Drücke "Enter", um den Text zu überspringen.

Kategorie: Strassen

Zwischen Entspannung und Amok

Die A 5 zwischen Frankfurt und Basel ist eigentlich eine schöne Autobahn. Kerzengerade schlängelt sich diese Strasse zum großen Teil am Rhein entlang. Es gibt keine Berge, nicht einmal Hügel – somit ideal geeignet für den Tempomat.
Das Teil einmal eingestellt, rollt man wunderbar dahin. Aus dem Radio blubbert Wohlfühlmusik, die Gedanken schweifen ab.

Fährt man auf einem langsameren Verkehrsteilnehmer auf, wird die Geschwindigkeit etwas zurück gedreht. Auf Teilstücken, wo ich überholen darf, wage ich es auch. Logisch. Es ist ja erlaubt. Und doch gibt es Situationen, in denen meine Gedanken Amok laufen…

Gestern fahre ich mit gemütlichen 87 Sachen gen Süden – die rechte Spur sprichwörtlich frei bis zum Horizont. Ich lasse Bruchsal hinter mir, Karlsruhe und schließlich Baden – Baden. Dann passiert das unbegreifliche: Kaum verbietet man mir das überholen, fährt ein markgräfler Rumpelsack vor mir.
Das für sich alleine ist ja nicht schlimm. Da fahre ich halt hinterher.

Übel wird es aber, wenn dieser Vordermann einen nervösen Fuß hat. Von neunzig Sachen geht es runter auf fünfundsiebzig. Dann wieder rauf auf etwas über achtzig. Dann ist auch das zu schnell, also wird wieder gebremst.
Ein entspanntes Fahren ist da nicht möglich. Schließlich ist man selber nur am Gasgeben und Bremsen. Selbst der Abstand passt regelmäßig nicht.

Nervöser Fuss

Ja. Solche Leute regen mich auf. Vor jedem Rasthof hoffe ich, dass die abfahren. Aber Fehlanzeige. Gestern bin ich dann runter von der Bahn – zwei Minuten gewartet und schon war mein innerer Frieden wieder hergestellt. Na ja. Zumindest einigermassen.

9 Kommentare

Wissenslücke

Wie ist es eigentlich, wenn Anlieger ein Anliegen haben – was darf derjenige dann eigentlich? Nur einfahren? Oder auch durchfahren?

Eine Antwort darauf habe ich hier gefunden >>>

4 Kommentare

Volle Fahrt voraus

Gestern Abend in Italien: Regen und null Grad. Das ist keine gute Mischung. Fällt Schnee, wird es glatt. Das weiss jedes Kind. Bei dieser Konstellation jedoch, ist man immer etwas unsicher.

Irgendwo habe ich mal gelesen, dass, sobald es glatt wird, sich die Abrollgeräusche der Reifen ändern. Einen Unterschied habe ich gestern nicht gehört. Auch die Strasse glitzerte nicht. Also ging es weiter mit Tempo 89 – und damit war ich noch der langsamste.

Gut. Lkw waren eh kaum unterwegs. Der Freitag war halt ein Brückentag, viele Firmen hatten geschlossen. Busse und Pkw jedoch, zeigten sich unbeeindruckt. Also hieß es auch für mich: Volle Fahrt voraus…

Regen bei null Grad

11 Kommentare

Ramsi’s Sprüche

Hier habe ich folgende Aussage von Ramsi Ramsauer gelesen:

” Die Winterdienste in den Ländern werden unermüdlich im Einsatz sein, um LKW- und PKW- Fahrer sicher ans Ziel zu bringen.”

Nun ja. Ramsis Sprüche halt.
Heute war ich im Siegerland unterwegs – das erste orangene Fahrzeug mit einem Schieber vorn dran erblickte ich um halb zwei. Nachmittags wohlgemerkt.

8 Kommentare

Grande Katastrophe

Da fallen ein paar Flocken vom Himmel, davon bleiben drei Zentimeter liegen – und schon geht in und um Mailand nichts mehr.
So habe ich gestern für 20 Kilometer knapp 2,5 Stunden gebraucht. Selbst die Polizei fuhr im Schritttempo. Kein Wunder, wenn man mit Sommerreifen unterwegs ist.

Schnee in Milano

PS. Der Kunde im Transporter ganz rechts wollte mit auf’s Bild. Huhu Luigi. Ok., war ein kleiner Scherz am Rande. Keine Ahnung, warum der mich anglotzt anschaut.

10 Kommentare

Wieso Stau? Vor mir ist alles frei!

Tagesbaustellen sind toll. Da sieht man wenigstens, dass gearbeitet wird – was man ja von Dauerbaustellen nicht immer behaupten kann.
Wenn man aber nachmittags um kurz vor vier auf der A3 bei Aschaffenburg die linke Spur sperrt, damit die Strassenmeisterei mit einem Unimog die Leitplanken säubern kann, dann finde selbst ich, dass eine Pause für die Wärter der Strasse nötig wäre. Erst recht, wenn sich dahinter mehrere Kilometer Stau gebildet haben.

Tagesbaustelle

Aber vielleicht haben das die Männer im Unimog auch nicht mitbekommen. Vor Ihnen war ja alles frei.

5 Kommentare

Chaos in den Köpfen

Ingmar kommentiert zu diesem Artikel folgendes:

Wäre doch mal interessant, eine Straße für Fahrzeuge unter 3,5 Tonnen zu sperren

Gestern befuhr ich die B 252 zwischen Frankenberg und Marburg. Auf dieser Strasse galt seit 2006 ein generelles Verbot für den Durchgangsverkehr ab 12 Tonnen, welches im März diesen Jahres zu einem Nachtfahrverbot entschärft wurde. Dieses gilt jedoch für alle Lastwagen über 3,5 Tonnen Gesamtgewicht, ausgenommen dem Anliegerverkehr.

Eine Brummi – Lawine ist mir dort entgangen. Auf vielleicht elf oder zwölf Pkw kam ein Lkw, von denen anhand des Kennzeichens mehr als die Hälfte dem regionalen Verkehr zugeordnet werden konnte.
Aber vielleicht bin ich dort auch nur zur falschen Zeit entlang gefahren. Eine Stunde später brach sicher das totale Chaos aus – und sei es auch nur in den Köpfen der Anwohner und zuständigen Lokal- und Verkehrspolitiker.

1 Kommentar