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Kategorie: Ärgerliches

Muss ich nicht verstehen

Das ein Kollege aus dem Nahverkehr einen halben Tag „meinen“ Lkw fährt um die von mir letzte Woche in Italien geladene Ware auszuliefern, damit ich meine Wochenruhezeit einhalten kann, ist ja nett. Auch das er seinen Lieblingssender hören möchte, auf der Suche danach die von mir gespeicherten Stationen löscht, geschenkt.
Nur warum er in den Einstellungen des Bordcomputer Kilometer durch Meilen und Celsius durch Fahrenheit ersetzt hat? Keine Ahnung. Vielleicht haben sich Gene aus Übersee in ihm versteckt? Ich weiß es nicht.

War heiß heute

Was ich aber weiß, dass er die Plane vom Auflieger nicht auf bekommen hat. Ist eigentlich nicht so schwer. Erst die Plane ein Stück hoch drücken, den Hebel der sich darunter versteckt, nach vorn ziehen, die Seitenplane entspannt sich, fertig. Dann die Strebe aus der Führung drücken und schon öffnet sich die Seite des Aufliegers ganz leicht.

Macht man das nicht, zieht man an der Schlaufe wie ein Irrer. Logisch, ist ja noch alles fest. Da gibt nix nach, außer die Schlaufe irgendwann selbst. Also statt mal zu schauen, warum da nichts passiert, denn irgendeinen Grund muss es ja geben, lässt er rohe Kräfte walten.

Wo rohe Kräfte walten…

Aber stimmt, es gibt schlimmeres. Die Einstellungen im Bordcomputer sind schnell geändert, Radiostationen fix neu gespeichert und zwei Nieten, schon ist die Halteschlaufe wieder fest. Also kein Grund zur Aufregung, lohnt nicht.

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Tom Astor wusste es schon vor 40 Jahren

14 Tage auf dem Brenner, ohne Dusche, ohne Frau.
Im LKW vergammelt der Spinat.

Tom Astor „14 Tage auf dem Brenner

Kennt Ihr nicht? Macht nix. Ist auch nicht die Musik, die ich höre. Und ganz so schlimm ist es heute auch nicht. Denn weder habe ich schon mal Spinat durch die Gegend gefahren, noch stehe ich hier zwei Wochen herum.

Aber ein „aber“ gibt es immer. Gestern Feiertag und Fahrverbot in Österreich, heute Stau in Italien. Also alles wie immer.
Das ich allerdings schon bei Kilometer 49,8, also zwischen Klausen und Brixen, weit unterhalb vom Brenner stehe, ist heftig. Selbst für mich, fahre ja nicht erst seit letzte Woche hier runter.

stau in südtirol brennerautobahn
Stau, Stau, Stau

Übrigens, viele Lkw sind der beste Indikator dafür, dass die Wirtschaft in Europa wieder anzieht. Denn was produziert wird, muss auch transportiert werden. So zumindest meine These.

Aber nun ja. Stehe ich die nächsten Stunden halt dumm rum. Habe eh nichts systemrelevantes geladen. Kann da eh nix dran ändern.

So klingt es in Südtirol
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Was für ein Trollo

Es gibt Typen, da fehlen mir die Worte.

Stau auf der A 7 bei Dinkelsbühl. Grund waren diese beiden Unfälle einige Stunden vorher. Mal stand es, dann rollte es langsam einige Meter weiter. Immer mit zehn, zwölf Meter Abstand zum Vordermann. Wie es eben so ist.

Dann kam er von einem Parkplatz gefahren. VW vorn, langen Anhänger dahinter. Rechts an mir vorbei, fünf Meter weiter rüber auf meine Spur.
Für das Auto aus Wolfsburg hat es gereicht, für den Hänger nicht. Es gab ein wirklich hässliches Geräusch.

Lkw unfall schaden
Es hat gescheppert

Mein hupen lies ihn wieder bremsen und nach rechts auf den Standstreifen ausrollen. Ich langsam hinterher. Er stieg aus und legte los. Warum ich ihn nicht hätte einfädeln lassen, sondern extra noch schneller geworden wäre und überhaupt. Der Unfall wäre allein meine Schuld.

Ich fragte ihn, wie man in einem Stau schneller werden kann, was ich davon hätte, die Straße dicht zu machen und ob er einfach nur zu dumm ist, Auto zu fahren.
Seine Antwort? Über dreißig Jahre unfallfrei unterwegs. Da lachte ich ihn aus.

der anhänger nur leicht beschädigt
Der Anhänger kam gut weg

Wir tauschten Daten und Personalien, fertig. Später überlegte ich, es wäre vielleicht doch besser gewesen, die Polizei zu rufen. Aber da war es dafür eh schon zu spät.
Am Wochenende schreibe ich einen Unfallbericht und lege den zusammen mit dem Unfallbogen meinem Chef auf seinen Schreibtisch.

Passieren kann immer mal was. Wo gehobelt wird, fallen Späne. So lange es bei Blechschaden bleibt, ist alles reperabel. Wenn auch ärgerlich, klar. Trotzdem sollte man nen Arsch in der Hose haben und seinen Fehler zugeben. So nach dem Motto, sorry, hab nicht aufgepasst. Tut mir leid, aber ist passiert. Das zeigt Stärke. Aber nicht rumheulen und eigene Schuld abwälzen. Das ist lächerlich. Meine Meinung.

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Fehlermeldung virtuell

So klingt eine „Alarmstufe Rot“ – Fehlermeldung im DAF in Echt. Wie ein altersschwacher Wecker, der seine beste Zeit schon lange hinter sich hat. Lässt sich auch nicht stumm schalten. Das Gepiepse nervt also bis zur Behebung des Fehlers.

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Fehlermeldung im DAF
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Alarmstufe Rot

Letzten Donnerstagfrüh, auf einem Wald- und Wiesenparkplatz im tiefsten Bayerischen Wald. Ich starte den Lkw und sofort piepste es unaufhörlich nervtötend. „Stop, Kühlflüssigkeitsstand zu niedrig, sofort stehenbleiben„, blinkte vorn in der Anzeige. Und das alles in rot. Oh je.
Dabei war ich noch leicht tranig und nicht mal losgefahren. Die nächste Tankstelle natürlich kilometerweit entfernt. Wie es eben so ist.

kühlwasserstand zu niedrig. Alarmstufe rot
Was soll das denn?

Tja, musste ich meinen privaten Wasservorrat anzapfen. Aber der ist ja nicht nur zum waschen und Zähne putzen gedacht, sondern auch für Notfälle. Wie das einer war. So kam ich bis zur nächsten Tankstelle.

Heute, wieder in Bayern, hatte ich etwas Zeit. Im Internet geschaut, wo die nächste Werkstatt ist, fix angerufen, Problem geschildert und gefragt, ob ich kommen darf. „Klar, könnte aber etwas dauern. Wir haben nur eine Notbesetzung„, kam als Antwort.

Kurz mit meinem Boss telefoniert, klar, soll hinfahren. Die ganze Reparatur hat dann inclusive Fehlersuche keine zehn Minuten gedauert. Eine Schelle hatte sich gelockert, dadurch drückte an der Verbindung das Wasser raus. Kleine Ursache, große Wirkung.

Warum der Kühlwasserbehälter aber so leer war, dass gleich „Alarmstufe Rot“ ausgelöst wurde? Keine Ahnung. Ich habe auch keine Pfütze unterm Lkw gesehen. Aber letztlich egal. Jetzt ist wieder Ruhe.

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Deppen in Aktion

Zwei Tage in Deutschland unterwegs und schon passiert das, was ich in den letzten sechs, sieben Jahren in Italien nicht erlebt habe.

auflieger plane geschnitten
Nicht zu verstehen

Abgesehen davon, dass der Schnitt eh zu klein ist, um den Inhalt des Aufliegers auszuspionieren. Genau dahinter steckt eine Alulatte, also war diese kack Aktion erst recht sinnlos.

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Nur noch Gauner unterwegs

Die letzte Nacht am Rand des Parkplatzes eines Supermarktes bei Piacenza verbracht. Wohnhäuser nicht weit weg, alles hell erleuchtet, Hauptstraße gleich nebenan. Also eigentlich ein guter Standplatz. Sollte man meinen.

Wohl auch für Dieseldiebe. Während ich friedlich schlummer, machen die sich an den Tanks des Lkw zu schaffen. Keine zwei Meter von mir entfernt.
Es werden so sechs-, siebenhundert Liter sein, die da rausgepumpt wurden. Kack Mistsäue.

Zumindest haben die mir dieses mal so viel drin gelassen, dass es bis Österreich reicht und ich nicht in Italien nachtanken muss.
Ach ja, die Tankdeckel wurden auch wieder aufgeschraubt. Ordnung muss sein, auch unter Kriminellen. War ja beim letzten Klau ähnlich.

Diesel fehlt

Polizei holen lohnt nicht. Früh um halb fünf eh sinnlos, man wartet ewig, bis die kommen. Die Anzeige, falls überhaupt eine geschrieben wird, läuft sowieso ins leere.
Tja, rufe ich nachher meinen Boss an, erstatte kurz Meldung und das war es. Bis wieder ein paar hundert Liter fehlen oder die Plane zerschnitten wird.

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