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Kategorie: Ärgerliches

Licht im Tunnel

Seit einigen Monaten führt der Verkehr der A 22 bei Innsbruck durch eine neue Einhausung. Das ist toll für die Anwohner, aber kacke für mich.
Zum einen sind die Fahrspuren bis zur Fertigstellung der zweiten Röhre arg eng und zum anderen hat man Leuchtstoffröhren in einer so blöden Höhe angebracht, dass man in einem Lkw geblendet wird. Besonders in der rechten Seitenscheibe, ist dieses dauernd wechselnde hell/dunkel einfach nur nervig.

Einhausung Innsbruck

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In der Wartezone

Dienstagnachmittag, kurz vor drei. Ich stehe am Haupttor einer Firma mit selbsternannten Weltruf, irgendwo in Mittelhessen. Der Pförtner erklärt mir in seiner überschäumenden Art, dass ich meine Ware in einer anderen Niederlassung entladen lassen soll. Das hätte man Ihm so mitgeteilt und er würde keine Widerrede dulden. Eigentlich hatte ich das auch nicht vor.
Er erklärt mir den Weg. Es sollten gerade einmal 25 Kilometer sein und man würde mich natürlich noch abladen. Das wäre überhaupt kein Problem.

Dreisig Minuten später meldete ich mich in der dortigen Warenannahme. Es waren wirklich kaum mehr als zwanzig Kilometer. Nur wußte dort keiner etwas von meiner Ankunft und so behandelte man mich auch. In arroganter Art erklärte man mir, dass meine Ladung dort ebenfalls unerwünscht ist und schickte mich in ein anderes Lager. Dieses lag atemberaubende 300 Meter unterhalb der Zweigstelle dieses weltbekannten Kombinats.

Dort angekommen erwartete mich eine wohlbekannte Antwort: „Heute nicht mehr. Aber morgen früh ab sechs Uhr kannst Du hier entladen!“ Ich verabschiedete mich freundlich und suchte mir einen Standplatz für die Nacht.

Mittwochmorgen, 5.15 Uhr. Der Wecker reist mich aus dem Tiefschlaf. Nach einer kurzen Morgenhygiene am 10 – Liter Wasserkunstoffkanister begebe ich mich wieder zum Aussenlager. Dort ist es stockdunkel. Während ich zentimeterweise rückwärts an eine freie Rampe fahre, erleuchten schräg vor mir auf dem Gelände der bereits erwähnten Wagenburg zwei grelle Halogenschweinwerfer. Nun sehe ich überhaupt nichts mehr. Ich steige mehrmals aus, um die Lage hinter dem Auflieger zu peilen. Kurz vor sechs stehe ich schließlich halbwegs gerade an meiner anvisierten Rampe.

Nun passierte nichts mehr. Es wurde um sechs, viertel sieben, halb sieben. Ich stieg aus, drehte eine halbe Runde um den Zweckbau. Durch eine angelehnte Tür gelangte ich in das innere und erspähte den Mitarbeiter, dem ich das frühe Aufstehen zu verdanken hatte.
Ich habe Dich schon gesehen„, rief er mir entgegen, noch bevor ich etwas sagen konnte. „Die Nachtschicht hat aber Chaos hinterlassen, dass muß ich erst aufräumen!“ Ich nickte nur mit dem Kopf und ging wieder durch die morgendliche Kälte zum Lkw.

Mittlerweile war es kurz nach sieben. Das Rolltor der Rampe öffnete sich, kurz darauf hörte ich lautes Fluchen. „Was ist los„, rief ich fragend nach hinten. Eine Antwort bekam ich nicht. Langsam ging ich nach hinten.
Der Lagerarbeiter schaute sich kopfschüttelnd die Ladung an. „Sind das alles Retouren„, fragte er. „Ah ja„, antwortete ich wahrheitsgemäß. „Alles Retouren!
Nun begann er abzuladen – immer darauf bedacht, nicht noch mehr Schäden an der Ware zu verursachen. Nach knapp zehn Minuten hatte er drei Paletten abgeladen. Kurz darauf war er wieder verschwunden. Da es mir zu dumm war, wieder zum Lkw zu gehen und ich die Hoffnung hegte, durch meine Anwesenheit das ganze etwas zu beschleunigen, wartete ich im Lager. Und wartete. Und wartete.

Mittlerweile waren weitere Mitarbeiter am schaffen. Zumindest hörte ich aus verschiedenen Ecken verdächtige Geräusche. Aber keines galt mir.
Irgendwann – ich hatte jegliches Zeitgefühl verloren – holte mich eine Stimme zurück in die Gegenwart: „Ich weiss. Das hier ist ärgerlich. Aber mir wurde gesagt, ich soll nur abladen, wenn ich ein wenig Zeit habe. Andere Arbeit geht vor!“ Ausser ein „Achso“ viel mir nichts ein, was ich darauf entgegnen sollte.

Gegen halb zehn war der Auflieger leer. Bei den Lieferscheinen reichte mir eine Unterschrift. Ich hatte bedenken, dass meine Frage nach einem Stempel der Tag vorrüber gewesen wäre.

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Nicht alles ändert sich

Montagabend Hamburg, Donnerstagabend Rom.

Apropo Hamburg. Die Nacht zum Dienstag verbrachte ich auf dem Autohof Georgswerder. Das letzte mal stand ich da vor sechs oder sieben Jahren. Und wisst Ihr was? Es hat sich nix geändert!
Der Parkwächter ist der alte, die Bedienungen ebenfalls. Im wahrsten Sinn des Wortes.

Das einzige, was es nicht mehr gab, war mein geliebter Herrentoast. Also Schnitzel auf Toastbrot und das ganze mit Pilzen garniert. Lecker sag ich Euch. Den habe ich dort jedes mal gegessen. Also damals.
Diesmal bestellte ich Pfefferbraten mit Kroketten. Das Fleisch war für meine Begriffe ein wenig zäh. Aber sonst war das Essen ok.
So sagte ich es auch der Bedienung, als die mich nach dem Zustand der Speisen fragte. Also das das Essen gut war. Das Wort zäh erwähnte ich nicht. War also meine gute Tat zum Wochenbeginn.

Aber zurück zum ernst des Lebens. Jetzt, Freitagnachmittag, stehe ich irgendwo zwischen Pescara und Ancona. 45 Minuten Pause sind fällig.
Bis nach hause schaffe ich es von hier unten nicht mehr. Ich bin mir nicht mal sicher, ob es überhaupt bis nach Deutschland reicht.
Wie auch immer. Es steht mir also wieder mal ein Wochenende auf irgendeinem versifften Rastplatz bevor. Nun ja…

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Eingesperrt in Tennenlohe

Der Autohof Erlangen – Tennenlohe zählt eigentlich nicht zu meinen bevorzugten Zielen. Gründe dafür gab es bereits einige.
Aber es ist nicht alles schlecht. So liegt direkt daneben ein Supermarkt – besser und bequemer einkaufen geht nicht. Man kann auf dem Autohof parken und behindert somit keinen anderen.

Das ist jetzt aber auch vorbei. Ein dicker Metallzaun trennt beide Gelände voneinander ab. Tja, dass war dann wohl mein letzter Besuch in Tennenlohe.

Zaun auf dem Autohof Tennenlohe

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Hey Maik, warum bloggst Du eigentlich anonym?

Manche Leute machen sich Gedanken über Sachen, die sowas von uninteressant sind. So z.B. über ein Weblog, welches es sich zur Aufgabe gemacht hat, diverse angebliche Machenschaften eines Forumianers aufzudecken.
Blöderweise habe ich in diesem Blog einen Kommentar hinterlassen. Gut. Mittlerweile sind es drei. Oder auch vier. Irgendwie habe ich den Überblick verloren. Aber darum geht es jetzt überhaupt nicht.

Nö. Es geht darum, dass nun irgendwelche Mitglieder dieses Forums der Meinung sind, ich würde hinter diesem Blog stehen. Also handwerklich. Oder auch gedanklich. Keine Ahnung, was in deren Köpfen vor sich geht. In den unendlichen Weiten des Internet’s tummeln sich halt auch unheimliche Gestalten.

Also: Wenn Ihr mich schon per Formular beschimpft, tragt wenigstens eine gültige eMail – Adresse ein. Alles andere ist geistig behindert – um mal einige Eurer Worte wieder zu geben.

Ob ich mir diesen Beitrag auch hätte sparen können? Sicher! Nur ist DAS hier der Blog, hinter dem ich wirklich gedanklich stehe. Also schreibe ich auch über Sachen, die mich nicht gerade froh oder glücklich machen.
Alle Achtung. Das ist wirklich großes Kino…

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Immer schön sachlich bleiben

Von einigen Ausnahmen abgesehen, kommentiere ich in anderen Blogs relativ selten. Wenn ich etwas mitteilen möchte, bin ich eh meist zu spät. So haben andere meine Meinung bereits oft zu der Ihrigen gemacht und sind mir zuvor gekommen. Warum also soll ich mich dann wiederholen.
Dazu kommt: Besonders bei vielen Kommentaren beginnen Diskussionen, die mit dem eigentlichen Thema des Beitrages nichts mehr zu tun haben. Auch das schreckt mich ab.

Wenn ich aber schon mal irgendwo einen Kommentar hinterlasse, kann dieser auch mal etwas grantiger ausfallen. Warum auch nicht. Wer nicht auf meiner Linie bloggt, bekommt Gegenwind. Dafür sind Antworten doch gedacht. Oder?
Wer das nicht will, soll diese Kommentarfunktion abstellen. Das geht ganz einfach – zwei Klicks genügen. Kommentare aber einfach abwürgen und den Schreiber als unqualifiziert zu beschimpfen, gefällt mir nicht.

Ein Schoenwetterblog

Klar. Dummheit findet immer wieder statt. Bei jedem von uns. Dieses „Wer im Glashaus sitzt…“ schenke ich mir jetzt. Nur wer – wie der hier – einen „kleinen Knigge für Kommentatoren“ erstellt und selber wie die Sau durch’s Gewächshaus jagt, macht sich unglaubwürdig.

Jeder darf in seinem Blog denken, toben, lästern. Das mache ich ja auch. Und es soll auch jeder Publikum sperren dürfen, welches pöbelt und sich verbal erleichtert. Nur dann aber mit ehrlichen Argumenten.

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Irrfahrt im Wald

Diese Erkenntnis kommt etwas spät:

Reporterin: „Was geht Ihnen jetzt durch den Kopf?“ Fahrer: „Sich nicht auf ein Navigationsgerät verlassen!

Zum Video >>>

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