dermaßen ruhig in der Nacht. Also nutzt man manchmal die kleinen Freiheiten, die einem der Fernverkehr noch gibt – und sei es auch nur, eine halbe Stunde länger liegen bleiben zu können. Zumal es keiner mitbekommt. Die Firma ist schließlich weit weg.
Nicht so an diesem Morgen. Noch während ich die Vorhänge aufzog, erblickte ich einen Lkw mit einer wohlbekannten Farbgebung. Ein Kollege stand neben mir.

Tranig und noch etwas angeschlagen begrüßte ich ihn mit einem „Scheiße, ich hab verpennt!“ Gut, dass war ein wenig geflunkert. Aber wer gibt schon freiwillig zu, aus Bequemlichkeit nicht aus der Koje gekommen zu sein. Ausserdem war es eine Notlüge und die sind nicht nur zu dieser frühen Stunde durchaus mal erlaubt.
Unser kurzes Gespräch drehte sich um allgemeine Themen. Also wo kommst Du her und wo mußt Du hin. Nichts besonderes also. Aber genau richtig für mich. Kurz nach dem aufstehen ist Denken schwierig. Meist erzähle ich dann irgendeinen Müll.

Immerhin kannte mein Arbeitskamerad die Firma, in der ich laden mußte: „Kein Problem, ist leicht zu finden. Und ich glaube, dass Zeug was Du da bekommst, brauchste nicht mal gurten!“ Dann war es auch schon kurz vor acht und wir verabschiedeten uns.

Das Ankommen war wirklich einfach. Eine halbe Stunde später fuhr ich auf das Betriebsgelände. Nur das mit dem nicht sichern müssen, passte nicht so richtig. In einer großen Halle lagen viele Ballen mit synthetischen Fasern. Achtunddreißig davon sollte ich bekommen.
Nach knapp zwei Stunden war alles verladen und verzurrt. Also keine aufreibende Sache.

Achso, eines noch. Der erwähnte Kollege liest hier mit. Wenn Ihr Ihn mal treffen solltet, seit bitte nett zu Ihm. Er ist es nämlich auch.

Ladung

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Fundstücke Teil LXI

Ach, da passiert schon nix. Die Paletten sind so schwer, die können überhaupt nicht rutschen. Ausserdem fahre ich immer langsam um die Kurven. Und überhaupt, die letzten drei Jahre ging es auch immer gut…

Da passiert schon nix

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Polizeireport Nord

In der Nacht zum 13. Oktober wurden im dänischen Kolding drei Auflieger gestohlen. Zwei der Sattel sind mit „NTG“ beschriftet (Kennz.: ME 8128 und SB 6852) und einer mit „Andresen“ (Kennz.: OD 8973).

Bilder und weitere Infos (u.a. Kontakt für sachdienliche Hinweise) findet Ihr hier >>>

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Notbremsassistenten werden Pflicht

Um schwere Unfälle mit Lkw zu reduzieren, werden vom 1. November 2013 an ein Notbremsassistent für alle neuen Nutzfahrzeuge über acht Tonnen und ein Spurhalteassistent für Fahrzeuge von mehr als 3,5 Tonnen zulässigen Gesamtgewicht vorgeschrieben.
Mit dem Einsatz eines Notbremsassistenen lassen sich je nach Herstellervorgaben mehr als 30 Sicherheits- und Assistenzfunktionen realisieren. Das reicht vom Überschlagschutz, über eine Anhängerstabilisierung und Berganfahrhilfe bis hin zu komplexen Funktionen zur Fahrzeugstabilisierung.

Umfeldsensoren wie Kamera, Infrarot und Radar können Gefahren erkennen, Warnhinweise liefern und bei der Verknüpfung mit der Bremse aktiv ins Fahrgeschehen eingreifen – beispielsweise vor einem Auffahrunfall warnen und selbstständig eine Norbremsung einleiten, wenn der Fahrer nicht angemessen und rechtzeitig reagiert.

Apropo Elektronik. Für Lkw-Pannen sind immer öfter Schäden an Elektrik und Elektronik verantwortlich. Das geht aus der Pannenstatistik des ADAC TruckService hervor. Demnach liegen diese Fehler mit einem Höchstwert von 31,8 Prozent der Fälle im ersten Halbjahr 2012 an der Spitze.
Reifenschäden, 2011 noch die häufigste Pannenursache, rutschten auf Platz drei.

Damit setzt sich nach Ansicht des Clubs ein Langzeittrend fort. Bereits von 2008-2011 hatten sie die Statistik angeführt. Motorprobleme nehmen in der aktuellen Erhebung mit 26,2 Prozent Platz zwei ein.
Streikende Einspritzanlagen, defekte Turbolader und ähnliche Defekte verzeichnen mit einem Plus von 5,5 Prozentpunkten auch das stärkste Wachstum aller Pannenarten im Vergleich zu 2011.

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Pech gehabt

Ich hatte gehofft, es noch auf den Zollhof Weil zu schaffen, um die Nacht dort in Ruhe verbringen zu können. Aber Pusteblume. Seit kurz nach neun stehe ich vor der dauerroten Lichtsignalanlage.
Dazu noch als erster. So darf ich mich morgen früh um kurz vor fünf aus der Koje quälen und für eine unbestimmte Zeit die Ampel anstarren.

Das bei jeden vorbeifahrenden Auto die Hütte wackelt, stört mich dagegen nicht weiter. Daran gewöhnt man sich eigentlich schnell.

Nacht auf der Autobahn

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Vom suchen und finden

Es gibt Tage, die sind einfach nur Gülle. Oder was auch immer.

Früh um acht Arztbesuch. Oder wie man das nennt, wenn nur ein Rezept gebraucht wird. Ging fix, nach zehn Minuten war ich wieder am Auto. Der Zettel, eingeklemmt zwischen Wischer und Scheibe, fiel mir erst nach kurzer Fahrt auf.

Zweieinhalb Stunden später bin ich in der Firma. Der eigentlich vorgeladene Auflieger steht noch an irgendeiner Rampe. Natürlich leer. War klar. Kein Lagermensch weiss von etwas. Ist natürlich auch klar. Also auf in’s Disponentengroßraumbüro für den internationalen Fernverkehr.
Dort herrscht vormittägliche Betriebsamkeit. Ich teile meiner Lieblingswarenbeschafferin das Problem mit – einige Telefonate später kommt die Order, mich im Disponentengroßraumbüro für den nationalen Nah- und Fernverkehr zu melden.

Nach kurzer Wartezeit bringe ich mein Anliegen erneut vor. Die dortige Sachbearbeiterin erklärt mir nach kurzer Suche, dass die Papiere sicher schon im Lager seien. Ich soll mich da melden.
Gesagt, getan. Nun ist man auch im Lager auf der Höhe der Zeit. Es geht vorwärts.
Eine Stunde später ist der Auflieger mit drei Kunden beladen: In Gelsenkirchen, Wuppertal und Leverkusen. Was fehlt sind meine Spangurte. Und Antirutschmatten. Ach ja, die Schneeketten sind auch verschwunden.

Meine Suchaktion im Lager ist ohne Erfolg. Trotz Hilfe zweier Lagerleute bleibt das Zeug unauffindbar. Tja, ohne Arbeitshilfsmittel keine Abfahrt. Nun durfte meine Lieblingswarenbeschafferin wieder ran. Einige Anrufe später die Lösung: Am Morgen war ein Nahverkehrskollege der Meinung, die Kiste mit all den Hilfsmitteln würde auch gut auf dessen Auflieger passen. Wo die dann auch landete.
Am Nachmittag trudelte er ein. Natürlich war Ihm dieses Mißgeschick peinlich und es wäre in der morgendlichen Hektik passiert. Logisch das ich das glaube. Wie alles was man mir erzählt.

Bei keinen Kunden konnte ich heute entladen. Für mich ist das ärgerlich. Klar, auch für meine Disponenten. Nur ich stehe in einem öden Industriegebiet. Und darf den Abend in der Enge des Lkw verbringen. Das hätte ich heute auch anders haben können.

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