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Kategorie: Ärgerliches

Na toll

Überschreite ich mit einem Pkw die zulässige Höchstgeschwindigkeit außerhalb geschlossener Ortschaften um 17 km/h, kostet mich das 35 Euro.
Überschreite ich mit einem Lkw die zulässige Höchstgeschwindigkeit außerhalb geschlossener Ortschaften um 17 km/h, kostet mich das 93.50 Euro und einen Punkt in Flensburg.

Tolle Show.

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Ich will es mal so beschreiben…

…Stau Stau Stau Stau Stau Stau Stau Stau Stau Stau Stau Stau Stau Stau Stau Stau Stau Stau Stau Stau Stau Stau Stau Stau Stau Stau Stau Stau Stau Stau Stau Stau Stau Stau Stau Stau Stau Stau Stau Stau Stau Stau Stau Stau Stau Stau Stau Stau Stau Stau Stau Stau Stau Stau!

Oder anders ausgedrückt: Die A5 sollte S5 heißen. S wie Scheiße. Selbst die 46 Minuten Pause mache ich auf der Verzögerungsspur eines Parkplatzes.

Stau Stau Stau Stau Stau

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Macht 220 Euro

Montagmittag, Richtung Süden. Kurz unterhalb vom Brenner gibt mein Ösimautgerät undefinierbare Geräusche von sich. Statt einmal piept es vier oder fünfmal hintereinander. Das bedeutet, es liegt ein Fehler vor. Dann muß man das Teil bei nächster Gelegenheit überprüfen lassen und eventuell nachzahlen.
Kurz darauf war ich in Italien. Somit war das Problem erstmal vergessen. Die dortige Maut funktionierte, also war alles gut.

Freitagfrüh, Richtung Norden. Kurzer Stop am Brenner, um die Go-Box kontrollieren zu lassen. Natürlich war die Bude noch geschlossen. Toller Service. Nächster Halt am Rasthof Gries, zehn Kilometer weiter. Dort hat man mit diesen Boxen überhaupt nix am Hut. Immerhin wird man nach Schönberg verwiesen. An der dortigen Mautstation kann man das Gerät überprüfen lassen.

Weiter als nach Schönberg kam ich eh nicht. Dort winkte mich ein Mauteintreiber heraus. War mir bereits vorher klar, Mautpreller sind dort gern gesehen.
Wie gern, erfuhr ich kurze Zeit später. Die heutige nicht bezahlte Maut durfte ich nachzahlen. Kein Problem, schließlich habe ich Tiroler Autobahnen benutzt.
Für die geprellte Maut vom Montag sollte ich eine Ersatzmaut zahlen. Klingt gut und ich rechnete mit einer normalen Zahlung plus einer Strafe. Einer geringen Strafe. Denn schließlich war ich denen nicht mehr als drei oder vier Euro schuldig geblieben.

Aber die ASFiNAG Maut Service GmbH ist da anderer Meinung. 220 Euro wollten die von mir haben. Zweihundertzwanzig Euro! Und das an einem Freitagfrüh um 6.17 Uhr.
Ich hätte kotzen können. Und kann es noch immer. Immerhin weiss ich jetzt, wie die Ihren aufgeblähten Apparat finanzieren – mit völlig überzogenen Strafen.

Laut einem der Mauteintreiber von Schönberg hätte ich fünf Stunden Zeit gehabt, um die nicht bezahlte Maut auszugleichen. Das wäre bei der Ausreise am Brenner möglich gewesen. Nur wußte ich das nicht – sowohl die kurze Zeitspanne, wie auch die Möglichkeit, die andere Seite der Autobahn auf sicheren Weg zu erreichen, waren mir unbekannt.
Klar. Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Trotzdem sind das Methoden aus dem Mittelalter.

Horrende Strafen für geringe Vergehen. Ein Staat kann sich das leisten. Für mich jedoch ist das Abzocke – und das ist nicht weniger schlimm als Korruption. Die Strafe habe ich bezahlt. Aus eigener Tasche versteht sich, war ja meine Schuld.
Zurück bleibt eine Wut. Nicht nur auf die, die es auf meine Kohle abgesehen haben, sondern auf dieses Land. Das ist primitiv, ich weiss. Aber manchmal hat man keine Lust mehr, zu unterscheiden.

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Tja

Irgendwann habe ich es schon mal erwähnt: Ich mag es nicht, wenn meine Arbeitswoche an einem Sonntagabend beginnt. Das versaut einem das ganze Wochenende. Diese sind eh schon kurz und werden durch solche Aktionen nicht angenehmer.

Nur lässt es sich manchmal nicht vermeiden. Die erste Abladestelle liegt halt nicht gleich um die Ecke. Leider.

Lange Fahrt

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Unterschiede

Dienstagabend, irgendwann gegen halb elf. Seit knapp drei Stunden stehe ich auf dem Rasthof Würzburg und mache meine elf Stunden Pause. In der Zwischenzeit war ich duschen, habe etwas gegessen und lungerte vor dem Laptop herum. Schließlich wird es Zeit, pennen zu gehen.

Dazu kommt es aber nicht. Der kalte weisse Strahl einer Taschenlampe trifft mich voll im Gesicht. Noch ehe ich den Sinn dieser Maßnahme begreife, höre ich ein Brüllen: „Polizei. Verschwinden Sie hier.“ Selbst durch das geschlossene Fenster sind diese Worte klar zu verstehen. Ich öffne dieses und frage: „Warum?
Die genaue Antwort des Uniformierten habe ich vergessen. Oder nicht begriffen. Spielt eigentlich auch keine Rolle. Er war der Meinung, ich würde mit dem Lkw im Weg stehen. Wie so viele andere auch. Verschwinden sollte aber nur ich. Mein Einwand, dass andere einen wesentlich kriminelleren Standplatz haben, hatte eine Kontrolle zur Folge. War klar. Wenn Argumente ausgehen, kommen Staatsbedienstete mit dieser Maßnahme. Peinlich, hilflos, lächerlich. Was auch immer.

Gefunden wurde nichts. Wie auch. Für die achtzehn Minuten Überschreitung haben mich die Italiener schon abgezockt.
Anschliesend mußte ich fahren. Abends kurz vor elf. Ob ich müde bin? Egal! Ob ich Alkohol getrunken habe? Scheiss egal. Hauptsache ein Erfolgserlebnis. Für den Staatsdiener versteht sich.

Jeder Bauer würde die mit einer Mistgabel vom Hof jagen. So schaut es aus. Aber nun gut. Gefunden habe ich einen annehmbaren Standplatz für den Rest der Nacht auf einem Rasthof kurz vor Nürnberg. Also weit mehr als eine Stunde später. Verkehrssicherheit pur.

Freitagabend, Rasthof Irschenberg. Auch diesmal stehe ich abseits der Lkw – Stellplätze. Parkplatznot, Ihr wißt schon. Kurzes Gespräch mit einer Polizistin. Sie kennt die Situation, hat Verständnis und gibt sogar noch hilfreiche Tipps. Es geht also auch anders. Humaner. Und freundlicher. Danke nach Oberbayern.

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Wenn die SCHUFA schlampt

Jeder kennt Sie, die Schufa, diese riesige Datenkrake, die jeden Menschen in Deutschland automatisch erfasst, der ein Girokonto haben möchte. Oder einen Kredit für eine Reise nach Antalya.
Immer dann heisst es: „Unterschreiben Sie bitte die Schufa-Klausel, dass Sie mit der Abfrage und zentralen Erfassung ihrer Daten einverstanden sind„. Und schon können andere sehen, ob man in der Vergangenheit einen Kredit immer brav abbezahlt hat.
Wer sich weigert, dieses zu unterschreiben, wird keinen Geldvorschuß erhalten. Und auch keinen Handyvertrag. Der Anruf aus Antalya ist somit ebenso hinfällig.

Ich habe Post bekommen. Gut, dass ist nicht ungewöhnlich. Kurios ist aber der Inhalt: Mein Kreditkartenanbieter teilt mir mit, dass aufgrund einer zwischenzeitlich von der SCHUFA erhaltenen Auskunft bezüglich eines bestehenden Eintrags die Kreditkarte gesperrt und somit ungültig wurde. Oder anders ausgedrückt: Ich habe einen negativen Eintrag bei der Schufa. Und eine Kreditkarte weniger.

Ich erinnerte mich, vor Jahren eine Selbstauskunft per Internet bei denen beantragt zu haben. Genutzt habe ich das ein oder zwei mal. Das war 2007 oder so. Seitdem nie wieder. Die Unterlagen kramte ich hervor, mit einer damals zugewiesenen SuperPin ließ ich mir per eMail ein neues Passwort schicken und meldete mich an.
Was ich dann sah, erstaunte mich: Eine lange Liste mit Forderungen mehrerer Firmen und Inkassounternehmen interessierte sich für mich. Und mein Geld. Nur konnte ich das nicht zuordnen. Vorerst zumindest.
Erleuchtung brachte ein Klick auf „persönliche Daten“. Da stand mein Name. Und das war das einzig richtige. Der Rest – also Adresse, Geburtsdatum u.s.w. gehörte zu einem anderen. So so.

Wochenende. An diesen Tagen sind deutsche Hotlines nicht erreichbar. Zumindest die, die man braucht. Also heißt es warten. Und zwar auf Montag.
Kurz nach acht klingelte ich durch. Nach einer Odyssee durch mehrere Abteilungen fand sich endlich ein Gesprächspartner, der mir versprach, sich der Sache anzunehmen. Na Immerhin.

Die SCHUFA sammelt persönliche Informationen über mich. Diese werden bewertet und an Dritte weiter geleitet. Ob ich will oder nicht – bei diesem Spiel muß ich mitmachen. Deshalb sollte zumindest sicher sein, dass diese Informationen stimmen. Und zwar einhundertprozentig.
Das dies nicht so ist, habe ich jetzt selber erlebt. Also kann es passieren, dass jemand aufgrund einer schlechten Bewertung kein Girokonto erhält. Oder keinen Kredit. Und das völlig zu unrecht.

Das ich jetzt über die finanziellen Verhältnisse eines mir bisher unbekannten Menschen bescheid weiss, ist der nächste Hammer. Möglich ist das nur, weil in diesem Verein geschlampt wird.

Gegen Mittag rief mich meine Hausbank an. Ob ich umgezogen wäre und wieso ich denen diese Adressänderung nicht mitgeteilt habe. Ausserdem würde mein Geburtsdatum nicht mehr stimmen. Alle Achtung, die SCHUFA leistet wirklich ganze Arbeit.
In kurzen Sätzen erklärte ich der Bankangestellten meine Probleme. Sonderlich überrascht schien Sie nicht zu sein.

Am späten Nachmittag schließlich nochmals ein Anruf der SCHUFA. Es wäre alles geklärt und ich sollte meine Daten nochmals prüfen.
Genau das werde ich machen – und zwar ab sofort regelmäßig. Denn Vertrauen habe ich zu diesem Laden nicht mehr.

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Persönliche Krise

Ich verstehe nicht, wie Menschen so austicken können: Amokfahrt eines LKW-Fahrers und Rabiater Lkw-Fahrer landet im Krankenhaus.

Ausserdem passierte noch das hier: Lkw-Fahrer in Ober-Roden gestrandet. Mal eine naive Frage – wieso duldet man eigentlich solche Firmen? Aber irgendwie erinnert mich das an RiCö. Nach dem Zusammenbruch dieser Bude wurden viele Fahrer auch sich selbst überlassen. Mit gesperrten Tankkarten kommt man halt nicht weit.

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