Ich finde es faszinierend, anderen Leuten beim Reden zuzuhören. Nicht das ich mir deren Meinung aneigne, nein, einen großen Teil des gesprochenen habe ich oft nach kurzer Zeit schon wieder vergessen. War also nicht immer so wichtig, zumindest für mich.
Trotzdem finde ich solche Gespräche spannend. Sowas wie eine Art Momentaufnahme oder thematischer Schwerpunkt. Wenn am Ende ein Ergebnis greifbar bleibt, war nichtmal alles umsonst. Wenn doch, bleibt die Erinnerung an einen schönen Abend. Das ist doch auch was.
Kategorie: Gedanken
Mal schaun, wie lange diese Seite erreichbar ist: Schwarzbuch24.com.
Firmen zu diskreditieren, kann teuer werden. Zumal keiner weiss, ob unzufriedene Mitarbeiter und Kunden oder neidvolle Wettbewerber hinter diesen Anschuldigungen stehen. Denn der Schaden, egal ob im Hinblick auf das Image oder finanziell, kann für die angeschwärzte Firma beträchtlich sein.
Gerüchte und Firmengeheimnisse sind schnell verbreitet. Die Kreativität von Online – Postern kennt bekanntlich keine Grenzen. Allein deshalb ist es schwierig, zwischen tatsachenorientierter Meinung und geschäftsschädigender Äußerung zu unterscheiden. Die Forenbetreiber können wohl kaum jeden Eintrag persönlich prüfen.
Dazu kommt, dass viele Firmen das Internet noch immer nicht verstehen. Abmahnungen werden schnell verschickt. Die Chancen dafür stehen gut. Denn kaum ein privater Webseitenbetreiber hat die finanziellen Mittel, sich dagegen zu wehren.
Bei den Machern dieses Speditionsschwarzbuches kommt ein weiterer Aspekt hinzu: Welcher Fahrer hat die Zeit, sich in der Woche um private Sachen zu kümmern?
Nicht das ich falsch verstanden werde. Schwarze Schafe an einen Pranger zu stellen, ist nicht verkehrt. Nur würde ich mir das nicht antun. Auf den bereits genannten Stress kann ich gerne verzichten.
Achso. Eines noch: Roland Graf wird sicher wissen, dass sein Longliner neben einem Ausbeuteroscar abgebildet ist.
8 Kommentare„Mach auch das Tor zu„, waren die letzten Worte, die ich heute früh von einer Lagerfachangestellten eines Lebensmittelgroßlagers irgendwo in NRW zu hören bekam. Vorher durfte mußte ich dieses Tor öffnen, die Rampe bedienen und natürlich auch selber entladen.
Die Paletten sollten ordnungsgemäß in einer Reihe stehen, natürlich mit einen Zwischenraum von 40 Zentimeter. Diese müssen schließlich von allen Seiten begutachtet werden. Mit dieser Kontrolle und dem abschließenden Abhaken auf einem Lieferschein endete schon die Arbeit der für mich zuständigen Lageristin.
Wir leben in Deutschland im 21. Jahrhundert. Da sollte es doch zum Standard gehören, den Kollegen einen Kaffee, einen Warteraum und eine Toilette zur Verfügung zu stellen
Das sagte Rainer Bomba, Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium. In dieser Funktion begleitete er zwei Tage einen Lkw – Fahrer einer Fuldaer Spedition als Beifahrer.
Es ist toll, wenn ein Politiker auch ein wenig Praxis kennen lernen will. Nur was bringt das im Endeffekt? In zukünftige Entscheidungen fließen diese Erfahrungen eh nicht mit ein. Was bleibt, sind persönliche Erlebnisse eines Beamten, die mir als Fahrer aber kaum weiter helfen.
Mißstände wie die am Anfang beschriebenen, müssen weg. Nur geht das nicht auf politischen Wege. Nein, dass muß von den Spediteuren kommen. Nur werden die sich hüten, dagegen vorzugehen. Wer sägt schon an dem Ast, auf dem er sitzt.
Hermann Grewer ist Präsident des Bundesverbandes Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL). Er freute sich über diesen Praxistest. Schließlich gehe es nicht an, dass Fahrer „allgemein und in der Öffentlichkeit wie Kriminelle behandelt“ werden.
Eine schöne Aussage. Nur sollte er dieser auch Taten folgen lassen und selbst einige Tage auf einem seiner Lkw mitfahren und diesen Vorschlag auch seinen Verbandskameraden unterbreiten. Das würde eher zu einer Verbesserung – auch meiner Arbeitsbedingungen – beitragen.
Vor einiger Zeit fragte ich, wieviel Platz man in einer Lkw – Hütte zur Verfügung hat. Auf vier oder fünf Quadratmeter kam ich damals und verglich diesen Raum mit einem Hundezwinger.
Das ist nicht wirklich viel. Da stellt sich (zumindest mir) die Frage, wie es sich drei Menschen (Papa, Mama, Kind – der linke in der roten Hose gehörte nicht dazu) auf diesen engen Raum einrichten.

Sei es auch nur für ein oder zwei Wochen, aber angenehm ist was anderes. Das Führerhaus, welches mir mein Arbeitgeber zur Verfügung stellt, ist ungefähr doppelt so groß. Trotzdem würde ich – falls vorhanden – Frau und Kind so schnell wie möglich, zuhause absetzen. Oder besser erst überhaupt nicht mitnehmen. Denn so groß kann keine Liebe sein, um sich diesen Qualen auszusetzen.
12 KommentareDrei Abladestellen gestern. Jedes mal von der Seite. Heißt Schlösser vom Auflieger öffnen, Seite aufziehen, Alulatten entfernen, Gurte lösen und schauen, was der Staplerfahrer so treibt. Eigentlich nicht weiter schlimm. Es sei denn, Regen klatscht mir von oben und der Seite an den Körper. Das mag ich nicht. So wie gestern.
Null Ladestellen heute. Die für mich vorgesehene Ladung ist nicht fertig. Morgen früh – oder eher vormittag – soll ich mal nachfragen. Heißt: Seit Mittag gammeln. Oder Zeit sinnlos totschlagen. Dazu bewegen sich die Temperaturen irgendwo oberhalb der dreißig Grad.
Ich wollte an den gar nicht mal so weit entfernten Strand pilgern. Nur gibt es nicht mal einen Ausgang, durch den ich die Raststätte, auf der ich stehe, verlassen könnte. Oder ich habe Ihn nicht gefunden. Tolle Show.

Ich habe eigentlich null Ahnung, was Wechselbrücken angeht. Das beim Abstellen dieser beiden jedoch irgendetwas schief gelaufen ist, leuchtet selbst mir ein:

Der Lastzug einer Thüringer Spedition steht auf irgendeinem italienischen Rasthof. Der Schriftzug „Ich bin ein großer Anhänger von Thüringen“ und die Adresse „Standort Thüringen.de“ sollen wohl für eine Ansiedlung von Unternehmen im Freistaat werben.

Blöd nur, dass ganze in deutscher Sprache durch die Lande fahren zu lassen. Englisch ist der Maßstab – gerade wenn Reklame international ausgerichtet ist. Aber man ist ja sehr heimatverbunden im grünen Herz Deutschland’s.
Da wundert es mich nur, dass dieser Slogan keinen Platz auf der Plane gefunden hat.
Dreißig Grad am frühen morgen. Hitzefrei gibt es trotzdem nicht. Zumindest nicht für mich.
Gestern Abend war ich mal wieder so schlau, ein Fenster geöffnet zu lassen. Das Ergebnis war eine Mückeninvasion – obwohl ich im dunklen saß. Irgendwie riechen diese Viecher mich und mein Blut.

Einige habe ich mit einer Zeitung erwischt. Die Süddeutsche vom Monatag war noch schlagfest. Den Rest wollte ich mit Deospray killen. Nur wurden die von dem Geruch noch geiler, während ich noch immer wie ein Stricher stinke.
Jetzt, gegen Mittag sind es um die 34 Grad. Oder auch 35. Mir persönlich ist das zu heiß. Ich verstehe eh nicht, wie Leute das angenehm finden. Im eigenen Saft zu schwimmen ist eklig. Und dann noch freiwillig? Nee!
Bei mir rauscht die Klimaanlage. Von früh bis spät umschmeichelt eine Wohlfühltemperatur von 19 Grad meine zarte Haut. Die Hütte verlasse ich nur, wenn es notwendig ist. Also zum Be- oder Entladen. Zumal des Abladen auch schon Geschichte ist.
Bis jetzt habe ich zwei Ladestellen. Beide kenne ich, da geht es gemütlich zu. Oder „piano„, wie man in Italien sagt.
Immerhin ist morgen kein Feiertag. Also da wo ich bin. So erspare ich mir sinnloses rumstehen.
Gerade ruft mich ein Kumpel an – der ist in Frankfurt. Da regnet es. Und gewittert. Cool, besser als Hitze. Na ja, in diesem Sinne: „Ahoi“!
