Das Volkswagenwerk im niedersächsischen Emden stoppte wegen des Sturms Elli die Produktion. Wenn die Bänder wegen Schnee stillstehen, weiß man: Es ist ernst.
Oder ist es der ultimative Beweis, dass unsere hochgelobte „Just-in-Time“-Welt gegen eine ordentliche Ladung Polarluft keine Chance hat? Was sagt das über unsere Wirtschaft aus, wenn ein Tief namens Elli ein ganzes Werk lahmlegt?
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Apropo Sturm Elli. Die aktuellen Voraussagen diverser Wetterdienste für letzte Woche überschlugen sich in Horrorszenarien.
Regionalpostillen durften zwar rechtlich keinen Katastrophenalarm ausrufen, taten es aber trotzdem. Schulen wurden geschlossen, Supermärkte leergekauft und verzweifelte Verkäuferinnen räumten den gesamten Lagerbestand an Wasser, Klopapier und Dosenessen in den Eingangsbereich, um eine Massenpanik im Laden zu verhindern.
Seid ihr eigentlich alle bescheuert?
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Ich verstehe die Empörung zur Zalando-Schließung in Erfurt nicht. Ein Lumpen-Unternehmen macht Lumpen-Dinge.
So etwas ist neu?
Ja, 2.700 Leute verlieren ihren Job. Aber tun wir bitte nicht so, als würde Amazon hier nicht schon die Hände reiben und neue Defibrillatoren für die Mitarbeiter-Toiletten bestellen.
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Tesla hat in einem neuen Video erstmals demonstriert, dass der elektrische LKW „Semi“ an den neuen V4-Stationen mit einer Spitzenleistung von 1,2 Megawatt laden kann.
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Kanzler Merz sagte zur Eröffnung der Rahmedetalbrücke bei Lüdenscheid: „Deutschland kann Infrastruktur“.
Ach wirklich?
- Die Brücke war seit zig Jahren marode.
- Der Ersatzneubau war seit 2014 geplant.
- Dann plötzlich Totalsperrung 2021, weil nichts mehr ging.
- Sprengung erst 2023.
Das ist kein Beweis, dass Deutschland Infrastruktur kann. Nee eher, dass Deutschland schlecht darin ist und das es nur geht, wenn man mit Hochdruck, Bonuszahlungen und politischem Druck (inklusive Kanzler-Selfie-Termin) alles auf den Kopf stellt.
Die echte Nachricht wäre: „Nach vier Jahren des Versagens, der Verzögerungen und der Verharmlosung können die Menschen in Lüdenscheid endlich wieder normal leben. Herzlichen Glückwunsch, dass es überhaupt geklappt hat. Trotz aller Beteiligten.“
Aber so dreist zu behaupten „Wir haben Ressourcen, Know-how und Fachleute, um solche Projekte erfolgreich umzusetzen“ ,nach einem Desaster, bei dem man eigentlich nur froh sein kann, dass es nicht noch länger gedauert hat. Das ist nicht nur unverschämt, das ist zynisch bis ins Mark.
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