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377 Ergebnisse für "unterwegs"

Exoten

Seit längerem mal wieder zwei seltene Exoten auf Deutschlands Straßen gesehen. Heute auf der A3 zwischen Würzburg und Nürnberg einen Transporter aus Andorra und letzten Freitag einen Lkw aus Marokko. Der war auf der A45 bei Dillenburg unterwegs.

Bei ersteren hat es für ein Foto leider nicht gereicht. Aber bei dem Lkw hat es geklappt:

Lkw aus Marokko

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BKF – Be- und Entladen, Haftung, Versicherung

Gastbeitrag von Gregor Ter Heide

Theorie und Praxis sind im Güterverkehr, auch bei der Be- und Entladung vom LKW, zwei ganz verschiedene Welten. Wer bringt diese alltäglichen Wirklichkeiten, mit der Theorie für BKF bei
ihrer alltäglichen unfreiwilligen Arbeit, nun endlich in Ordnung?
Das Problem der BKF, kennen eigentlich nur die Praktiker der Be- u. Entladetätigkeiten selbst aus der eignen Erfahrung. Diese widerrechtliche, meistens Versicherungslose und haftungsrechtliche Knechtschaft gehört eigentlich schon immer abgeschafft, damit dieses elendige Rampen-Problem innerhalb der ganzen EU, endgültig in die „Geschichte des gewerblichen Güterkraftverkehrs“ abgelegt werden kann.

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Schritt für Schritt

Erinnert Ihr Euch an Florian, der am zweiten Weihnachtstag Lkw-Fahrern die unterwegs gestrandet waren, mit einem Präsent eine kleine Freude bereitete? Auch um die ging es diese Woche im Bundestag.

Denn dort wurde am Donnerstag ein kurzfristig angepasster Gesetzentwurf zur Änderung des Fahrpersonalgesetzes angenommen. Mit diesen Entwurf soll klargestellt werden, dass, wenn die regelmäßige Wochenruhezeit im Fahrzeug oder an einem Ort ohne geeignete Schlafmöglichkeit verbracht wird, sowohl dem Fahrer als auch dem Verkehrsunternehmen ein Bußgeld (bis zu 60 bzw. 180 Euro pro unterschrittene Stunde) droht.
Damit will man Fahrer vor menschenunwürdigen Verhältnissen schützen und einen Beitrag für faire Wettbewerbsbedingungen leisten.

Damit wurde der erste Schritt gegen Nomadentum und gegen Sozialdumping auch in Deutschland gemacht. Jetzt muss der Bundesrat noch zustimmen, dass voraussichtlich Ende März. Achso. Wer sich den Antrag zum Verbot der regelmäßigen wöchentlichen Ruhezeit im Lkw im Verkehrsausschuss durchlesen möchte, kann das hier tun.

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Gastbeitrag: Florian auf Extratour

Hallo,

mein Name ist Florian. Bereits vor einigen Jahren habe ich hier in diesem Blog über eine Aktion gelesen, bei der man Lkw-Fahrern, die Weihnachten im Lkw verbringen müssen, mit einer kleinen Geste eine Freude bereiten kann.
Also machte ich mich am zweiten Weihnachtsfeiertag mit meiner Freundin auf den Weg, um ihnen ein kleines Präsent zu überreichen. Unser Weg führte als erstes zum Rasthof Eichelborn bei Erfurt, anschließend über Parkplätze und Autohöfe Richtung Gotha und zum Schluss in das GVZ Erfurt und einige andere Gewerbegebiete in der Nähe.

Weihnachtsaktion AidT

Wir haben natürlich nicht alle Fahrer angesprochen. Sondern nur die, die den Motor an hatten oder bei denen die Vorhänge offen waren. Bis auf zwei waren alle allein unterwegs. Einer der beiden war ein rumänischer Fahrer, der seine Frau dabei hatte. Sie hieß Annika.
Ich klopfte vorsichtig, er schaute durch das geschlossene Fenster herunter. Ich hielt sein Präsent nach oben, da öffnete er vorsichtig die Tür. Dann sagte er etwas auf rumänisch und erwähnte dabei den Namen Annika. Schon schaute seine Frau von hinten hervor
Sie lachte und sagte „Merry Christmas„. Natürlich bekam auch Sie eine Tüte.

Die anderen waren ein Vater und sein Sohn. Beide standen einsam in einer Ecke des Internationalen Logistikzentrums Erfurt. Da gibt es keine Toilette, keine Duschen, kein Imbiss. Einfach nichts. So kampierten die drei Tage. Umso mehr freuten sie sich über unsere kleine Geste.
Die meisten anderen Lkw dort waren leer. Auch die von Waberer. Deren Fahrer wurden sicher mit Bussen nach Hause gefahren.

Danach fuhren wir ins GVZ. Ein Italiener machte für sich gerade ein leckeres Essen. Er hatte einen Einweggrill und lies es sich gut gehen. Als wir ihn sein kleines Geschenk überreichten, freute er sich sehr. Was er auf italienisch sagte, verstanden wir natürlich nicht.
Ein anderer Fahrer lachte schon, als ich aus dem Auto stieg. Er wußte wohl bereits, was ich für ihn hatte. Auch war er einer der wenigen der ausstieg, mir die Hand gab und sich in gebrochenen Englisch mit mir unterhielt.

Dann erzählte er mir, dass er seit Anfang Dezember unterwegs ist und erst im Januar wieder heim in die Slowakei fährt. Von Erfurt aus muss er aber erstmal nach Rotterdam. Seine Frau feiert derweil mit seinen Kindern alleine Weihnachten.

Weihnachtsaktion Lkw

Viele Fahrer sahen traurig aus. Trotzdem winkten sie zum Abschluß und lachten sogar. Bis auf einen nahmen alle unser kleines Geschenk an. Er wollte es halt nicht. Einige öffneten die Tür, wenn sie nicht schon draußen standen. Andere öffneten nur einen kleinen Spalt vom Fenster. Ich weis nicht wieso, vielleicht hatten die auch etwas Angst.
Ein Fahrer der gesprächig war, fragte ob ich Santa Claus wäre.

Es war nicht allzu viel in meinen fünfzig Tüten, nur einige Süßigkeiten. Aber jeder hat sich gefreut und merkte, dass auch in der Ferne jemand an sie denkt. Deswegen werde ich das auch nächstes Jahr wiederholen.

Wie gesagt, wir waren zu zweit. Meine Freundin traute sich anfangs nicht so richtig. Dann hat Sie mit verteilt und der Italiener sagte zum Abschluß irgendetwas mit schöne Frau. Tja. Viele Fotos haben wir nicht gemacht. Denn ob die Fahrer das auch möchten, ist auch immer so eine Frage.
Einige fragten auch ungläubig, ob es wirklich für sie sei. Also „For Me?“ Auch das erstaunte mich. So viel Dankbarkeit sind sie wohl gar nicht mehr gewohnt.

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Abgelenkte Sklaven und kaputte Brücken

Zwei durchaus gute Berichte und eine interessante Diskussionsrunde im öffentlich-rechtlichen TV in dieser Woche. Ich hab ja schon am Montag kurz darauf hingewiesen. Der Beitrag von plusminus zeigt die Realität, unter der viele osteuropäische Fahrer leiden.
Viele Wochen unterwegs, getrennt von Familie und Freunden. Soziale Kontakte brechen ein und finden kaum noch statt.

Miese Bezahlung, ein Leben in der Fahrerkabine und verdreckte Raststätten: So sieht der Alltag von Fernfahrern heute oft aus. Immer mehr deutsche Speditionen melden ihre Flotten in Osteuropa an, um Kosten weiter zu senken.

In Frankreich und Belgien wird bereits kontrolliert, ob die Wochenruhezeit wirklich ausserhalb des Fahrerhauses verbracht wird. Dadurch will man versuchen, die im Beitrag gezeigten Auswüchse einigermaßen wirksam einzudämmen. Auch in Deutschland ist solch ein Gesetz in Vorbereitung.
Das der Herr Schmidt vom BGL diese geplante Regelung als „Placebo“ bezeichnet, sollte einem nicht wirklich wundern. Denn die bringt einen Teil seiner Mitglieder in arge Bedrängnis.

Einen Abend zuvor berichtete das NDR Fernsehen über Lkw-Fahrer, die sich durch diverse Dinge ablenken lassen und dabei eine Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer darstellen.
Gleich mal zu Anfang: Kein Fahrer guckt drei, vier Stunden konzentriert nach vorne. Das geht gar nicht. Auch ich esse und trinke zwischendurch, spiele am Radio herum, schaue im Display auf diverse Anzeigen.

Was ich aber noch nie gemacht habe, ist während der Fahrt einen Film zu schauen. Geht bei mir auch nicht, da ich im jetzigen Lkw keine Mittelablage eingebaut habe. Oder ein Buch oder die Zeitung zu lesen. Auf solche Ideen käme ich gar nicht.

Was mich aber an diesen Beitrag stört, ist folgende Aussage:

Dabei hat eine Erhebung des Landes Niedersachsen ergeben: Bei 56 Prozent der tödlichen Unfälle sind LKW die Verursacher, häufig weil sie ein Stauende übersehen und auf andere Fahrzeuge auffahren.

Dabei entsteht der Eindruck, Lkw würden grundsätzlich 56 Prozent aller tödlichen Verkehrsunfälle verursachen. Das ist nicht richtig. Diese 56 Prozent beziehen sich auf Unfälle mit Lkw Beteiligung.

Dann gab es noch diese Diskussionsrunde im WDR: Kaputte Brücken, marode Straßen, Dauerstau – Was muss sich ändern?

Dazu eine kleine Berichtigung: In der Ankündigung vom Montag behauptete ich, dass als Gäste der Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck und Thomas Kutschaty, Justizminister NRW, anwesend sind. Das stand so in der eMail, die mir die Redaktion von „Ihre Meinung“ geschickt hat und ich habe es einfach ohne nachzudenken übernommen. Markus war da aufmerksamer. Danke.
Das stimmte so nicht. Als Experten anwesend waren Oliver Wittke, ehemaliger Verkehrsminister von NRW und Jürgen Resch, Chef der dt. Umwelthilfe.

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Nachtarbeit

Jetzt, um kurz vor zehn Uhr abends, hantieren zwei Polen herum und versuchen mit ziemlichen Getöse Paletten zu zerkleinern, damit diese in ihre Transporter passen.
Ich gebe denen noch fünf Minuten, dann ist Ruhe angesagt. Und zwar Nachtruhe.

War natürlich Spass. Hab denen Werkzeug gebracht, damit die es etwas leichter haben.
Während einer kurzen Unterhaltung in brüchigen deutsch erzählte mir einer von beiden, dass er morgen vormittag irgendwo bei Paris abladen soll. Wie lange er schon unterwegs ist, wollte ich nicht fragen. Seine Antwort hätte mich bestimmt nur verunsichert.

Paletten zertrümmern

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Nomaden im Stau

Ein Lkw-Fahrer konnte im Stau vor dem Elbtunnel bei Hamburg nicht mehr rechtzeitig bremsen und fuhr dadurch auf mehrere andere Laster auf. Zwischen diesen befand sich ein Pkw, dessen Fahrerin den Unfall nicht überlebte. Das Unglück passierte im September 2013.
Jetzt, mehr als drei Jahre später, wurde der Mann wegen fahrlässiger Tötung zu einer Geldstrafe in Höhe von 150 Tagessätzen zu 30 Euro, also 4 500 Euro verurteilt. Ob das gerecht ist oder eben nicht, darf und kann ich nicht beurteilen.

Eines aber wundert mich. Warum dauert es mehr als drei Jahre, bis es zu einem Urteil kommt? Denn eine Verurteilung soll ja nicht nur Bestrafung sein, sondern auch einen gewissen Erziehungsfaktor haben. Nur wie soll letzteres funktionieren, mehr als drei Jahre nach dem Unfall?

Udo Schiefner sitzt für die SPD im Bundestag und ist Mitglied im Ausschuss Verkehr und digitale Infrastruktur. In dieser Funktion setzt er sich dafür ein, dass die regelmäßige wöchentliche Ruhezeit nicht im oder am Lkw verbracht werden darf.
Das heißt, dass in einem Zeitraum von 14 Tagen nur maximal eine der zwei vorgeschriebenen wöchentlichen Ruhezeiten im Fahrzeug verbracht werden darf. Und zwar die verkürzte Ruhezeit von 24 Stunden. Die reguläre wöchentliche Ruhezeit muss außerhalb des Lkw erfolgen. Also in einem Hotel, einer Pension, ähnlichen Unterkünften, die der Arbeitgeber zur Verfügung stellen muss, oder – das ist das eigentliche Ziel – am Heimatort des Fahrers.

Eigentlich ein erster guter Schritt, um das Nomadentum auf deutschen Rasthöfen etwas einzudämmen. Nur ist dieser unter Berufskollegen auch umstritten. Einige sehen sich in ihrer beruflichen Freiheit gestört, die Wochenenden unterwegs frei planen zu dürfen. Obwohl ich bezweifel, dass es noch eine nennenswerte Zahl von deutschen Fahrern gibt, die drei und mehr Wochen unterwegs sein müssen.

Das Zlatko mit einer Pistenraupe im falschen Seefeld gelandet ist, habe ich selbst in Italien mitbekommen. Scheiße gelaufen, aber passiert. Die „BILD“ berichtet darüber, ist klar. Nur das diese Geschichte auch in eigentlich seriösen Zeitungen einen Artikel wert ist, wundert mich jetzt schon ein bisschen.

ABC-News“ zeigt eine Luftaufnahme von unglaublich zähflüssigen Verkehr in Los Angeles, als die Amerikaner zu Thanksgiving unterwegs waren. Unglaublich. Und mir graut es schon, wenn ich früh oder abends an Frankfurt vorbei muss. Oder am Aubinger Tunnel bei München mal wieder Blockabfertigung besteht.

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Coca Cola Weihnachtstruck – Tour 2016

Zum inzwischen 20. Mal reist die Coca-Cola Weihnachtstour durch Deutschland – und zwar vom 26. November bis 23. Dezember 2016. Die Trucks halten dabei in fünf großen Städten: Essen, Mainz/Wiesbaden, Leipzig, München und Berlin.

Alle fünf Trucks zusammen unterwegs

Dazu werden alle fünf Trucks zusammen auf die Straße geschickt. Der Start erfolgt in Essen. Dort wurde vor fast 90 Jahren die erste Coke abgefüllt. In den jeweiligen Tourstädten fahren die Trucks als Kolonne hintereinander her.
Jeder Weihnachtstruck erfüllt dabei eine andere Funktion. So sitzen in einem der Trucks YouTuber, die das ganze Spektakel filmen, fotografieren und anschließend veröffentlichen.

coca cola Weihnachtstruck

Hier die Termine der im Überblick:

Essen, 26.11.2016:

Start: 16:30 Uhr Berthold Beitz-Boulevard/Ecke Altendorfer Straße
Ziel: 18:00 Uhr Berthold-Beitz-Boulevard

Mainz & Wiesbaden, 3.12.2016:

Start: 16:00 Uhr in der Weißliliengasse in Mainz (Parade in Mainz bis ca. 17:00 Uhr/Ludwigsstraße)
Ziel: 18:00 Uhr auf dem Dern’schen Gelände in Wiesbaden

Leipzig, 10.12.2016:

Start: 17:30-18:30 Uhr Prager Straße/Innenstadtring
Ziel: 18:30-19:30 Augustusplatz

München, 17.12.2016:

Start: 16:30 Uhr im Olympiapark
Ziel: 17:00-18:00 Uhr Finaler Stop am Coubertinplatz

Der Abschluss ist am 23.12.2016 in Berlin

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