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Kategorie: Raststätten

Kalte Füße

So, Feierabend. Eigentlich wollte ich noch ne Stunde oder so fahren. Ehrlich. Aber hier in Südbayern ist es so schön. Ausserdem liegt hier voll der Schnee.
Also nehme ich die letzten 220 Kilometer bis zum ersten Kunden morgen in Angriff.

Der Rasthof hier heißt „Hochfelln“. So richtige Stellflächen gibts hier gar nicht. Nur ein Streifen entlang der Autobahn.
Natürlich war der Winterdienst so clever, nur den halben Parkstreifen frei zu räumen und ich war so schlau, meine festen Schuhe im Staukasten zu deponieren. Zum Abend bekomme ich auch noch kalte und nasse Füße.

Na ja, egal. Jetzt werde ich die Dusche begutachten und dann wars das für heute. Geruht Euch gut.

Schlappen im Winter

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Die letzte Nacht in 2016

Feierabend. Zwar auf einem Rumpelparkplatz direkt an der A3, aber das stört mich heute nicht weiter. Denn morgen gehts nach hause.

Nachts an der A3

Davor muß ich am Vormittag noch eine Baumarktanlieferung irgendwo im Westerwald hinter mich bringen und die Karre endlich mal waschen. Durch den dauernden Nebel ist vor allem die Plane so schmierig. Ich mag die gar nicht mehr anfassen.
Na ja, dann geruht Euch gut.

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Parken nur rückwärts

Einen Parkplatz, auf dem rückwärts eingeparkt werden muss, habe ich in Deutschland auch noch nicht gesehen. Zumindest nicht an Autobahnen.

Abends oder nachts ist es sicher schon blöd, hier einzuparken. Besonders auf der Seite, wo ich stehe. Über den rechten Spiegel sieht man weniger und der Winkel verzehrt sich etwas.

Parkplatz A 5

Kann aber auch sein, dass der Platz irgendwann weiter ausgebaut wird und sich das hier eh wieder ändert.

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Nachtarbeit

Jetzt, um kurz vor zehn Uhr abends, hantieren zwei Polen herum und versuchen mit ziemlichen Getöse Paletten zu zerkleinern, damit diese in ihre Transporter passen.
Ich gebe denen noch fünf Minuten, dann ist Ruhe angesagt. Und zwar Nachtruhe.

War natürlich Spass. Hab denen Werkzeug gebracht, damit die es etwas leichter haben.
Während einer kurzen Unterhaltung in brüchigen deutsch erzählte mir einer von beiden, dass er morgen vormittag irgendwo bei Paris abladen soll. Wie lange er schon unterwegs ist, wollte ich nicht fragen. Seine Antwort hätte mich bestimmt nur verunsichert.

Paletten zertrümmern

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Neu und voll

Endlich fertig für heute. War ein langer Tag. Und dann zum Ende noch die Sucherei nach einem freien Parkplatz.
Das ist in Italien mittlerweile fast schlimmer als in Deutschland.

An der Brennerautobahn wurde bei Rovereto ein großer neuer Platz gebaut. Ich habe keine Ahnung, wie viele Lkw da drauf passen. Vielleicht zweihundert? Aber auch der war gegen acht heute Abend schon völlig überfüllt. Wo haben die vorher alle geparkt?

Parkplatz bei Rovereto

Na ja, egal. Jetzt stehe ich vor der Mautstation bei Trento. Ist zwar nicht ganz legal, aber es wird akzeptiert. Passt also.

Mautstation Trento

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Genügsam

Sieben Männer stehen und sitzen im Rasthof Weil am Rhein herum und warten darauf, endlich duschen zu dürfen. Gereinigt wird zwischendurch natürlich nicht, die Reinigungsfrau hat schon Feierabend.

Kassiert wird trotzdem und den Obolus zahlen alle ohne zu murren. Fernfahrer sind schon ein genügsames Völkchen.

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Geruchvolle Pause

Parkplätze entlang einer Autobahn sind ja nicht unbedingt der malerischste Ort für ein Picknick. Erst recht nicht, wenn das umliegende Grünland mit diversen biologischen Ergüssen kontaminiert ist.
Aber jedem wie es ihm gefällt.

Picknick an der Autobahn

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Interview mit einem Pächter

Interessantes Interview mit einem (mittlerweile gescheiterten) Rasthofpächer im Magazin der Süddeutschen Zeitung. Nur bei seiner zweiten Antwort nach der Alternative Autohof musste ich lachen:

Und die Lkw-Fahrer – wohin fahren die?

Zum Autohof, das ist eine komplett andere Welt. Die sind tagelang allein auf Tour, brauchen Ansprache und freuen sich, wenn die Bedienung mit ihnen plaudert. Sie legen Wert auf gute Duschen und große, günstige Portionen, kein Fertigzeug, sondern ehrliche Küche, Bratkartoffeln mit Butterschmalz, und zwar mit richtigem Butterschmalz und nicht mit diesem Öl, das wie Butterschmalz schmeckt und einem die ganze Nacht im Magen liegt.

Warum fahren dann nicht mehr Leute zum Autohof?

Faulheit. Die Autohöfe liegen ja immer etwas abseits der Autobahn. Dazu kommt, dass die Atmosphäre ziemlich rau ist, da sitzen die Fernfahrer im Sommer in Unterhemden und Shorts und trinken den halben Abend Bier. Dort würde ich mit meinen Kindern nur ungern Pause machen.

Der zweite Teil der ersten Antwort mag ja noch ok sein. Also ab da, wo es mit den Duschen los geht.
Die zweite Antwort aber, nun ja. Fahrer in Jogginghosen sind ja mittlerweile alltäglich. Selbst ausserhalb vom Lkw. Kann man nicht nur hässlich finden, dass muss man sogar.

Im Unterhemd aber habe ich noch keinen in einem Autohof sitzen sehen. So viel Ästhetik sollte man Lkw-Fahrern schon zutrauen.

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