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Kategorie: Firmen

Manchmal hilft es, innerlich abzuschalten

In der Niederlassung eines „Logistic Global Players„, irgendwo bei Turin. Das Gespräch fand dreisprachig statt, hier mal frei ins Deutsche übersetzt.

Wirrwarr an Rampe

Lagerchef sagt: „Fahr an Rampe 50.“
Ich sage: „Geht nicht. Die ist vermüllt. Rampe 47 ist frei.“

Lagerchef sagt: „Dann fahr an Rampe 49.“
Ich sage: „Geht nicht. Da gibt es keine Rampe. Die 47 ist frei“

Lagerchef sagt: „Nein. Dann an Rampe 48.“
Ich sage: „Ok., mache ich.“

Lagerablader sagt: „Was machst Du hier? Bist Du blöd? Du siehst doch, dass hier Zeug rum liegt. Fahre an Rampe 47.“
Ich sage? Nix mehr…

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Wenn es an der Hebebühne liegt

Du musst die Ware unbedingt bis Mittag anliefern. Die warten darauf.

Also die dreiviertel Nacht nach Tirol durch gezuckelt, um die geladenen Großküchengeräte für den Neubau eines Fastfoodtempels, welcher in zwei Wochen eröffnet werden soll, abzuladen. Das pünktliche Ankommen hat auch geklappt.

Aber dann. Die Baustelle eine Katastrophe. Kaum Platz, alles war zugestellt, die Zufahrt gleichzeitig die Einfahrt eines Supermarktes.
Na ja, Bauplatz halt. Ein anderer Lkw wurde gerade entladen. Das der eine Hebebühne hatte, war für mich erstmal nebensächlich.

Den Mann, der für meine Friteusen, Eismaschinen und Grills zuständig war, habe ich schnell gefunden. Dann hieß es warten.
Nach einer knappen Stunde war ich schließlich dran. Meine erste Frage: “ Wo ist Euer Stapler?“

„Wir haben keinen“, kam als Antwort. „Wie wollt Ihr abladen? Da sind Teile dabei, die wiegen achthundert Kilo.“ “ Ja, ich habe eh kaum Leute. Wenn unsere Lkw kommen, die haben alle eine Hebebühne.“ „Tja. Ich nicht. Und nun?“ Keine Antwort und weg war er.

Also mit meinem Disponenten telefoniert. Der den Ladeauftrag nochmal rausgesucht, von Hebebühne stand da nix. Er wollte den Auftraggeber anrufen.
Schön. Und meine Zeit wurde allmählich knapp. Kurz nach Mitternacht losgefahren, jetzt war bereits Mittag. Zwischendurch noch umgeparkt, jetzt stand ich auf dem Parkplatz eines Fahrradhändlers.

Eine halbe Stunde später der Rückruf. Ich sollte noch einmal mit dem Ladenbauer reden, ob eventuell doch noch was möglich wäre. Gesagt, getan. Konnte ich mir aber sparen. War nichts zu machen.

Tja nun. Jetzt werden die Teile morgen Vormittag bei einer Spedition abgeladen und die liefern dann dort erneut an. Hoffentlich mit Hebebühne. Aber das kann mir egal sein.

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Die ruhigste Zeit des Jahres

Montagabend, kurz nach elf. Ich stehe auf der italienischen Seite des Brenner und der Parkplatz ist noch halb leer. Was ist hier los? Normalerweise ist der Platz seit Stunden überfüllt. Hmm…

Viel Platz am Brenner

…aber alles normal. In Italien hat die ruhigste Woche des Jahres begonnen. Das Land ist im Urlaubsmodus, die meisten Firmen haben geschlossen. Also Betriebsferien. Ich glaube, nicht mal „zwischen den Jahren“ ist so wenig los.

Ein Vorteil für mich, dass wenig Verkehr ist. Komme also gut vorwärts. Vor allem auch streßfreier. Habe vier Abladestellen – und große Hoffnung, dass die Betriebe die ich beliefern muss, geöffnet haben. Zumindest mit einer Notbesetzung. Ich also das Zeug vom Auflieger gut runter bekomme.
Ansonsten werden die Paletten bei einer Spedition zwischen gelagert. Kostet aber wieder Zeit, wäre also blöd. Zumal am Donnerstag Feiertag ist. Da will ich schon wieder in Deutschland sein.

Aber wird schon alles funktionieren. Hat es ja bisher jedes Jahr. Zumindest einigermaßen.

Ach ja. Und die Standheizung läuft. Kühl hier oben.

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Kölner Frohnaturen

Anlieferung in einem Zentrallager in Köln. Hier gibt es weder Pager, die mich irgendwann an eine Rampe piepen, keine Anzeige, auf die ich dauernd gucken muss und auch keine Lautsprecher, deren Durchsage man eh nicht versteht. Nee, man wird noch persönlich abgeholt.
Aber das ist noch nicht alles. Bisher habe ich es nur mit netten Leuten zu tun. Der Pförtner, die Damen im Wareneingang, selbst im Lager kein mürrisches Gesicht. Ob es daran liegt, dass Freitag ist? Nein, keine Unterstellungen, hier sind die bestimmt immer freundlich.

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Spass bei der Arbeit

Heute im hessischen Hinterland eine Firma mit zwei Formrahmen beliefert. Einer um die acht Tonnen, der zweite um die zwölf Tonnen schwer. Also Entladung per Kran.
Den hinteren, größeren abladen zu lassen, war kein Problem. Ösen rein drehen, Ketten dran, anheben, runter.

Ladung bereit zum Entladen

Beim zweiten dann folgendes Gespräch:

Ablader: „Du, mit dem Kran komme ich wohl nicht ganz bis ran. Du müsstest noch etwas nach hinten fahren“.
Ich: „Klar, kein Problem.“

Ablader: „Aber warte kurz. Ich probiere es erstmal“.
Ich: „Joa. Mach einfach „.

Kurz darauf:

Ablader: „Nein, reicht nicht. Ein guter Meter fehlt. Ich könnte es aber trotzdem mal probieren „.
Ich: „Nee. Das Teil macht nen Satz nach hinten, wenn Du es anhebst. Ich fahr zurück „.

Ablader: „Kann der Kran über dem Auflieger bleiben?“
Ich: „Nein. Du musst den komplett abbauen.“

Ablader: „Wirklich? Das dauert jetzt aber“.
Ich: „Boah. Das war ein Spass. Klar kannst Du den so übern Auflieger hängen lassen.“

Wir haben beide herzhaft gelacht.

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Warten am Montag

Irgendwie nicht mein Wochenanfang. Seit viereinhalb Stunden stehe ich an einer Rampe und warte darauf, dass die Lagerleute meinen Auflieger endlich halbwegs beladen bekommen. Elf Lademeter sollen es werden, vier haben die mittlerweile geschafft.
Eigentlich auch kein Wunder. Denn immer wenn ich mal nach hinten laufe, ist nie jemand zu sehen. Keine Ahnung, was die hier so treiben.

Na ja, immerhin sind die Temperaturen erträglich. Macht das stehen zwar auch nicht angenehmer, aber nun ja. Lässt sich halt nicht ändern.

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Wartemodus

Der heutige Tag wird Ihnen präsentiert von warten, warten, warten. Und dem Blick auf trübes Wetter, grauer Schotterfläche, weiß-brauen Hauswänden. Hat auch was. Wenn auch wenig romantisches.

Italien kann so schön sein

Keine Ahnung, warum es hier nicht vorwärts geht. Eigentlich ist gar nicht so viel los. Trotzdem stehe ich jetzt schon zweieinhalb Stunden und warte auf die Beladung. Meine nächste Ladestelle ist zwar nur vierzig Kilometer entfernt, schaffe ich aber nicht mehr vor Mittag. Also erst vierzehn Uhr. Schon kann ich meine dritte Stelle, die ich auch noch am Nachmittag machen wollte, vergessen. Nicht so toll.

Na ja, schalte ich also in den Ruhemodus und schaue, was noch geht. Werde erstmal meine Disponentin anrufen. Damit wäre meine Fahrerpflicht erledigt. Beschleunigen kann ich eh nix.

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