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Kategorie: Unterwegs

Mach kaputt, was Dich kaputt macht

Erst taucht am Anfang der Woche ein Dashcam-Video auf, in dem zu sehen ist, wie sich der Fahrer eines Begleitfahrzeuges und eine Lkw-Fahrerin gegenseitig abschießen und gestern tritt ein Lasterfahrer einem am Boden liegenden Demonstranten in den Bauch.

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Ein bissel WildWest im Norden

War ja richtig was los diese Woche. Aber mal ernsthaft. Manchmal bin ich ja auch ein bissel erzürnt, wenn mir jemand mit seiner Fahrerei auf den Sack geht. Also so, wie es anderen mit mir auch ergeht. Aber die Aktionen in dem Video sind schon heftig. Da sind beide etwas arg angespannt.

Und zu der Trittaktion von gestern? Ich habe Verständnis für Ungeduld. Ja selbst für Wut. Aber Selbstjustiz in Form von Körperverletzung? Nee, geht gar nicht und ist null zu tolerieren.

Ach ja. Morgen ist ja ein großer Streiktag. Deshalb hat Verkehrsminister Wissing die Länder gebeten, von Kontrollen des Lkw-Fahrverbots am heutigen Sonntag abzusehen.

Begründung? Gefährdung der Lieferketten.

Kannste dir nicht ausdenken…

Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Hamburg, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Sachsen-Anhalt haben angekündigt, dieser Bitte nachzukommen. Wie freundlich.

Wissing selbst schreibt dazu:

Ich habe den Ländern wegen des umfassenden Streiks geraten, an diesem Sonntag keine Kontrollen der Fahrverbote für Lkw durchzuführen. Menschen sollen nicht unter dem Arbeitskampf leiden. Es wird aber massive Auswirkungen auf Verkehr und Logistik geben“

Verkehrsminister Wissing

Menschen sollen nicht unter dem Arbeitskampf leiden? Ich als Lkw-Fahrer zähle für Wissing also nicht als Mensch? Soll ich jetzt auch Sonntags arbeiten, um Gewinne von Unternehmen zu sichern? War irgendwie eine krude Idee.

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Stauzeit

Fährst rein nach Tirol, stehst im Stau:

stau auf der a 8 in bayern wegen blockabfertigung in tirol an der grenze bei kiefersfelden kufstein
Entweder Blockabfertigung…

Fährst raus aus Tirol, stehst auch im Stau:

stau auf der inntalautobahn in tirol wegen grenzkontrollen bei kufstein kiefersfelden
…oder Grenzkontrolle. Irgendwas ist immer.

Aber sind ja nur noch zwanzig Kilometer bis Kiefersfelden.

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Immer brav dahinter

Brenner-Autobahn, Italien. Lkw-Überholverbot auf der gesamten Strecke.
Überholt werden dürfen nur überbreite, überlange, überschwere Transporter, an denen ein Blinklicht blinkt. Denn die dürfen nur sechzig fahren. Sollte unter den dort fahrenden eigentlich bekannt sein.

Heute früh ganz vorn ein überlanger „Gruber“, dahinter eine lange Schlange Lkw. Denn wenn der erste hinter dem Schwerlaster nicht überholt, dürfen auch die hinterherfahrenden nicht vorbei ziehen.

Also. Hinter dem „Gruber“ ein polnischer Lkw, “Heinzel“ oder „Hensel“ Spedition. Ich weiß nicht mehr genau, was da dran stand.
Der fuhr brav hinterher, machte keine Anstalten, vorbeifahren zu wollen.
Dann irgendwann fangen natürlich von weiter hinten andere Fahrer an zu überholen. Nicht jeder hat viel Zeit. Manchen pressiert es halt.

Schließlich war ich hinter dem Polen, habe dann auch beide überholt. Also „Heinzel-Hensel“ und den „Gruber“.
In Höhe von dem Polen schau ich kurz rüber, sehe ein kleines schmächtiges Männchen mit mandelförmigen Augen am Steuer sitzen.

Keine Ahnung wo der Fahrer herkam. Vorderasien, Hinterasien, Mittelasien? Der arme Kerl verstand die Welt nicht mehr.
Ihm wurde bestimmt gesagt, überhole bloß nicht auf der Brennerautobahn. Denn das kann teuer, teuer, teuer werden. Und Dein Führerschein ist auch weg.

Dann macht er es eben nicht. Auch wenn er hätte überholen dürfen. Nämlich den „Gruber“.

Hach. Das arme Männchen aus Vorder,- Mittel,- Hinterasien.
Wird von hinten mit Hupe und Lichthupe malträtiert und weiß nicht mal wieso. Was tut man denen bloß an.

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Exotische Kennzeichen

Heute ein Export-Kennzeichen aus Griechenland. Diese zeigen in grüner Schrift einen Buchstaben, vier Ziffern und die Angabe der Gültigkeit am rechten Rand. Hier eben 12/22.
Passt auch, denn fotografiert habe ich das Mitte Dezember in Südtirol.

export überführungs kennzeichen aus griechenland
Überführt aus Griechenland

Griechenland selbst kennt jeder. Es ist ein Staat in Südosteuropa, der Tausende Inseln im Ägäischen und Ionischen Meer umfasst. Aufgrund seiner einflussreichen Rolle in der Antike wird Griechenland oft als Wiege der westlichen Zivilisation bezeichnet. Das Land hat knapp zehneinhalb Millionen Einwohner.

Nachbarländer sind Albanien, Nordmazedonien, Bulgarien und die Türkei. Griechenland ist eine parlamentarische Republik mit präsidialen Elementen. Die Hauptstadt des Landes ist Athen.
Weitere bedeutende große Städte sind Thessaloniki, Patras und Piräus.

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Frauen am Steuer

Eine unterhaltsame Doku aus der Schweiz. Und wirkt so gar nicht, wie die „Trucker Babes„. Trotz leicht bekleideter Fahrerinnen, aber eben ohne „Scheiße“ oder andere abwertende Wörter zu blöken und anderen reißerisches Getöse.

Überhaupt nicht. Sondern eher gegenteilig. So kommt die ganze Kalamität, der Frauen grad im Güterfernverkehr ausgesetzt sein können, in der Reportage gut zur Sprache:

Es gibt viele Rasthöfe, wo es einfach komische Ecken gibt. Wo viele komische Leute auf einem Haufen sind. Oder auch einzelne, wo man merkt, dass einem jetzt nicht so wohl ist.
Man muss die Augen immer offen halten und vorsichtig sein.

Es gab schon beklemmende Momente. Da konnte ich mich aber anderen anschliessen. Es ist wichtig, nicht allein zu sein.
Es ist natürlich anders, wenn du um drei Uhr morgens auf Toilette musst. Da überlegt man schon zweimal, ob man es macht.

Janina Martig (Unternehmerin aus der Schweiz)

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Eine gute Tat

Es kommt ja mittlerweile selten vor, dass ich erst Samstags nach Hause komme. Aber wenn es doch mal passiert, überwinde ich meine Faulheit und Knauserei Sparsamkeit und hole mir, statt selbst eine Tasse zu kochen, unterwegs einen Kaffee. Also das, was ich sonst eigentlich nie mache. Ist mir halt zu blöd, vier, fünf Euro für einen Becher Filterkaffee hinblättern zu müssen.

Letzten Samstag war es mal soweit. Ich kurz auf einem dieser Maxi-Autohöfe angehalten, um ein heißes Getränk zu kaufen. Plötzlich kommt ein anderer Fahrer, keine Ahnung aus welchen Land: Polen, Rumänien, Ungarn? Ich weiß es nicht.
Auf jeden Fall stand der da über Nacht, hat seine zwanzig Euro Parkgebühr bezahlt. Den anhängenden 10-Euro Gutschein wollte er im Tankstellenshop für ein Frühstück einlösen. Also Kaffee, Bockwurst oder so.

Sagt der Mann an der Kasse: „Tut mir leid, aber das darf ich nicht. Der Gutschein gilt nur im Restaurant.“ Antwortet der Fahrer im gebrochenen Deutsch: „Ok., dann gehe ich ins Restaurant.“ Dann der Tankwart: „Das macht aber erst um zwölf Uhr auf.“

Tja. Nun stand der Kollege da mit seinem Gutschein. Der wollte weiter fahren, konnte nicht warten.

Da sagt der Kassierer noch: „Tut mir wirklich leid, aber ich darf den Gutschein hier vorn nicht einlösen. Aber ich gebe Dir zumindest einen Kaffee aus meiner Tasche aus.
Hat der Kassierer also das Getränk bezahlt. Fand ich so nett, dass ich auch noch einen Euro locker gemacht habe. Weil tut mir ja nicht weh.

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Unterwegs…

…auf der A 93 zwischen Kiefersfelden und dem Inntaldreieck:

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Eigentlich gibt es nix interessantes zu sehen. Also bis auf dieses dämliche Überholmanöver bei Minute 6.40. Dieses in den Sicherheitsabstand rein ziehen, nervt mich. Entweder man überholt richtig, oder bleibt halt dahinter.

Na ja, habe die Kamera eigentlich auch nur mitlaufen lassen, um mal den Rückstau einer Blockabfertigung vor der Tiroler Grenze bei Kufstein zu zeigen.
Hier, am 27. Oktober, immerhin stolze knapp vierzig Kilometer lang.

Über den Sinn oder Unsinn dieser Maßnahme will ich hier und jetzt nix groß schreiben. Erst recht nicht an einem Sonntag.

Nur so viel: Ein bissel verstehe ich die Tiroler schon, die sich an Tagen mit hohen Verkehrsaufkommen, wie nach Fahrverboten durch Feiertage, gegen zu viel Verkehr zu schützen versuchen.
Nur trifft diese Aktion die falschen. Denn was können meine Kollegen und ich dafür, wenn seit Jahren der Schwerlastverkehr auf der Straße immer weiter zunimmt, weil die Schiene kaputt gespart und immer mehr zurück gebaut wurde?
Oder viele Firmen den Lkw als Lager quasi missbrauchen? Denn das spart ja Kosten. Oder der Onlinehandel immer weiter wächst und wächst und wächst? Oder Schienenverkehrsunternehmen zu langsam und unflexibel sind?

Genau. Nämlich nix. Selbst der Nordzulauf zum zukünftigen Brennerbasistunnel wurde und wird auf bayerischer Seite seit Ewigkeiten boykottiert. Denn Gleise will auch keiner vor seinem Einfamilienhäuschen haben.
Tja. Nur ausbaden müssen dieses politische und wirtschaftliche Versagen aber wir Fahrer. Also quasi das letzte Glied in der Kette. Was für ein Trauerspiel.

Auch wenn es jetzt ein wenig hochtrabend klingt. Aber der Lkw bringt auch das, was die Gesellschaft konsumiert. Weniger oder zumindest lokaler Konsum würde also weniger Lkw bedeuten.

Denn das Steak aus Südamerika, dazu ne gute Flasche Wein aus Kalifornien, gegessen auf Geschirr aus Tschechien mit Besteck aus China, als Nachtisch ein Kompott aus italienischen Äpfeln und zum spülen noch ein Glas französisches Wasser hinterher, gibt es eben nicht zum Nulltarif.

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Och nee

Ich sage mir zwar, „Junge, Du hast Badelatschen an.“
Trotzdem ist es nicht prickelnd, in einer dieser Kabinen zu duschen. Denn nach hundert Besuchern nur einmal mit dem Wischmop durchwedeln, ist eben doch keine Reinigung.

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