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Kategorie: Internes

Wenn ich Zeit und Lust habe…

…versuche ich etwas Ordnung in meine Bildersammlung zu bekommen. So habe ich vor einigen Wochen angefangen, die Fotos in eine einheitliche Galerie zu ordnen und langsam nimmt das ganze ein wenig Format an.
Bisher schaut es so aus >>>

Bis aber wirklich alle Bilder in der neuen Galerie zu sehen sind, dauert es noch ein wenig. Aber mich hetzt ja keiner.

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Eine liebe und tolle Leserin meines Blogs und Mutter eines Sohnes, der ebenfalls als Lkw – Fahrer unterwegs ist, schickte mir einen tollen Tourbericht. Für mich persönlich ist es schön zu lesen, wie zwar Angehörige, aber trotzdem Berufsfremde den Alltag unterwegs wahrnehmen.

Vielen Dank dafür…


Hallo Maik,

Endlich hatte ich mal wieder Gelegenheit, zweieinhalb Tage mit meinem Sohn mitzufahren. Schon die Tatsache, soviel Zeit für einander zu haben, war für mich ein Traum.

Der erste Plan war, dass ich am Mittwochabend „aufspringe“. Aber dann kam die Realisierung des Tourenplans und damit die erste Änderung: Aufspringen ca. 2.00 Uhr, Auflieger tauschen und los geht’s.
Soweit der 2. Plan.

Dann wurde es 3.30 Uhr – Auflieger in Halle holen, toll, nur SZM fahren das ist sooo cool…! Ankunft in Halle 4.00 Uhr, aber der Auflieger dort kann erst gegen 7.00 Uhr beladen werden. Warum haben wir den beladenen der 22.00 Uhr stand eigentlich nicht behalten? Das weiß nur seine Hoheit der Disponent.
Somit unplanmäßige Pause bis sieben – Schichtzeit und das was gefahren werden sollte bis dahin also alles Makulatur.

Von Halle dann in den Hexenkessel Frankfurt, Dortmund, Düsseldorf, Bonn, Köln und Samstag um 14.30 Uhr wieder im gelobten Land, Nerven runter, kurz vorm „Annölen“.

Die Nachtruhe vor den Kühler-Aggregat war überhaupt kein Problem, den habe ich gar nicht registriert, eher die Autobahn drei Meter neben uns: Ein Traum von einem Rasthof, der zur Krönung Samstagmorgen 7.00 Uhr noch nicht mal frische Brötchen hatte. Dabei waren mindestens fünfzehn Kollegen von euch dort.

Wenn ich die Reihenfolge meiner Schilderung so lese, wird klar, da schreibt ein Laie…

Was ich bei den verschiedenen Be- und Entladestellen so mitbekommen habe, das gibt’s ja in keinem Kino. Klar war ja, bei drei Stunden zu spät los, auch drei Stunden zu spät beim Kunden.
Lidl, ist ja wohl bei Euch Fahrern sehr beliebt, weil Zeitfenster 10.00 Uhr – das kann ja Montag, Dienstag, Mittwoch… sein, denen ist das ja eh egal, wann Du dort aufschlägst. Es spricht ja nichts dagegen, mal nen netten Tag am/im Logistikzentrum zu verbringen, rrr!
Clever für Kleinunternehmer, da stehen schon einige Bäcker- und Imbisswagen.

Aber dummerweise gibt es ja auch Kunden, die auf uns gewartet haben, da durfte mein Sohn erst mal satt „Mecker“ wegstecken. Sein Disponent sah wohl keine Notwendigkeit dort mal anzurufen und Bescheid zu sagen, dass es auch Harry Potter nicht schafft, drei Stunden Rumstehen wegzuzaubern.
Dann sollten wir noch Vorladen für Montag, die Ware war noch nicht mal produziert, also warten bis man was zusammen gesucht hat, was wir mitgenommen haben. Auto war trotzdem voll.

Gott sei Dank, sind wir Deutschen so maßlos, dass einiges auch mal zusätzlich angeliefert werden kann, da ja unsere „Freßattacken“ die Läger rasch wieder leer machen.
Also Kühlertür zu und nur noch 30 Minuten übrig ( BAG sollte die nächsten 14 Tage nicht kontrollieren, da nützt wohl auch ein Ausdruck nix) bis zum nächsten Parkplatz. Tja aber – Berufsverkehr um Köln, Freitagabend ein Traum in Blech! Da sind 30 Minuten nur Theorie!

Somit blieb uns nur dieser tolle Rastplatz direkt neben den Fahrspuren der Autobahn.

Donnerstag war es da schon ein wenig gemütlicher, auch nicht das, wovon man unbedingt in den Abendnachrichten hört, aber ok.

Zu guter Letzt kam dann noch die Dispo für Montag – 10.00 Uhr in Berlin! Da hatte der Herr mal eben vergessen, dass 14.30 Uhr Samstag + 45 Stunden (mehr Ruhezeit gibt es nicht) nie und nimmer 10.00 Uhr Berlin ergeben, bei Fahrzeit ganz optimal gedacht 2 Stunden dorthin.
Aber auch der Nachwuchs lernt schnell und schickt eine SMS mit dem Beginn am Montag raus und dann LKW gegen Motorrad getauscht und Dank Wind um die Nase, den Kopf ein wenig frei bekommen.

Wenn ich mir das jetzt wieder so alles in Erinnerung rufe, bleibt wieder übrig:

DER RIESIGE RESPEKT VOR EUCH!!!

Was ihr leistet steht in keinem Verhältnis zu Eurem Ruf und der Entlohnung.

Wenn ich dann den Wert der SZM und des Aufliegers und der Ware noch mit betrachte, für die ihr ja mit eurem Arbeitsvertrag und Führerschein die Verantwortung übernehmt – Chapeau!

Diese teilweise haarsträubend engen Anlieferstellen und Eure beeindruckend großen Fahrzeuge! Wer hat eigentlich gesagt, dass Frauen auf große Autos stehen? – der hatte Recht!

Unserem Sohn macht die Fahrerei noch immer Spaß, d.h. er „liebt“ seinen Job schon noch. Gerade heute ist wieder mal so ein „Strahle-Tag“, er fährt wieder mit dem Autozug nach Sylt. Das ist mal was, Fahren, Zirkeln und keine normele Autobahn mit 2-3 Spuren.

Aber der Spagat wird im Moment immer schwieriger zwischen Lohntüte, allgemeines Privatleben und Beziehung. Letzteres gestaltet sich gerade sehr kompliziert, da seine Freundin im med. Dienst tätig ist (365 Tage rund um die Uhr ) und er meint, er müsse was ändern. Argument alles so zu lassen wie es ist, wäre eine entsprechend höhere Entlohnung. Da kann man dann zumindest in der Zeit, wo man zu Hause ist, dass Leben genießen und muß nicht auf den Cent schauen.

Nahverkehr ist ja so gar keine Alternative, dass weiß er auch. Da sieht es mit der Arbeitszeit genauso besch… aus und die Bezahlung ist noch dürftiger. Klar Abends zu Hause, aber zu welchem Preis? Völlig ausgelaugt auf der Couch, um achte die „Knöppe zu “ und dann ist auch nix mehr viel von wegen Privatleben…

Tja da bin ich nun mit meinem Dozenten- und Berufsplanungs-Latain auch am Ende. Das was ich tagtäglich mache, hilft mir hier auch nicht weiter. Zumal ich halt weiß, bei allem Streß und Ärger mit Dispo und Co. – er macht es ja gerne und er kniet sich richtig rein, auch sein Fuhrparkchef ist happy wie sonstwas, wenn sein Auto am Wochenende reinkommt, der sieht aus wie neu, alles sauber, getankt.

Keine Ahnung wie es weiter geht, irgendwie immer, klar…

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Über Spielregeln im Netz

Das Schreiben hier in meinem Blog ist nicht immer einfach. Mir fehlen keine Themen oder Erlebnisse, sondern ich habe halt nicht die Kompetenz, interne oder organisatorische Sachen aus „meiner“ oder anderen Firmen in die Öffentlichkeit zu bringen.
Deshalb wäge ich eigentlich immer gründlich ab, ob und was ich schreiben kann und darf. Bisher gelingt mir das ganz gut. Zumindest denke ich das.

So verwende ich nur ungefähre Ortsangaben. Auch den Namen der Firma für die ich unterwegs bin, kennen die wenigsten. Anders geht es halt nicht.

Auf der re:publica sprach der Anwalt und Blogger Udo Vetter über das sichere Veröffentlichen im Netz und gab Tipps, was es dabei zu beachten gibt. Dabei geht es u.a. um heikle Namensnennungen oder ob ein Impressum unbedingt erforderlich ist.

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Es tönt das Radio…

…und ich klinge wie eine gequälte Presswurst. Trotzdem will ich Euch den Beitrag auf MDR Jump nicht verheimlichen. Es ging und geht ja schließlich um diesen Blog.
Gesendet wurde er übrigens am letzten Freitag.

Da geht’s zum Radio >>>

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Schönen Gruß aus der Zeitung – Teil III

Langweilige Überschrift, schon klar. Aber ich möchte Euch den Artikel aus der LVZ von vor zwei Wochen nicht vorenthalten. Also, da ist er >>>

Mittlerweile habe ich auch die ersten Reaktionen einiger Zeitungsleser darauf bekommen. Diese wurden am 15. März abgedruckt und waren eigentlich auch durchweg positiv. Das zeigt mir, dass ich wohl nichts falsch gemacht habe und der Beitrag gut und richtig war.

Danke auch an Tom, der meine Anonymität in diesem Blog bewahrt.

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Schönen Gruß aus der Zeitung – Teil II

Vor einigen Tagen habe ich es bereits erwähnt: In der Wochenendbeilage der LVZ ist vorletzte Woche ein Beitrag über mich und meinen Beruf erschienen. Die Reaktionen die ich darauf bekommen habe, waren eigentlich durchweg positiv. Nur eines wurde ab und zu hinterfragt: Wie ich es schaffe, 1 700 Kilometer am Tag zurück zu legen.

Das frage ich mich auch. Eher siebenhundert Kilometer liegen im Bereich des möglichen. Deshalb sehe ich das mal als etwas ärgerlichen, aber kleinen Druckfehler an. Ansonsten gibt es daran eigentlich nix auszusetzen. Das was geschrieben wurde, entspricht so, wie ich es sehe.

vordruck

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Den Samstag durchgeblättert

Laut und voll war es gestern. Und viele bunte, grelle Menschen liefen an mir vorrüber. Ich kam mir ein wenig vor, wie in Köln oder Düsseldorf zum Rosenmontag. Dabei war ich auf einer Buchmesse. Der in Leipzig. Oder Leipzsch, wie man im Westen sagt.

Aber es waren Fans der Comic- und Mangaszene. Das habe ich an einem Hotdog – Stand erfahren. Ausserdem fand ein Vorentscheid für den Wettbewerb „European Cosplay Gathering“ statt. Da stellen diese sogenannten Cosplayer mit Ihren Kostümen möglichst originalgetreu Figuren aus japanischen Mangacomics nach.
Ist dort wohl so am Wochenende. Ein Leser hat mich ja bereits letztes Jahr darauf vorbereitet.

Buchmesse

Cosplayer

Bereits bei der Ankunft auf dem Parkplatz hatte ich das erste Problem: Bleibt die Jacke im Auto oder nehme ich sie mit. Eher eine pragmatische Entscheidung. Ich entschied mich für letzteres. Doch kurze Zeit später in der großen Glashalle, die zwischen den einzelnen Ausstellungshallen liegt, bereute ich meinen Entschluß. Diese mutierte zum Gewächshaus und es wurde etwas ungemütlich. Also ab in die eigentlichen Ausstellungshallen.

Jan Hofer

In denen war es noch voller, als letztes Jahr. Den Samstag sollte man halt besser meiden. An den vielen Ständen lies man sich von der Hektik aber nicht anstecken. Ruhig beantworteten die Mitarbeiter der Verlage jede Frage.
Dann kam wieder die erstaunliche Erkenntnis, was alles geschrieben, gedruckt und womöglich kaum gelesen wird. Hunderte Verlage buhlen um Käufer für Ihre Erzeugnisse, Autoren – bekannte, aber auch unbekannte – werden gehypt.

Biedermann

Aufgefallen ist mir, dass digitale Lesegeräte auf dem Vormarsch sind. Während diese letztes Jahr noch als Kuriosum präsentiert wurden, gibt es jetzt viele Aussteller, die diese Geräte für noch unbekannte Autoren oder auch als eine Art Flatrate für digitale Leihbücher propagieren. Zumindest wurde mir das so erklärt.

Die Buchmesse ist interessant. Aber auch anstrengend. Der ständige Lärmpegel, dazu die Luft. Klar, man kann soviel sehen und hören und lesen und kaufen. Trotzdem waren die Erlebnisse nicht mehr so neu wie letztes Jahr. Vielleicht sollte man nur alle zwei oder drei Jahre hinfahren. Dann gibt es auch mehr neues zu entdecken.

Osten unter sich

Olsenbande

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