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Monat: Oktober 2020

Leise rieselt der Schnee

Der erste Schnee ist da. Und das gar nicht mal so weit oben, wie hier unterhalb vom Brenner. Der Pass hat ja nur etwas mehr als 1 300 Meter Seehöhe.

leise rieselt der Schnee
Leise rieselt der Schnee

Ich fand es schön. Auch weil es gefühlt schon weißer war, wie im gesamten letzten Winterhalbjahr.

es liegt Schnee
Passend zum Oktober
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Links und rechts der (Daten-) autobahn

Am 1. Januar 2005 wurde die fahrleistungsabhängige Lkw-Maut auf deutschen Autobahnen eingeführt. Damals wurde hoch und heilig versprochen, dass System nicht zur Überwachung einzusetzen und das die gesammelten Daten ausschließlich für die Mautabrechnung verwendet werden.

Aus und vorbei. Denn der Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL) will jetzt, dass Daten aus der Lkw-Mauterfassung auch für Kontrollen genutzt werden können. So soll die Einhaltung der europäischen Sozial- und Marktvorschriften im Straßengüterverkehr besser kontrollierbar gemacht werden. Neben dem elektronischen Frachtbrief und der verpflichtenden Zusammenarbeit der nationalen Kontrollbehörden sei die Öffnung der Lkw-Mautdaten ein Instrument zur Verfolgung von Rechtsverstößen. Aha.
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Frage beim Mitteldeutschen Rundfunk: Warum gibt es kein generelles Überholverbot für Lkw? Darf ich auch mit einer Frage antworten? Vielleicht weil solch eine Forderung polemisch ist und auch nicht sinnvoll umgesetzt werden kann? Denn so ein Verbot müsste ja auch flächendeckend kontrolliert werden. Das schaffen Kontrollbehörden ja nicht mal beim stehenden Verkehr. Oder warum wird das Verbot, die regelmäßige wöchentliche Ruhezeit im Lkw zu verbringen, kaum kontrolliert?

Aber so ein bisschen Polemik kann ich auch: Wie kommen Pkw-Fahrer eigentlich dazu, schnelles vorankommen auf der Autobahn nur für sich einzufordern? Denn fast jeder in diesem Land ist Ursache und auch Auftraggeber für Lkw-Transporte. Lkw fahren nur deshalb, weil jeder Bürger auch ein Konsument ist.
Gut, Polemik vorbei, ich bin wieder ernst. Das Problem sind doch kaum die paar überholenden Lkw, sondern Pkw-Fahrer, für die es keine rechte Spur zu geben scheint. Denn zwischen zwei Lkw ist ja nur ein halber Kilometer Platz.
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Führerscheine aus dem Kongo scheinen ein lukratives Geschäft zu sein. Der Bericht ist auf spanisch, Goggle hilft bei der Übersetzung.
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Jetzt bin ich etwas hin- und hergerissen. Die Dienstabteilung Entsorgung und Recycling der Stadt Zürich schaffte sich eine Parallelwelt mit eigenen Regeln. Dabei war u.a. ein illegales Oldtimer-Museum, deren Exponate versteigert wurden.
Schon klar, öffentliche Gelder veruntreuen geht nicht. Der ehemalige Direktor wurde bereits fristlos entlassen und angezeigt, Strafverfahren gegen insgesamt acht weitere Personen eröffnet. Aber hätte die Stadt das Museum nicht in eigener regie weiterführen können und der Öffentlichkeit zugänglich machen können?
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Die Sonne verdunkelt sich.

lkw der spedition waberer's
Eigentümer wechsel dich

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Tödlicher Fahrradunfall in Hamburg vor anderthalb Jahren. Letzten Montag das Urteil: Zehn Monate auf Bewährung, 3000 Euro Schmerzensgeld an die Ehefrau, LKW darf er weiter fahren. Dabei hatte der Fahrer schon einmal einen Menschen im Straßenverkehr getötet.
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Links und rechts der (Daten-) autobahn

Statt Rasterfahndung jetzt Lasterfahndung.
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Rückkehrrecht statt Rückkehrpflicht. Mal wieder ein fauler Kompromiss. Denn Lkw-Fahrer brauchen keine Hotels, sondern eine regelmäßige Heimkehr. Und das nicht nur Weihnachten oder Ostern.
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Ab Januar soll eine neue Autobahngesellschaft die Betreuung von Fernstraßen übernehmen. Doch hat es das Bundesverkehrsministerium bislang versäumt, die neue GmbH mit entsprechenden hoheitlichen Rechten auszustatten. Also darf die Autobahn GmbH bislang ihre Mitarbeiter nicht auf die Autobahnen entsenden, um Straßen zu kehren, Baustellen einzurichten oder Straßenschilder aufzustellen.
Warum bin ich nicht überrascht? Vielleicht weil das Ministerium eines Herr Scheuer mitmischt?
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Ein Rückstau nach einer Blockade der A 3, am Stauende kracht ein Pkw in einen stehenden Lkw. Viele geben den Stilllegern zumindest eine Mitschuld. Denn ohne die hätte es keinen Stau gegeben.
Kann man das so sehen? Ich denke nicht. Denn Staus gibt es jeden Tag. Wenn an deren Ende ein Unfall passiert, liegt das meist an unangepasste Fahrweise oder Ablenkung. Für mich also unerheblich, wodurch ein Stau verursacht wurde.

Ist das nicht so? Tja, dann müsste man in Zukunft alle Unfallverursacher doppelt verurteilen, wenn durch deren Unfall ein zweiter Unfall am Stauende entsteht, weil sich die Person am Stauende nicht an Verkehrsregeln gehalten hat.
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Wisst Ihr, was wir lange nicht mehr hatten? Einen richtigen Winter mit viel Schnee. Also nicht nur so ein paar Krümel am Straßenrand. Die bevorstehende kalte Jahreszeit wird übrigens mild mit wenig Kälte und noch weniger Schnee. Sagt zumindest ein Meteorologe. Also ähnlich wie letztes Jahr.
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Teile für das VW-Werk in Dresden wurden ja bisher mit einer Güterstraßenbahn geliefert. Jetzt wird diese Bahn eingestellt. Wurde das Werk mitten in der Stadt nicht nur genehmigt, wenn die Anlieferung nur per Straßenbahn erfolgt? Oder irre mich da?
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Navistar wird europäisch.
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Eine Anhebung des zulässigen Lkw-Gesamtgewichtes von 40 auf 44 Tonnen fordern 21 Verbände aus Industrie und Handel. So könnten jährlich erhebliche Mengen CO2 eingespart werden. Außerdem würden sich die Fahrten von schweren Lkw verringern und somit das Straßennetz spürbar entlastet werden.

Glaubt da wirklich jemand dran? Also weniger Verkehr durch mehr Zuladung? Oder geht es bei diesen Vorschlag nur um mehr Ladung bei gleichbleibenden Frachtpreisen? Dazu kommt, dass diese Anhebung ein weiterer Nachteil für umweltfreundliche Güterbahnen im Preiswettbewerb mit Lkw wäre.
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Links und rechts der (Daten-) autobahn

Der grüne hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir will mehr Überholverbote für Lkw und begründet das so:

Unser Ziel ist ein flüssiger und sicherer Autoverkehr

Klar doch. Mit noch mehr künstlich geschaffenen Hindernissen auf der rechten Spur wird für mehr Sicherheit und weniger Staus geworben. Was kommen wird, sind noch längere Lkw-Kolonnen, in denen die Eintönigkeit in den Fahrerkabinen weiter zunimmt und Pkw-Fahrer mit Tempo 100 die mittlere und linke Spur blockieren.
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Pkw Mautdesaster. Autobahn GmbH Desaster. TollCollect Desaster. Jetzt Mautbefreiung für schadstoffarme Lkw….usw. Das BMVI ist und bleibt ein Ministerium für Pleiten, Pech und Pannen.
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Wie groß muss die Not oder von mir aus auch die Angst sein, wenn ein Fahrer Hilfe bei der Polizei sucht, weil sein Arbeitgeber sämtliche Warnungen über den technischen Zustand (s)eines Lkw ignoriert?
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Als die Polizei kam, war der erneute Geisterfahrer schon weg. Das Problem ist dabei wohl nicht die Beschilderung, sondern das eigene Navi. Ein Schild, auf dem „Navi aus“ steht, scheinen einige wohl zu übersehen, so die Polizei.
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Ein Beitrag vom SWR über die Folgen, wenn notwendige Kontrollen nicht durchgeführt werden. Der Magnet bei Minute 1.40 ist mittlerweile Quark, so funktioniert das seit acht, neun Jahren nicht mehr. Gut finde ich die Aussage des Herrn vom AvD ab Minute 7.30, dass die Auftraggeber mit zur Verantwortung gezogen werden sollten und das Lkw-Fahrer nur die Ausführenden sind, die es aber ausbaden müssen.
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Der Weg zur Änderung des Berufskraftfahrerqualifikationsrechts ist frei. Freitag war die Novellierung im Bundestag: Weiterbildung nach Stand der Technik, Register für Bescheinigungen.
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Die eigene Sicherheit sollte immer an erster Stelle stehen

Die Grünen wollen Radfahrer und Fußgänger besser vor Unfällen mit Lastwagen schützen. Die Bundestagsfraktion spricht sich für Verkehrssicherheitszonen in Städten aus, in die nur noch Lastwagen mit einem Abbiegeassistenten fahren dürfen.

Hier die Gedanken von Andreas Kernke, Begründer des ehemaligen „Kraftfahrerkreis Hannover-Hameln„:

Gegeneinander geht nicht, nebeneinander ist zu wenig. Es geht nur miteinander. Die tödlichen Abbiegeunfälle sind eine unerträgliche Situation. Keiner von uns Berufskraftfahrern möchte so etwas erleben. Die Unternehmer ordern Lkw mit Abbiegeassistenten. Richtig und gut so. Ob das wirklich das richtige Mittel der Wahl ist? Erst in einigen Jahren werden wir das erfahren. Nämlich dann, wenn alle Fahrzeuge damit ausgerüstet sind.

Natürlich müssen wir auch darüber reden, dieses Thema in den Schulungen intensiv zu besprechen. Derweil wird unser Ruf in Deutschland systematisch schlecht geredet. Auch die Medien stürzen sich geil und sabbernd auf uns.

Wen wundert es dann, wenn nur noch gefrustete Kraftfahrer unterwegs sind? Eine Sache fällt mir immer wieder auf. Alles was die Politik in dieser Angelegenheit unternimmt, kostet nicht ihr Geld. Es ist immer das Geld der Wirtschaft. Warum werden nicht zeitnah Spiegel an den Ampelkreuzungen angebracht? Warum werden Radfahrer nicht geschult oder die Räder nicht mit Kennzeichen ausgerüstet (Wiedererkennung)? Warum werden die Ampelschaltungen nicht angepasst?

Mehrheitlich werden nur Fahrräder verkauft, die überhaupt keine Zulassung für die Straße haben. Niemand macht die Käufer darauf aufmerksam.Technisch einwandfreie Räder? Meist Fehlanzeige. Leuchtende Kleidung?
Schwarz ist schick. Wer die Statistik bemüht wird feststellen, dass es kaum einen Unterschied bei Rad- Unfällen mit Pkw gibt. Nur, kein Mensch spricht darüber. Ist das eine andere Art Unfall?

In Zukunft wird der mobilisierte Verkehrsraum in den Städten weiter schrumpfen und der Raum für Radfahrer, Fußgänger und all den anderen mit ihrer neuen Fortbewegungstechnik, wird wachsen. Wir sollten den Dialog suchen zu den Radfahrern.

Gegeneinander geht nicht, nebeneinander ist zu wenig. Es geht nur miteinander. Das bedeutet aber auch, dass wir mit allen gefährdeten Verkehrsteilnehmern einen tragbaren vernünftigen Weg finden sollten. Ich selbst habe vor etwa zwei Jahren den Dialog zum ADFC in Hannover gesucht. Leider wollte man mit einem Berufskraftfahrer nicht zusammen arbeiten. Heute reiche ich noch einmal die Hand. Wir müssen miteinander sprechen.

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