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Kategorie: Unterwegs

Exotische Kennzeichen

Heute ein Export-Kennzeichen aus Griechenland. Diese zeigen in grüner Schrift einen Buchstaben, vier Ziffern und die Angabe der Gültigkeit am rechten Rand. Hier eben 12/22.
Passt auch, denn fotografiert habe ich das Mitte Dezember in Südtirol.

export überführungs kennzeichen aus griechenland
Überführt aus Griechenland

Griechenland selbst kennt jeder. Es ist ein Staat in Südosteuropa, der Tausende Inseln im Ägäischen und Ionischen Meer umfasst. Aufgrund seiner einflussreichen Rolle in der Antike wird Griechenland oft als Wiege der westlichen Zivilisation bezeichnet. Das Land hat knapp zehneinhalb Millionen Einwohner.

Nachbarländer sind Albanien, Nordmazedonien, Bulgarien und die Türkei. Griechenland ist eine parlamentarische Republik mit präsidialen Elementen. Die Hauptstadt des Landes ist Athen.
Weitere bedeutende große Städte sind Thessaloniki, Patras und Piräus.

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Frauen am Steuer

Eine unterhaltsame Doku aus der Schweiz. Und wirkt so gar nicht, wie die „Trucker Babes„. Trotz leicht bekleideter Fahrerinnen, aber eben ohne „Scheiße“ oder andere abwertende Wörter zu blöken und anderen reißerisches Getöse.

Überhaupt nicht. Sondern eher gegenteilig. So kommt die ganze Kalamität, der Frauen grad im Güterfernverkehr ausgesetzt sein können, in der Reportage gut zur Sprache:

Es gibt viele Rasthöfe, wo es einfach komische Ecken gibt. Wo viele komische Leute auf einem Haufen sind. Oder auch einzelne, wo man merkt, dass einem jetzt nicht so wohl ist.
Man muss die Augen immer offen halten und vorsichtig sein.

Es gab schon beklemmende Momente. Da konnte ich mich aber anderen anschliessen. Es ist wichtig, nicht allein zu sein.
Es ist natürlich anders, wenn du um drei Uhr morgens auf Toilette musst. Da überlegt man schon zweimal, ob man es macht.

Janina Martig (Unternehmerin aus der Schweiz)

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Eine gute Tat

Es kommt ja mittlerweile selten vor, dass ich erst Samstags nach Hause komme. Aber wenn es doch mal passiert, überwinde ich meine Faulheit und Knauserei Sparsamkeit und hole mir, statt selbst eine Tasse zu kochen, unterwegs einen Kaffee. Also das, was ich sonst eigentlich nie mache. Ist mir halt zu blöd, vier, fünf Euro für einen Becher Filterkaffee hinblättern zu müssen.

Letzten Samstag war es mal soweit. Ich kurz auf einem dieser Maxi-Autohöfe angehalten, um ein heißes Getränk zu kaufen. Plötzlich kommt ein anderer Fahrer, keine Ahnung aus welchen Land: Polen, Rumänien, Ungarn? Ich weiß es nicht.
Auf jeden Fall stand der da über Nacht, hat seine zwanzig Euro Parkgebühr bezahlt. Den anhängenden 10-Euro Gutschein wollte er im Tankstellenshop für ein Frühstück einlösen. Also Kaffee, Bockwurst oder so.

Sagt der Mann an der Kasse: „Tut mir leid, aber das darf ich nicht. Der Gutschein gilt nur im Restaurant.“ Antwortet der Fahrer im gebrochenen Deutsch: „Ok., dann gehe ich ins Restaurant.“ Dann der Tankwart: „Das macht aber erst um zwölf Uhr auf.“

Tja. Nun stand der Kollege da mit seinem Gutschein. Der wollte weiter fahren, konnte nicht warten.

Da sagt der Kassierer noch: „Tut mir wirklich leid, aber ich darf den Gutschein hier vorn nicht einlösen. Aber ich gebe Dir zumindest einen Kaffee aus meiner Tasche aus.“
Hat der Kassierer also das Getränk bezahlt. Fand ich so nett, dass ich auch noch einen Euro locker gemacht habe. Weil tut mir ja nicht weh.

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Unterwegs…

…auf der A 93 zwischen Kiefersfelden und dem Inntaldreieck:

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Eigentlich gibt es nix interessantes zu sehen. Also bis auf dieses dämliche Überholmanöver bei Minute 6.40. Dieses in den Sicherheitsabstand rein ziehen, nervt mich. Entweder man überholt richtig, oder bleibt halt dahinter.

Na ja, habe die Kamera eigentlich auch nur mitlaufen lassen, um mal den Rückstau einer Blockabfertigung vor der Tiroler Grenze bei Kufstein zu zeigen.
Hier, am 27. Oktober, immerhin stolze knapp vierzig Kilometer lang.

Über den Sinn oder Unsinn dieser Maßnahme will ich hier und jetzt nix groß schreiben. Erst recht nicht an einem Sonntag.

Nur so viel: Ein bissel verstehe ich die Tiroler schon, die sich an Tagen mit hohen Verkehrsaufkommen, wie nach Fahrverboten durch Feiertage, gegen zu viel Verkehr zu schützen versuchen.
Nur trifft diese Aktion die falschen. Denn was können meine Kollegen und ich dafür, wenn seit Jahren der Schwerlastverkehr auf der Straße immer weiter zunimmt, weil die Schiene kaputt gespart und immer mehr zurück gebaut wurde?
Oder viele Firmen den Lkw als Lager quasi missbrauchen? Denn das spart ja Kosten. Oder der Onlinehandel immer weiter wächst und wächst und wächst? Oder Schienenverkehrsunternehmen zu langsam und unflexibel sind?

Genau. Nämlich nix. Selbst der Nordzulauf zum zukünftigen Brennerbasistunnel wurde und wird auf bayerischer Seite seit Ewigkeiten boykottiert. Denn Gleise will auch keiner vor seinem Einfamilienhäuschen haben.
Tja. Nur ausbaden müssen dieses politische und wirtschaftliche Versagen aber wir Fahrer. Also quasi das letzte Glied in der Kette. Was für ein Trauerspiel.

Auch wenn es jetzt ein wenig hochtrabend klingt. Aber der Lkw bringt auch das, was die Gesellschaft konsumiert. Weniger oder zumindest lokaler Konsum würde also weniger Lkw bedeuten.

Denn das Steak aus Südamerika, dazu ne gute Flasche Wein aus Kalifornien, gegessen auf Geschirr aus Tschechien mit Besteck aus China, als Nachtisch ein Kompott aus italienischen Äpfeln und zum spülen noch ein Glas französisches Wasser hinterher, gibt es eben nicht zum Nulltarif.

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Och nee

Ich sage mir zwar, „Junge, Du hast Badelatschen an.“
Trotzdem ist es nicht prickelnd, in einer dieser Kabinen zu duschen. Denn nach hundert Besuchern nur einmal mit dem Wischmop durchwedeln, ist eben doch keine Reinigung.

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Neulich in Italien

Du weißt noch, dass es selbst für Italien ein wirklich heißer und trockener Sommer war ist, wenn du dich noch nach Wochen an solche Abende erinnerst:

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Aufgenommen am 25. Juli 2022 an der SP11 bei Desenzano d.G.

Abends nach halb elf noch knapp 33 Grad, in der Ferne mehrere Gewitter und dann der Radau einer Nachtbaustelle.
Bis auf die Hitze fand ich das aber alles nicht so schlimm. Überhaupt nicht.

Das Geblitze der Gewitter war eh cool und zu sehen, wie schnell so eine Baustelle vorüber zieht, schon irgendwie interessant.

Aso. Bevor Ihr das Video öffnet, dreht vielleicht den Ton etwas runter. Die Sirenen der italienischen Krankenwagen sind nicht angenehm. Erinnert mich immer an irgendwelche Gruselschocker.

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Es war einmal.

Damals als Aufträge noch per Telefon durchgegeben wurden: Ich leer in Kassel, Disponent sagt, fahr mal Richtung Herford, Firma und Straße geb ich dir nachher durch. Ich verstehe aber Erfurt.

Hach, wurde das später lustig…

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Echt jetzt?

Letzte Woche diese Meldung gelesen. Danach war ich schon ein bissel perplex. Denn…

zeitung überschrift zum thema hilfloser lkw fahrer dem keiner hilft
Quelle: Spiegel.de

…da steht ein Lkw auf dem Standstreifen einer Autobahn, davor sitzt ein Mann. In der einen Hand hat er ein Schild, auf dem „112“ steht, mit der anderen zeigt er auf seine Brust.
Was also tun. wenn man so etwas sieht? Langsam glotzend dran vorbei fahren? Oder anhalten und versuchen, Hilfe zu leisten? Beziehungsweise zumindest mal den Notruf zu wählen? Was ja auch schon ein guter Einsatz wäre.

Ja, ich weiß. Es gibt immer wieder Geschichten mit angeblich gefakte Notfällen, wo die Helfer oder Helferinnen anschließend ausgeraubt werden. Auf einem abgelegenen Parkplatz oder bei Nacht könnte ich diese Sorge oder Angst schon nachvollziehen. Aber bei Tag auf einer viel befahrenen Autobahn? Jetzt echt mal. Das ist schon eine peinliche Ausrede.

Denn wenigstens die bereits erwähnte „112“ anzurufen, sollte doch völlig gefahrlos möglich sein. Zumal heutzutage kaum jemand sein Haus oder seine Wohnung ohne Mobiltelefon verlässt.
Und falls doch? Andere Leute ansprechen, wirkt manchmal Wunder. Denn das wäre das mindeste.

Aber gar nix tun? Ich verstehe es einfach nicht. Denn jeder Mensch kann doch mal in eine Situation kommen, wo sie oder er Hilfe braucht. Was ist, wenn dann, wie in diesem Fall, auch alle vorbeifahren, ohne zu helfen?
Auch wenn ich mich jetzt wiederhole – aber ich verstehe es einfach nicht wo das Problem ist, mal anzuhalten oder zumindest den Notruf zu wählen.

Oder sind viele Menschen mittlerweile wirklich so abgestumpft oder gefühlsblind? Erwarten die nichts mehr von ihrer Umwelt, nur um selbst nicht enttäuscht zu werden?
Klar. Wo nur genommen wird, ist dann irgendwann kein Entgegenkommen mehr da. Aber wo gegeben wird, kommt auch einiges zurück. Damit bin ich bisher immer gut durchs Leben gekommen.

Mag sein, dass das andere anders sehen. Trotzdem finde ich es widerlich, dass Menschen die bewusst in Not sind, nicht geholfen wird.
Aber gut. Vielleicht es es auch nur aus der Mode gekommen, aufeinander zu achten.

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