Seit halb neun stehe ich in einer Firma bei Turin und warte darauf, dass ich entladen werde. Als ich hier ankam, standen noch sechs andere Lkw vor mir, mittlerweile ist deren Anzahl auf eins geschrumpft.
Jetzt machen die im Magazino aber erstmal Mittag bis um zwei. Das heißt, bis ich hier fertig bin, ist der Tag rum.
Kategorie: Ärgerliches
Die drei fahren wie die gesenkten Säue. Obwohl ich ja glaube, dass der erste über Funk die Verkehrslage durch gibt. Das macht es aber auch nicht unbedingt besser:
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Auf einer norwegischen Seite habe ich entziffert, dass dieses Video an diese Spedition aus Litauen geschickt wurde. Die Geschäftsleitung versprach, den Film Ihren Fahrern zu zeigen, damit so etwas nicht wieder passiert. Obs hilft?
Direktlink YouTube
Bericht auf at.no
Spedition Skandeka
Kleine zwischenmenschliche Probleme kommen immer wieder mal vor. So auch gestern Nachmittag in einer Firma, irgendwo im Siegerland.
Dort schließt man normal um 16.00 Uhr die Tore. Ich war etwas spät dran. Mein Disponent rief dort an, erklärte denen das ich eine halbe Stunde später eintreffen werde. Kein Problem, sie würden warten. Kurz nach halb fünf war ich auch da. Die Türen vom Auflieger öffnen und an die Rampe fahren dauerte keine Minute. Soweit alles gut. Sechzehn Paletten sollte ich bekommen. Der Chef legte persönlich Hand an.
Zunächst unterhielten wir uns normal. Die Themen waren alltäglich: Wetter, Dorfgeschichten, dass übliche halt. Doch irgendwie nahm das Gespräch eine andere Wendung. Er erzählte, dass ein Lkw-Fahrer vor einigen Wochen während des Ladens seinen linken Fuß gequetscht hätte. Dann legte er los. Neunzig Prozent aller Fahrer wären dumm wie Stroh und überhaupt. So eine Spätbeladung würde es ab sofort nicht mehr geben. Punkt vier wäre Feierabend, er werde nie wieder eine Ausnahme machen.
Dann war ich an der Reihe. Ohne Arbeitsschutzschuhe hätte ich auf der Rampe nichts zu suchen. Das leuchtete mir durchaus ein. Sicherheit geht vor. Also verlies ich die Rampe und wartete im Lkw. Das gefiel Ihm wohl wieder nicht. Er rechnete eher damit, dass ich Sicherheitsschuhe anziehe und die verbliebenen acht oder zehn Paletten selbst auf den Auflieger ziehe. Da hat er aber falsch gedacht.
Zehn Minuten später rief er laut, er wäre fertig und ich sollte kommen, um die Frachtpapiere zu unterschreiben. Nun zog ich tatsächlich Warnweste und Arbeitsschutzschuhe an. So vorschriftsmäßig bekleidet ging ich zu Ihm. Er war noch immer so in Rage, dass er meinen guten Willen überhaupt nicht bemerkte. Nun war ich etwas enttäuscht. Aber nun gut.
Während ich die Papiere unterschrieb, schimpfte er weiter. Den Sinn des ganzen erkannte ich nicht, also erwiderte ich auch nichts darauf. Erst als er erwähnte, ich bräuchte nicht wieder zu kommen, hätte also quasi Hausverbot, wurde ich hellhörig.
Seine Antwort auf mein „warum“ habe ich vergessen. Oder gar nicht registriert. Mit einem „Na denn, auf nimmer wiedersehen“ lies ich Ihn stehen. Nachher wird es wieder Diskussionen mit der Dispo geben, von wegen wichtiger Kunde und so. Ich werde meine Version vortragen, mehr kann ich eh nicht machen.
7 KommentareAnfang Juni haben Halunken Unbekannte aus den Lkw den ich fahre, eine ziemliche Menge Diesel geklaut. Wie das in noch größeren Stil vonstatten gehen kann, zeigt ein Bericht in einer norwegischen Zeitung.
Da norwegisch nicht zu meinen bevorzugen Sprachen gehört, habe ich den Text von Google übersetzen lassen. Klingt zwar auch noch holbrig, aber die Vorgehensweise ist trotzdem einigermaßen verständlich.
Slik ser dieselkriminalitet ut
Deutsche Übersetzung via Google
Vor vier Monaten bekam mein Auflieger auf der linken Seite eine neue Plane. Grund war ein langer Riss, den der Fahrer einer nordhessischen Spedition beim Rangieren mit seinem Lkw verursacht hatte.
Gestern Nachmittag blieb der nächste hängen und das vollig unnötig.
Stau auf der A3 bei Aschaffenburg. Ich stand auf der rechten Spur, links neben mir ein Lkw aus Unterfranken. Ob es dessen Fahrer plötzlich öde wurde oder ein Geistesblitz in seinem Kopf einschlug? Keine Ahnung!
Plötzlich zog er nach rechts, ich wich etwas auf den Standstreifen aus. Wo sollte ich auch sonst hin, kann mich ja nicht in Luft auflösen. Was folgte, war ein kurzes Wortgefecht zwischen uns beiden, welches seinen Abschluss mit einem Foto von mir fand, welches er mit seinem Handy machte.
Ich habe keine Ahnung, was diese neuartigen Spielchen sollen. Respekt verschafft man sich dadurch eher nicht.
Aber nun gut. Plötzlich zog er wieder auf seine Spur, übersah dabei aber, dass seine Zugmaschine zu nah an meinem Auflieger war. Das Heck schwenkte aus und krachte gegen meinen Sattel. Den Rest kann sich jeder denken.
Dummerweise begann der Stau sich langsam aufzulösen. Während ich auf den Standstreifen fuhr, um mir den Schaden anzuschauen, gab der andere Gas. Und war weg. Blöd für Ihn, dass der Name der Firma für die der fuhr, groß auf der Plane stand.

Das anschließende Telefonat mit dessen Vorgesetzten verlief erfreulich. Habe ich auch nicht anders erwartet. Mein Arbeitgeber soll sich bei denen melden, dann wird alles geregelt. So wurde mir das zumindest erzählt. Da ich ja noch immer der Meinung bin, unter mittelständischen Transporteuren zählt so ein Satz, glaube ich das auch erst mal.
Klar, ich hätte auch die Polizei rufen können. Fahrerflucht und so. Aber der hatte vielleicht nur einen schlechten Tag. Hoffe ich zumindest. Sollte dessen Firma wider erwarten doch noch Probleme machen, erfahrt Ihr das natürlich.
1 KommentarHier mal ein tolles Beispiel für eine fehlerhafte Ladungssicherung: Ein Glas Apfelmus steht ungesichert und unverschlossen auf dem Motortunnel. Durch eine etwas stärkere Bremsung kam dieses ins wanken und stürzte anschließend um. Dessen Inhalt ergoss sich über einen davor liegenden Straßenatlas. Der entstandene Schaden beträgt ca. zehn Euro.

Hier nochmal ein Beispiel, welche Auswirkungen die europaweite Öffnung des Transportwesens für osteuropäische Speditionen hat. Was ich aber nicht verstehe, ist der letzte Satz im Video. Vom blockieren der Autobahnen war und ist nie die Rede gewesen.
8 KommentareHaha. Clever ist er ja, der Busfahrer. Lässt seine Fahrgäste im dicksten Regen unter dem Vordach der Tankstelle aussteigen, wartet anschließend bis einer hinter ihm steht und beginnt erst dann AdBlue und Diesel zu tanken. Natürlich nicht gleichzeitig, dafür aber im Zeitlupentempo. So bekam der 45 Minuten Pause auch auf seine Karte und die Reisenden trockenen Fußes wieder in den Bus.
Ich wartete etwas mehr als eine halbe Stunde und das nur, um AdBlue zu erwerben. Leider gibt es am Autohof Aichstetten nur diese eine Säule. Dazu muss vor dem Tanken ein Pfand hinterlegt werden, vorzugsweise die Tankkarte. Bei einem Literpreis von 70 Cent wundert das nicht. Anderswo kostet die Brühe erheblich weniger.

Link: Autohof Aichstetten
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