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Kategorie: Unterwegs

Was andere gerne wissen möchten

Stefan schreibt oder fragt als Antwort auf diesen Beitrag folgendes:

Ist wahrscheinlich ein bisschen langweilig den Tag auf so nem Rasthof zu “vergammeln”, aber wenns gediente Zeit ist…

Wenn man nur in seiner Bude hängt und TV glotzt, kann es auch zuhause öde sein. Oder? Aber zum Thema: Passt das Wetter einigermassen, gibt es immer Wege, den Tag sinnvoll zu verkürzen. Und das muß nicht nur putzen und reinigen des Lkw sein.

Ein kleiner Spaziergang ist immer drin. Im Fall vom Mittwoch muß es nun nicht gerade die „Große Irschenberg – Runde“ sein, eine kleinere Wanderung tut es auch.

Zwei Kilometer vom Rasthof entfernt, steht eine wunderschöne Wallfahrtskirche. Was soll ich den Tag im Lkw vertrödeln, wenn eine Besichtigung mehr als nahe liegt?
Übrigens: Das nebenan eine Gastwirtschaft auf Gäste wartet, spielte dabei nur eine untergeordnete Rolle.

Kirche Wilparting

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Alter Schwede…

…man sieht immer wieder was anderes, neues, aufregendes!

Eigentlich lief es heute früh nicht so übel auf der Inntalautobahn. Der Winterdienst hat in der Nacht gute Arbeit geleistet, gemütlich mit 70 oder 80 Sachen dahin zu fahren, war kein Problem. Gut, ich war ja auch noch in Österreich. Schnee in Deutschland hat ja eine andere Beschaffenheit. Da sollte man schon mit dem hiesigen Winterdienst mitfühlen.
Aber zurück zum Thema: Nur in den Abfahrten mußte man ein wenig mehr aufpassen. Da war es schon glatt.

Gemerkt hat das ein Italiener, ca. 70 Meter vor mir. Er fuhr etwas zu forsch in die Ausfahrt Kufstein – Süd, schon stand sein Lkw quer. Der Auflieger drückte die Zugmaschine einen kleinen Abhang hinunter. Dort kippte der komplette Zug in Zeitlupe um.

Nun dauerte es natürlich ein wenig, bis ich und andere am verunglückten Lkw eintrafen. Durch kniehohen Schnee zu hüpfen, ist ja nicht so einfach. Der Fahrer stand aber bereits in seiner Kabine – unverletzt und leicht betröbbelt.
Es dürfte jedem klar sein, dass ich in meinem Alter nicht auf einen, auf der Seite liegenden Laster herum klettere. Das überlasse ich lieber anderen. Meine Aufgabe bestand darin, Hilfestellung und gute Ratschläge zu geben. Was ja auch wichtig ist und gut angenommen wurde.

Das ganze sah in etwa so aus: Ich half einen anderen Fahrer auf die Kabine. Der holte den verunglückten Kutscher raus und ich half beiden, aus einer Höhe von 2.50 Meter sanft in den weichen Schnee zu gleiten. Joa, so war das.

Wie bereits erwähnt – der Italiener war unverletzt. Ein Landsmann kümmerte sich weiter um Ihn. So gab es keinen Grund, noch länger zu warten.
Zum Abschied gab es ein Schulterklopfen seinerseits und ein Arrivederci meinerseits und dann trennten sich unsere Wege. Aber natürlich nicht ohne ein Foto.

Lkw - Unfall

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Wenn aus einem Mittwoch ein Sonntag wird und ich das eigentlich überhaupt nicht will

Heute ist Feiertag in Österreich und Italien. Für mich bedeutet das Fahrverbot und den Tag auf einem Rasthof zu verbringen. Immerhin passt das Wetter – viele blaue Flecken zwischen den Wolken und angenehme 10 Grad. Plus versteht sich.
Ach ja: Und ich habe die Auswahl zwischen BurgerKing, McDonalds, Schnellfresstheke in der Tankstelle und dem normalen Restaurant Fraß im Rasthof. Oder anders ausgedrückt: Wenn schon sinnlos gammeln, dann wenigstens stilvoll.

Bei der Verkehrsrundschau klingt das ganze so:

Der österreichische Feiertag Mariä Empfängnis am 8. Dezember hat spürbare Auswirkungen auf den Verkehr im grenznahen Bayern. Zum einen führt das LKW-Fahrverbot an diesem Mittwoch in der Alpenrepublik grenznah zu überfüllten Parkplätzen an den Autobahnen.

Davon ist hier am Irschenberg noch nichts zu merken. Noch sind einige reguläre Plätze zwischen mir und diversen Ost- und Südeuropäern frei. Aber das wird sich wohl noch ändern.

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Kalt isses

Über eine Stunde lang hielt ich mich in einer großen, zugigen Lagerhalle auf. Mittlerweile war ich so durchgefroren, dass ich mich auf den warmen Lkw freute.
Nur hatte ich Depp vorher vergessen, die Standheizung anzuschalten. Jetzt warte ich seit einer halben Stunde, dass es in der Hütte einigermassen warm wird.

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Neue Züge bekommt das Land

Das klingt doch toll: RAlpin kauft gebrauchte Liegewagons von der SBB und lässt diese für den RoLa-Einsatz umbauen.
So wird u.a. eine Videoüberwachung eingebaut. Vielleicht kann mich der Lokführer dann beim Schlafen beobachten und versucht, etwas vorsichtiger zu rangieren.
Was noch wichtig ist – diese Dinger sind klimatisiert und haben ein geschlossenes Toilettensystem. Gut, letzteres interessiert mich jetzt nicht unbedingt. Aber man sollte es wenigstens mal erwähnt haben.

Aber bis es soweit ist, fließt noch viel Wasser die Aare hinunter: Erst zum Fahrplanwechsel im Dezember 2011 sollen diese Wagen des Typs Bcm61 eingesetzt werden.

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Ein Beitrag für Nachtschwärmer

In der Früh um halb drei zu tanken, hat auch Vorteile: Der Kaffee ist frisch aufgebrüht und die Brötchen kommen gerade aus dem Ofen.
Ausserdem bleibt etwas Zeit für ein Gespräch mit der Frau hinterm Tresen. Es ist ja sonst keiner in der Tanke.

PS. Ich warte noch immer auf den „kräftigen Schneefall“.

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Wer mir Spanngurte vom Auflieger klaut, während ich selig in meiner Koje schlummere, dem wünsche ich alles schlechte dieser Welt.

Letzte Nacht stand ich auf einem Rasthof in der Nähe von Brescia in Oberitalien. Bei meinem morgendlichen Rundgang um den Lkw ist mir nichts aufgefallen – alle Staukästen waren verschlossen, die Türen des Aufliegers ebenfalls.
Beim ersten Kunden bemerkte ich, dass ca. acht Spanngurte und die dazugehörigen Schlösser fehlten. Diese lagen in einer Kiste, welche wiederum auf dem Auflieger stand. Tja, nun ist die Kiste leer und ich muß mich bei meinen Arbeitgeber rechtfertigen, wieso ich besagte Gurte nicht in eine der verschließbaren Kisten am Auflieger deponiert habe. Boah, was mich das anstinkt.

Aber manchmal siegt halt die Bequemlichkeit. Da läßt man sein Arbeitsmaterial auf dem Auflieger, da man eh damit rechnet, dieses am nächsten Tag wieder gebrauchen zu müssen.

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