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Kategorie: Internes

Mobilitätspaket im Zwielicht

Ende 2017 hat der Europäische Gerichtshof klargestellt, dass es eigentlich schon immer verboten war, die regelmäßige wöchentliche Ruhezeit im Lkw zu verbringen. Nur hat sich nie einer daran gehalten. Dieses ignorieren ist einer der Gründe, die zur massenhaften Ausbreitung des Nomadentums der osteuropäischen Fahrer im Westen geführt haben.

Anfang April dieses Jahres hat das Europäische Parlament seine Position bei den hoch umstrittenen sozialen Themen des ersten Mobilitätspakets festgelegt. In einer Mammutabstimmung entschieden die Abgeordneten über rund 1 100 Änderungsanträge.
Mit diesem Mobilitätspaket möchte die EU die Arbeitsbedingungen im europäischen Güterverkehr verbessern. Fernfahrer sollen fair bezahlt werden und nicht wochenlang in ihren Fahrerkabinen campieren müssen. Damit war der Weg frei für die Kompromisssuche zwischen Rat, EU-Kommission und EU-Parlament, die sogenannten Trilog-Verhandlungen.

Jeweils zwei Stunden Gespräche

Am 3. Oktober, also vor drei Wochen, begannen in Brüssel die ersten Verhandlungen im Trilog. Diese dauerten etwa zwei Stunden. Am 4. und 5. November folgen die nächsten Termine. Auch für diese sind jeweils (nur) zwei Stunden vorgesehen. Dazwischen gibt es immerhin Gespräche auf Arbeitsebene, also zwischen den jeweiligen Mitarbeitern der politisch Verantwortlichen.

Ein Kommentar

Hier ein Kommentar von Ingo Schulze vom 12. April 2019 zum anstehenden Mobilitätspaket I, den ich hier mit seiner Erlaubnis widergeben darf:

Ich halte grundsätzlich die Bemühungen mit dem Mobilitätspaket für gut. Aber ich möchte hier nun mal MEINE persönliche Meinung dazu äußern:
Das endlich etwas gegen das Nomadentum auf europäischen Straßen passieren muss, ist absolut richtig und notwendig! Der Ansatz mit dem Mobilitätspaket ist dabei sicher auch schon einmal ein Schritt in die richtige Richtung.

Aber! Was hat man denn nun damit erreicht? Das die Fahrer jetzt in irgend welchen Hotels übernachten sollen, was sie oft selbst gar nicht wollen?
Die Fahrer sind oft in ihren Lkw so eingerichtet, dass sie dort alles haben, was sie für eine längere Verweildauer brauchen. Dem entziehen sie sich, wenn sie in ein Hotel müssen.
Die Vorschriften sagen aber nicht, dass sie in ein Hotel müssen, sondern, dass sie NUR NICHT im Lkw übernachten dürfen. Das heißt, wenn die westeuropäischen Firmen Containerdorfer aufbauen und die Fahrer dort übernachten lassen, ist die Vorschrift erfüllt.Trotz alledem bleibt es dabei, dass die Fahrer weiterhin NICHT nach Hause kommen. aber genau das sollte doch eigentlich das Ziel des Mobilitätspaketes sein!

In Gesprächen mit osteuropäischen Fahrern kommt immer wieder zum Ausdruck, dass sie selbst als Betroffene gar nichts gegen drei Wochen am Stück Fahren haben. Und in diesen drei Wochen möchten die meisten in ihrem Lkw verbleiben.
Ziel des Mobilitätspaketes sollte es viel mehr sein, dass es in Europa endlich aufhört, dass Fahrzeuge zum Teil das ganze Jahr nicht mehr in ihre Zulassungsländer zurückkehren, teilweise mit korrupten Mitteln der TÜV nur auf dem Papier im Ausland gemacht wird, Kabotage betrogen wird und Briefkastenfirmen nicht wirksam bekämpft werden. Viele Firmen entziehen sich dadurch einem ganz normalen Sozialgefüge.

Sozialbetrug wird zur Normalität, siehe Belgien. Belgien geht momentan gegen genau solche Firmen vor. Aber ich glaube, dass ist nur die Spitze des Eisberges. Es wird den Firmen durch Ausflaggen viel zu leicht gemacht, gegen Sozialstandards zu verstoßen und sich einer ordentlichen Gerichtsbarkeit zu entziehen.
Der Fehler allerdings liegt doch schon im gesamten europäischen System. Wie kann man Arbeitnehmerfreizügigkeit und Liberalisierung der Kabotage durchsetzen, wenn es in der EU so viele so unterschiedliche Sozialsysteme gibt?

Die Forderung nach einem einheitlichen Mindestlohn in Europa ist da genauso absurd. Nach was sollte der sich denn richten, nach dem Land mit den niedrigsten Löhnen?
Es war abzusehen, dass es in Europa eine Schieflage in der Verteilung geben wird.
Konzerne und Dienstleister haben nun in Europa die Möglichkeit, ihre Produktion oder Dienstleistungen danach auszurichten, wo sie am billigsten anbieten können. Mit der Arbeitnehmerfreizügigkeit brauchen sie nicht mal mehr den Produktionsstandort verlegen.

Leidtragende sind die Länder, in denen hohe Mindestlöhne oder Tarife gelten. Dazu gehört in der Industrie auch noch immer Deutschland, auch wenn hier immer mehr Werks- und Leiharbeiter eingesetzt werden. Bestes Beispiel ist hier die Fleischwirtschaft. Niemand glaubt wirklich daran, dass hier irgend welche deutschen Lohnmindeststandards eingehalten werden. Dazu lässt das Mindestlohngesetz viel zu viele Schlupflöcher.

Aber zurück zur Transportbranche. Als 2009 die Verordnung zur Kabotage in Europa neu geregelt wurde, waren die osteuropäischen Firmen und Firmen die nach Osteuropa ausgeflaggt haben, von vornherein bevorteilt.
Eine flächendeckende Kontrolle auf Einhaltung dieser Regeln ist so gut wie unmöglich. Korruption, Mangel an Kontrollpersonal und nicht vorhandene ausreichende Kontrolltechnik begünstigen all die, die sich eh an keine Regeln halten.

Die weitaus billigeren Arbeitskräfte aus Rumänien, Bulgarien, Litauen usw. verführen dazu, ganze Fuhrparks umzustellen, siehe Hegelmann (deutsche Firma mit PL, LT- Kennzeichen).
Der angebliche Fachkräftemangel ist dabei nur selbst produziert und vorgeschoben, um noch bestehende beschränkende Regeln aufzuweichen.
Mit dem Mobiltätspaket hätte man die Chance gehabt, wirklich sozial zu agieren. Man hätte die Heimfahrten der Lkw regeln sollen. Nicht die Hotelaufenthalte.

Ein norwegischer Kollege war vor Jahren mal in Litauen. Girteka und Vlantana sind zwei sehr große Firmen im Baltikum. Der Kollege stellte damals fest: Je näher man Richtung Litauen kam, also je weiter von Westeuropa weg, desto weniger Fahrzeuge dieser Firmen bekam man zu sehen. Soll heißen, dass sie fast ausschließlich in West- und Nordeuropa agieren.

Einer vernünftigen Regelung durch das Mobilitätspaket stehen die derzeitigen EU-Verordnungen und Regelungen sowie die Konzerninteressen der Transportbranche entgegen. Normalerweise müsste, wenn die EU menschlich und sozial ausgelegt wäre, die Transportbranche von Grund auf neu geregelt werden. Arbeitnehmerfreizügigkeit und Liberalisierung der Kabotage sind nach heutigem Stand eigentlich federführend für Sozialdumping!

Und nun noch eine ganz persönliche Erfahrung: Ich bin selbst ab und an mal am Wochenende draußen. Das Verbot, die 45-Stunden Wochenendpause nicht mehr im LKW verbringen zu dürfen, führt dabei zu sinnlosen Maßnahmen.
Wenn es hoch kommt, bin ich einmal im Monat am Wochenende nicht zu Hause. Seitens meiner Firma werde ich gefragt und ich werde dann rechtzeitig informiert, um mich auch darauf einzurichten.

Wenn ich dann am Freitag Feierabend mache und aber eigentlich noch Lenkzeit habe, um einen geeigneten Parkplatz in der Nähe des am Montag zu beliefernden Kunden habe, muss ich trotzdem halten und am Samstag den Rest fahren, nur um die 45 Stunden zu unterbrechen. Das ist absolut absurd!
Es ist deutlich an meiner Fahrerkarte ersichtlich, dass es nicht oft ist, dass ich am Wochenende nicht zu Hause bin. Darauf sollten solche Regelungen auch eingehen. Tun sie aber nicht, sie pauschalisieren unsere Tätigkeit.

Deshalb halte ich persönlich das ganze Paket für unausgegoren und nicht besser, als das, was wir eh schon haben. Es ist nur wieder der Fahrer, dem das Leben schwer gemacht wird, durch noch mehr Reglementierung. Außerdem gebe ich denen Recht, die da sagen, wer schützt in der Zeit, in der die Fahrer außerhalb des LKW übernachten, den LKW und dessen Ware? Dafür gibt es in ganz Europa gar keine Infrastruktur!

Sie hätten einfach nur regeln sollen, dass die Lkw mindestens alle drei Wochen in das Zulassungsland fahren müssen und der Fahrer dort dann mindestens eine Woche verbringen muss.
Wir haben vor einigen Jahren mal Vorschläge unterbreitet, wie man das besser regeln, kontrollieren und durchsetzen könnte. Davon ist heute nirgends mehr etwas zu lesen. Schade!

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Von wegen Kurzlebigkeit

Fast zwölf Jahre lang hat sich dieses Blog optisch nicht verändert. Links und rechts eine Seitenleiste, mittig der Hauptteil mit den Beiträgen. Dazu der Header mit Schriftzug, Wegweiser und gemalten Lkw. Hat mir immer gefallen, da fühlte ich mich sprichwörtlich zu Hause. Auch in der Ferne. Selbst Neulinge erkannten auf den ersten Blick, um welches Thema es in meinem Blog geht. Klar habe ich immer mal überlegt, es zu ändern. Nur warum?

truckonline logo
Altes Design

Tja. Vielleicht hatte ich mich mittlerweile satt gesehen? Kann sein. Was aber wirklich immer enger wurde, waren die Grenzen des Themes. Es wurde schon länger nicht mehr aktualisiert, responsive war es erst recht nicht. Es auf Mobilgeräten lesbar anzuzeigen, ging nur mit einem Plugin. Heißt, ich musste ein zweites Theme installieren, welches das Plugin erkannte und den Inhalt für Handys lesbar anzeigte.
War natürlich keine Lösung auf Dauer. Zumal die Ansicht auf Monitor und Mobilgerät überhaupt nicht zusammen passte. Logisch. Waren ja zwei verschiedene Designs.

Außerdem war beim Lesen am Rechner die Schrift zu klein. Größer einstellen ging zwar, hätte aber das Design des Blogs zerstört. Also auch blöd. Und wieder ein Grund mehr für einen kleinen Relaunch.
Genau der kam nun. Besser lesbar, ein einheitliches Konzept zwischen stationärer und mobiler Ansicht und auch nicht mehr ganz so altbacken. Finde ich zumindest.

Was noch nicht ganz so passt, ist die „Eindeutschung„. So steht z.B. auf der Startseite noch immer „Comments„, statt „Kommentare„. Aber das ändere ich noch bei Gelegenheit. Da kommt dann wieder „x Tonnen geladen„. Wurde ja schon angemerkt. Im Kommentarbereich habe ich es schon geändert.
Apropo Kommentare. Da könnt Ihr jetzt direkt auf eine andere Meinung antworten. Es wird also auch da übersichtlicher.

Gut, so viel dazu. Noch eine kleine Bitte. Sollten Euch Fehler auffallen, schreibt diese bitte als Kommentar hier drunter. Und auch sonst interessiert mich Eure Meinung. Also sieht irgendetwas komisch aus? Oder ist die Handhabung kompliziert? Immer her mit Anregungen. Ich freu mich drüber.

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Samstag ist Nufam

Morgen beginnt in Karlsruhe die Nufam. Das Motto lautet „Get things moving„. Bis Sonntag präsentieren rund 400 Aussteller alles rund um das Thema Nutzfahrzeuge. Wird interessant.

Auf der Nufam

Aber nicht nur das. Vor vier Jahren war ich zum ersten Mal dort und auch diesen Samstag bin ich wieder da zu sehen. Und zwar am Stand der AidT.e.V.. Dieser befindet sich auf dem Freigelände. Unsere Themen sind u.a. die Abstandskampagne, Abbiegeassistenten und der Trixispiegel.
Also wer zur Nufam kommt, besucht uns. Es lohnt sich. Versprochen.

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Der Goldene Blogger

Nur so zur Erinnerung: Dieser Blog ist für Deutschlands wichtigsten Social-Media-Preis, einen „Goldenen Blogger“ nominiert, Ruprik Themen- und Nischenblog. Heute Abend ab 19.00 Uhr könnt Ihr per Livestream dabei sein und eventuell abstimmen.

Es gibt 17 Kategorien und die werden unterschiedlich abgestimmt. Entweder durch ne Jury oder durch die Zuschauer bei der Gala oder eben online. Wie die Gewinner in welcher Ruprik ermittelt werden, wird, so ich denke mal, am Anfang der Show erzählt.

Dabei sein könnt Ihr u.a. hier >>> oder auch hier >>>. Wenn die Moderatorin oder der Moderator das ok gibt, kann hier >>> abgestimmt werden.

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Nominiert für Gold. Was? Na den „Goldene Blogger 2018“.

In zwei Tagen werden die „goldenen Blogger“ verliehen. Die was? Hmm, also nochmal: Die Goldenen Blogger. Klar, Bambi, Grammy, Oscar kennt man. Und während bei den großen Preisen sich alles um Film und Musik dreht, geht’s hier ums Internet. Also um Blogger, Instagrammer und Podcaster. Unter anderen.

Funktionieren tut das so: Aus mehr als zweitausend von Nutzern eingereichten Vorschlägen wurden von einer Jury jeweils drei Angebote in siebzehn Kategorien nominiert. Diese nennen sich zum Beispiel „Bestes Tagebuchblog des Jahres“, „Bester Podcast des Jahres“, „Bester Instagram-Account des Jahres“ oder eben „„Bestes Themen- & Nischen-Blog des Jahres“. Also alles ehrbare Rupriken. Besonders die letztgenannte. Denn in der wurde dieses großartige Webblog nominiert, welches Ihr gerade lest. Unglaublich.

Bundeswehr und Kunst

Die beiden anderen in dieser Kategorie nominierten Blogs sind „Augen Geradeaus„, ein Weblog welches über Entwicklungen in der Bundeswehr berichtet und ein Kunstblog mit Namen „Retrospektiven„. Also etwas für an Kunst interessierte Menschen.
Ob ich überhaupt eine Chance habe, diesen Preis zu gewinnen? Keine Ahnung, ich denke eher nicht. Die beiden anderen nominierten Blogs haben einen viel größeren Background als meines. Ist halt so. Zumal ich bei der Verleihung nicht dabei bin. Das hat zeitlich nicht gepasst. Aber überhaupt nominiert worden zu sein, ist ja auch cool. Joa.

Apropo Verleihung. Die findet im Rahmen einer Gala im Telefónica Basecamp in Berlin statt. Dort entscheidet sich, wer die Trophäe in diesem Jahr mit nach Hause nehmen darf. Die Abstimmung verläuft so: Ungefähr ein Drittel der Preise wird von einer Akademie vergeben. Diese setzt sich aus den Preisträgern der vergangenen Jahre zusammen. Ein weiteres Drittel per Abstimmung unter den Zuschauern im Basecamp und ein letztes Drittel per Onlinevoting. Welche Kategorie wie gewählt wird, wird am Montagabend bekannt gegeben.
Aber genau bei dem Voting seid Ihr, meine Leser, gefragt.

Jeder darf abstimmen

Denn jeder darf am Montagabend hier ab 19 Uhr zusehen. Oder wer auf Facebook angemeldet ist, natürlich auch da. Abgestimmt wird dann hier. Und zwar fünf Minuten lang, nachdem die Ruprik genannt wurde. Einen Hashtag gibt es logischerweise auch. Dieser lautet: #GoldeneBlogger. Also eigentlich alles ganz easy.

Ach ja. Alle Kategorien und Nominierten könnt Ihr hier nachlesen. Ist eine interessante, schöne Liste geworden.

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Kein Empfang

Meinem bisherigen Mobilfunkanbieter war ich mehr als zwanzig Jahre treu. Wechseln wollte ich den schon seit längeren. Aber wie es so ist. Es wird immer wieder verschoben. Mal kommt dieses dazwischen, mal jenes. So vergeht Woche für Woche, Monat um Monat. Und schwubs, schon sind zwei Jahrzehnte rum.
Vor drei Wochen, während meines Urlaubs, habe ich mir aber mal ne Viertelstunde Zeit genommen. Kurz die Tarife der Konkurrenz verglichen, schnell entschieden, dem alten Anbieter die Kündigung geschrieben, ausgedruckt, eingebrieft und schon war alles erledigt.

Meine alte Rufnummer behalte ich. Zwar kostet die Mitnahme zum neuen Anbieter einige Euro, aber die sind es mir wert. Die Umstellung selber sollte am letzten Mittwoch erfolgen. Klappte wohl auch, ging aber an mir vorüber. Klar, logisch wenn die neue Sim-Karte zuhause liegt und ich unterwegs bin. Habe doch glatt vergessen, die mitzunehmen.
Drei Tage keine persönlichen Anrufe, kein WhatsApp, kein Social-Media Gedöns. War auch mal ganz schön. So wie früher.
***
Für einige Freunde aber nicht. Die haben sich echt Sorgen gemacht, weil ich einige Tage nicht erreichbar war. War nicht nett. Tschuldigung.

Kommentare geschlossen.

Termine, brennende Transporter und letzte Worte

Meinen Urlaub nutze ich auch, um diverse Wege zu erledigen. So hatte ich am Dienstag einen Termin beim Dermatologen. Der hat seine Praxis in der nächst größeren Stadt gen Norden, vielleicht dreißig Kilometer entfernt. Für mich ein guter Facharzt, bin da zufrieden. Die Strecke nehme ich also gerne in Kauf.
Seit einem halben Jahr stand der Termin fest, dummerweise habe ich diesen Zettel mit der genauen Zeitangabe verschludert. Irgendwo hingelegt, wo ich dachte, da findest Du den hundertpro wieder. Aber nix da. Der war nicht aufzufinden. Blöd, aber passiert.

Den Tag wußte ich noch, nur die Uhrzeit nicht. War mir aber ziemlich sicher, dass es so gegen neun oder zehn Uhr sein sollte. Also um kurz nach acht auf den Weg gemacht. Zehn Minuten später greife ich nach einer Packung Papiertücher in der Mittelkonsole und hab dabei auch den Terminzettel vom Hautarzt in der Hand. Prima. Zumindest bis ich die Uhrzeit las: 14.45 Uhr.
Nun ja. Also wieder gedreht und zurück. Aber immer noch besser, als wenn die Arzthelferin gesagt hätte: „Nehmen Sie im Wartezimmer Platz. In sechs Stunden rufen wir Sie wieder auf!
***
Autonomes Fahren macht LKW-Fahrer nicht überflüssig

Aufgrund der einseitig geführten Diskussion über Platooning und irgendwann „autonom“ fahrende LKW entsteht bei vielen jungen Leuten der unzutreffende Eindruck, LKW-Fahrer sei ein Beruf ohne ausreichende Zukunftsperspektive. Dabei wird sich durch die zunehmende Digitalisierung lediglich das Tätigkeitsbild verändern

***
Vor vier Wochen bei Mailand. Ein Transporter kommt auf einen Rasthof gefahren, unter der Motorhaube qualmt ein bissel Rauch hervor. Ich dachte erst, vielleicht Probleme mit der Kühlflüssigkeit oder so. Kann ja passieren.
Auch als der Fahrer raus sprang, zum Tankwart rannte – so etwas gibt es in Italien tatsächlich noch – und wild gestikulierend nach irgendetwas rief, dachte ich mir noch nichts dabei. Erst als der Tankwart mit einem Feuerlöscher zum Transporter sprintete, wurde mir klar, dass da mehr als nur ein Kühlschlauch kaputt sein muss.

Aber eigentlich war es sinnlos, irgendwelche Löschversuche zu unternehmen. Der Transporter stand so schnell unter Vollbrand, unglaublich. Selbst zwei, drei Leute mehr hätten das Auto nicht retten können.
***
Berühmte letzte Worte. Aber er hatte doch den Assi-Aufkleber. Heiko, 25


***
Dänemarks Polizei rettet 22 „misshandelte“ philippinische Fahrer

War da nicht mal was vor fünf Jahren in Lübeck? Ach ja, eine Demo gegen eben solche Machenschaften. Die wurde übrigens von Fahrern organisiert.
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Mittlerweile undenkbar.
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Mein letzter Urlaubstag hat begonnen. Ab Montag hat mich der Alltag wieder. Aber daran will ich noch nicht denken.
***
Ach so. Merz möge mir bitte erspart bleiben.
***

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