Was der Fahrer auf dem Acker wollte, war ihm schleierhaft. Zwischen den Leitplanken nur eine Durchfahrt, damit der Bauer sein Feld befahren kann. Dahinter fünf Meter asphaltierte Fläche, danach unbefestigte Flora. Wie es oft zu sehen ist.
Ob der Fahrer drehen wollte? Auch unwahrscheinlich. Denn jeweils drei,- vierhundert Meter in jede Richtung gibt es einen Kreisverkehr. Wäre also ganz easy gewesen. Eigentlich.
Aber vielleicht ist es manchmal besser, nicht nach dem „warum?“ zu fragen.
Kleines Update. Florian schreibt, da ist nichts asphaltiert. Nicht mal ein kleines Stück, geschweige denn fünf Meter. Hab ich wohl falsch gelesen.
Das erste Antiblockiersystem wurde im Jahr 1981 auf den Markt gebracht. Damit wurde es ermöglicht, trotz einer Vollbremsung noch ein Lenkmanöver zu tätigen. …
Die Grünen wollen, dass Lkw ohne Abbiegeassistent künftig nicht mehr durch geschlossene Ortschaften fahren dürfen. Ich habe da eine andere Idee. Warum es nicht erstmal mit getrennten Ampelphasen versuchen? Und/oder Absperrgitter an besonders gefährlichen Kreuzungen und Einmündungen, durch die Fußgänger und Radfahrer gezwungen werden, die Straße zehn-, fünfzehn Meter weiter hinten zu überqueren, um damit besser gesehen zu werden?
Wie wäre es mit mehr Platz für Radfahrer? Also breite und vor allem durchgängige Radwege, die mit Barrieren vom Auto- und Lastverkehr geschützt und gut einsehbar sind.
Neuer Radfahrstreifen in Mühlhausen
Aber willkommen in Deutschland. Solange nach einem Straßenausbau solche Radwege übrig bleiben, braucht mir niemand mit irgendwelchen Durchfahrtsverboten kommen. Wer so etwas trotzdem fordert, ist doch nicht mehr ganz proper. ***
Neue Einschränkungen auch bei Tank&Rast an der Autobahn. Die üblichen Fernfahrergerichte wie Bock- und Currywurst, Frikadellen und Pizza wird es aber auch weiterhin geben. Ich muss also nicht verhungern.
Aber das tangiert mich nicht. Nutze die eh kaum. Wenn dann die angeschlossenen Sanitairanlagen oder ab und an die Fastfoodtheke. Wenn es die denn gibt. Aber selbst der Nordsee – Stand ist kaum eine Alternative. Da wird der Fisch meist so lange gebraten, bis er fast zerbröselt. ***
Bei unseren westlichen Nachbarn wird bei solchen Verdächtigungen nicht lange gefackelt. Gegen Verantwortliche der Firma ermitteln belgische Behörden wegen Sozialdumping und Sozialbetrug. Vier Personen wurden festgenommen, gegen weitere zehn wird ermittelt.
Wie das abläuft? Eigentlich ziemlich simpel: Eine Firma gründet Briefkastenfirmen, die rumänische und bulgarische Fahrer beschäftigen. Im Fall van Steenbergen z.B. Q Trucking Slovensko. Dort bekommen die Fahrer slowakische Arbeitsverträge und werden für 500 Euro brutto pro Monat beschäftigt. ***
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat entschieden, dass in der Lkw-Maut keine Kosten für die Verkehrspolizei einberechnet werden dürfen. Denn diese Kosten fallen unter hoheitliche Befugnisse des Staates und nicht unter Betriebskosten. Genau das ist aber in Deutschland passiert.
Geklagt hatte ein polnischer Spediteur. Er fordert eine Rückzahlung deutscher Autobahnmaut aus den Jahren 2010 und 2011. Aus seiner Sicht verstoßen die Mautsätze gegen die EU-Wegekostenrichtlinie. Wichtigster Streitpunkt waren dabei die Kosten für die Verkehrspolizei. Das Oberverwaltungsgericht Münster hatte den Europäischen Gerichtshof in diesem Musterprozess um Klärung mehrerer Fragen gebeten.
Eigentlich unglaublich, dass wir Richter in Luxemburg brauchen, die so etwas feststellen. ***
Am 1. Januar 2005 wurde die fahrleistungsabhängige Lkw-Maut auf deutschen Autobahnen eingeführt. Damals wurde hoch und heilig versprochen, dass System nicht zur Überwachung einzusetzen und das die gesammelten Daten ausschließlich für die Mautabrechnung verwendet werden.
Aus und vorbei. Denn der Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL) will jetzt, dass Daten aus der Lkw-Mauterfassung auch für Kontrollen genutzt werden können. So soll die Einhaltung der europäischen Sozial- und Marktvorschriften im Straßengüterverkehr besser kontrollierbar gemacht werden. Neben dem elektronischen Frachtbrief und der verpflichtenden Zusammenarbeit der nationalen Kontrollbehörden sei die Öffnung der Lkw-Mautdaten ein Instrument zur Verfolgung von Rechtsverstößen. Aha. ***
Frage beim Mitteldeutschen Rundfunk: Warum gibt es kein generelles Überholverbot für Lkw? Darf ich auch mit einer Frage antworten? Vielleicht weil solch eine Forderung polemisch ist und auch nicht sinnvoll umgesetzt werden kann? Denn so ein Verbot müsste ja auch flächendeckend kontrolliert werden. Das schaffen Kontrollbehörden ja nicht mal beim stehenden Verkehr. Oder warum wird das Verbot, die regelmäßige wöchentliche Ruhezeit im Lkw zu verbringen, kaum kontrolliert?
Aber so ein bisschen Polemik kann ich auch: Wie kommen Pkw-Fahrer eigentlich dazu, schnelles vorankommen auf der Autobahn nur für sich einzufordern? Denn fast jeder in diesem Land ist Ursache und auch Auftraggeber für Lkw-Transporte. Lkw fahren nur deshalb, weil jeder Bürger auch ein Konsument ist. Gut, Polemik vorbei, ich bin wieder ernst. Das Problem sind doch kaum die paar überholenden Lkw, sondern Pkw-Fahrer, für die es keine rechte Spur zu geben scheint. Denn zwischen zwei Lkw ist ja nur ein halber Kilometer Platz. ***
Jetzt bin ich etwas hin- und hergerissen. Die Dienstabteilung Entsorgung und Recycling der Stadt Zürich schaffte sich eine Parallelwelt mit eigenen Regeln. Dabei war u.a. ein illegales Oldtimer-Museum, deren Exponate versteigert wurden. Schon klar, öffentliche Gelder veruntreuen geht nicht. Der ehemalige Direktor wurde bereits fristlos entlassen und angezeigt, Strafverfahren gegen insgesamt acht weitere Personen eröffnet. Aber hätte die Stadt das Museum nicht in eigener regie weiterführen können und der Öffentlichkeit zugänglich machen können? ***
Rückkehrrecht statt Rückkehrpflicht. Mal wieder ein fauler Kompromiss. Denn Lkw-Fahrer brauchen keine Hotels, sondern eine regelmäßige Heimkehr. Und das nicht nur Weihnachten oder Ostern. ***
Ab Januar soll eine neue Autobahngesellschaft die Betreuung von Fernstraßen übernehmen. Doch hat es das Bundesverkehrsministerium bislang versäumt, die neue GmbH mit entsprechenden hoheitlichen Rechten auszustatten. Also darf die Autobahn GmbH bislang ihre Mitarbeiter nicht auf die Autobahnen entsenden, um Straßen zu kehren, Baustellen einzurichten oder Straßenschilder aufzustellen. Warum bin ich nicht überrascht? Vielleicht weil das Ministerium eines Herr Scheuer mitmischt? ***
Ein Rückstau nach einer Blockade der A 3, am Stauende kracht ein Pkw in einen stehenden Lkw. Viele geben den Stilllegern zumindest eine Mitschuld. Denn ohne die hätte es keinen Stau gegeben. Kann man das so sehen? Ich denke nicht. Denn Staus gibt es jeden Tag. Wenn an deren Ende ein Unfall passiert, liegt das meist an unangepasste Fahrweise oder Ablenkung. Für mich also unerheblich, wodurch ein Stau verursacht wurde.
Ist das nicht so? Tja, dann müsste man in Zukunft alle Unfallverursacher doppelt verurteilen, wenn durch deren Unfall ein zweiter Unfall am Stauende entsteht, weil sich die Person am Stauende nicht an Verkehrsregeln gehalten hat. ***
Wisst Ihr, was wir lange nicht mehr hatten? Einen richtigen Winter mit viel Schnee. Also nicht nur so ein paar Krümel am Straßenrand. Die bevorstehende kalte Jahreszeit wird übrigens mild mit wenig Kälte und noch weniger Schnee. Sagt zumindest ein Meteorologe. Also ähnlich wie letztes Jahr. ***
Teile für das VW-Werk in Dresden wurden ja bisher mit einer Güterstraßenbahn geliefert. Jetzt wird diese Bahn eingestellt. Wurde das Werk mitten in der Stadt nicht nur genehmigt, wenn die Anlieferung nur per Straßenbahn erfolgt? Oder irre mich da? ***
Glaubt da wirklich jemand dran? Also weniger Verkehr durch mehr Zuladung? Oder geht es bei diesen Vorschlag nur um mehr Ladung bei gleichbleibenden Frachtpreisen? Dazu kommt, dass diese Anhebung ein weiterer Nachteil für umweltfreundliche Güterbahnen im Preiswettbewerb mit Lkw wäre. ***
Vom ersten Schnee am Wochenende war zwar nicht mehr viel zu sehen, aber es reichte immerhin noch für ein paar weiße Flecken. Mehr muss es auch Mitte Oktober noch nicht sein.
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