Tesla will beim Thema Elektro-Lkw offenbar endlich vom Ankündigen ins Handeln kommen. Das schwedische Transport- und Technologieunternehmen Einride plant, ab September insgesamt 500 Tesla Semi in seine Flotte zu integrieren.
1 KommentarKategorie: Lkw
Ein 94-jähriger LKW-Fahrer will sich den Guinness-Weltrekordtitel als ältester Lkw-Fahrer der Welt sichern.
Orrin Asmus, so heißt der Mann, begann im Alter von 19 Jahren im westlichen Zentral-Iowa als Lkw-Fahrer zu arbeiten, nachdem sein Schwager erkrankt war und eine Ladung Rinder, die für einen Schlachthof in Chicago bestimmt waren, nicht transportieren konnte.
Asmus setzte sich mit nur einem normalen Führerschein und wenig Erfahrung ans Steuer.
Mein Schwiegervater sagte: Du kannst doch Traktor fahren, wie wär’s?‘“, erzählte Asmus der Zeitung „The Gazette “.
Dann habe er es versucht, obwohl ich noch nie in meinem Leben einen Sattelzug gefahren bin.
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Weitere InformationenSeitdem fährt Asmus immer wieder Lkw, angefangen in den 50er Jahren, und er sagt, die Straße sei damals ganz anders gewesen. Das Netz der großen Fernstraßen existierte noch nicht, Wiegestationen gab es nicht und elektronische Fahrtenbücher waren noch nicht üblich.
In vielen Bundesstaaten brauchte man weder einen Lkw-Führerschein, noch überhaupt einen Pkw-Führerschein.
„Die Geschwindigkeitsbegrenzung in Iowa war ‚angemessen‘, so lautete die Definition“, sagte Asmus. „In Illinois lag sie bei 50 Meilen pro Stunde.“
Und natürlich sagt Asmus, dass die Kameradschaft unter den Lkw-Fahrern damals viel stärker war und die Fahrer viel mehr Können besaßen, wie so viele Fahrer der alten Schule heutzutage behaupten.
„Früher, in den Anfängen des Lkw-Gewerbes, half jeder jedem. Das sieht man heute nicht mehr“, sagte er. „Wenn man eine Reifenpanne hat, … kommt niemand freiwillig zur Hilfe …
Die meisten denken, es ginge nur noch um Tempomat und Motorbremse“, sagte Asmus. „Bei Regen, Eis oder Schnee sollte man beides nicht benutzen.“
Obwohl Asmus einige Zeit auf Milchviehbetrieben gearbeitet und Lager- sowie Ölfeldanlagen geleitet hat, ist er immer wieder zum Lkw-Fahren zurückgekehrt und sagt, dass er es auch nach all den Jahren noch liebt.
Seit etwa 2011 fährt Asmus für McLaughlin Freight in Mediapolis, Iowa. Vor etwa vier Jahren, nachdem er die 90 überschritten hatte, wechselte Asmus in den Teilzeitbereich und fährt nun nur noch bei Bedarf.
„Ein Fahrer der alten Schule, der nie Nein sagt. Er setzt sich einfach ans Steuer und fährt los“, sagte Firmenchef und Mitinhaber Dan McLaughlin. „ Asmus liebt seinen Job und beschwert sich nie. Die Arbeit erledigt er immer, wann immer sie erledigt werden muss.“
Asmus wurde am 11. August 94 Jahre alt, aber er und seine Familie googelten schon vor ein paar Monaten den Rekord für den ältesten LKW-Fahrer und stellten fest, dass Asmus den aktuellen Rekordhalter, Doyle Archer aus Kansas, übertrifft, der im Dezember 2025 im Alter von 90 Jahren zertifiziert wurde. Er ist jetzt 92 Jahre alt.
McLaughlin Freight teilt mit, dass sie den Antrag für Asmus bereits im März an Guinness World Records geschickt haben, dieser aber noch geprüft wird.
Asmus selbst sagt, er sei mit dem Lkw-Fahren zufrieden, ob mit oder ohne den Bonus eines Weltrekords.
Wegen des Niedrigwassers auf dem Rhein prüft die Bundesregierung Ausnahmen vom Sonntagsfahrverbot für Lkw. Doch der Straßengüterverkehr kann die Probleme nicht dauerhaft lösen.
Ich musste ehrlich gesagt grinsen, als ich die Meldung gelesen habe. Kaum wird der Rhein wegen des Niedrigwassers zum Nadelöhr, kommt wieder der gleiche Gedanke auf: Dann sollen eben die Lkw mehr fahren.
Die Bundesregierung prüft jetzt Ausnahmen vom Sonn- und Feiertagsfahrverbot, damit Güter schneller auf die Straße verlagert werden können. Klingt erst einmal nach einer pragmatischen Lösung.
Aber wer jeden Tag auf Deutschlands Autobahnen unterwegs ist, weiß, dass die Realität ganz anders aussieht. Denn die Straße ist doch längst am Limit.
Der Lkw ist nicht die Feuerwehr für jedes Problem
Irgendwie läuft es doch immer gleich. Die Bahn hat Probleme? Dann muss der Lkw einspringen. Die Binnenschifffahrt fällt wegen Niedrigwasser aus? Dann muss der Lkw einspringen.
Lieferketten geraten ins Stocken? Wieder soll der Lkw alles richten.

Ich frage mich manchmal, ob sich eigentlich noch jemand Gedanken darüber macht, was auf unseren Straßen wirklich los ist.
Denn zusätzliche Transporte entstehen nicht einfach dadurch, dass man ein Fahrverbot lockert.
Wer soll diese zusätzlichen Touren eigentlich fahren?
Das ist eine entscheidende Frage.
Denn wir reden seit Jahren über den Fahrermangel. Tausende Stellen sind unbesetzt.
Gleichzeitig fehlen Parkplätze, viele Rastanlagen sind überfüllt und die Arbeitsbedingungen werden nicht gerade attraktiver.
Und trotzdem scheint man immer davon auszugehen, dass irgendwo noch genügend Fahrer sitzen, die nur darauf warten, eine zusätzliche Tour zu übernehmen.
So funktioniert Logistik aber nicht. Ein Lkw fährt nicht von allein.
Das Sonntagsfahrverbot aufzuheben schafft keine neuen Kapazitäten
Natürlich kann eine befristete Ausnahme in einzelnen Fällen helfen. Unternehmen können ihre Transporte flexibler planen und wichtige Lieferungen schneller auf die Straße bringen.
Aber eines darf man dabei nicht vergessen. Die gesetzlichen Lenk- und Ruhezeiten gelten weiterhin.
Wer sonntags fährt, muss seine Ruhezeit eben an einem anderen Tag nehmen.
Es entstehen also weder zusätzliche Fahrer noch zusätzliche Fahrstunden. Das Problem wird also lediglich zeitlich verschoben.
Der Rhein ist durch nichts zu ersetzen
Nach Angaben der Deutschen Industrie- und Handelskammer fehlen aktuell bis zu 75 Prozent der üblichen Transportkapazität auf den Wasserstraßen.
Das sind Millionen Tonnen Güter, die plötzlich einen anderen Transportweg brauchen. Allein diese Menge würde Hunderttausende zusätzliche Lkw-Fahrten bedeuten.
Ganz ehrlich? Das schafft niemand. Nicht die Straße und auch nicht die Schiene.
Seit Jahren wird geredet, passiert ist viel zu wenig
Was mich an der ganzen Diskussion eigentlich am meisten ärgert, ist etwas anderes.
Das der Rhein bei Niedrigwasser Probleme bekommt, ist nun wirklich keine neue Erkenntnis. Spätestens seit 2018 wissen wir doch alle, welche Auswirkungen lange Trockenperioden haben können.
Trotzdem wird seit Jahren über tiefere Fahrrinnen, den Ausbau der Wasserstraßen und schnellere Genehmigungsverfahren gesprochen.
Und wie so oft ist auf dem Papier vieles beschlossen worden, in der Realität geht es aber nur schleppend voran.
Statt die Infrastruktur rechtzeitig fit für die Zukunft zu machen, sucht man wieder nach kurzfristigen Notlösungen.
Der Lkw kann nicht jede politische Baustelle schließen
Ich habe überhaupt nichts dagegen, wenn der Straßengüterverkehr dort hilft, wo Hilfe nötig ist. Das machen wir Fahrer schließlich jeden Tag.
Aber irgendwann muss auch die Politik akzeptieren, dass der Lkw nicht unbegrenzt Probleme auffangen kann, die über Jahre entstanden sind.
Unsere Straßen sind voll, unsere Parkplätze sind voll. Viele Unternehmen suchen händeringend Fahrer. Und trotzdem wird immer wieder so getan, als gäbe es unbegrenzte Reserven.
Die gibt es nicht.
Fazit
Ja, Ausnahmen vom Sonn- und Feiertagsfahrverbot können kurzfristig sinnvoll sein. Sie verschaffen etwas Luft und erleichtern die Planung. Aber sie lösen das eigentliche Problem nicht.
Für mich zeigt diese Diskussion vor allem eines: In Deutschland wird oft erst gehandelt, wenn die Krise bereits da ist.
Anstatt Wasserstraßen, Schienen und Straßen rechtzeitig auszubauen, greift man wieder auf den Verkehrsträger zurück, der ohnehin schon seit Jahren an seiner Belastungsgrenze arbeitet.
Und genau deshalb habe ich bei solchen Ankündigungen immer das gleiche Gefühl: Der Lkw soll wieder einmal die Versäumnisse der vergangenen Jahre ausbaden. Das kann nicht funktionieren.
4 KommentareMotorschaden auf dem Rastplatz: Wie Fernfahrer die Situation einschätzen, Erste Hilfe leisten und den Motorschaden selbst beheben oder sicher überbrücken.
Kommentare geschlossenFür viele Transportunternehmen, Werkstätten und Fuhrparkbetreiber ist Stillstand einer der größten Kostenfaktoren.
Kommentare geschlossenWir fühlen uns in zweieinhalb Tagen wieder:

Gestern Lkw-Stau von Trento bis zum Brenner. Kann man hier lesen. Und hier. Also wie immer nach Feiertagen in Österreich mit einem Fahrverbot.
Dieses stundenlange Stehen hab ich auch schon einige Mal hinter mir. Aber nicht auf so einer lange Strecke. Das ist nur noch krank.
Denn seit Jahren wird der Güterverkehr am Brenner durch Fahrverbote, Nachtfahrverbote, Blockabfertigungen und andere Einschränkungen immer stärker in quasi enge Zeitfenster gedrängt.
Und wenn dann nach einem Feiertag tausende Lkw gleichzeitig wieder losfahren, tut man überrascht, dass es Stau gibt.
Das ist ungefähr so, als würde man einen Fluss immer weiter einengen und sich anschließend wundern, dass das Wasser über die Ufer tritt.
Vielleicht sollte wirklich einmal über das Nachtfahrverbot in Tirol diskutiert werden. Denn tagsüber stehen die Lastwagen Stoßstange an Stoßstange auf der Autobahn, nachts wäre auf vielen Abschnitten eine Menge Platz vorhanden.
Aber gefahren werden darf dann nicht. Also stehen die Fahrzeuge tagsüber im Stau und alle beklagen das Verkehrsproblem.
Denn wenn ein Feiertag ausreicht, um den Verkehr auf einer der wichtigsten Nord-Süd-Achsen Europas derart aus dem Takt zu bringen, dann sollte man vielleicht über die Ursachen sprechen und nicht nur über die Symptome.

Seit Jahren wird über Blockabfertigungen, Fahrverbote und Verkehrsbeschränkungen geredet. Gleichzeitig fehlen aber Lösungen, die den Verkehr tatsächlich flüssiger machen würden.
Man könnte beispielsweise darüber nachdenken, ob bestimmte Feiertagsregelungen im Güterverkehr noch zeitgemäß sind.
Wenn tausende Lkw einen Tag lang stehen müssen und sich anschließend die gesamte Transportmenge auf die folgenden Stunden konzentriert, sind Staus praktisch vorprogrammiert.
Genauso stellt sich die Frage nach dem Nachtfahrverbot in Tirol. Natürlich müssen die Interessen der Anwohner berücksichtigt werden.
Doch wenn Lastwagen nachts nicht fahren dürfen, tagsüber durch Blockabfertigung, Baustellen und Pendlerverkehr ausgebremst werden und zusätzlich an Feiertagen stillstehen müssen, dann darf man sich über kilometerlange Staus am nächsten Tag nicht wundern.
Der Verkehr verschwindet ja nicht einfach. Nee, der wird auf wenige Stunden konzentriert.
Die Folgen tragen am Ende vor allem wir Fahrer. Wir sitzen stundenlang im Stau, verlieren wertvolle Lebens- und Arbeitszeit, geraten unter Termindruck und müssen später oft um jeden freien Parkplatz kämpfen.
Gleichzeitig werden wir in der öffentlichen Debatte häufig nur als Teil des Problems wahrgenommen, obwohl wir lediglich unseren Job machen.
Der gestrige Stautag zeigt einmal mehr, dass die Verkehrspolitik entlang des Brennerkorridors so dermaßen kaputt ist.
Wer aber immer neue Einschränkungen beschließt, ohne ausreichend Alternativen zu schaffen, produziert zwangsläufig neue und immer längere Staus.

