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Firmen ohne Fahrer

Es ist gerade sehr ruhig hier in meinem Blog. Einer der Gründe ist, ich mache gerade Urlaub. Drei Wochen, davon eine Woche in Italien. Klar, wo auch sonst.
Einige sagen, ich hätte sie nicht mehr alle. Ich wäre eh so gut die Hälfte meines Lebens da unten und dann auch noch in meiner freien Zeit dahin? Klar, logo. Mir gefällt das Land und überhaupt. Mich verschlug es nach Sardinien. Also dahin, wo ich viel zu selten hinkomme.

Sardegna Grotte di Nettuno

Aber das nur am Rande. Jetzt bin ich wieder daheim in Thüringen. Und da las ich in der hiesigen Lokalpresse einen Artikel, in dem beschrieben wird, wie und warum die Thüringer Transportbranche händeringend Fahrer sucht.
So versuchen Arbeitgeber, unter anderem mit Zuschlägen oder Sonderzahlungen, Mitarbeiter zu halten. Auch würde man kaum Lehrlinge finden. Ja, letzteres ist wirklich ein Problem. Aber nicht nur in Thüringen.

So sind in der Logistikfirma für die ich fahre, mit Hauptsitz in Niedersachsen, in diesem Jahr 51 Azubis ins Berufsleben gestartet. So auch Fachkräfte für Lagerlogistik.
Nur angehende Berufskraftfahrer wurden nicht gefunden. Es hat sich einfach keiner für diese Ausbildung entschieden. Tja, dass negative Image dieses Berufes erschwert halt die Suche nach willigen Bewerbern.

Aber auch ältere Fahrer verspüren immer weniger Lust, für teilweise nicht einmal 2 000 Euro Brutto im Monat, zig Stunden zu arbeiten, auf ein Privatleben zu verzichten oder beim Kunden sich wie ein Hilfsarbeiter behandeln zu lassen.
Klar, Firmen können Osteuropäer anstellen. Wird ja auch immer häufiger gemacht. Die sind noch willig und arbeiten auch für 1 500 Euro. Zumindest bis die merken, dass sie auch nur verarscht werden.

3 Comments

  1. Martina
    Martina 16/10/2016

    Zuerst wünsche ich einen schönen Urlaub! Und ja, Italien ist ein wirklich schönes Land – keine Frage.

    Was den Nachwuchsmangel angeht: Medien und Politik haben alles dafür getan, dass kaum jemand noch diesen Beruf ergreifen mag. Insbesondere den Medien schreibe ich den größten Anteil an der Misere zu. Schade eigentlich, aber vermutlich nicht zu ändern. Das schlechte Image setzt sich bei den Arbeitsbedingungen und – wie von Dir geschrieben – beim Lohn fort.

    Es wird immer schwerer werden, junge Leute zu begeistern, schaun mer mal, wie es mit der Branche in 10 Jahren aussieht.

    LG

    Martina

  2. Bernd
    Bernd 16/10/2016

    Typisches Lobbyistengeschwätz in dem Artikel.

    Es geht immer um drei Dinge im Beruf:

    Wertschätzung der Arbeit
    Arbeitsbedingungen
    Entlohnung

    Und da stimmen die Relationen schon lange nicht mehr.

    Bei Kunden wird man behandelt wie Karl Arsch, wo jeder Hilfslageristenassistent dich am langen Arm verhungern lassen kann.

    Die LKW sind zwar immer moderner und komfortabler, die eigentliche Fahrerei ist aber dadurch auch langweiliger geworden, find ich zumindest. Alles nur noch Automatik, kaum noch Kraft nötig usw.

    Und die Chefs meinen, dass es ganz normal ist, von sonntags 22.00 Uhr bis freitags um dieselbe Zeit und das für 1.800 Euro brutto.

    Von daher, die Probleme sind hausgemacht, stellt sie halt ab liebe Arbeitgeber!

  3. hajo
    hajo 16/10/2016

    „Die sind noch willig und arbeiten auch für 1 500 Euro.“ NOCH ganz gross geschrieben, denn schliesslich sind die ja auch nicht ganz mit dem Klammersack gepudert. Ja, ich weiss, dort ist der Zwang durch eine gewisse Notlage grösser, aber auch da „NOCH“.
    .. aber das hast Du ja in Deinem letzten Satz auch ausgesagt.
    Falls Du noch nicht wieder unter den „Werkdädschen“ bist: weiterhin schönen Urlaub.
    Ach ja, noch was: „deshalb“ ist es so ruhig auf den Strassen 😀
    Herzliche Grüsse
    Hajo

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