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Kategorie: Unterwegs

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Teo schickte mir folgenden Hinweis:

Hier ein 30 Minüter vom SWR zur Truckporduktion von Mercedes…gut!

SWR – Mediathek

Danke für den Hinweis. Interessant ist der Unterschied in der Herstellung zwischen Lkw und Unimog. Während beim ersteren der Mensch kaum eine Rolle spielt und vieles automatisch abläuft, ist bei der Konstruktion des Unimog Handarbeit angesagt.

Und gleich noch ein Tipp – diesmal von Ludger:

www.2m40.com ein Blog aus Paris, der sich eigentlich nur mit einem Thema beschäftigt: was passiert, wenn ein LKW mit über 2,40m Höhe eine Brücke zu passieren versucht, die nur 2,40 m hoch ist… Und warum passiert das immer wieder?

Schöne Grüße und allzeit gute Fahrt!

Warum so etwas passiert? Ich weiss es nicht! Vielleicht zu sehr auf’s Navigationsgerät verlassen oder einfach nicht geschnallt, dass das Fahrzeug, welches man gerade bewegt, höher als die auf einen zukommende Brücke ist. Das soll ja häufig bei Mietfahrzeugen der Fall sein.

Aber auch gestandene Lkw – Fahrer ignorieren häufig Höhenangaben. In Köln gab es diese sogenannte Idiotenbrücke. Selbst durch frühzeitige und deutliche Ausschilderung krachten dort Lkw regelmäßig gegen dieses Bauwerk.

Gründe dafür sind wohl häufig Unkonzentriertheit oder Ablenkung am Steuer. Eine andere Erklärung habe ich dafür auch nicht.

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Durchleuchtung

Dienstagfrüh, kurz nach fünf. Noch leicht tranig werde ich auf dem Zollhof Weil/Basel mit dem Lkw durch die dortige Scanner- oder Röntgenanlage geschickt. Nach einigen Hinweisen eines schweizer Zöllners – warten auf grün, langsam fahren, nur der Auflieger wird gescannt – darf ich das Teil passieren.

Roentgenanlage GZA Weil/Basel

Nach Gesprächen war mir um diese Zeit nicht zumute. Obwohl es mich schon interessiert hätte, weshalb diese Anlage in Richtung Süden in Betrieb ist. Bei Fahrzeugen, die Richtung Norden fahren, wäre diese Maßnahme sicher angebrachter.

Aber vielleicht sucht man auch keine Menschen, sondern allgemeine Schmuggelware. Keine Ahnung, ob man mit diesem Teil kleine verdächtige Päckchen inmitten sonstiger Ware entdecken kann.

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Angenehm bis warm

Dieser Mai ist mein neuer Sommer – mitten in der Nacht noch fast zwanzig Grad. Und ja, mir gefällt es. Auch wenn jemand irgendwo in nicht allzu weiter Entfernung seinen Motor laufen lässt. Wohl doch zu warm für einige.

Viel zu warm im Mai

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Invasion der Killermoskitos

So. Ich bin wieder im Lande. Hier kann man wenigstens noch die Fenster offen lassen, ohne das gleich eine Armada blutrünstiger Killermoskitos das innere des Lkw bevölkert.
Gestern Abend – auf einer Raststätte zwischen Mailand und Turin – sah das anders aus: Nach gerade einmal fünf Minuten wimmelte es im Führerhaus von Stechmücken. Leider habe ich nicht alle erwischt. Zwei oder drei haben meinen Feldzug überlebt und gingen Ihrerseits im Lauf der Nacht zum Angriff über. Elende Mistgeburten!

Jetzt wird es nochmal eklig: Zwei der getöteten Insekten hinterliesen kleine, aber durchaus sichtbare Blutspuren. Hat jemand einen Tipp, wie man diese Flecken entfernt?

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Es geht langsam… durch die Schweiz

Freitagnachmittag. Erst vor dem Gotthardtunnel wegen des Osterrückreiseverkehrs drei Stunden im Stau gestanden und fünfzig Kilometer weiter bei Luzern Polizeikontrolle. Was soll man von solch einem Tag halten?

Stau vor dem Gotthardtunnel

Polizeikontrolle vor Luzern

Die Kontrolle selber lief relativ easy ab. Erst wurde das Gewicht und die Höhe gemessen, dann durfte ich eine Runde um das Polizeigelände fahren. Anschließend wieder auf die Waage, um die Achslasten und den ganzen Rest überprüfen zu lassen.
Zum Rest zählten Dinge wie Fahrzeugpapiere, Führerschein, EU – Bescheinigung und Fahrerkarte. Gefunden wurde nichts. Mit einem „Gute Fahrt“ wurde ich nach rund dreisig Minuten wieder entlassen. Auch nicht schlecht.

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Eine Genehmigung für alles

Piacenza ist eine hässliche Stadt. Wer Berlusconien Italien wirklich kennen lernen will, sollte einen Abstecher dorthin machen. Große Industriebetriebe liegen mitten im Ort und lassen die Häuser noch grauer erscheinen, als diese in diesem Land eh schon sind.

Warum ich das erwähne? Hmm. Keine Ahnung. Passt halt gut als Einstieg für folgendes Ereignis: In eben diesem Piacenza gibt es eine Firma, die ich schon des öfteren beliefern durfte. Die Anfahrt dahin ist einfach – von der Autobahn runter, zwei Kreisverkehre gerade aus überqueren, beim dritten rechts ab und den vierten um 360 Grad umrunden. Muss leider sein, denn dieser Betrieb liegt auf der anderen Seite der Strasse und diese ist in der Mitte mit einer Art Grünstreifen verziert. Etwas Farbe tut auch unserer Stadt gut, meinten wohl die Stadtväter.
Wie auch immer. Zweihundert Meter zurück und man ist da. Zumindest war es bisher so. Gestern jedoch hing ein selbstgemaltes Schild am Tor. Diesem entnahm ich, dass die Firma Ihren Standort gewechselt hat.

Schild an Firma auf italienerisch

Das Navi umprogrammieren ging fix, ebenso die Suche. Keine zwei Kilometer entfernt sollte der neue Sitz der alten Firma sein. Frohen Mutes bewegte ich mich in diese Richtung. Am ersten Kreisel links, am zweiten ebenfalls – noch 400 Meter. Das war es dann aber – ein Schild verbot mir, diese Strasse zu nutzen.
Also wieder zurück und während der Fahrt das Navigationsgerät beauftragt, eine Alternativroute zu suchen. Auch diese war schnell gefunden und kaum weiter, als die herkömmliche Strecke. Erster Kreisverkehr rechts, zweiter geradeaus und dritter wieder rechts. Pustekuchen – wieder Durchfahrtverbot für Lkw.

Nun kam erneut diese Alternativsuchfunktion des Routenplaners ins Spiel. Danach waren es schon knapp sieben Kilometer. Tolle Show. Nach vier Kilometer war aber wieder Endstation. Weshalb könnt Ihr Euch sicher denken.

Jetzt hatte ich die Faxen dicke. Aber richtig. Sagt man doch so. Oder? Ich rief meinen Disponenten an und erteilte mal selber einen Befehl – er sollte den Auftraggeber anrufen, damit der widerum seinen Kunden die Anweisung gibt, mich am alten Standort der Firma abzuholen.
Genau das klappte wunderbar. Kaum angekommen, war bereits mein Vorrausfahrer da. Und was glaubt Ihr, wo der entlang fuhr? Richtig – erster Kreisverkehr links, zweiter ebenfalls. Das Durchfahrtverbot wurde einfach ignoriert. Klar. Ist ja auch Italien.

Natürlich sprach ich Ihn darauf an. Seine Erklärung klang einfach – man hätte eine Genehmigung. In dieser wird Lkw erlaubt, diese Firma auch über eigentlich gesperrte Strassen anzufahren.
Klar. Logo. Das glaube ich aufs Wort. Wer hat diese denn nicht?

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Ro Ro RoLa

Freiburg im Breisgau, auf dem Warteplatz der RoLa. Die Anmeldung habe ich hinter mir – jetzt könnte ich eigentlich einige Meter nach vorne fahren und mich in der eigentlichen Warteschlange anstellen. Das geht aber nicht. Oder besser ausgedrückt: Hier geht nichts mehr. Es wird gefahren bis zum Stillstand.

Irgendwann kommen Bahnmenschen in rosaroten Warnwesten, um das Chaos zu entwirren. Völlig umsonst. Kaum sind die verschwunden, stehen die nächsten im Weg. Frei nach dem Motto: Erst ich, dann der Rest.

RoLa in Freiburg

Irgendwann geht es weiter. Im Zickzack bahne ich mir einen Weg durch geparkte Lkw. Jetzt heißt es wieder warten. Anmeldeschluß für meinen Zug ist 18.35 Uhr. Aber was heißt das hier schon.

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Karfreitag…

…ist Feiertag. Logisch. Zumindest hier in Deutschland. Und wie so oft, wenn solch ein Ereignis nicht auf einen Montag fällt, stehe ich mir auf irgendeinem Rasthof die Beine in den Bauch. Oder in meinem Fall eher die Räder in den Asphalt.
So ist es nun mal. Auch wenn es heute ärgerlich ist – gerade einmal neunzig Minuten von meinem Zuhause entfernt. Aber die Fahrzeit…
Das alte Spiel also.

Früher – vor einigen Jahren – hätte ich das Schaublatt gewechselt und wäre gen Heimat gedüst. Wäre kein Problem gewesen. Sollte ich eine Woche später in eine Kontrolle kommen, würde ich die letzte Tachoscheibe vorzeigen und alles wäre gut gewesen.
Heute jedoch ist das nicht mehr möglich. Auf der Fahrerkarte werden die letzten 28 Arbeitstage gespeichert. Mindestens. Und genau für diesen Zeitpunkt kann man bei Fehltritten bestraft werden. Also hat diese Karte sauber zu bleiben. Auch wenn so manche Pause alles andere als Erholung ist.

Ich stehe auf einem Rasthof an der A7, unterhalb von Kassel. Nicht nur auf der Autobahn ist Kampftag, sondern auch auf der Raststätte. Horden von Ausflüglern bevölkern das Gelände und ergötzen sich an den Spritpreisen. Der Liter Diesel kostet mehr als 1.50 Euro. Getankt wird trotzdem. Na ja, dafür spart man ja auch.

Eigentlich wollte ich heute auspennen. Gestern Abend extra länger wach geblieben. Aber wie es halt so ist – kurz nach neun war ich schon munter. Ich quälte mich aus der Koje, schnappte mir mein Waschzeug und bewegte mich Richtung SaniFair.
Dort gibt es drei Waschbecken. Zwei für Erwachsene und zwischen diesen beiden, eines für Kinder. Dieses wirkt eigentlich wie eine Trennlinie: Rechts ich, in der Mitte niemand und links der Rest. Also die, die nur Ihre Hände waschen wollen. Das dauert gewöhnlich keine zehn Sekunden. Wenn überhaupt.

Nur warum verstehen das nicht alle? Zuerst beugt sich ein alter Mann stöhnend hinab, um sich die Hände an dem tiefer liegenden Waschbecken zu säubern. Kurz darauf erscheint ein vielleicht fünfzigjähriger Ottfried Fischer Verschnitt. Obwohl das linke Becken frei war, benutzte er das Kinderbecken. Seine Pfoten schüttelte er natürlich in meine Richtung. Ein Schwall fetter Wassertropfen ergoss sich über meinen linken Arm. Am liebsten hätte ich seine eklige, dicke Fresse weiter verformt.

Nach reichlich frischen Wasser und Shampoo um den Arm zu desinfizieren, fing ich an, mir die Zähne zu putzen. Aber selbst das hielt den nächsten nicht ab, dass mittlere Becken in Beschlag zu nehmen. Nachdem der mit seinen Händen fertig war, holte er geräuschvoll Luft und beförderte während des Ausatmens etwas helles, schleimiges ins Becken. Mir wurde leicht übel. Er sah mich an und grinste.

Du hast Krebs„, sagte ich zu Ihm. Dabei traf Ihn ein Teil der Zahnpasta aus meinem Mund. Das fand er nun wieder nicht lustig. Egal, denn jetzt grinste ich.
Tja, es ist manchmal komisch, dieses Leben. Aber manchmal hilft es, diverse Sachen einfach raus zulassen. Die anschließende Genugtuung entschädigt für vieles.

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