Drücke "Enter", um den Text zu überspringen.

Kategorie: Unterwegs

Gibt nix von mir. Erst recht nicht auf die krumme Tour.

Auf einer Raststätte bei Frankfurt. Ein etwas ungepflegt wirkender Mann mittleren Alters klopfte an die Fahrertür. Erst dachte ich, er wollte nach dem Weg fragen oder ob ich Pfandflaschen für ihn hätte. Aber nein, sein Begehren war etwas anderes.

„Hallo, ich stehe da hinten mit einem Transporter und mir ist der Diesel ausgegangen. Kannst Du mir so drei, vier Liter geben?
Da hinten? Da ist eine Tankstelle, da gibt es auch Diesel.“

Ja aber, ich brauche doch nur zwei, drei Liter.
Ach ja, Kleinmengen verkaufen die ja nicht. Wie weit willst Du eigentlich mit drei Litern kommen?“

Na ja, Du kannst mir natürlich auch dreißig oder vierzig Liter geben. Bei dem großen Tank hier fällt das doch überhaupt nicht auf.
Ach jetzt willst Du schon vierzig Liter? Komm, geh und lass mich in Ruhe.“

Wie geh doch einfach? Darf ich Dir mal was erklären? Wir sind ein kleines Puppentheater, wegen Corona haben wir keine Aufträge, uns geht es schlecht. Wenn jeder so ignorant ist wie Du, gibts bald keine Kunst mehr.
Dann bau hier Deine Bühne auf und gib eine Vorstellung. Vielleicht spenden ein paar Fahrer was. Von mir gibt es nix.“

Das wollte er aber auch nicht. Wohl weil er von Künstler sein so weit entfernt ist, wie die Erde von der Sonne. Ich kenne doch meine Dieselschnorrer. Mal kommen die angeblich von einem notleidenden Zirkus, dieses mal war es ein Puppentheater.
Schlimm ist nur, dass die immer wieder einen finden, der nen Schlauch in den Tank hält und sich Diesel abzapfen lässt. Das es dabei nicht bei fünfzig Litern bleibt, dürfte auch klar sein. Ganz schnell wechseln mal hundert Liter oder mehr den Besitzer.

Aber wer seinen Chef bescheißen will, gerne. Bei mir gibt es nix. Es sei denn, ich schlafe den Schlaf der Gerechten.

Kommentare geschlossen

Tom Astor wusste es schon vor 40 Jahren

14 Tage auf dem Brenner, ohne Dusche, ohne Frau.
Im LKW vergammelt der Spinat.

Tom Astor „14 Tage auf dem Brenner

Kennt Ihr nicht? Macht nix. Ist auch nicht die Musik, die ich höre. Und ganz so schlimm ist es heute auch nicht. Denn weder habe ich schon mal Spinat durch die Gegend gefahren, noch stehe ich hier zwei Wochen herum.

Aber ein „aber“ gibt es immer. Gestern Feiertag und Fahrverbot in Österreich, heute Stau in Italien. Also alles wie immer.
Das ich allerdings schon bei Kilometer 49,8, also zwischen Klausen und Brixen, weit unterhalb vom Brenner stehe, ist heftig. Selbst für mich, fahre ja nicht erst seit letzte Woche hier runter.

stau in südtirol brennerautobahn
Stau, Stau, Stau

Übrigens, viele Lkw sind der beste Indikator dafür, dass die Wirtschaft in Europa wieder anzieht. Denn was produziert wird, muss auch transportiert werden. So zumindest meine These.

Aber nun ja. Stehe ich die nächsten Stunden halt dumm rum. Habe eh nichts systemrelevantes geladen. Kann da eh nix dran ändern.

So klingt es in Südtirol
Kommentare geschlossen

Es ist schon eine Last mit den Lastern

Ich habe keine Ahnung was mir diese Figur in einem Kreisverkehr bei Bologna sagen möchte. Vielleicht doch eine Last mit den Lastern? Auf Google habe ich jedenfalls keine Erklärung dafür gefunden.

Erinnert mich ein wenig an dieses Foto aus dem zweiten Weltkrieg, auf dem ein Soldat einen Esel über ein vermintes Feld trägt, damit das Tier keine Sprengung auslöst und alle Männer tötet. Aber das ist wohl ein bissel weit hergeholt.

Wie auch immer, beeindruckend ist diese Statue schon, auch wegen ihrer Größe.
Da kommt mir eine Idee. Vielleicht fällt einigen von Euch ein passender Bildtitel dazu ein? Oder eine passende Erklärung. Wer sich inspiriert fühlt und mitmachen möchte, einfach in die Kommentare damit. Danke schön.

Update: Die Lösung kam über Facebook. Vielen Dank an René: http://www.arcomai.org/2010/09/03/

3 Kommentare

Abstand? Hup Hup!

Seitlichen Abstand halten ist Ehrensache. Auch in Italien. Die Schlange hinter uns beiden ist zwar nicht mehr zu überblicken, aber das macht nichts.
Überrascht bin ich nur von der Klangvielfalt der Hupen. Ist mir bisher gar nicht so aufgefallen.

radfahrer auf der Straße
Kommentare geschlossen

Die Invasion der Störche

Heute früh auf der A 3 vor Erlangen der allmorgendliche Baustellenstau. Dachte ich. Aber weit gefehlt, die Baustelle war dieses Mal nicht Schuld am Stillstand.
Sondern neun Störche, die am Straßenrand ein Picknick veranstalteten. Natürlich bremsten viele ab, ist ja auch kein alltägliches Bild.

Ich fand es auch toll, nach fast dreißig Jahren unterwegs erlebt man ja nicht mehr allzuviel spannendes oder neues. Aber die großen weißen Vögel waren mal wieder ein Highlight.

2 Kommentare

Ziel mit Hindernissen erreicht

Heute früh kurz nach fünf bei Brescia losgefahren, jetzt kurz vor Würzburg Feierabend. Und das mit zehn Minuten Abfahrtskontrolle und 9.49 Stunden Fahrzeit. Den Arbeitstag also voll ausgenutzt. So passt das.

Mir fällt aber auf, der Verkehr zieht wieder merklich an. Die ruhigen Wochen scheinen vorbei zu sein. Besonders hier in Deutschland.
Aber auch in Österreich. Was ich da nicht verstehe, wochenlang war auf den Straßen wenig los. Jetzt fällt denen von der Asfinag ein, oho, die Mittellinie könnte neue Farbe gebrauchen. Da sperren wir doch mal für einige Kilometer die linke Spur. Oder an anderer Stelle sollte an der Mittelleitplanke was ausgebessert werden. Zack, noch eine Tagesbaustelle. Die jeweiligen Staus davor nehmen wir mal so dahin.

Aber ich muss nicht alles verstehen. Mittlerweile sage ich mir, dass schon alles seinen Grund haben wird. Was auch sonst.

2 Kommentare

Nach Süden

tanken in Österreich

Tanken in Kufstein bedeutet, es geht wieder Richtung Süden. Nach sieben Wochen, in denen ich Deutschland unsicher machen durfte. Den richtigen Weg habe ich noch gefunden, auch ohne Navi. Hat sich ja nicht viel geändert.
Die erste Tour geht übrigens in einen bergigen Zwergstaat mitten in Mittelitalien und eine der ältesten Republiken dieser Welt. Der Euro ist zwar Zahlungsmittel, sind dafür aber nicht in der EU. Sollte also morgen den Zoll nicht verpassen. Wäre nicht so gut.

Kommentare geschlossen