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Kategorie: Unterwegs

Wieso Stau? Vor mir ist alles frei!

Tagesbaustellen sind toll. Da sieht man wenigstens, dass gearbeitet wird – was man ja von Dauerbaustellen nicht immer behaupten kann.
Wenn man aber nachmittags um kurz vor vier auf der A3 bei Aschaffenburg die linke Spur sperrt, damit die Strassenmeisterei mit einem Unimog die Leitplanken säubern kann, dann finde selbst ich, dass eine Pause für die Wärter der Strasse nötig wäre. Erst recht, wenn sich dahinter mehrere Kilometer Stau gebildet haben.

Tagesbaustelle

Aber vielleicht haben das die Männer im Unimog auch nicht mitbekommen. Vor Ihnen war ja alles frei.

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Eine fromme Hoffnung

Manchmal ist es angenehm, einige Tage zu spät bei einem Kunden einzutreffen – so wie heute bei einer Spedition in einer osthessischen Stadt. Normalerweise ist dort langes stehen angesagt. Warten die jedoch auf Ihre Ware, geht das Entladen ziemlich fix.
Selbst als ich bemerkte, dass von der Seite abgeladen werden muß, gab es keine Widerworte. Da fragt man sich zwangsläufig, warum das nicht immer so geht.

Jetzt habe ich aber ein Problem: Auf den ersten vier Metern des Aufliegers steht nichts. Dann kommen einige leichte Paletten und auf dem letzten Drittel steht eine Maschine. Die wiegt ungefähr fünf oder sechs Tonnen.
Sollte es morgen Vormittag schneien und das weiße Zeug liegen bleiben, war es das für mich. Ohne Druck auf die Hinterachse der Zugmaschine komme ich nicht mal den kleinsten Hügel hoch. Na ja, erstmal abwarten – vielleicht hat Petrus ja ein wenig Mitleid mit mir.

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Mit Überwachung schläft es sich am besten

Videoüberwachung

Was seht Ihr auf diesem Bild? Etwa nichts? Gut! Denn dann geht es Euch genau wie mir. Aber Angst brauche ich deshalb nicht zu haben – denn dieser Autohof ist Video überwacht. Was man jedoch auf diesen Filmen sieht, weiss ich nicht. Denn des Nacht’s sind bekanntlich alle Katzen grau. Oder sogar schwarz.
Aber vielleicht ist die Technik auf diesen sogenannten Maxi – Autohöfen mittlerweile so hochgerüstet, dass selbst vermummte Bauernfänger zweifelsfrei erkennbar sind.

Vom finanziellen her, dürfte es für diese Aufrüstung keine Probleme geben. Denn schließlich finanziert jeder Fahrer, der länger als zwei Stunden parkt, diese Technik mit. Ob er will oder nicht, denn eine Ausweichparkmöglichkeit gibt es nicht. Es ist also eine Art Zwangsüberwachungsfinanzierung.

Achso. Was mir noch aufgefallen ist: Auch für die Nutzung der Toiletten muß man zahlen. Das ganze läuft ähnlich ab, wie bei SaniFair – erst nach einer Spende von 50 Cent darf man durch ein Drehkreuz gehen und sein Geschäft erledigen.
Ob man dabei auch gefilmt wird, habe ich nicht heraus gefunden. So tief wollte ich nun nicht in’s Becken schauen.

Fairerweise sollte ich aber erwähnen, dass man für diesen Obulus einen Bon bekommt. Dieser kann anschließend im Shop der Tankstelle eingelöst werden. Ausser natürlich für Zigaretten. Und Zeitungen.
Der Pächter will ja auch was davon haben.

Der Parkplatz selber, ist nur halb gefüllt. Demnach haben nur wenige Fahrer ein gesteigertes Sicherheitsbedürfnis. Trotzdem klingt aus verschiedenen Richtungen das Brummen von Kühlaggregaten an mein Ohr. Warum es nicht möglich ist, diese Lkw seperat zu parken, verstehe ich nicht.
Gut, dass muß ich auch nicht. Hauptsache, ich bin bereit zu zahlen. Für’s parken und für’s pissen.

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Sie haben Post

Stammleser Peter schreibt:

Moin, kA wo es herkommt, habe es selbst grad per ICQ bekommen 😉

Denke mal, ist des Bloggens wert …

Grüßle,
der Peter

Truck hängt an Brücke

Aber klar doch, Peter. Cold Seavers hätte es nicht besser hinbekommen.

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Mützenbonus inklusive

Eigentlich habe ich ein entspanntes Verhältnis zur Gattung mit dem Namen Pförtner. Natürlich denken viele, Sie wären König und arbeiten nach dem Motto: Erst kommen die Pförtner, dann der Chef und dann Gott. Es sind halt Menschen, die es weder bei der Bundeswehr, noch bei der Polizei geschafft haben, eine Uniform tragen zu dürfen. Jetzt haben sie eine vom Wachschutz und das muss ausgelebt werden.

Das kuriose dabei ist, dass das in jedem Land gleich ist. Hier mal ein Beispiel aus Italien: Ich habe mehrere Kisten mit Messingrohre geladen, die für eine Firma in Arcevia – westlich von Ancona gelegen – bestimmt sind. Vor der Einfahrt in das nicht sehr große Betriebsareal muß man sich beim Pförtner melden. Er ist der Herr über Tor und Schranke, ohne Ihn geht demzufolge nichts.
Also zeige ich Ihm den Frachtbrief, auf dem alles notwendige steht: Der Absender und der Empfänger, sowie die Art des Materials. Den Namen der Spedition, die das Zeug anliefert, kann er auf dem Lkw ablesen und das Kennzeichen sieht er über einen Monitor. Mehr hat den nicht zu interessieren.

Tut es aber doch. So wollte er auch meinen Personalausweis. Dieser wird während meiner Anwesenheit in einer kleinen Holzkiste deponiert, die direkt am Fenster steht, durch welches ich mich mit dem Mann unterhalte.
Den bekam er natürlich nicht. Warum auch? Alles wichtige wußte er bereits. Für mich war die Sache damit erledigt, im Gegensatz zu Ihm. Er weigerte sich, die Schranke zu öffnen. Ich wartete in der Zwischenzeit brav im Fahrerhaus. Irgendwann und irgendwie mußte es ja weiter gehen.
Genau das tat es auch: Nach nicht einmal zwei Minuten öffnete er das Teil und ich konnte oder durfte zur Warenannahme fahren.

Das diese Leute Anweisungen der Geschäftsleitung befolgen müssen, ist mir klar. Auch sollte man bedenken, dass die teilweise viele Stunden bei miserabler Bezahlung arbeiten.
Zudem werden diese Jobs in einigen Firmen gerne als Übergangslösung für „kurz vor der Rente steher“ oder „Sonderlinge“ benutzt. Deshalb sind die oft komisch.

Meinen Ausweis oder ähnliches gibt es trotzdem nicht. Die anschließenden Diskussionen sind zwar lästig, aber notwendig. In dieser Sache bin ich nämlich ein wenig eigen.

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Ich kann es halt kaum erwarten

Da fährt man in Gedanken versunken dahin, nimmt das Schild „Achtung Verkehrskontrolle“ nur aus den Augenwinkeln wahr und dann passiert es: Ich bin fällig!
Eine Besonderheit diesmal, war die Waage. Bei knapp sechs Tonnen Ladung aber kein Problem – weder mit dem Gesamtgewicht, noch mit den Achslasten.

Was dann folgte, war das übliche: Dem Beamten Führerschein, Fahrzeugpapiere, Lieferscheine und Fahrerkarte aushändigen und warten. Nach knapp 20 Minuten kam er wieder angedackelt und zeigte mit dem Daumen nach oben. Ich habe mit keiner anderen Reaktion gerechnet.
Das Öffnen des Aufliegers war auch nur Makulatur. Bei einer Komplettladung Paletten kann man nicht viel verkehrt machen.
So blieb es bei dem Hinweis, dass der TÜV des Aufliegers demnächst abläuft. Ich bedankte mich höflich, der Beamte wünschte mir eine gute Fahrt und joa – das war es.

Achso: Über die Waage bin ich mit 7.2 km/h gefahren. Das war dem Teil wohl etwas zu schnell. Zumindest läßt der Hinweis auf dem Wiegeschein darauf schließen:

zu schnell unterwegs

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Chaos in den Köpfen

Ingmar kommentiert zu diesem Artikel folgendes:

Wäre doch mal interessant, eine Straße für Fahrzeuge unter 3,5 Tonnen zu sperren

Gestern befuhr ich die B 252 zwischen Frankenberg und Marburg. Auf dieser Strasse galt seit 2006 ein generelles Verbot für den Durchgangsverkehr ab 12 Tonnen, welches im März diesen Jahres zu einem Nachtfahrverbot entschärft wurde. Dieses gilt jedoch für alle Lastwagen über 3,5 Tonnen Gesamtgewicht, ausgenommen dem Anliegerverkehr.

Eine Brummi – Lawine ist mir dort entgangen. Auf vielleicht elf oder zwölf Pkw kam ein Lkw, von denen anhand des Kennzeichens mehr als die Hälfte dem regionalen Verkehr zugeordnet werden konnte.
Aber vielleicht bin ich dort auch nur zur falschen Zeit entlang gefahren. Eine Stunde später brach sicher das totale Chaos aus – und sei es auch nur in den Köpfen der Anwohner und zuständigen Lokal- und Verkehrspolitiker.

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Geh dahin, wohin Deine Nase Dich führt

Was bringt einem ein ausgebauter Rasthof mit Stellflächen weit ab der Autobahn, wenn nebenan jemand seit einer halben Stunde seinen Motor laufen lässt?

Aber zum Thema: In Deutschland fehlen noch immer mehr als zehntausend Lkw – Parkplätze. Einige Raststätten wurden bereits umgebaut und die Zahl der Stellflächen erhöht. So auch die Rastanlage Vaterstetten an der Autobahn 99 bei München.

Für wieviel Lkw jetzt mehr Platz ist, weiss ich nicht. Mir ist nur aufgefallen, dass diese Rastanlage nicht schon – wie in der Vergangenheit – um 17.00 Uhr überfüllt ist, sondern erst anderthalb oder zwei Stunden später. Das ist doch ein toller Fortschritt.

Natürlich ist der Weg zum Rasthaus und somit zu den Sanitairanlagen weiter. Wer sich im Hochsommer duscht, ist bei der Ankunft am Lkw wieder durchgeschwitzt. Im Winter dagegen gefrieren einem die Haare.
Nimmt man den regulären Weg, ist man noch länger unterwegs. Da die Bequemligkeit siegt, stiefelt und stolpert man über großangelegte Rasenflächen mit künstlichen Gräben. Was sich so alles auf dem Grün befindet, sieht man eh nicht, denn die Parkplatzbeleuchtung funktioniert nur zur Hälfte. Vielleicht versucht man dadurch Kosten einzusparen. Der Ausbau war sicher nicht billig.

Das Restaurant ist nur spärlich besucht, dazu verwinkelt und es riecht nach Sodbrennen. Die Schnitzel in den silbernen Pfannen wirken müde und erschöpft.
Eine Bockwurst im benachbarten Tankstellenshop ist auch keine wirkliche Alternative. Nicht nur deren blassgelbe Farbe wirkt abstoßend, sondern auch der Preis: 3.85 Euro. Gut, dass ist Ansichtssache. Für Münchner ist das Essen sicher noch beispiellos billig und durchreisende Österreicher erinnert es an die Küche daheim.
Ich jedoch begebe mich mit leeren Magen wieder Richtung Lkw – immer in der Hoffnung, meine Schuhe im dunklen nicht zu versauen.

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