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Kategorie: Unterwegs

Milliarden gesucht

Für den Erhalt der Straßen müssen jährlich mindestens 7 Milliarden Euro aufgewendet werden, jedoch wird die Lkw-Maut in diesem Jahr nur rund 4,5 Milliarden Euro einbringen. Deshalb denken die Verkehrsminister der Länder bereits darüber nach, die Lkw-Maut auszuweiten.

Dazu wird in den Medien bereits eifrig über eine Pkw-Maut diskutiert, welche die CSU nach wie vor einführen möchte. Weniger Aufmerksamkeit erhält das Thema Lkw-Maut, obwohl es hier schon sehr bald zu großen Änderungen kommen könnte. Vor einigen Wochen trafen sich die Verkehrsminister der Länder zu einer Sondersitzung in Berlin. Die Spitzenpolitiker beratschlagten darüber, wie sie weitere Einnahmen erzielen können und richteten den Fokus der Debatte stark auf die Lkw-Maut.

Einer der Hauptanlässe ist der marode Zustand deutscher Straßen. Besonders das Autobahnnetz bereitet große Schwierigkeiten – ein Umstand, der erstmals allen Ministern bewusst geworden zu sein scheint. Laut dem Trucksblog von Auto Scout 24 scheint nun Klarheit dahingehend zu existieren, dass weitere Maßnahmen zum Straßenerhalt getroffen werden müssen und zugleich akuter Handlungsbedarf besteht.

Politiker sind sich ebenfalls darüber einig, dass es am Geld mangelt. Dementsprechend wurde nach Ideen gesucht, um weitere Einnahmen zu erzielen. Mehrere Politiker und Verkehrsexperten sind der Meinung, mit der LKW-Maut könnten neue Einnahmequellen erschlossen werden. Deswegen wird darüber nachgedacht, die Maut auf weitere bzw. womöglich sogar alle Bundesstraßen auszuweiten und ergänzend auch leichtere Lkw (leichter als 12 Tonnen) mit der Maut zu belegen. Die Ausweitung auf sämtliche Bundesstraßen könnte pro Jahr weitere zwei Milliarden Euro einspielen, über die leichteren Lkw könnte etwa eine weitere Milliarde Euro eingenommen werden.

Gründe, die eine Erweiterung rechtfertigen, lieferten einige Politiker gleich mit. So wird unter anderem die Effizienz von Speditionsbetrieben angezweifelt. Einige Experten meinen, es gäbe noch zu viele Leerfahrten, weshalb Anreize geschaffen werden müssten, bessere Logistiksysteme einzuführen – und höhere Mautgebühren seien genau der richtige Anreiz.

Für dieses Jahr rechnet die Verkehrsinfrastrukturfinanzierungsgesellschaft (VIFG) mit Mauteinnahmen in Höhe von etwa 4,5 Milliarden Euro. Zudem stehen weitere 12 Milliarden Euro zur Verfügung, bei denen es sich um Mautzahlungen aus dem Jahr 2011 handelt.
Diese große Summe kann trotz allem nicht vollständig in den Straßenbau und -erhalt fließen. Für Harmonisierungskosten müssen 549 Millionen Euro wieder abgezogen werden, sowie weitere 652 Millionen Euro für Systemkosten. Unter dem Strich bleiben noch 74 Prozent bzw. 3,3 Milliarden Euro übrig. Diese Gelder sollten folgenermaßen eingesetzt werden: 2,9 Milliarden fließen in die Bundesautobahnen, die restlichen 322 Millionen in Bundesstraßen.

Trotz der stattlichen Einnahmen werden mehr Gelder benötigt, um das Straßennetz zu erhalten. Die Minister gehen davon aus, dass ein Kapitalbedarf an mindestens sieben Milliarden Euro besteht. Selbst mit den drei Milliarden Euro an Mehreinnahmen, die aus einer Erhöhung der Lkw-Maut erzielbar wären, bliebe eine Kostenlücke von mehr als einer Milliarde Euro bestehen.

Angesichts dieser Situation gilt es als wahrscheinlich, dass die Minister nach weiteren Einnahmequellen suchen. An eine Umlage anderer Einnahmen mit Verkehrsbezug wird jedoch nicht gedacht. Dabei spült allein die Mineralölsteuer/Energiesteuer pro Jahr rund 40 Milliarden Euro in die Staatskasse. Diese Gelder werden allerdings anderweitig verbraucht – ebenso wie der Großteil der Einnahmen durch die Kfz-Steuer. Das Problem liegt also nicht bei den Einnahmen, sondern an der bedarfsgerechten Verwendung.

Pkw-Maut ja oder nein? Ein Chatprotokoll zum Nachlesen!

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Einheitsnamen

Im Büro einer Firma bei Piacenza hat man mich gerade Maik Entenmann genannt, obwohl auf der Anmeldung groß und deutlich Maik Erdmann steht.
Nenne ich die jetzt halt alle Luigi.

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Erst suchen, dann warten

Ich stehe gerade auf einer Baustelle in Südtirol. Schon die Anfahrt war ein Krampf. Man sieht das Gelände, weiss aber nicht, wie man da hinkommen soll. Nach einer Stunde Sucherei und Fragerei erklärte mir ein Anwohner, welche Gasse ich befahren muss.
War letztlich eigentlich ganz einfach – wenn man es weiss.

Jetzt gibt es Probleme mit dem einzigen Stapler auf der Baustelle. Kein Diesel im Tank. Gerade ist man auf der Suche nach einigen Litern. Kann sich also nur noch um Stunden handeln.

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Hach wie schön

Der erste Schnee am Brenner. Und ich habe mich gefreut wie ein kleines Kind. Ehrlich, ich fand es cool. Jetzt stehe ich irgendwo bei München und hier ist wieder alles grau. Selbst einige beleuchtete Buchstaben, die den Namen der Tankstelle anzeigen, flackern nur müde in die Nacht.

Der erste Schnee

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Staukoller

Vor vier Monaten bekam mein Auflieger auf der linken Seite eine neue Plane. Grund war ein langer Riss, den der Fahrer einer nordhessischen Spedition beim Rangieren mit seinem Lkw verursacht hatte.
Gestern Nachmittag blieb der nächste hängen und das vollig unnötig.

Stau auf der A3 bei Aschaffenburg. Ich stand auf der rechten Spur, links neben mir ein Lkw aus Unterfranken. Ob es dessen Fahrer plötzlich öde wurde oder ein Geistesblitz in seinem Kopf einschlug? Keine Ahnung!
Plötzlich zog er nach rechts, ich wich etwas auf den Standstreifen aus. Wo sollte ich auch sonst hin, kann mich ja nicht in Luft auflösen. Was folgte, war ein kurzes Wortgefecht zwischen uns beiden, welches seinen Abschluss mit einem Foto von mir fand, welches er mit seinem Handy machte.
Ich habe keine Ahnung, was diese neuartigen Spielchen sollen. Respekt verschafft man sich dadurch eher nicht.

Aber nun gut. Plötzlich zog er wieder auf seine Spur, übersah dabei aber, dass seine Zugmaschine zu nah an meinem Auflieger war. Das Heck schwenkte aus und krachte gegen meinen Sattel. Den Rest kann sich jeder denken.
Dummerweise begann der Stau sich langsam aufzulösen. Während ich auf den Standstreifen fuhr, um mir den Schaden anzuschauen, gab der andere Gas. Und war weg. Blöd für Ihn, dass der Name der Firma für die der fuhr, groß auf der Plane stand.

Staukoller

Das anschließende Telefonat mit dessen Vorgesetzten verlief erfreulich. Habe ich auch nicht anders erwartet. Mein Arbeitgeber soll sich bei denen melden, dann wird alles geregelt. So wurde mir das zumindest erzählt. Da ich ja noch immer der Meinung bin, unter mittelständischen Transporteuren zählt so ein Satz, glaube ich das auch erst mal.

Klar, ich hätte auch die Polizei rufen können. Fahrerflucht und so. Aber der hatte vielleicht nur einen schlechten Tag. Hoffe ich zumindest. Sollte dessen Firma wider erwarten doch noch Probleme machen, erfahrt Ihr das natürlich.

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Fundstücke Teil LXXVI

Auch wer Hunger hat, sollte seinem Navi nicht blind vertrauen. Kleiner Tipp: Stellt den Ton vorher leiser. Für die Teens im Auto ist dieses Ereignis der Hit des Jahres:

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Tragisch

In den frühen Morgenstunden hatte es nahe Magdeburg einen schweren Unfall mit mehreren Lastwagen gegeben. In der Nähe von Lostau blieb zunächst ein Lkw auf einer Brücke liegen. Kurz danach raste ein zweiter Lkw in das Fahrzeug, durchbrach die Leitplanke und stürzte in die Tiefe. Der Fahrer kam dabei ums Leben.

Quelle: MDR

Am Nachmittag bin ich von der A 14 kommend am Kreuz Magdeburg auf die A 2 Richtung Hannover gefahren. Dort war ausreichender Abstand zwischen vielen Lkw ein Fremdwort und überholt wurde trotz eines zeitweiligen Verbots ohne Ende – und das, obwohl viele der Kollegen gerade an der Unfallstelle auf der Gegenspur vorbei gefahren sind. Das ist schon irgendwie unglaublich.

Was ich nicht verstehe. Das Gegenstück zur deutschen A 2 ist die italienische A 4 von Triest über Venedig und Mailand nach Turin. Auch da sind viele Osteuropäer unterwegs. Nur läuft es dort wesentlich besser. Vielleicht wirken höhere Strafen doch erziehend oder abschreckend.

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Neue Route

Vor einigen Wochen brachte mich ein Kollege auf die Idee, statt über Basel und dem Gotthardtunnel, via Bregenz und San Bernardino Richtung Mailand zu fahren. Der Umweg vom Startort in Mittelhessen würde nur knapp fünfzig Kilometer betragen. Zudem vermeidet man den Dauerstau am Zoll vor Basel, sowie die Zwangshalte im Schwerverkehrszentrum Erstfeld, sowie bei Biasca.

Diese Woche habe ich diese Strecke zum zweiten Mal befahren und ich bin positiv überrascht. Die Ausstellung des T2 am Zollhof in Wolfurt geht fix vonstatten, die Einreise in die Schweiz noch schneller. Gut, im Winter werde ich wohl meine altbekannte Strecke bevorzugen.

Wer mich aber bis dahin in Basel vermissen sollte, findet mich im Osten der Schweiz.

San Berdardino

Gotthardtunnel
Schwerverkehrszentrum Erstfeld
San Bernardino

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