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Kategorie: Gedanken

Intimes

Seit vier Wochen ist es so heiß. Und geregnet hat es zuletzt Anfang Juni!“ Damit war das Thema „Wetter“ während einer kurzen Unterhaltung am letzten Mittwoch mit dem Leiter der italienischen Niederlassung einer deutschen Firma in einem Ort oberhalb von Pescara beendet.

Zumindest bis letzte Nacht. Da träumte ich, dass es nächste Woche heiß wird. Mindestens 50 Grad. Ich bin halt kreativ – wenn auch nur in meinen Träumen.

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Bayern – SPD will Lkw – Maut ausweiten

Die Bayern-SPD will die LKW-Maut auf sämtliche Bundesstraßen und in weiteren Stufen auch auf Staats- und Kommunalstraßen ausweiten. Das ist eine der zentralen Forderungen, die auf dem Landesparteitag an diesem Samstag in Amberg beschlossen werden soll. „So könnte man die echten Verursacher massiver Straßenschäden zur Kasse bitten“, sagte SPD-Landeschef Florian Pronold am Dienstag in München zur Begründung.

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Die echten Verursacher sind die Industrie und Verbraucher. Warum fordert der nicht gleich eine Schwerverkehrsabgabe auf Butter und Bier? Aber Spass beiseite.

Nicht alle Probleme mit der Infrastruktur in Deutschland kommen wirklich überraschend. Unsere Strassen zum Beispiel. Die halten nicht so lange, wie Ihre Planer und Erbauer einmal glaubten. Die Dauerbelastung ist aber seit langem bekannt.
Trotzdem wartet man so lange mit deren Sanierung, bis die Kosten für die Reparatur deutlich steigen. Ein verantwortungsvoller Umgang sieht anders aus.

Wer die Bahn vernachlässigt, braucht sich nicht zu wundern, wenn die Strassen vergammeln. Klar, Autobahnen zu fordern, ist unmodern und für Politiker oft nicht hilfreich für Ihre weitere politische Karriere. So sind auch mehr als zwei Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung viele Strassen stark überlastet. Auch in Bayern.

Trotzdem werden Diskussionen geführt, die eher lähmen statt helfen. Eine Ablehnung der Pkw – Maut passt dabei schön in’s Konzept. So hält man Deutschland in Gang. Perfekt.

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Eine traurige Bilanz

Kennt Ihr den oder die KCD? Oder Camion Pro? Dann gibt es noch den BDBK. Ach ja, die Truckerfreunde und andere Foren darf man nicht vergessen.

Diese ganzen Vereine, Gewerkschaften, Clubs, Foren oder was auch immer, wollen Lkw – Fahrern das Leben auf der Strasse erleichtern. Das ist eigentlich ein toller Vorsatz. Nur bleibt es leider dabei. Denn im Miteinander zeigt sich das wahre Übel – dem eigentlichen Mitstreiter gönnt man nicht „die Butter auf dem Brot“. Mehr noch: Gegenseitige Beschimpfungen und Beleidigungen sind an der Tagesordnung.

Eigentlich traurig. Besonders wenn man die Darstellung auf Außenstehende betrachtet.

Früher dachte ich ernsthaft, Trucker wären eine eingeschworene Gemeinschaft. So nach dem Motto „Einer hilft dem anderen“. Doch bereits nach kurzer Zeit „auf dem Bock“ mußte ich diese Vorstellung revidieren.
Heute glaube ich, dass es keine Berufsgruppe gibt, die ähnlich egoistisch Ihrer Arbeit nachgeht. Vielleicht liegt das am sogenannten Tunnelblick. Was links und rechts vom eigenen ich abgeht, sieht man nicht mehr. Was bleibt, ist die völlige Konzentration auf Tempo und Zeit. So werden viele Dinge nicht mehr realistisch genug erkannt.

Vielleicht ergeht es den am Anfang genannten Vereinen ebenso. Nur das bei denen nicht nur die Konzentration auf eine gemeinsame Sache fehlt. Nein, schlimmer. Der Wille für den Versuch, ernsthaft etwas zu verändern, ist nicht vorhanden.
Die eigene Profilierungssucht steht im Vordergrund. Um diese auszuleben, werden konkurrierende Clubs oder was auch immer, nieder oder einfach nur lächerlich gemacht.

So wird das nichts mit einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Lkw – Fahrern. Also auch der von mir. Im Gegenteil.
Auf unbeteiligte wirkt das nur peinlich und bestärkt die öffentliche Meinung auf die von Eigenverantwortung weit entfernte Fahrergemeinde. Das ist eigentlich schade.

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Die Artenvielfalt von Kontrollen

Es gibt Kontrollen, bei denen reagiert ein Beamter irritiert, es gibt Kontrollen, bei denen reagiert er allergisch und es gibt Kontrollen, da wird der Mann (oder die Frau) gleich hysterisch.

Irritiert dann, wenn eigentlich alles passt. Lenk- und Ruhezeiten stimmen so einigermaßen, der Lastzug ist leer. Ladungssicherung ist also kein Thema.
Viele glauben halt, dass es kaum ein Fahrer schafft, die gesetzlich vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten immer korrekt einzuhalten.

Allergisch wird der Kontrollierende, wenn er Unregelmäßigkeiten feststellt und der Fahrer diese versucht zu erklären. In den Augen von vielen Beamten bewegen sich Lkw – Lenker immer am Rand der Legalität und das lassen das einem auch spüren.
Dabei will jeder Fahrer sein Geld nur auf eine vernünftige und anständige Art verdienen. Viele Kontrollen sorgen aber dafür, dass man immer weiter in die Kriminalität hinein gedrängt wird.

Es gibt immer mehr Verbote, die bei Missachtung mit hohen Geldstrafen und Punkten in Flensburg geahndet werden. Ist irgendwann das Limit erreicht, wird die Fahrerlaubnis entzogen. Die private oder familiäre Situation spielt dabei keine Rolle.
Schnell ist man dann am Rand des persönlichen Ruins angekommen.

Dazu kommt die Osterweiterung der EU und die damit verbundenen sinkenden Frachtpreise. Viele Spediteure verlangen von Ihren Fahrern, noch mehr zu arbeiten. Vielleicht auch irgendwo verständlich. Die Firmen müssen überleben, damit auch der Kutscher am Monatsende seinen Lohn bekommt.

Hysterie tritt dann zum Vorschein, wenn der Brummifahrer es wagt, zu widersprechen. Das passiert häufig bei der Art und Weise von Ladungssicherung. Die Vorstellungen zwischen beiden Parteien liegen oftmals weit auseinander.
Der Fahrer zieht dabei aber immer den kürzeren. Gegen mathematische Formeln und theoretischen Wissen kommt halt keiner an.

Bitte nicht falsch verstehen: Ich habe nichts gegen Ladungssicherung. Im Gegenteil. Nur wird es oftmals übertrieben. Wenn ich Meldungen lese, dass ein Lkw mit einer Ladung Spanplatten seine Fahrt erst dann fortsetzen darf, wenn fünfzig oder sechzig Gurte angelegt wurden, zweifel ich an der logischen Denkweise dieses Systems.

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Teurer Tunnel

Ich bin schon ein paar mal durch den Tunnel des Grossen Sankt Bernhard (laut Wikipedia heißt der so) gefahren – und immer habe ich vergessen, eine Rechnung der Tunnelmaut zu fotografieren.
Denn knapp 150 Euro für 5,8 Kilometer finde ich schon ein wenig heftig.

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Im Land der drei Meere

Waldmeer, Sandmeer, nix mehr. So nannte man bereits in der DDR die Gegend ganz oben im äußersten Nordosten dieses Landes. Und irgendwie hat dieser Begriff eine zeitüberdauernde Bedeutung. Selbst eine neue Autobahn schafft es nicht, diese Gegend näher an Deutschland zu bringen.
Dafür dind die Menschen liebenswert, störrisch, nett. Ein Tankstellenbetreiber antwortete auf die Frage nach Wasser für meinen Kanister: „Den Hahn draussen habe ich abgeschraubt. Die mit den Wohnmobilen treiben mich sonst in den Ruin!“

Dann nahm er wortlos den Behälter und befüllte ihn im für Kunden abgesperrten Bereich seiner Tankstelle.

Meine letzte der drei Abladestellen war in einem Dorf, in der Nähe von Demmin. „Es wird immer schlimmer“, sagte der Staplerfahrer am Ende der Entladung. „Die Dörfer sind noch immer am zerfallen. Und die Menschen? Na ja. Grauer Alltag, nur Aussichtslosigkeit.“
„Von den jüngeren ziehen sicher viele weg“, fragte ich ein wenig naiv. „Ja, die können das. Aber wir Alten? Weggehen, umziehen, dass ist leicht gesagt. Wohin und womit denn? Das Haus verkaufen? Hier zahlt doch keiner was dafür.“

Weit bin ich nicht mehr gekommen. Ich stehe noch immer irgendwo bei Demmin. Vorhin habe ich im Internet gelesen, dass die Politik hier versagt hat und die Menschen deshalb für die Einfachheit der rechten Parolen besonders empfänglich sind.
Keine Ahnung, ob das so ist. Vielleicht erhoffen sich die Leute auch nur ein wenig Aufmerksamkeit. Wenn alle paar Jahre Journalisten in’s Land einfallen um nach den Ursachen zu suchen, ist das auch ein wenig Abwechslung in der Leere und Einsamkeit hier oben.

Im Land der drei Meere

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Fundstücke Teil LVII

Zuerst dachte ich, Kescht wäre der Schweizer Begriff für Käse und SuperDrecksKescht sowas wie Harzer Roller. Also übelriechend und eigentlich auch ungeniesbar.
Die Schrott- oder Müllmulden unter dem Schild nahm ich anfangs überhaupt nicht wahr. So sehr war ich von der Namensgebung beeindruckt. Wirklich.

Aber es sind wohl doch nur die Mulden, die damit gemeint sind.

SuperDrecksKescht - Schrottmulden in der Schweiz
Fotografiert in Möhlin (AG)

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Montag…

…und die Woche scheint so endlos wie dieser Tunnel:

Aber Pessimismus ist fehl am Platz. Die nächsten zwei (Arbeits-)wochen sind genauso lang, wie das dazwischen gezwenkte Wochenende.
Darf man sowas wie „hach“ schreiben? Hmm, wenn es ein Ausdruck der Vorfreude ist, sicher.

Hach, ich freu mich darauf…

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