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Kategorie: Unterwegs

Ziel mit Hindernissen erreicht

Heute früh kurz nach fünf bei Brescia losgefahren, jetzt kurz vor Würzburg Feierabend. Und das mit zehn Minuten Abfahrtskontrolle und 9.49 Stunden Fahrzeit. Den Arbeitstag also voll ausgenutzt. So passt das.

Mir fällt aber auf, der Verkehr zieht wieder merklich an. Die ruhigen Wochen scheinen vorbei zu sein. Besonders hier in Deutschland.
Aber auch in Österreich. Was ich da nicht verstehe, wochenlang war auf den Straßen wenig los. Jetzt fällt denen von der Asfinag ein, oho, die Mittellinie könnte neue Farbe gebrauchen. Da sperren wir doch mal für einige Kilometer die linke Spur. Oder an anderer Stelle sollte an der Mittelleitplanke was ausgebessert werden. Zack, noch eine Tagesbaustelle. Die jeweiligen Staus davor nehmen wir mal so dahin.

Aber ich muss nicht alles verstehen. Mittlerweile sage ich mir, dass schon alles seinen Grund haben wird. Was auch sonst.

2 Kommentare

Nach Süden

tanken in Österreich

Tanken in Kufstein bedeutet, es geht wieder Richtung Süden. Nach sieben Wochen, in denen ich Deutschland unsicher machen durfte. Den richtigen Weg habe ich noch gefunden, auch ohne Navi. Hat sich ja nicht viel geändert.
Die erste Tour geht übrigens in einen bergigen Zwergstaat mitten in Mittelitalien und eine der ältesten Republiken dieser Welt. Der Euro ist zwar Zahlungsmittel, sind dafür aber nicht in der EU. Sollte also morgen den Zoll nicht verpassen. Wäre nicht so gut.

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Der Liter Diesel…

…für unter einen Euro. Das ich das noch mal erleben darf.

Diesel ist billig wegen Corona
Sprit zum Schnäppchenpreis
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Was für ein Trollo

Es gibt Typen, da fehlen mir die Worte.

Stau auf der A 7 bei Dinkelsbühl. Grund waren diese beiden Unfälle einige Stunden vorher. Mal stand es, dann rollte es langsam einige Meter weiter. Immer mit zehn, zwölf Meter Abstand zum Vordermann. Wie es eben so ist.

Dann kam er von einem Parkplatz gefahren. VW vorn, langen Anhänger dahinter. Rechts an mir vorbei, fünf Meter weiter rüber auf meine Spur.
Für das Auto aus Wolfsburg hat es gereicht, für den Hänger nicht. Es gab ein wirklich hässliches Geräusch.

Lkw unfall schaden
Es hat gescheppert

Mein hupen lies ihn wieder bremsen und nach rechts auf den Standstreifen ausrollen. Ich langsam hinterher. Er stieg aus und legte los. Warum ich ihn nicht hätte einfädeln lassen, sondern extra noch schneller geworden wäre und überhaupt. Der Unfall wäre allein meine Schuld.

Ich fragte ihn, wie man in einem Stau schneller werden kann, was ich davon hätte, die Straße dicht zu machen und ob er einfach nur zu dumm ist, Auto zu fahren.
Seine Antwort? Über dreißig Jahre unfallfrei unterwegs. Da lachte ich ihn aus.

der anhänger nur leicht beschädigt
Der Anhänger kam gut weg

Wir tauschten Daten und Personalien, fertig. Später überlegte ich, es wäre vielleicht doch besser gewesen, die Polizei zu rufen. Aber da war es dafür eh schon zu spät.
Am Wochenende schreibe ich einen Unfallbericht und lege den zusammen mit dem Unfallbogen meinem Chef auf seinen Schreibtisch.

Passieren kann immer mal was. Wo gehobelt wird, fallen Späne. So lange es bei Blechschaden bleibt, ist alles reperabel. Wenn auch ärgerlich, klar. Trotzdem sollte man nen Arsch in der Hose haben und seinen Fehler zugeben. So nach dem Motto, sorry, hab nicht aufgepasst. Tut mir leid, aber ist passiert. Das zeigt Stärke. Aber nicht rumheulen und eigene Schuld abwälzen. Das ist lächerlich. Meine Meinung.

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Gefragt, gesagt

Der Mitteldeutsche Rundfunk wollte wissen, wie das Leben und arbeiten so unterwegs während der Corona-Krise für uns Lkw-Fahrer ausschaut. Also ob wirklich alle Toiletten geschlossen sind, Duschen nicht genutzt werden dürfen, Firmen uns den Zutritt verwehren.
Wir Fahrer unser Geschäft demzufolge hinterm Busch oder am Lkw-Reifen verrichten müssen, keimig und müffelnd herumlaufen dürfen oder auf den morgendlichen Kaffee verzichten, weil ein Getränkeautomaten bei einem Kunden unerreichbar geworden ist.

Ich habe versucht, in einem Gespräch darauf einige Antworten zu geben. Natürlich aus meiner Sicht. Kann ja nicht für andere sprechen. Aber ich denke, dass sehen einige ähnlich.

„Ich hab mich schon oft am Kanister waschen müssen und konnte nicht essen gehen. Im Ausland gibt es oft gar keine Duschen für Fahrer. Auch ohne Corona nicht. Mittlerweile haben einige Tankstellen ihre Sanitärbereiche wieder geöffnet. Auch Autohöfe machen sich Gedanken. So kann man Essen vorbestellen und dann am Autohof abholen.“

Ich zum MDR

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Stillstand auf der Autobahn

Seit dreieinhalb Wochen fahre ich jetzt nur in Deutschland umher. Logisch, Italien geht ja momentan nix. Und heute, nach fast einem Monat stand ich zum ersten Mal in einem Stau – zwischen Kronau und dem Walldorfer Kreuz.

stau auf der a5
Juhu, ein Stau.

Gut, es war kein richtiger Stau. Nach einer Minute ging es weiter. Keine Ahnung, wieso es kurz stockte. Aber es war Stillstand auf der Autobahn.
Also ein Stau, wenn auch nur ein kurzer kleiner. Hatte echt schon Entzugserscheinungen.

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