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Kategorie: Raststätten

Parkplatz hier und überall

Die wirklich coolen Sachen gehen momentan völlig an mir vorüber. Da entwickelt eine Firma ein System, welches den Parkplatzmangel erheblich mindern soll und ich erfahre nix davon.

Gemeint ist P-Roll. Das ist eine Rolle, die unter der Stoßstange eines Lkw montiert ist und mittels Fernbedienung gestartet wird.
Liegt diese dann vor den Vorderrädern, fährt man darauf und anschließend wird diese automatisch beim darüber fahren bis zum Ende des Lkw ausgerollt.

Nach der Pause wird die Rolle am Heck wieder aufgerollt und der Fahrer – also ich – muss die beim nächsten Stop wieder nach vorne umhängen.

Einfach, aber genial. So habe ich immer meinen mobilen Parkplatz dabei und kann parken, wo ich will. Bin also nicht mehr auf reguläre Lkw-Parkplätze angewiesen, die ja spätestens ab dem frühen Abend Mangelware sind.
Achso. Auf Wunsch gibt es diese Matten auch mit eingearbeiteten LED-Leuchten. So ist der Lkw auch überall abgesichert.

Einen Flyer gibt es auch schon. In dem wird das ganze nochmal ausführlich erklärt:

Flyer P-Roll

Tolle Idee. Ehrlich. Selbst das Bundesverkehrtministerium hat bereits seine Zustimmung signalisiert und wird die entsprechende Gesetzgebung voraussichtlich noch bis zum 1. April diesen Jahres ändern.

Zitat aus dem Bundesverkehrtministerium :
(Quellennachweis ist diese Bunte-Drucksache DR-0104/2017):

Das Recht auf Achtung von Privatleben und Wohnung bei einem vorübergehendem ersichtlichen privaten abgegrenzten notwendigen Areal als „P-ROLL“™ – Parkplatz-Teppich auf öffentlichen staatlichen Grund, während der rWRZ nicht mehr im Fahrerhaus verbringen zu dürfen, ist auch bei Einsatz von Durchsuchungen und Beschlagnahmen, immer die Verhältnismäßigkeit zu wahren iZm. Aufklärung von Ordnungswidrigkeiten. Die staatlich angeordnete Verpflichtung die rWRZ von 45 Stunden in einer „geeigneten Unterkunft“ außerhalb vom Fahrerhaus zu verbringen, ist auch in einem Zelt am LKW, nun dem BKF als Bürger, auf stattlichen Grund wie ein abgegrenzter Wohnraum zu gewähren.

Da es dazu eine Verpflichtung gibt, die im FPersG, OWiG und StVG besteht, verstärkt sich noch erheblich. In einer solchen Situation ist es eine im Sinne von Art. 13 GG mehr wie sachgerecht, die am Gemeinwohl orientierte Maßnahme und die Zweckbestimmung des vorhandenen Wohnraums auf dem Abgegrenzten Areal des „P-ROLL“™Park-Teppich, dadurch gerechtfertigt wird, daß sein Zweck grundsätzlich dieses Mittel heiligt. Dies jedenfalls dann, wenn — wie hier — die schutzwürdigen Interessen des staatlichen Eigentümers gegenüber dem BKF, bei allen Pflichten und Rechten zu rWRZ auch ausreichend gewahrt bleiben.

Bleibt nur noch eine Frage übrig: Warum bin ich nicht auf solch eine simple, aber geniale Idee gekommen? Fünfzigtausend von diesen Matten verkauft und ich wäre Millionär. So muß ich bis zur Rente weiterfahren. Das Leben ist manchmal ungerecht.

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Keine Überraschung

Was für ein Wetter. Heute vormittag in Bayern Frühling und Sonne satt und jetzt im westlichen Mittelhessen Sturm und Regen. Die Karre wackelt wie ein Schiff bei starken Seegang. Aber egal.

Auf dem Maxi-Autohof in Wilnsdorf zahlte ich fürs duschen bisher immer 2.99 Euro. Jetzt nehmen die dafür 3.49 Euro. Gut, die Räume sind noch immer sauber und geräumig. Aber das waren die auch für 2.49.
Was also hat sich gebessert? Gibt es jetzt mehr als einen Kleiderhaken an der Wand? Nee. Aber vielleicht verdienen die Putzfrauen fünf Cent mehr die Stunde? Keine Ahnung. Aber bei Maxi ist es allgemein schon teuer. Meine große Pause mache ich auf deren Autohöfen kaum noch.

Apropo Pause. Meine fünfundvierzig Minuten Standzeit verbrachte ich gestern in einer dieser Nothaltebuchten an der Brennerautobahn zwischen Brixen und Sterzing. Da zählte ich mal für knapp zwanzig Minuten die Herkunftsländer der Lkw, die an mir vorbei fuhren.
Welch ein Wunder. Es führten die Polen mit 12 Gespannen. Danach kamen Rumänen und Deutsche mit je sieben. Gefolgt von Litauern mit sechs, Tschechen und Slowaken mit je fünf. Dann Italiener mit vier Lkw, Bulgaren und Ungarn mit drei. Die Österreicher enttäuschten mit gerade mal zwei Brummis. Den letzten Platz teilten sich ein Holländer, ein Slowene und ein Kroate.

Pause an Brennerautobahn

Das ist natürlich nur eine subjektive Beobachtung. Es zeigt aber schon, dass Osteuropäer allgemein immer mehr Transportleistungen übernehmen. Das ist auch an der Mautstatistik zu erkennen, die vom BAG jährlich veröffentlicht wird.

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Wer im Weg steht…

Wer sich so in eine Kurve stellt, muss doch damit rechnen, geweckt zu werden. Sich dann noch aufzuregen und „Kurwa Deutschland“ und ähnlichen Kram zu brüllen, hilft da auch nicht. Zumal mir das egal ist. Wer im Weg steht, muss weg.
Mit 23 Tonnen Ladung ziehe ich den Auflieger nicht über den Bordstein.

Der Pole hat sich zwar viel Zeit gelassen, ist dann aber doch weiter vor gefahren. Da waren heute früh um halb sieben genügend Plätze frei. Aber erst einen auf dicken Max machen.

Lkw parkt scheiße auf Rasthof

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Käse aus Holland

Weil Lkw-Kabinen so kuschelig sind, will die niederländische Verkehrsministerin Melanie Schultz von Haegen zunächst kein Gesetz auf den Weg bringen, welches das Verbringen der Wochenendruhezeiten von Lkw-Fahrern in ihren Fahrerkabinen verbietet.
Außerdem ermögliche das Schlafen im Lkw den Fahrern, die Ladung besser zu bewachen, als wenn sie in einem Hotel oder einer anderen Unterkunft ihre Ruhezeit verbringen würden.

Ich glaube, die hat zu viele Käsekrümel geraucht. Natürlich können Lkw-Kabinen komfortabel sein. Aber darum geht es doch überhaupt nicht…

…sondern darum das Unternehmer gezwungen werden sollen, ihre Fahrer nach Hause zu holen und die nicht über Monate hinweg im Lkw kampieren zu lassen. Aber das weiß die natürlich. Da haben Lobbyisten wieder ganze Arbeit geleistet.

Dazu das Argument mit dem Bewachen der Ladung. Hat die noch alle Klompen im Schrank?
Wer was klauen will, soll sich bedienen. Ich spiele bestimmt nicht den Helden und lass mir mit einer Eisenstange eine übern Schädel ziehen. Abgesehen davon zählt das als Arbeitszeit. Schlüpft ein bulgarischer Trucker Sonntagfrüh um halb drei in seine Jogginghose, um seinen Auflieger zu begutachten, hat der seinen Tachographen auf Arbeitszeit zu stellen. Nach seinem Rundgang kann er wieder auf Pause drücken. Nur dumm, dass danach seine 45-Stunden Wochenruhezeit von vorne beginnt. Also dumm zumindest für seinen Arbeitgeber.

Lkw Fahrer macht Ruhepause

Aber der Fairness halber sollte ich auch erwähnen, dass die Ministerin der Meinung ist, die EU-Vorschriften zu diesem Problem seien noch nicht eindeutig und eine Lösung sollte EU-weit einheitlich erfolgen.
Genau das ist aber in Vorbereitung. In der „Verkehrsrundschau“ lese ich heute folgendes:

Der Generalanwalt des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) hat das Verbringen der Ruhezeiten von Lkw-Fahrern in ihren Fahrzeugen als rechtswidrig bewertet. Das EU-Recht erlaube solche Praktiken nicht, schreibt der Generalanwalt in seinen Schlussanträgen zu einer Klage eines belgischen Transportunternehmens gegen den belgischen Staat. Maßnahmen, die einzelne Staaten gegen das Verbringen der Ruhezeit in den Fahrzeugen ergriffen hätten oder ergreifen könnten, seien laut des Generalanwalts vollkommen gerechtfertigt…

Das ist doch eine gute Entscheidungshilfe für die Ministerin aus Holland. Danach schmeckt auch der Edamer wieder.

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Kalte Füße

So, Feierabend. Eigentlich wollte ich noch ne Stunde oder so fahren. Ehrlich. Aber hier in Südbayern ist es so schön. Ausserdem liegt hier voll der Schnee.
Also nehme ich die letzten 220 Kilometer bis zum ersten Kunden morgen in Angriff.

Der Rasthof hier heißt „Hochfelln“. So richtige Stellflächen gibts hier gar nicht. Nur ein Streifen entlang der Autobahn.
Natürlich war der Winterdienst so clever, nur den halben Parkstreifen frei zu räumen und ich war so schlau, meine festen Schuhe im Staukasten zu deponieren. Zum Abend bekomme ich auch noch kalte und nasse Füße.

Na ja, egal. Jetzt werde ich die Dusche begutachten und dann wars das für heute. Geruht Euch gut.

Schlappen im Winter

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Die letzte Nacht in 2016

Feierabend. Zwar auf einem Rumpelparkplatz direkt an der A3, aber das stört mich heute nicht weiter. Denn morgen gehts nach hause.

Nachts an der A3

Davor muß ich am Vormittag noch eine Baumarktanlieferung irgendwo im Westerwald hinter mich bringen und die Karre endlich mal waschen. Durch den dauernden Nebel ist vor allem die Plane so schmierig. Ich mag die gar nicht mehr anfassen.
Na ja, dann geruht Euch gut.

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Parken nur rückwärts

Einen Parkplatz, auf dem rückwärts eingeparkt werden muss, habe ich in Deutschland auch noch nicht gesehen. Zumindest nicht an Autobahnen.

Abends oder nachts ist es sicher schon blöd, hier einzuparken. Besonders auf der Seite, wo ich stehe. Über den rechten Spiegel sieht man weniger und der Winkel verzehrt sich etwas.

Parkplatz A 5

Kann aber auch sein, dass der Platz irgendwann weiter ausgebaut wird und sich das hier eh wieder ändert.

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Nachtarbeit

Jetzt, um kurz vor zehn Uhr abends, hantieren zwei Polen herum und versuchen mit ziemlichen Getöse Paletten zu zerkleinern, damit diese in ihre Transporter passen.
Ich gebe denen noch fünf Minuten, dann ist Ruhe angesagt. Und zwar Nachtruhe.

War natürlich Spass. Hab denen Werkzeug gebracht, damit die es etwas leichter haben.
Während einer kurzen Unterhaltung in brüchigen deutsch erzählte mir einer von beiden, dass er morgen vormittag irgendwo bei Paris abladen soll. Wie lange er schon unterwegs ist, wollte ich nicht fragen. Seine Antwort hätte mich bestimmt nur verunsichert.

Paletten zertrümmern

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