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TruckOnline.de Posts

Ach nee

Kenne ich diese Meldung nicht schon?

Motorstörung Scania

Jep. Vor ungefähr acht Wochen leuchtete diese Warnung schon mal. Bei der kurz darauf folgenden Inspektion wurde der Fehler behoben. Was es genau war, erzählte mir zwar mein Chef. Nur habe ich es vergessen.

Nun muss der Hobel demnächst wieder in die Werkstatt. Und das bei nicht mal gefahrenen hunderttausend Kilometern. Das läuft zwar noch über Garantie, trotzdem ist es ärgerlich. Erst mal brauche ich etwas Zeit dafür und dann darf ich wieder alles fest verstauen, da die Hütte gekippt werden muss. Ich kann mir wirklich schöneres vorstellen.

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Nix von Bedeutung

Aber es fällt halt auf: Unsere Firmenstammtankstelle hat neue Zapfsäulen bekommen. Nur laut sind die Dinger, klingen wie eine alte Baumaschiene. Aber direkte Anwohner gibt es dort eh nicht.
Bevor jetzt einer nach dem Nachlass fragt, den mein Chef dort bekommt: Ich habe keine Ahnung. Meine Aufgabe ist es dort zu tanken. Und dann fix weiter zu fahren.

Wenn ich nach Nord- oder Mittelitalien fahre, reicht der Diesel für eine Woche. Eng wird es, wenn ich noch weiter runter darf. Dann muß ich unterwegs ein wenig zutanken. Dafür habe ich eine UTA – Karte. Aber das kommt mittlerweile recht selten vor.

Neue Zapfsaule

CEMO Tankstationen

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Ein Vertrag Made in Sachsen

Hier mal einige Auszüge aus dem Arbeitsvertrag einer sächsischen Transportfirma:

Saechsischer Arbeitsvertrag

Saechsischer Arbeitsvertrag

Die Fahrer bekommen also seit dem 1. Januar diesen Jahres 1 600 Euro Brutto. Was haben die bis Dezember verdient? Aber es ist vielleicht besser, wenn es keiner erfährt. Laut diesem Vertrag erstreckt sich deren Arbeitsbereich nicht nur auf den Nahverkehr. Obwohl, selbst dafür ist dieser Lohn ein Witz.

Saechsischer Arbeitsvertrag

In den Anlagen zum Arbeitsvertrag finden sich auch Anmerkungen zur Arbeits- und Bereitschaftszeit. Steht ein Fahrer dieser Firma z.B. im Stau, dann ist das keine Arbeitszeit. Oder muss er stundenlang vor der Schweizer Grenze warten, bis er endlich den Zollhof erreicht, um die Grenzabfertigungen durchzuführen, gilt das ebenso als Bereitschaft. All das wird nicht bezahlt:

Anlage zum Arbeitsvertrag

Wer den kompletten Vertrag lesen möchte, kann das gerne tun. Ich habe den mal hoch geladen. Dabei sind auch Anmerkungen an den Arbeitgeber von dessen Rechtsanwalt. Namen und Firma wurden natürlich unkenntlich gemacht.
Achso. Noch ein kleiner Hinweis. Die pdf-Dateien sind ziemlich groß.

Arbeitsvertrag Teil 1: >>>
Teil 2: >>>
Teil 3: >>>

Dienstanweisung Fahrpersonal: >>>

Hinweis Bereitschaft: >>>

Hinweis für Arbeitgeber: >>>

Nachtrag: Im Dezember habe ich über die SVG – Seminare zum Thema Mindestlohn geschrieben. Wie Arbeitgeber genau das umzusetzen versuchen, schrieb mir vorhin ein Leser auf Antwort auf diesen Beitrag:

Arbeite bei einer Spedition aus Sachsen. Habe einen Arbeitsvertrag von 2000 Euro brutto, plus Zulagen und Spesen.

Meine Chefin kam auf die Idee, mir seit dem 1. Januar für die 208 erlaubten Arbeitsstunden 8,50 Euro Stundenlohn zuzahlen und für die Stunden die darüber hinaus gehen nur 5 Euro/Std. zuzahlen. Also weniger als zuvor.
Das Problem ist, das die SVG auf diese hirnrissige Idee kam. Meine Chefin fiel plötzlich ein, das wir ja nur 208 Stunden im Monat Arbeiten dürfen (laut Arbeitsschutzgesetz) und die restliche Zeit als Bereitschaftszeit in den Abrechnungsbüchern auftaucht.

Habe mich aber erfolgreich gegen den neuen Arbeitsvertrag gewehrt, so das mein Gehalt vom letzten Jahr bestehen bleibt. Das Problem ist aber, das in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen es derzeit keinen gültigen Tarifvertrag gibt und das wir Kraftfahrer von den Gewerkschaften alleine gelassen werden. Also führt man hier alleine einen Krieg gegen diese Berechnungen und diese Arbeitgeber.

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Fakt ist…

Grad gelesen: Jeder 6. Lkw-Fahrer macht in fünf Arbeitsjahren Erfahrungen mit Verbrechen. Gut das ich nur nach Italien fahre. Da schützt mich die Mafia.

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Die – fast – unendliche Geschichte

Vor knapp drei Wochen gab es hier einen Bericht über die Situation im baltischen Transportsektor. Über ähnliche Zustände habe ich vorhin auf der Website des Zeitungsverlag Waiblingen gelesen.

Da wurde Ende Januar irgendwo im schwäbischen ein im Ausland zugelassener Zwölftonner von der Polizei kontrolliert und wegen erheblicher Mängel still gelegt. Durch einen technischen Gutachter wurden gravierende Schäden an den Bremsen und der Lenkung fest gestellt. Außerdem war er höher als erlaubt. Desweiteren liefen Kraftstoff und Motoröl aus und verschmutzten die Straßen.
Da Fahrer und Firma im Ausland ansässig waren, musste zur Sicherung der zu erwartenden Geldbuße eine Bargeldsicherheit hinterlegt werden. Diese betrug 1 600 Euro.

Wie in solchen Fällen üblich, beschloss die Firma, den schadhaften Lkw in der Heimat reparieren zu lassen. Ist halt billiger. Dazu sollte dieser Laster in Lorch von einem anderen Lkw abgeholt werden.
Bei der Kontrolle diesen zweiten Lastzugs stellte die Polizei fest, dass das Gespann länger als erlaubt war und dafür keine Ausnahmegenehmigung vorlag. Desweiteren wurde der digitale Fahrtenschreiber vom Fahrer nicht richtig betrieben. Diese Verstöße führten zu einer weiteren Sicherheitsleistung von rund 1 000 Euro. Der ursprünglich kontrollierte Lkw durfte nicht mitgenommen werden.
Also beauftragte die Firma ein anderes Transportunternehmen mit der Abholung.

Doch auch Lkw Nummer drei durfte Lkw Nummer eins nicht mitnehmen. Denn auch an diesem stellte die Polizei erhebliche Mängel fest. Der Fahrer, 62 Jahre alt, besaß keine gültige Fahrerlaubnis. Am mitgeführten Sattelschlepper stellte ein Gutachter mangelhafte Bremsen fest. Ausserdem beanstandete er den Zustand mehrerer Reifen, sowie der Beleuchtung. Stoßdämpfer waren beschädigt oder fehlten ganz und Schweißarbeiten wurden unsachgemäß ausgeführt.
Der Auflieger wurde stillgelegt. Somit standen nun zwei Fahrzeuge auf dem Verwahrplatz. Die Sicherheitsleistung betrug in diesem Fall 2 900 Euro.

Auch Lkw Nummer vier durfte weder Lkw Nummer eins, noch Lkw Nummer drei verladen. Der Grund waren auch hier erhebliche Mängel. Also kam Lkw Nummer fünf. Erst dieser konnte letzten Freitag die Mängelliste durch brechen.
Damit war auch die Odyssee für den 62-jährigen Fahrer von Lkw Nummer drei beendet. Dieser campierte mehr als eine Woche bei seinem Fahrzeug. Ihm fehlte Geld für Essen und Sprit für die Standheizung. Die Polizei vereinbarte einen Termin beim Sozialamt, um dem Mann eine Überbrückung zu organisieren. Etwas Diesel wurde ihm von einer Werkstatt spendiert.

Mehr als zwei Wochen nach der ersten Kontrolle durften sich alle festgesetzten Fahrzeuge wieder auf den Weg Richtung Heimat machen. Bis auf Lkw Nummer eins. Also diesen 12-tonner. Der wurde nun doch in einer deutschen Werkstatt repariert.
Für die insgesamt 7 602 Euro Sicherheitsleistung und die ganzen übrigen Kosten hätte der Halter auch einen guten gebrauchten 12-tonner bekommen. Tja, selber Schuld.

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Fundstücke Teil XCI

Das erste Ziel einer Invasion der „Brigade Ost“? Städte im Westen in ein Verkehrschaos zu stürzen:

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Aber sowas von

Letzten November vier Wochen Urlaub genossen. Dann nach drei Wochen Arbeit, wieder zwei Wochen Urlaub. Danach vier Wochen Arbeit und jetzt wieder eine Woche frei. An diesen Rhythmus könnte ich mich gewöhnen.

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