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TruckOnline.de Posts

Tom Astor wusste es schon vor 40 Jahren

14 Tage auf dem Brenner, ohne Dusche, ohne Frau.
Im LKW vergammelt der Spinat.

Tom Astor „14 Tage auf dem Brenner

Kennt Ihr nicht? Macht nix. Ist auch nicht die Musik, die ich höre. Und ganz so schlimm ist es heute auch nicht. Denn weder habe ich schon mal Spinat durch die Gegend gefahren, noch stehe ich hier zwei Wochen herum.

Aber ein „aber“ gibt es immer. Gestern Feiertag und Fahrverbot in Österreich, heute Stau in Italien. Also alles wie immer.
Das ich allerdings schon bei Kilometer 49,8, also zwischen Klausen und Brixen, weit unterhalb vom Brenner stehe, ist heftig. Selbst für mich, fahre ja nicht erst seit letzte Woche hier runter.

stau in südtirol brennerautobahn
Stau, Stau, Stau

Übrigens, viele Lkw sind der beste Indikator dafür, dass die Wirtschaft in Europa wieder anzieht. Denn was produziert wird, muss auch transportiert werden. So zumindest meine These.

Aber nun ja. Stehe ich die nächsten Stunden halt dumm rum. Habe eh nichts systemrelevantes geladen. Kann da eh nix dran ändern.

So klingt es in Südtirol
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Schlaue Zitate

Es ist ganz offensichtlich, und das freut mich, so ein Gefühl das wenn es eng wird, ist Gemeinschaft wichtig und wenn es noch enger wird, ist Sozialstaat die Basis.

Das zeigt sich jetzt beim Kurzarbeitergeld, dass zeigt sich jetzt auch bei der Frage, wie geht man mit denen um, die im Pflegebereich besonders belastet sind, also ein neuer Respekt nicht für die da oben, die ja eh den Respekt so nicht brauchen, weil sie sich selber helfen können.

Sondern ein neuer Respekt für die Krankenschwester, für die Kindergärtnerin, für den Assistenzarzt, für denjenigen der die Transporte macht, auch wenn man sich ärgert, wenn man an einen Lastwagen nicht vorbei kommt, aber er ist ja da und ohne ihn könnten wir weniger leben.

Also ein Respekt, wenn ich es mal so sagen darf, für die sogenannten Kleinen, die ja häufig die großen sind.
Das, finde ich, sollte beibehalten werden.

Gerhard Schröder, ehem. Bundeskanzler, im Podcast „Die Agenta“, Teil 2 „Die Corona Krise“
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Es ist schon eine Last mit den Lastern

Ich habe keine Ahnung was mir diese Figur in einem Kreisverkehr bei Bologna sagen möchte. Vielleicht doch eine Last mit den Lastern? Auf Google habe ich jedenfalls keine Erklärung dafür gefunden.

Erinnert mich ein wenig an dieses Foto aus dem zweiten Weltkrieg, auf dem ein Soldat einen Esel über ein vermintes Feld trägt, damit das Tier keine Sprengung auslöst und alle Männer tötet. Aber das ist wohl ein bissel weit hergeholt.

Wie auch immer, beeindruckend ist diese Statue schon, auch wegen ihrer Größe.
Da kommt mir eine Idee. Vielleicht fällt einigen von Euch ein passender Bildtitel dazu ein? Oder eine passende Erklärung. Wer sich inspiriert fühlt und mitmachen möchte, einfach in die Kommentare damit. Danke schön.

Update: Die Lösung kam über Facebook. Vielen Dank an René: http://www.arcomai.org/2010/09/03/

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Links und rechts der (Daten-) autobahn

Nix mit freier Fahrt an den nicht bundesweiten Feiertagen Fronleichnam, dem Reformationstag und Allerheiligen. Das hat der Bundesrat so entschieden. Begründet wurde das mit dem Schutz der kirchlichen Feiertagsruhe.
Schade, hätte mal eine wirkliche Verbesserung für mich als Fahrer werden können
. Aber ist nicht gewollt. Donnerstag wäre übrigens wieder solch ein Tag. Nämlich Fronleichnam. Gesetzlicher Feiertag in den Ländern Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland.

Wäre deshalb, weil noch teilweise diese Corona-Ausnahmeregeln gelten. In Bayern ist bereits Fahrverbot, in Hessen und BaWü endet diese Ausnahme am 30. Juni, in Rheinland-Pfalz am 30. August und im Saarland heißt es „bis auf weiteres“. Was ein Wirrwar.
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Duschcontainer auf unbewirtschafteten Parkplätzen. Klappt in Österreich auf einem Parkplatz unterhalb vom Brenner ganz gut. Da ist es zwar ein festes Gebäude und kostet etwas Kohle, aber es funktioniert auch auf Plätzen, wo nicht sofort gesäubert wird. Müssen sich halt nur wir Fahrer ein bissel zusammennehmen und nicht alles wie Sau hinterlassen.
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Die Wirtschaftskammer Kärnten beklagt Konkurrenz von ausländischen Billiganbietern. Äh, gibt es eigentlich noch Zugmaschinen, die in Österreich zugelassen sind? Also ich sehe immer weniger. Der Auflieger, joa, der hat eine österreichische Zulassung, Nur davor? Rumänen, Slowaken, Ungarn, Slowenen, Tschechen…
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Lkw-Fahrer im HomeOffice
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Abstand? Hup Hup!

Seitlichen Abstand halten ist Ehrensache. Auch in Italien. Die Schlange hinter uns beiden ist zwar nicht mehr zu überblicken, aber das macht nichts.
Überrascht bin ich nur von der Klangvielfalt der Hupen. Ist mir bisher gar nicht so aufgefallen.

radfahrer auf der Straße
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Links und rechts der (Daten-) autobahn

Kontrollen in Nordhessen. Von 26 kontrollierten Lkw fiel ein Viertel wegen Kabotageverstöße auf. Kostet erstmal im Schnitt 2 000 Euro Sicherheitsleistung.
Ich behaupte wage mal zu behaupten, dass diese Geldstrafen eh schon eingeplant sind. Warum also eigentlich keine Zeitstrafen? Wie im Eishockey, wer unfair spielt, raus. Nur eben nicht nur einige Minuten, sondern je nach schwere des Vergehens ein viertel, halbes, ganzes Jahr Verbot, in Deutschland Transporte durchzuführen. Das würde weh tun. Aber nicht diese lächerlichen Geldstrafen.
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Thema selbstfahrende Lkw. Dazu gibt es eine neue Studie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt. Aber was soll ich mich mit diesen Thema auseinander setzen? Damit werde ich eh nix mehr zu tun haben.
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Iveco liegt mit der Produktion seiner Elektro- und Brennstoffzellen-Lkw im Zeitplan. Vorgestellt werden sollten die Prototypen eigentlich auf der IAA Nutzfahrzeuge im September. Aber die Messe wurde ja abgesagt.

Ich durfte auch mal Iveco fahren. Muss so um 1995 herum gewesen sein. Der ist mir dann bei Sangerhausen unterm Arsch abgefackelt. Keine Ahnung, wieso mir das gerade jetzt einfällt.

iveco lkw turbostar
Ein Iveco TurboStar

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Busunternehmer legten mit einem Protestcorso die Berliner Innenstadt lahm. Sie wollten so auf ihre miserable Lage in der Corona-Krise hinweisen. Mehrere Hundert Busse waren unterwegs.

Jetzt die alles entscheidende Frage: Und wo bleiben die Lkw? Die sollen am 19. Juni folgen. An diesen Tag wollen sich einige Transporteure auf den Weg nach Berlin machen und gegen Dumpingpreise und für ein Kabotageverbot demonstrieren.
Die bisherige Resonanz? Hmm, lese nur ab und an einige Diskussionen auf Facebook mit, habe aber keine Ahnung, was im Hintergrund abgeht. Sind ja noch knapp drei Wochen, wäre aber schön, wenn es mehr als fünfzig Lkw nach Berlin schaffen.
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Übrigens. In Frankreich fordern einige Transportverbände ein zeitliches Aussetzen der Kabotage.

Im Auge hat die Kritik der Verbände als „missbräuchlich bis illegal“ bezeichnete Kabotage-Praktiken von Unternehmen aus Osteuropa und auch aus Spanien, die dabei von ihren niedrigeren Lohnkosten profitierten und damit „unlauteren Wettbewerb“ betrieben. Wenn Brüssel und Paris nichts dagegen unternähmen, müsse man sich auf „wütende“ Reaktionen der „Basis“ im Straßengütertransport gefasst machen, „die sich selten unter Kontrolle halten lassen“.

Verkehrsrundschau, 27. 05. 2020

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