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Ersatzteile für USA-Autos finden – das sollten Sie beachten

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Für viele Lkw-Fahrer ist der Besitz eines US-amerikanischen Fahrzeugs mehr als nur ein Hobby – es ist eine Leidenschaft. Ob Sie nun täglich auf den Straßen Europas unterwegs sind oder sich auf ein großes Abenteuer über den Atlantik begeben, die Wartung Ihres amerikanischen Fahrzeugs ist entscheidend. …

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Tschüssi DAFne

Nach fast auf die Woche genau sechs Jahre DAF hat auch diese Episode ein Ende. Ab demnächst, also nach meinem Urlaub, werde ich wieder mit einem Scania unterwegs sein.

Letzten Freitag ausgeräumt, ist immer wieder wie ein kleiner Umzug. Das Teil noch gewaschen, jetzt steht der da, eigentlich so gut wie neu. Also von dem Hagelschlag oben rechts und der ein oder anderen Blessur mal abgesehen.
Links an der Seitenverkleidung hat sich mal ein Staplerfahrer verschätzt, da ist ein bissel Farbe abgeplatzt, und joa, der Fernscheinwerfer oben rechts. Konnte ich aber nix für.

DAF wollte knapp zwölfhundert Euro für ein neues Licht, ein Ersatzteilhändler die Hälfte. Tja nun, da hat sich die Frage, wer den Umsatz macht, erübrigt.

ein blauer lkw daf xf mit 530 ps
Ein letztes Foto. Tschüssi Dafne.

Was aus dem DAF wird, keine Ahnung. Ich wäre gern weiter mit gefahren, war schon zufrieden. Aber Paccar Leasing wollte ihn zurück. Unbedingt.
Vielleicht hatten die Angst, in nen halben oder einem Jahr noch weniger im Weiterverkauf zu bekommen. Keine Ahnung.

Jetzt wieder Scania. Wird nen 540er, allerdings keine neue Zugmaschine. Den fuhr mal ein Kühlerfahrer hier in der Firma.
Der hat aufgehört, seit dem wurde der ab und an mal im Nahverkehr bewegt. Sonst stand der oft rum.

Nun also ich. Hab mir das Teil noch nicht wirklich angeschaut. Mach ich in drei knapp zweieinhalb Wochen. Dann werde ich berichten.

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WmDedgT 5.9.24

Danke für die gestrige nette Erinnerung von Daniela per Mail. Denn ich hätte es doch glatt vergessen. Aber hier ist der „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“, oder kurz „WmDedgT“ Beitrag für diesen Monat. Initiiert übrigens von „Gut gebrüllt„.

04.40 Uhr, der Wecker klingelt. Nach einem „Fuck“ und „ach leckt mich„, muss ich kurz überlegen, wo ich eigentlich stehe.
Ach ja, am Irschenberg. Liegt vielleicht daran, dass ich eher semi-gut geschlafen hab. Bei irgendeinem Auto in der Nähe ging in der Nacht zweimal die Alarmanlage an und zwischendurch unterhielten sich irgendwelche Leute laut am Lkw. Womöglich Busreisende. Keine Ahnung.
Hat aber alles gereicht, um jedes Mal aufzuwachen. Na ja, erstmal aus der Koje quälen, fix anziehen, Tacho auf Arbeitszeit stellen, Motor an und ne Runde um den Lkw gehen.

Plane ganz, in den Reifen ist noch Luft, Beleuchtung funktioniert, Tankdeckel zu, an der Sattelkupplung hat sich auch niemand vergangen. Abfahrtskontrolle im Schnelldurchgang.

04.53 Uhr, drei Minuten gefahren. Erste Pause. Denn unterhalb vom eigentlichen Rasthof gibt es noch eine Tankstelle. Früher ne OMV, heute Agip.
Auch da kann man parken, mach ich auch ab und an. Kostet zwar, abzüglich Verzehrbon, sechs Euro, aber ist, wenn auf der Rastanlage schon alles belegt ist, eine gute Alternative. Selbst für einen Geizhals wie mich.

Dort pieseln, waschen, Zähne putzen. Und noch eine Butterbrezel kaufen für unterwegs.

05.10 Uhr, los geht’s.

05.45 Uhr, viel Verkehr auf der Ostumfahrung München. Denke mir so „München ist doch eigentlich eine Bürostadt. Die pennen doch noch alle. Wo wollen die schon hin?

Gegen acht, A3. In der Baustelle vor Frauenaurach der erste Stau des Tages. Autofahrer die abfahren wollen, fahren bis fast zur Ausfahrt, ziehen nach rechts, wir auf der rechten Spur müssen bremsen, Stillstand.
Vielleicht, wenn die rechts bissel mehr Abstand lassen würden und die links sich früher einordnen, wäre dort kein Stau. Aber was weiß ich, bin kein Stauforscher.

08.43 Uhr, Geiselwind. Zeit fürs zweite Frühstück. Auch wenn der Parkplatz krumm und schief ist und in den Löchern im Asphalt mittlerweile halbe Lkw verschwinden können, für mich noch immer einer der besseren Autohöfe in Deutschland.
Jetzt fix duschen, danach gibts nen Kaffee und aus der dort eigenen Metzgerei zwei belegte Brötchen. Traumjob Trucker.

09.42 Uhr, mein Importdisponent ruft an. Hab in Italien für drei Kunden in Deutschland geladen. Wir beschwatzen kurz, was direkt geht und was bei uns am Lager entladen wird.

10.08 Uhr, ein Kollege meldet sich. Wird wohl ein Gespräch über die kollegiale und politische Weltlage.

10.56 Uhr, alles aus diskutiert. Wir haben die Welt gerettet. Mal wieder.

11.34 Uhr, Anruf von meiner Exportdisponentin. Wir gehen den Plan für morgen durch, klingt alles gut. Ich bin zufrieden.
Traumjob Trucker, sag ich doch.

11.51 Uhr, höre mir nochmal eine Nachbetrachtung zu den Landtagswahlen in Thüringen und Sachsen an. Dieses Mal klärt „WeltOnline“ in einem kurzen Podcast über >>>wer wen warum gewählt hat<<< auf.

Mach mir nebenbei eigene Gedanken. Ich glaube, viele Leute wollen von politischen Parteien und deren Themen nicht mehr so viel wissen. Die haben keine Lust, kaum Interesse, null Nerv mehr darauf. Oder basteln sich ihre eigene Weltanschauung.

Ich geh mal von mir aus, bin jetzt Mitte fünfzig. Hab vielleicht noch zwanzig Jahre, vielleicht auch nur fünfzehn oder zehn. Die verschwende ich nicht an eine Politik und eine Gesellschaft, die dahin kommt, wohin sie driftet. Richtung Niedergang. Nö, will mich nicht jeden Tag aufs neue runter ziehen lassen.

Denn die, die in irgendwelchen Ideologien, egal ob weit links oder tief rechts gefangen sind, sind eh nicht mehr zu erreichen.

15.34 Uhr, in der Firma. Ein bissel Geplauder mit Leuten, die ich kenne. Nebenbei erfahre ich die Rampe, an die ich fahren soll.

16.02 Uhr, genau an der stehe ich nun. Fachkräftemangel auch im Lager, kann also dauern. Quatsche ein bissel mit dem Fahrer, der neben mir steht. Filipino.
Er erzählt mir, dass er zehn Jahre in Dubai gearbeitet hat, jetzt seit drei Jahren für nen Litauer fährt. Das wäre besser als in Dubai. Zumindest hab ich das so verstanden.

Irgendwann nach 17.00 Uhr, ich höre, wie die Rampe auf den Auflieger aufsetzt. Also auf ins Lager, gucken was der Lagermensch so treibt.
Der Sattel soll komplett entladen werden, ein Teil meiner Ladung für nächste Woche ist auch schon da. Geht nach Olbia und Cagliari. Leider fahr ich das nicht aus, sondern lade das bei nen anderen Spediteur in Brescia wieder ab. So geht Logistik.

Den Rest, Ware für nen Kunden bei Mailand, lade ich morgen vormittag direkt. Danach geht’s nach Hause. Juhu.

19.35 Uhr, fertsch mit laden. Waren Bigbags und lange Profile dabei. Heißt viel Gurten. Was ein kack. Von der Dusche am Vormittag merke ich nix mehr.

19.45 Uhr, Feierabend. Fix noch ein bissel frisch machen, danach was essen und diesen Text schreiben. Und dann ab in die Koje. Reicht für heute.

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WmdedgT 5.8.24

Frau Brüllen fragt stets am 5. eines Monats, was an diesem Tag so passiert. Das nennt sich „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“ – oder abgekürzt „#WMDEDGT„.
Ich mache da heute zum ersten Mal mit, vielleicht wird es ja zur Gewohnheit. Zumindest dann, wenn ich dran denke.

00.01 Uhr Seit zwei Stunden unterwegs. Das „Nacht fahren“ ist angenehm, besonders jetzt zur Ferienzeit. Kaum Urlauber unterwegs, ich komme vorwärts.
Und müde werde ich erst, wenn ich gegen zwei Feierabend mache.

01.50 Uhr Feierabend zwischen Nürnberg und München. Es rollte wirklich gut. Jetzt noch ne schnelle Wäsche am Kanister, fix Zähne putzen und ab in die Koje. Den Wecker im Handy stelle ich auf zehn Uhr.

Kurz nach neun Ich werde munter, weil draußen irgendeine Reisegruppe lärmt. Egal, döse noch ein bissel.

Kurz vor zehn Ein menschliches Bedürfnis quält. Ich krabbel aus der Koje, zieh mich an und eile zum Parkplatzklo. Es stinkt da drin wie Ulle, fürs kleine Geschäft reicht es aber.
Danach wieder Kanisterwäsche am Lkw und noch ein wenig mit einem Kollegen quatschen.

10.50 Uhr Es wird Zeit, den Tacho auf Arbeitszeit zu stellen. Motor anlassen, zehn Minuten Abfahrtskontrolle.

11.00 Uhr Abfahrt. Es ist viel Verkehr auf der Autobahn. Wenig Lkw, dafür mehr Urlauber. Echt unglaublich, wer und was alles Richtung Süden fährt.

12.10 Uhr Erster Stau vor Neufahrn. Google Maps sagt zwanzig Minuten Zeitverzögerung. Ich fahr Richtung Flughafen und dann über die B301 zur Ostumfahrung München.
Aber kaum auf der Autobahn der nächste Stau.

12.50 Uhr Vor München-Süd wieder Stillstand. Das Lkw-Navi empfiehlt über Landstraßen zu fahren. Nur machen das viele andere auch. Dementsprechend denke ich, auf der Autobahn zu bleiben, wäre intelligenter gewesen.
Aber egal. So lernte ich Dörfer wie Dürrnhaar, Aying, Göggenhofen oder Feldkirchen-Westerham kennen.

13.40 Uhr Wieder auf der Autobahn. Und wieder Stau. Bis zum Inntaldreieck ist die nächste viertel Stunde vergeudet.

14.30 Uhr Tankstopp in Kufstein. Das ist zwar Arbeitszeit, ich betrüge mich aber mal selbst.

15.35 Uhr Halbe Stunde Pause kurz vor Innsbruck. Bisher lief der Tag so eher semi bescheiden.

16.10 Uhr Der nächste Stau, jetzt vor der Mautstation bei Schönberg. Bis ich da durch bin, sind wieder fünfzehn Minuten weg.

17.00 Uhr Nochmal ein Stopp an der Autobahn-Tankstelle bei Gries am Brenner, um fix zu duschen. Nach zwanzig Minuten geht’s weiter.

17.30 Uhr Am Brenner ist eine Spur gesperrt. Und? Logo, nächster Stau.

20.20 Uhr Feierabend an der SS11 bei Sirmione. Ein reiner Fahrtag, trotzdem bin ich geschlaucht. Dieser viele Verkehr, der ständige Stillstand, dass mühselige vorankommen, ja, es nervt.
Jetzt noch eine Kleinigkeit essen, anschließend Kanisterwäsche, diesen Beitrag schreiben und ab in die Koje…

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Schlaue Zitate

Es ist eine Hommage an die Leute, die für uns unterwegs sind. Ohne die würde nichts funktionieren. Kein Unternehmen könnte arbeiten, wir würden keine Lebensmittel in der Menge Just in Time haben können.

Die Lastwagenfahrer werden als solche gesehen, die die Toiletten dreckig machen, die sich nicht benehmen können. Was ich aber überhaupt nicht unterstreichen kann.
Und die Lastwagenfahrer haben mir eben auch erzählt, sie werden beschimpft von den Touristen. Unter diesen Bedingungen würde niemand arbeiten von uns, mit so einer Feindschaft.

Die Fotokünstlerin Simone Demandt in einen Gespräch mit „SWR Kultur“ über Ihre Ausstellung „Movers“ in der Kunsthalle Göppingen

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Zwei Kaffee zum Preis von einem

Letzte Woche in einem Bäckerladen mit angebauten Ladenlokal. Die Preise dort sind arg hoch, trotzdem ist es da immer ziemlich voll.
Ältere Leute treffen sich da zum Kaffeeklatsch, durchfahrende Außendienstler, Handwerker oder Lkw-Fahrer wie ich halten da kurz, um ein bissel was für unterwegs einzukaufen und mitzunehmen.

Ich bestellte einen großen Kaffee. Die Bedienung machte den fertig und will den Plastikdeckel auf den Becher drücken.
Ich sagte: „Nee, alles gut. Das mache ich lieber selber„. Mag es halt nicht, wenn fremde Leute etwas anfassen, was ich kurz darauf an meinen Mund nehme.

So versuchte ich also, den Deckel auf den Becher zu würgen. Irgendwie klappte das aber nicht. Vorne gedrückt, hinten gepresst, mit beiden Händen nach unten gequetscht. Alles umsonst. Der Verschluss wollte nicht auf das Gefäß.

Dann, oh Hilf, knickte der Becherrand oben um, da hab ich wohl ein bissel zu sehr gedrückt, und im selben Augenblick fällt der Becher um. Die ganze Kaffeebrühe floss einmal quer über den Tresen.
Toll, da stand ich da ohne Kaffee. Die Leute guckten mich alle an, war mir schon ein wenig peinlich.

Sagte die Bedienung: „Aber das macht doch nichts. Das ist schon anderen passiert. Ich mache Ihnen schnell einen neuen Kaffee. Den müssen Sie auch nicht bezahlen„.
Dann schaut die so über mein Missgeschick: „Das ist ja auch der falsche Deckel. Sie brauchen einen größeren„. Ich: „Keine Ahnung. Den hab ich eben von Ihnen bekommen„.

Sie machte mir also einen neuen Kaffee und fragte, ob sie den Deckel nicht lieber selbst drauf machen soll. Ich so, „Joa. Besser ist das„.

Ja. Meine Erlebnis in einem Bäckerladen. Vor allen Leuten klatschte mir ein voller Becher um und der Inhalt floss einmal quer übern Tresen.
Aber na ja, kann passieren. Und auch wenn ich dort ab und an halte, aber mich kennt da eh niemand.

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Es gibt ja nicht schon genug Stau

Heute Vormittag auf der A3 bei Höchstadt. In einer Baustelle wie es sie überall gibt, säbelte ein Wohnmobil von nen Lkw den linken Spiegel ab. Passiert öfter wie man denkt.
Ich versteh eh nicht, weshalb sich Reisemobilisten selbst auf engsten Spuren an einen Lastwagen vorbei quälen müssen. Denn die haben doch eigentlich Urlaub, was hetzt solche Leute?

Also. Lkw steht rechts, Wohnmobil steht links, die beiden Fahrer davor und diskutieren. Und dahinter etliche Kilometer Stau. Kann man sich nicht ausdenken.

Wieso machen die keine Fotos, merken sich den ungefähren Standort und fahren dann weiter? Stellen sich in die nächste Pannenbucht, diskutieren das da aus und rufen von dort die Polizei?
Klar, könnte mir eigentlich egal sein, war in der Gegenrichtung unterwegs. Aber man macht sich halt so seine Gedanken.

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