Der Nutzfahrzeughersteller Volvo Trucks hat in den vergangenen Jahren rund 1 500 Lkw-Unfälle untersucht. Das Ergebnis war, dass bei Frontalzusammenstößen von einem Lkw mit einem Auto in neun von zehn Fällen der Pkw zuvor von der Spur abgekommen war.
Die Hälfte aller Todesfälle oder Unfälle mit Schwerverletzten sind auf Lkw-Unfälle zurückzuführen, bei denen kein anderes Fahrzeug beteiligt war. Bei 20 Prozent der Alleinunfälle von Nutzfahrzeugen ist Übermüdung die Ursache.
Schlagwort: Unfall
Da ist sie wieder – die Mär vom rasenden, todbringenden Lkw – Fahrer:
7 KommentareViele Verletzte, hoher Schaden aber keine Toten. Von einem Wunder will Torge Malchau, Einsatzleiter der Feuerwehr Braunschweig, dennoch nicht reden. Von Glück schon. Von dem Glück, „dass am Sonntag noch keine Lkw unterwegs waren.” Ansonsten, fürchtet ein Retter, „hätten wir hier Leichensäcke gebraucht.
Bei focus.de entdeckt:
Ein italienischer Autofahrer fuhr bei Rom nur kurz auf den Seitenstreifen, da nahm das Unheil seinen Lauf: Der Außenspiegel eines vorbeifahrenden Lastwagens riss ihm den Kopf ab.
Die Geschichte geht noch weiter:
Der Lkw-Fahrer habe die grausame Szene im Rückspiegel gesehen und sei vor Schreck auf die linke Spur geraten. Ein sich näherndes Fahrzeug konnte nicht mehr bremsen und fuhr auf den Lastwagen auf.
Was mich an dieser Story interessiert: Wieviel von denen, die diese Geschichte gelesen haben, stellen sich diesen Unfall bildlich vor? Irgendwie arbeitet das „Kopfkino“ bei solchen Meldungen automatisch.
Aber lassen wir das…
Hallo Herr Erdmann,
anbei einige Information zu der Initiative „Toter-Winkel-Spiegel.de“ – ich würde mich freuen, wenn das ein Thema für TruckOnline.de wäre.
Jedes Jahr sterben in der EU viele Menschen bei Abbiege-Verkehrsunfällen mit Nutzkraftwagen, hinzu kommt eine große Zahl an Schwerverletzten, die ihr Leben lang mit den Unfallfolgen zu kämpfen haben. Um Halter und Fahrer von Nutzkraftwagen für die Thematik „toter Winkel“ zu sensibilisieren, sie zum Handeln zu bewegen sowie schwere Unfälle zu verhindern, wurde jetzt die Initiative www.toter-winkel-spiegel.de ins Leben gerufen, die auf einer neuen Webseite umfassend über das Thema informiert.
Bei den Unfallopfern handelt es sich meist um schwächere Verkehrsteilnehmer wie Radfahrer, Fußgänger, ältere Menschen und vor allem Kinder.
Häufigste Ursache für Unfälle, in die diese Menschen verwickelt sind, ist der als „toter Winkel“ bezeichnete Bereich außerhalb des direkten Sichtfeldes des Fahrers im rechten Außenspiegel.Seit der am 12.12.2006 vom EU-Verkehrsministerrat beschlossenen Richtlinie 2007/38/EG gibt es eine gesetzlich geregelte Verpflichtung zur Nach- bzw. Umrüstung von Weitwinkelspiegeln für alle Nutzfahrzeuge ab 3,5 t zulässigem Gesamtgewicht und einer Erstzulassung ab dem 01.01.2000. Werden Weitwinkelspiegel nicht nachgerüstet, erhalten LKW bei der Hauptuntersuchung (HU) oder Anmeldung keine Zulassungsplakette. Die Nachrüstpflicht für Nutzkraftwagen läuft am 31.03.2009 ab.
Aber natürlich ist das ein Thema. Da möchte ich gleichzeitig noch einmal an die Aktion von Tom aus dem Star-Board Internetforum erinnern.
Er führte mit einigen Kameraden an einem Samstag eine Präventionsveranstaltung für Kinder durch, um auf die Gefahren des toten Winkels hinzuweisen.

Da verursacht ein 35 – jähriger Autofahrer auf der A 44 bei Aachen im Alkoholrausch einen schweren Unfall, bei dem sein Beifahrer ums Leben kommt und was macht der? Er zerrt den leblosen Körper seines gleichaltrigen Beifahrers nach dem Unfall neben das Fahrzeug auf die Autobahn, um vorzutäuschen, dieser habe hinter dem Steuer gesessen.
Diese Aktion wurde aber von einem Lkw – Fahrer beobachtet. Dieser berichtete anschließend der Polizei, wie der eigentliche Unfallverursacher den Leichnam aus dem Auto auf die Fahrbahn gezogen hatte.
Die rechte Wagen-Seite, auf der der unverletzte 35-Jährige angeblich gesessen hatte, war zudem schwer beschädigt. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von 1,8 Promille
Das hätte sich selbst Stephen King nicht besser ausdenken können.
5 KommentareJeder hat Bekannte oder Verwandte, die man schon lange kennt. Man hat selten Kontakt miteinander, jeder lebt sein eigenes Leben, denn damit hat man oftmals genug zu tun.
Dann erreicht einem die Nachricht, dass einer dieser Menschen plötzlich gestorben ist. Man stellt sich viele Fragen, so z.B., warum man nicht engeren Kontakt zu diesem Menschen gesucht hat.
So ergeht es zur Zeit Jo. Er verlor seinen Onkel Söhnke durch einen Verkehrsunfall.
Söhnke fuhr Lkw und geriet auf einer Brücke in Antwerpen vermutlich durch einen geplatzten Reifen ins Schlingern. Er rammte einen Brückenpfeiler und stürzte anschließend mit seinem Lkw von der Brücke ins kalte Wasser.
Es dauerte rund 25 Minuten, bevor er geborgen werden konnte. Die Ärzte versuchten Ihn zu reanimieren, aber die Hilfe kam zu spät.
Jo will Ihn jetzt besuchen, um Abschied zu nehmen – für immer…
PS. Auch auf BigFM gab es einen Nachruf auf Söhnke.
1 KommentarAusgewertet hat es „Men’s Health“, übernommen haben es einige, so z.B. die „Welt“ oder die „Morgenpost“ aus Berlin: Die Liste der gefährlichsten Autostädte in Deutschland.
Auf Platz eins liegt Hannover mit 6,12 Autounfälle mit Personenschaden pro 1 000 Einwohner*, gefolgt von Lübeck, Magdeburg und Osnabrück.
Die hinteren (in diesem Fall bessere) Plätze belegen Leipzig, Erfurt und Duisburg.
Auffallend ist, dass auf den ersten zwanzig Plätzen nur eine Stadt aus dem Osten zu finden ist: Magdeburg auf Platz drei (jetzt bitte keine Scherze über Gustav). Berlin liegt auf Platz 26, Dresden auf Platz 21.
*Die Angaben beziehen sich auf die Anzahl der Autounfälle mit Personenschaden pro 1 000 Einwohner im Jahr 2007
1 KommentarDie Internetpräsenz ist noch im Aufbau, die Ziele kann man aber schon erahnen: Bedürftigen Menschen zu helfen!
Armin Ottenweller kommt aus dem Fränkischen und mußte 1992 seinen Beruf als Lkw – Fahrer wegen eines Wirbelsäulenschadens aufgeben. Trotz unzähliger Untersuchungen wurde sein Leiden nie als Berufskrankheit anerkannt.
Einige Jahre später gründete er einen Hilfsfonds für verunglückte Brummifahrer.
Auslößer war der tödliche Unfall eines Lkw – Fahrers in der Nähe von Frankfurt. Dieser hinterliess eine Frau und drei Kinder, sowie erhebliche Schulden wegen eines Hausbaus. Keine Versicherung oder Behörde half den Hinterbliebenen in nennenswertem Umfang.
Nachdem es in den vergangenen Jahren um die Hilfsorganisation ruhig geworden ist, will Ottenweller den Verein heute wieder beleben, weil Ihm immer mehr Menschen aufgefallen waren, die Hilfe benötigen.
Unter anderen plant er diesmal, auch eine Art Beratungsstelle einzurichten, in der sich vornehmlich Brummi-Fahrer rechtliche Tipps und Hilfe holen können.
Doch nicht nur Lkw – Fahrer sollen Hilfe bekommen, sondern auch andere bedürftige Menschen.
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