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Kategorie: Firmen

Rückwärts zurück

So, Feierabend. Der Auflieger ist leer, hat also alles wunderbar geklappt.

An der ersten Firma heute früh bei Villach, frage ich den Pförtner nach der Warenannahme. Der sagt „Fahr immer den Schildern nach. Da kommst Du automatisch hin.
Hab ich so gemacht. Kam auch gut dort an. Nur hat man vor einiger Zeit das Werk erweitert und die Warenannahme auch gleich mit in den Neubau verlegt. Drehen konnte ich dort nicht, also musste ich rückwärts durch den halben Betrieb zurück. Na ja, ein Pförtner kann auch nicht alles wissen.

Morgen habe ich zwei Ladestellen. Beide sind oberhalb von Padova. Wenn es einigermassen normal läuft, bin ich noch vor Mittag fertig.
Das Zeug kutschiere ich in den Hunsrück – überhaupt nicht meine Richtung zum Freitag.

Na ja, bis dahin ist noch viel Zeit. Darüber mache ich mir noch keine Gedanken. Geruht Euch gut.

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Die Boomblase ist geplatzt

Spiegel Online schreibt, dass Fernbusanbieter Verbindungen zusammen streichen und sieht das Ende des Booms kommen. Und Fefe meint, die Blase bereits platzen gehört zu haben.

Die Blase ist doch schon bereits vor zwei Jahren geplatzt. Nämlich, als DeinBus.de, einer der ersten Fernbus-Pioniere, in die Insolvenz musste. Dann zog sich der ADAC aus diesem Geschäft zurück und Schritt für Schritt weitere Anbieter. Mittlerweile ist nur noch Flixbus als wirklich nennenswerter Anbieter übrig geblieben.
Das jetzt unrentable Strecken still gelegt werden, dürfte auch keinen wirklich überraschen. Ebenso das (Fern-) Bus fahren so extrem billig bleibt.

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Firmen ohne Fahrer

Es ist gerade sehr ruhig hier in meinem Blog. Einer der Gründe ist, ich mache gerade Urlaub. Drei Wochen, davon eine Woche in Italien. Klar, wo auch sonst.
Einige sagen, ich hätte sie nicht mehr alle. Ich wäre eh so gut die Hälfte meines Lebens da unten und dann auch noch in meiner freien Zeit dahin? Klar, logo. Mir gefällt das Land und überhaupt. Mich verschlug es nach Sardinien. Also dahin, wo ich viel zu selten hinkomme.

Sardegna Grotte di Nettuno

Aber das nur am Rande. Jetzt bin ich wieder daheim in Thüringen. Und da las ich in der hiesigen Lokalpresse einen Artikel, in dem beschrieben wird, wie und warum die Thüringer Transportbranche händeringend Fahrer sucht.
So versuchen Arbeitgeber, unter anderem mit Zuschlägen oder Sonderzahlungen, Mitarbeiter zu halten. Auch würde man kaum Lehrlinge finden. Ja, letzteres ist wirklich ein Problem. Aber nicht nur in Thüringen.

So sind in der Logistikfirma für die ich fahre, mit Hauptsitz in Niedersachsen, in diesem Jahr 51 Azubis ins Berufsleben gestartet. So auch Fachkräfte für Lagerlogistik.
Nur angehende Berufskraftfahrer wurden nicht gefunden. Es hat sich einfach keiner für diese Ausbildung entschieden. Tja, dass negative Image dieses Berufes erschwert halt die Suche nach willigen Bewerbern.

Aber auch ältere Fahrer verspüren immer weniger Lust, für teilweise nicht einmal 2 000 Euro Brutto im Monat, zig Stunden zu arbeiten, auf ein Privatleben zu verzichten oder beim Kunden sich wie ein Hilfsarbeiter behandeln zu lassen.
Klar, Firmen können Osteuropäer anstellen. Wird ja auch immer häufiger gemacht. Die sind noch willig und arbeiten auch für 1 500 Euro. Zumindest bis die merken, dass sie auch nur verarscht werden.

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Brexit

Mein Importdisponent hat mich verlassen. Der disponiert jetzt England und so einen Kram. Ich habe jetzt eine Importdisponentin. Da muss ich ab sofort nett sein. Und zwar immer. Das wird manchmal schwierig werden.

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Mach hinne. Es pressiert.

Wenn mich ein Disponent schon Montagmittag anruft, um mir zu sagen, dass Kunde Nummer drei unbedingt noch Dienstag entladen werden muss, kann es nur dringend sein.
Zumindest so eilig, dass ich nach 9.40h Fahrzeit und zwanzig Minuten vor Feierabend in der Firma noch entlade. Ständiges Fahren am Begrenzer natürlich inbegriffen.

Das die Kisten dort eh bis morgen rumstehen und ich auf einem dreckigen Tankstellenvorplatz an einer Superstrada nördlich von Mailand die Nacht verbringe, ist geschenkt. Toiletten und Duschen gibt es logischerweise auch nicht. Die Tanke ist seit Stunden geschlossen.

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Pissen tue ich also hintern Lkw. Vielleicht werde ich dabei sogar von der Überwachungskamera der Tankstelle gefilmt. Deutsche Männlichkeit in einem italienischen Privatporno. Voll die Härte.

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Zuwachs

Ihr erinnert Euch an meinen Kollegen, der mir vor drei Wochen beim sichern meiner Ladung geholfen hat? Ja gut, eigentlich hat er ja fast alles allein gemacht. Aber egal. Zur Belohnung darf er sich über eine neue Zugmaschine freuen.

Ok., ich habe etwas übertrieben. Denn ganz so ist es nun auch nicht. Er hätte eh ein neues Arbeitsgerät bekommen. In Babyblau. Wie alles neue, was jetzt noch kommt.

New Truck

Schönes Teil. Hat nur einen kleinen Fehler. Die Kühlerklappe ist viel zu hell. Richtige Scanias haben einen schwarzen Grill. So. Soviel dazu.

Aber damit nicht genug. In zwei neue Volvos hat mein Arbeitgeber auch investiert. Ebenfalls in Babyblau. Wie bereits erwähnt.

New Volvo Truck

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Sicherheit geht vor

Und ich wunderte mich schon, wieso neben Warnweste und Arbeitsschutzschuhen auch ein Helm zum Betreten einer Firma in der ich entladen durfte, vorgeschrieben war. Bis ich diesen Rampenaufgang entdeckte:

Rampenaufgang

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Hach, was bin ich beliebt

Manchmal muss ich morgens nach dem aufwachen kurz überlegen, wo ich eigentlich stehe. Das schiebe ich immer auf mein Alter. Mit 46 kann das schon mal passieren.

Das mir aber ein Kollege freiwillig beim beladen und sichern hilft und dabei auch noch die Hauptarbeit übernimmt, kann nicht an meinem Alter liegen.
Nee, sondern nur an meiner Beliebtheit in der Firma. Was auch sonst.

Ladung sichern

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