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Kategorie: Lkw

Es ist soweit

Was für ein Winter. Bis zum 2. März musste ich warten, um zum ersten Mal in dieser Jahreszeit ein bissel Eis vom Auflieger zu kratzen. Auch wenn es mehr flüssig als fest war.

Nicht das ich drauf gewartet habe, aber ich war voll motiviert. Zumal, wenn schon ein Schneegerüst in der Firma steht, muss es auch mal genutzt werden.
Aber reicht dann auch. Es ist März, jetzt kann der richtige Frühling kommen.

Das erste und letzte Eis
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Nur noch Gauner unterwegs

Die letzte Nacht am Rand des Parkplatzes eines Supermarktes bei Piacenza verbracht. Wohnhäuser nicht weit weg, alles hell erleuchtet, Hauptstraße gleich nebenan. Also eigentlich ein guter Standplatz. Sollte man meinen.

Wohl auch für Dieseldiebe. Während ich friedlich schlummer, machen die sich an den Tanks des Lkw zu schaffen. Keine zwei Meter von mir entfernt.
Es werden so sechs-, siebenhundert Liter sein, die da rausgepumpt wurden. Kack Mistsäue.

Zumindest haben die mir dieses mal so viel drin gelassen, dass es bis Österreich reicht und ich nicht in Italien nachtanken muss.
Ach ja, die Tankdeckel wurden auch wieder aufgeschraubt. Ordnung muss sein, auch unter Kriminellen. War ja beim letzten Klau ähnlich.

Diesel fehlt

Polizei holen lohnt nicht. Früh um halb fünf eh sinnlos, man wartet ewig, bis die kommen. Die Anzeige, falls überhaupt eine geschrieben wird, läuft sowieso ins leere.
Tja, rufe ich nachher meinen Boss an, erstatte kurz Meldung und das war es. Bis wieder ein paar hundert Liter fehlen oder die Plane zerschnitten wird.

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Boah…

Staub wischen, während die Sonne in den Lkw scheint.
Mein innerer Monk läuft Amok.

Staub wischen im Lkw
Freitagsputz
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Game Over

Heute früh wie jeden früh ein kurzer Rundgang um den Lkw. Sind die Tanks verschlossen, ist die Plane heile, Türen vom Auflieger geschlossen, funktionieren alle Lampen, hat sich an der Sattelveriegelung keiner zu schaffen gemacht, Staukästen alle zu, kein Reifen platt…

…tja, Scheiße. Da war es, mein Problem. Der vorne rechts an der Zugmaschine drückte sich verdächtig durch. Also runter vom Parkplatz, ran an die Tankstelle zum Luft prüfen. Vier Bar waren noch drauf. Bissel wenig.
Mit viel Mühe und noch mehr Zeit bekam ich den Reifen wieder auf sieben Bar gefüllt. Gut, meine Arbeit beschränkte sich auf einen Hebel zu drücken. Aber es dauerte halt.

Meine Ladestelle kannte ich. Bin öfters dort. Vom Rasthof auf dem ich übernachtete, keine fünfzehn Minuten entfernt. Und Glück im Unglück, ich wusste das es auf dem Weg dahin, einen Reifenhändler gibt. Dazu noch einer mit extra Lkw-Spuren.
Irgendwie achte ich auf sowas, kann ja sein, dass dieses Wissen mal nützlich sein kann. Haha.

Dieser Reifendealer war also meine erste Station. Los war dort heute früh um kurz nach acht noch nix. Kam also gleich dran. Wieder Glück gehabt.
Ein Mechaniker schraubte das Rad ab, kurzer Blick über die Lauffläche und schon war der Übeltäter entdeckt. Ein Nagel sorgte für den Luftverlust. Lumpiges Eisenvieh.

Ein Nagel im Reifen
Ein Nagel war Schuld

Ja nun, nach einer Stunde war alles erledigt. Reifen wie neu, Rechnung bezahlt, Maiki zufrieden. Einen Kaffee auf Reifenhändlerkosten gab es auch noch.

Denn ehrlich, es hätte viel schlimmer und vor allem teurer kommen können. Die Nacht auf einem Rumpelparkplatz, ohne Möglichkeit, den Reifen aufzufüllen. Oder in einer Gegend, wo man einen passenden Händler ewig suchen muss. Vom Notdienst rufen will ich gar nicht erst anfangen.

Aber so? Alles gut. Gibt keinen Grund sich zu beschweren. Sich irgendwas in einen Reifen einzufahren, kann immer passieren – und ein Nagel ist dabei noch das kleinste Problem.

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Ziemlich nett sein, bringt auch Vorteile

Ein Betrieb zwischen Mailand und Lecco, in dem ich regelmäßig lade. Dort läuft es so ab: Parken auf dem Lkw-Parkplatz, außerhalb der Firma. Anmelden an einem Terminal, Nummer ziehen, warten bis diese auf einer Leuchtanzeige aufgerufen wird. Danach in das Werk fahren, wiegen, zum Pförtner gehen, weiter zur Ladestelle, dort parken, im Versand melden und im Lkw warten.
Irgendwann wird man geholt, fährt rückwärts in die Versandhalle, Türen vom Auflieger öffnen, Staplerfahrer stellt einen Hubwagen drauf, dann die Palletten, die ich nach vorne ziehe.

Wenn alles fertig ist, wieder raus aus der Halle, davor parken, Lieferscheine und Frachtbrief holen und ab unter die Dusche. Immer, ohne Ausnahme. Da kann ich es noch so eilig haben.

In den letzten Wochen aber wurde die Halle umgebaut. Statt der Toreinfahrt gibt es jetzt vier Rampen. Ist viel angenehmer. Türen vom Auflieger auf, rückwärts an eine der Rampen, fertig. Den Rest macht ein Staplerfahrer. Toll, alles prima.

Bis auf eines. Die Standplätze vor der Halle fielen weg. Den Platz braucht man ja zum Rangieren der Lkw. Also keine Möglichkeit mehr zum parken, um mich frisch zu machen.

Nur da habe ich mir umsonst Gedanken drüber gemacht. Ohne das ich was sagte, fragte mich der Verlader, ob ich wieder duschen möchte. Der Lkw kann so lange an der Rampe stehen bleiben.
Ganz ehrlich? Klasse Aktion von denen. Ein gutes Verhältnis zu pflegen, wo man öfter lädt, zahlt sich also doch aus. Sag ich doch schon immer.

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Zug um Zug

Fahr mal in ein Dorf bei Verona, haben sie gesagt.
Bekommst dort 24 Tonnen Draht, haben Sie gesagt.

Das ich jetzt acht Stunden Züge zählen darf, weil die Ladung erst am späten Nachmittag fertig ist, haben sie nicht gesagt.

zug fährt über brücke
Ein Zug
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Neuer Markenname für die Scania S-Baureihe

Scania benennt seine Premium-Baureihe, die S-Baureihe, um. Also nicht wundern, wenn es ab sofort 450 S statt S 450 heißt. Oder eben 730 S und nicht mehr S 730. Diese neue Namensgebung gilt aber nur für die großen Fahrerhäuser. Also die mit flachen Boden. Bei der R-Reihe bleibt alles wie gewohnt.

Vereinbarung mit Daimler AG

Hinter der Änderung steht eine Vereinbarung mit der Daimler AG, der Muttergesellschaft von Mercedes-Benz.

Der neue Markenname für die S-Baureihe, bei dem die PS-Zahl zuerst angegeben wird, wird auf den ab sofort bestellten Lkw zu sehen sein und betrifft wie bereits erwähnt keine andere Baureihe.

Neuer name für scania
Neuer Markenname bei der S-Reihe von Scania

„Mit dieser Anpassung erfüllen wir eine Vereinbarung, die wir mit Daimler getroffen haben,“ sagt Alexander Vlaskamp, Senior Vice President, Head of Scania Trucks.
„Wir sind bestrebt, unsere Marken zu schützen und wissen, warum Daimler mit seiner langjährigen S-Klassen Historie im Pkw-Bereich ein Problem mit dem Markennamen unserer S-Baureihe hatte.
Der neue Markenname für die S-Fahrerhäuser wird im Dezember 2019 eingeführt und es könnte keinen besseren Lkw als den Scania 730 S geben, um die S-Baureihe zu repräsentieren.“

Über Scania

Scania Deutschland verzeichnete 7.427 neu zugelassene Scania Lkw im Jahr 2018 und damit einen Marktanteil von 11,3 Prozent. 

der scania wird umbenannt
Scania in Aktion

Scania Österreich verzeichnete 1.290 neu zugelassene Scania Lkw im Jahr 2018 und damit einen Marktanteil von 16,7 Prozent

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So arbeitet man miteinander

Was ein Scheiß, wenn die Ladung für den ersten Kunden vorne an der Stirnwand steht. Ging aber letzte Woche nicht anders zu laden. Ist eben manchmal so.

Aber dem Staplerfahrer ein paar nette Worte erzählt, ein bissel Honig um den Mund geschmiert, dazu selbst etwas betröppelt tun und schon lädt er nen viertel Auflieger so um, bis er an seine Paletten kommt.
Läuft kann ich dazu nur sagen. Er hat seine Ware, ich hab sie los. Und wir beide sind zufrieden.

Paletten müssen runter
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