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377 Ergebnisse für "unterwegs"

Coca Cola Weihnachtstruck – Tour 2017

Heute in einem Monat ist Weihnachten, wir müssen also der Wahrheit ins Gesicht sehen: Die Coca-Cola Trucks sind wieder unterwegs. In diesen Städten wird der Coca Cola Truck 2017 vorbeischauen:

25. November 2017: Königsplatz, Schwabach (14 – 19 Uhr)
03. Dezember 2017: Obere Königstraße 8, Kassel (14 – 19 Uhr)
10. Dezember 2017: Am Markt 12, St. Ingbert (14 – 19 Uhr)
15. Dezember 2017: An der Johanniskirche, Magdeburg (14 – 19 Uhr)
16. Dezember 2017: Rathaus, Am Markt 16, Grimma (14 – 19 Uhr)

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Arbeiter, Urlaub, Parkplätze. Alles fehlt.

Momentan schleicht die Zeit nur so dahin. Liegt vielleicht auch daran, dass ich meinen Urlaub herbei sehne. Ein dreiviertel Jahr ohne, ist viel zu lang. Nächstes Jahr werde ich das wieder ändern. Dann mache ich schon im Mai zwei Wochen frei. So umgehe ich auch zwei Feiertage, die ich sonst hätte draußen verbringen müssen. Problem gelöst.

Paketdienstfahrer gesucht

Ganz andere Probleme haben Transportunternehmer und die Versandbranche. Obwohl, auch die sind hausgemacht. Gemeint ist der Fahrermangel. So werden Paketdienstfahrer gesucht. Händeringend. Nur wen wundert das? Wer will sich schon wie der letzte Sack behandeln lassen?

Dabei war es doch eigentlich vorauszusehen. Paketversender verlagerten den Transport an Sub- und Subsubunternehmer aus, große Händler versenden kostenlos, selbst die Rücksendung kostet nichts. Und wenn diese Subunternehmer an den Autos nicht mehr viel sparen können – weil die oft eh schon aus dem letzten Loch pfeifen – dazu die Qualität der Dienstleistung auch nicht mehr gedrückt werden kann, geht man eben dem Personal ans Geld. Besonders bedrückend ist die Welle an Altersarmut, die auf die Betroffenen zukommt.

Warum werden diese Kurierfahrer nicht anständig bezahlt und auch die Überstunden vergütet? Klar, dazu müssten auch die Versandgebühren für den Onlinehandel steigen. Das Rücksenden umsonst ist dann wohl auch nicht mehr drin. Vielleicht gehen dann wieder mehr Menschen „offline“ einkaufen. So werden Arbeitsplätze im Einzelhandel geschaffen und die Innenstädte werden wieder belebt. Eine Win-Win-Situation, ist doch toll.

Aber solange nur oberflächlich Anteilnahme geheuchelt wird und es danach wieder zur Tagesordnung übergeht, oder eben zum Online-Shopping, wird sich daran nichts ändern. Und wehe der Bote kommt dann auch noch, wenn man gerade nicht da ist…

Einen Fachkräftemangel gibt es aber bekanntermaßen auch bei den großen. Gerade letzte Woche hat der DSLV (Deutscher Speditions- und Logistikverband e.V.) darauf hingewiesen. Einige Ursachen hat der Verband auch parat: Parkplatzmangel, die vorhandenen sind dazu unsicher und oftmals schlecht ausgestattet. Dann der sehr schlechte persönliche Umgang an den Be- und Entladerampen und auch das gesetzliche Verbot zur Übernachtung in der Fahrerkabine während der Ruhezeit.
Die letztere genannte Ursache ist bestimmt kein Grund. Im Gegenteil. Verboten ist nur das Übernachten im Fahrerhaus, während der regulären wöchentlichen Ruhezeit. Das heißt, die verkürzte Ruhezeit von 24 Stunden darf jeder Fahrer weiterhin in seiner Hütte verbringen. Nur eben die reguläre von 45 Stunden nicht. Und die steht eh nur alle zwei Wochen an.

Aber auch hier gilt: Nur die Unternehmer können für bessere Arbeitsbedingungen sorgen. Das Fahrermangel die Versorgungssicherheit gefährdet, interessiert mich als Fahrer am wenigsten. Genauso wie es große Logistiker interessiert, wie ich als Fahrer unterwegs behandelt werde. Es zählt nur der Profit. Muckt ein Fahrer irgendwo auf, zieht i.d.R. er den kürzeren. Der Kunde hat immer recht.
Von seinem Arbeitgeber bekommt ein Fahrer vielleicht noch Rückendeckung. Doch dem eigentlichen Auftraggeber, häufig ein großer Logistiker, interessiert nur der Kunde.

Warum es Leute gibt, die unter diesen Bedingungen arbeiten?

Die Transportbranche ist zum Niedriglohnsektor verkommen. Warum es trotzdem Leute gibt, die unter diesen Bedingungen arbeiten? Die Antwort ist einfach: Weil viele keine Wahl haben. Aber genau das ist auch politisch gewollt. Hauptsache die Leute arbeiten und liegen nicht faul rum. Nur wer sorgt denn für den Wirtschaftsaufschwung in Deutschland? Mit dieser Lohnsklaverei ruinieren die nicht nur unser Land, sondern ziehen Europa mit in den Abgrund.
Und da wundert man sich, daß immer mehr Fahrer kaum noch ein Wort Deutsch sprechen? Wäre der eiserne Vorhang wieder da, würden umgehend große Teile von Dienstleistungsjobs wie Gastronomie, Pflege und Versand- sowie Speditionsbranche zusammenbrechen.

Aber genau hier ist die Politik in der Pflicht. Der Schutz der Bürger ist in den letzten Jahren auf Kosten von Profit und Lobbyismus nur noch vernachlässigt worden. Der einfache Mensch wird im Wahlkampf umgarnt, danach ist vieles vergessen. Im Hintergrund lachen sich die Bosse der Konzerne ins Fäustchen, denn niemand macht ihnen ihre Gewinne streitig, die ihnen aus der Ausbeutung ihrer Mitbürger erwachsen.

Die „Augsburger Allgemeine“ titelte letzte Woche „Die tägliche Not auf den A8-Parkplätzen„. Wer von diesem Thema betroffen ist, liest nichts wirklich neues. Sätze wie „Wer einen Stellplatz für die Nacht gefunden hat, darf sich glücklich schätzen“ oder „Problem wird sich in den kommenden Jahren verschärfen“ habe ich schon zig mal gelesen. Im Endeffekt werden wir Fahrer mit diesem Problem allein gelassen. So sieht es leider aus.

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Gastbeitrag: Ein System der Angst

Deutsch­land­weit und in ganz Europa steht die Transportbran­che mit dem Rücken zur Wand, und das nicht ohne Grund. Billigstar­bei­ter aus Ost­eu­ro­pa und Asien sind in in den Fahrerhäusern der Fernlaster längst keine Seltenheit mehr. Ihre Ar­beits­be­din­gun­gen und Löhne sind mi­se­ra­bel.

So auch in den Betrieben der Globalplayer und Großlogistiker: Die Firmen geben große Teile des Be­trie­bes in die Hände von Sub­un­ter­neh­mern, womit diese selbst nicht mehr die Ver­ant­wor­tung für die dort Be­schäf­tig­ten trägt. Die Ar­beits­be­din­gun­gen in die­sen Sub­un­ter­neh­men sind ver­hee­rend: 10-18 Stun­den-Schich­ten, mi­ni­ma­le Löhne, keine Ar­beits­ver­trä­ge und Kran­ken­ver­si­che­run­gen, man­gel­nde Schutz­klei­dung, völ­li­ge Iso­la­ti­on von der Au­ßen­welt.

Täg­li­cher sozialer- und Arbeitsdruck der Be­trof­fe­nen schaf­fen ein Sys­tem der Angst, aus dem sie sich meist selbst nicht mehr be­frei­en kön­nen. Der Gang zu einer Behörde oder zum Arzt wird schlichtweg un­ter­sagt, indem die Betroffenen gar nicht erst in die Nähe Ihres Lebensmittelpunktes disponiert werden. Eine soziale Ver­bin­dung zur „Au­ßen­welt“ und zur eigenen Familie wird somit nahezu un­mög­lich gemacht. …

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Vielen Dank an Marco für seine eMail:

Lieber Maik,

vielen Dank für die Zeit und Mühe, die Du in Deinen Blog investierst. Es ist einen ganz tolle Möglichkeit als „Nicht-Trucker“ etwas über den Alltag eines Berufs zu lernen, dem man vorher nur mit Ignoranz und häufig leider auch mit Ablehnung gegenüberstand.

Ich selber bin Mitte 40, arbeite im IT-Bereich und habe Lkw bisher meist nur als Störfaktoren bei der täglichen Berufspendelei oder den Urlaubsfahrten wahrgenommen („blöde Elefantenrennen“). Achtung, jetzt wird’s ein bisschen kindisch: Vor zwei Wochen habe ich angefangen das PC-Spiel „Euro Truck Simulator 2“ zu spielen und habe daran viel Spaß. Zeitgleich kam dann aber auch der Wunsch auf, neben dem Spiel etwas über die tatsächliche Realität von Berufskraftfahrern zu lernen. Glücklicherweise findet man dazu im Internet relativ viel, und nachdem ich etliche Zeitungsberichte durchgelesen hatte, bin ich nun bei Blogs wie Deinem gelandet. Das ich dadurch ein bisschen in den Alltag von Fernfahrern reinschnuppern darf, finde ich ganz klasse. Es ist nicht nur äußerst interessant und unterhaltsam sondern hat auch mein Verständnis für Eure täglichen Sorgen und Herausforderungen massiv erhöht.

Ich sehe Lkw auf meinem täglichen Arbeitsweg nun mit ganz anderen Augen und versuche noch toleranter als vorher zu sein. Kleines Beispiel: Ich wohne in einer einspurigen Sackgasse und musste heute Morgen 15 Minuten warten, weil ein LKW mit Anhänger eine Baustelle in unsere Straße mit Dachziegeln beliefern sollte. Anstatt mich über die Verzögerung zu ärgern, vielleicht sogar zu drängeln oder zu hupen, habe ich ganz entspannt den Motor ausgemacht und bewundert, wie der Fahrer es auf der engen Straße geschafft hat, sowohl seinen Anhänger als auch den LKW mit dem Kran rückwärts so vor/auf der Baustelle zu parken, dass er abladen konnte und die Straße gleichzeitig wieder befahrbar war. Wäre das mein Job gewesen, hätte ich Blut und Wasser geschwitzt.

In diesem Sinne: Weiterhin gute Fahrt für Dich und Deine Kollegen, meinen Respekt und meine Rücksichtnahme habt Ihr…

Gruß, Marco

Ich weiß ehrlich nicht, ob mein Blog Menschen zum nachdenken anregt. Gedanken darüber habe ich mir noch nie gemacht. Das was ich hier veröffentliche, sind meine Erlebnisse, Gedanken oder auch Erfahrungen, die ich mache. Ausserdem finde ich, dass zu einigen Themen, über die ich schreibe, schon hunderte Male etwas gesagt wurde.

Trotzdem tut es gut, sich Dinge von der Seele zu schreiben, sie rauszulassen. Unterwegs habe ich viel Zeit zum nachdenken und zu viele Gedanken machen einen irre. Dieser Blog ist eine Form der Verarbeitung bestimmter Dinge und auch des Weiterentwickelns von Ideen und Gedanken. Das es dabei nicht immer neutral bleibt, ist logisch. Denn meine Gedanken, mein Blog.

Aber es motiviert, wenn mir fremde Menschen ihre Meinung schreiben und ich deren Blickwinkel sehe. Das bringt auch mich weiter. Auch wenn es mir manchmal nicht leicht fällt, mich und meine Gedanken auszudrücken. Deshalb, danke an all meine Leser, die mir die Treue halten und in diesem Fall speziell an Marco.

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Drei Geheimnnisse über Trucker – Hätten Sie das gedacht?

Die meisten Trucker feiern gern. Vor allem im Sommer trifft sich die deutsche Trucker- und Countryszene auf zahlreichen Festen und Events. Am Pfingstwochenende waren zahlreiche Besucher im beschaulichen Geiselwind beim Trucker-Festival. Das jährlich auf dem Autohof Geiselwind stattfindende Ereignis zog zahlreiche Besucher aus dem In- und Ausland an.

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Geld vernebelt den Verstand

Seit einigen Wochen ist es Lkw-Fahrern auch in Deutschland untersagt, ihre regelmäßige Wochenruhezeit im Lkw zu verbringen. Stattdessen muss diese Zeit in einer geeigneten Unterkunft verbracht werden.
Mit dieser Regelung soll verhindert werden, dass Fahrer wochen- oder monatelang quasi als Nomaden in ihren Lastern hausen. Auch sollen Unternehmer gezwungen werden, ihre Angestellten regelmäßig nach Hause zu holen.

Ich finde, dass ist eine gute Sache. Und auch längst überfällig.

Niemand will Osteuropäer vertreiben

Nicht so Jochen Eschborn. Er ist Vorstand des Europäischen Ladungsverbundes Internationaler Spediteure (Elvis). In einem Interview mit der „Verkehrsrundschau sagt er unter anderem folgendes:

Das Gesetz ist quasi eine Maßnahme, um die Osteuropäer zu vertreiben.
Dabei werde aber übersehen, dass das deutsche Transportgewerbe diese Frachtführer braucht, weil sie zu günstigeren Konditionen fahren können

Das ist Quark. Keiner, der für dieses Gesetz ist, will Osteuropäer vertreiben. Im Gegenteil.

Wer wochen- oder monatelang unterwegs ist, verliert nicht nur seine sozialen Bindungen in die Heimat. Nein, der vereinsamt und verbittert. Herr Eschborn sollte mal unter diesen Bedingungen arbeiten. In einem Lkw kann man kaum entspannen. Nach einem Wochenende im Laster ist man eine Gefahrenquelle.

Überleben wie?

Auch kann ich nach dieser Aussage nicht verstehen, wie die deutsche Transportwirtschaft all die Jahre ohne osteuropäische Hilfe überleben konnte?
Vielleicht dadurch, dass die Lenk- und Ruhezeiten lockerer gehandhabt wurden? Nein, wer seine Arbeit in zehn oder zwölf Stunden nicht bewältigt, schafft die auch in sechzehn oder achtzehn Stunden nicht.

Oder viele Fahrer relativ gut verdienten? Also im Gegensatz zu heute? Vielleicht eine Ursache für den derzeitigen Fahrermangel, unter denen deutsche Firmen leiden. Aber daraus herzuleiten, dass ohne Osteuropäer alles zusammenbricht, ist schon mutig. Ich wage jetzt mal zu behaupten, dass diese Schwemme aus Osteuropa an der derzeitigen schwierigen Situation des deutschen Transportgewerbes mit dafür verantwortlich ist.

Fairness wird ein Fremdwort

Auch einem Unternehmer sollte daran gelegen sein, seine Fahrer – und natürlich auch die seiner Kooperationspartner – zumindest einigermassen zufrieden zu sehen. Das gebietet nicht nur seine Fürsorgepflicht, sondern auch ein zumindest kleines Maß an Fairness. Wenn beides endgültig verloren geht, dann ist die deutsche Transportwirtschaft wirklich nicht mehr zu retten.

Aber Geld regiert halt die Welt, vernebelt aber den Verstand. Und Elvis ist eh tot.

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Kurzer Nachtrag zur Fehlermeldung:

Hallo,

ich bin als Springer in meiner Firma auf mit fast allen Fahrzeugen unterwegs. Die meisten Fahrzeuge zeigen, obwohl regelmäßig gewartet, irgendwelche Fehlermeldungen im Display an. Meine Erkenntnis: Solange mindestens eine Fehlermeldung im Display aufblinkt ist alles okay. Wenn da allerdings gar nichts steht……….dann werde ich misstrauisch 😉.
Schönen Gruß
Jens

Danke an Blogleser Jens für diese Überlebensmeldung 😉

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