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Schlagwort: Kontrolle

Alkohol am Morgen

Heute früh gegen halb sechs am Hochschalter des Schweizer Zoll in Chiasso.

„Verstehen Sie deutsch oder italienisch?“
„Deutsch. Ein wenig.

„Gut. Dann parken Sie vorn und gehen zu meinem Kollegen in die andere Kabine.“
„Joa.“

Zwei Minuten später.

Moin. Ihr Kamerad von nebenan schickt mich.
„Guten Morgen. Trinken Sie Alkohol?“

„Klar. Nur so ertrage ich das Prozedere hier.“
„Wie bitte?
Nix.“

„Gut. Dann führen wir mal eine Alkoholkontrolle durch.“

Beim anschließenden kurzen Smalltalk erzählte mir der Zöllner, dass diese Kontrollen seit kurzem regelmäßig stattfinden. Und das aus guten Grund.
Tja…

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Falls jemand Lust auf eine Kontrolle vom BAG hat

Meine letzte Kontrolle, die ich von einem Mitarbeiter des BAG über mich ergehen lassen durfte, ist lange her. Oder besser noch, sehr lange her. Also so lange, dass ich gar nicht mehr weis, wann die eigentlich war.
Wenn ich mal einen Bulli von denen sehe, dann meist auf Parkplätzen. Ich denke mir dann immer, die Jungs müssen so ausgelaugt sein, dass erst einmal Frühstück angesagt ist. Oder halt Mittag. Und das kann sich ja hinziehen.

Aber falsch gedacht. Die Kameraden trainieren auf diesen Standplätzen Ihre Sinne. Bei leiser Schlagermusik bewegen die Ihre Augen. Von links nach rechts und von rechts nach links. Immer hin und her und das ganz gemütlich. Logo, Augen sind empfindlich. Die sollten vorsichtig bewegt werden.

Nun gut, Spass beiseite. Die Verkehrsrundschau hat einen Beitrag der DPA übernommen. In dem wird blumig beschrieben, wie eine Kontrolle vom BAG so abläuft. Da wird ein in Italien zugelassener Lkw kontrolliert, der von zwei Rumänen gelenkt wird. Das Teil hatte noch einen analogen Fahrtenschreiber.
Bei der Kontrolle stellt sich heraus, dass zwei der Schaublätter fehlen. Macht pro fehlender Tachoscheibe eine Strafe von hundert Euro.

Kostet das wirklich nur so wenig? Denn eigentlich sind das ja Peanuts. Wer länger fährt, lässt einfach eine Scheibe verschwinden. Kommt demnach billiger, als Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten. Auch nicht übel.

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Frohe Ostern…

gewünscht in Stadt und Land. Und mal wieder ein kleiner Tipp von mir an diejenigen, die auf den Weg in ihren verdienten Kurzurlaub sind. Nehmt Euch mal fünf Minuten Zeit und macht mal Pause auf einem Rasthof.
Dort seht Ihr wieder zig Fahrer aus Osteuropa, die dort in ihren Lkw warten und hausieren, bis Sie weiter fahren dürfen. Das ist eine Parallelwelt mit teilweise schlimmen Zuständen.

Im folgenden Video werden solche Zustände gezeigt. Da arbeiten Fahrer für einen Minilohn und werden nach gefahrenen Kilometer bezahlt. Allein das ist schon lange nicht mehr zulässig.
Wie die Kontrollpraxis in Deutschland aussieht, hat Christian in seinem Blog beschrieben. Er beobachtete, wie osteuropäische Fahrer mit einem Shuttlebus auf einen Parkplatz gefahren werden, um Kollegen abzulösen.
Das ist mittlerweile gängige Praxis. Dabei wird oft gegen Lenk- und Ruhezeiten, sowie gegen Kabotageregelungen verstoßen. So gilt die Anfahrt zum Lkw als Arbeitszeit, müßte also nachgetragen werden. Nur wird das von den Fahrern oftmals nicht gemacht.

Wie das Bundesamt für Güterverkehr auf Hinweise dazu reagiert, hat Christian in seinem Blog beschrieben. Das ist für solch eine Behörde eigentlich ein Armutszeugnis.

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Weitere Informationen

YouTube-Originallink >>>

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Strafe folgte gleich

An der Bayerisch-Österreichischen Grenze finden ja zur Zeit Grenzkontrollen statt. In Suben und am Walserberg merkt man es mehr, bei Kiefersfelden dagegen halten sich die Staus im erträglichen Rahmen.

Heute früh waren es nicht mal fünfhundert Meter. Für einige wohl trotzdem zu viel.
Zwei Pkw scherten zwischen mir und meinem Vordermann ein, kein Problem. Platz war vorhanden. Nicht aber für einen dritten, der sich mit aller Gewalt nach rechts drängelte.

So was macht man doch nicht. Erst recht nicht vor den Augen der Polizei. Das der, übrigens ein Eichsfelder, anschließend kontrolliert wurde, war klar. Strafe muss halt sein.

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Das System der Kontrolle

Raymund Lausberg ist Hauptinspektor bei der belgischen Polizei. Mehr über ihn und die Hintergründe seiner Arbeit erfahrt Ihr hier >>>

Hier mal ein kleiner Ausschnitt aus einer seiner Kontrollen:

Wahnsinn auf unseren Straßen: 4 Lkw kontrolliert und ALLE besanstandet:

1: LT/B Sattelzug in Panne – Abschleppdienst bringt Ersatzzugmaschine mit 4 Monaten abgelaufenen TÜV. Stillgelegt und zum TÜV gebracht. LT Fahrer seit 3 Monaten im Fahrzeug (siehe Bild). Strafanzeige Menschenrechtsverletzung.

Zigeuner im Lkw

2: BG/B Sattelzug erste Woche in Doppelbesatzung beendet Schichtzeit nach über 38h (das sind 17 zu viel)

3: PL/B Sattelzug mit gefälschten PL TÜV (jetzt sind wir bei über 60 erwischte)

4: PL/FIN Sattelzug mit gefälschter Urlaubsbescheinigung + 7 EG-Verstößen

Die osteuropäischen Fahrer dieser Lkw sind ganz arme Schweine. Ausgebeutet von ihren Chefs und diese widerum werden ausgenutzt von westeuropäischen Logistikunternehmen. Die Devise lautet billig bis zum geht nicht mehr.
Einfach verrückt. Die Großen werden noch grösser und den kleinen Spediteuren steht das Wasser bis zum Hals – und viele schauen nur zu, obwohl dieses Übel eigentlich verhindert werden kann.

Für viele Normalbürger ist dieses Wochenende etwas länger und wird bei Verwandten, Bekannten oder Freunden verbracht. Fahrt am Sonntag auf der Rückfahrt nach Hause einfach mal über einen beliebigen Rasthof und schaut Euch an, wie die Fahrer dort hausen. Dazu reichen fünf Minuten.
Im Rasthaus werdet Ihr sicher keinen finden. Die Verpflegung dort kann kaum einer von denen bezahlen. Gekocht und gegessen wird am oder im Lkw, inmitten von wabernden Urindämpfen. Denn selbst die SaniFair-Toiletten können sich viele nicht leisten.

Tja, und dann zählt mal diese silbernen VW-Bullis vom Bundesamt für Güterverkehr. Ich gehe jede Wette ein, dass Ihr keinen von denen sehen werdet. Denn kontrolliert wird am Wochenende so gut wie nie. Die Fahrer dürfen ja während ihrer Wochenendruhezeit nicht gestört werden. Das ist nur ein Argument.

Deshalb sind die Rastanlagen in Deutschland auch an Wochenenden überfüllt. In Belgien und Frankreich dagegen herrscht gähnende Leere. Denn dort werden die Sozialvorschriften überprüft. Deshalb werden die Fahrer von ihren Arbeitgebern angewiesen, bis nach Deutschland zu fahren. Denn da gilt Narrenfreiheit.

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Keine Ahnung warum

Aber irgendwie ziehe ich die italienische Polizia derzeit magisch an.

Dienstag Mittag hatte ich die nächste Kontrolle – und diesmal war ich wirklich unschuldig. Ich zwischen zwei Italienern und mich ziehen sie raus. Passiert ist das hinter einer Mautstelle bei Bologna.
Bisher kannte ich das immer anders. Da hielten die sich eher an ihre Landsleute. Schwamm man als Ausländer gemütlich im Strom mit und fiel nicht auf, hatte man seine Ruhe. Kontrollen hatte man dann kaum zu befürchten.

Diesmal wollten die neben den Dokumenten zwei Ausdrucke haben, die vom Montag und Dienstag. Es war alles ok, nach zehn Minuten durfte ich weiter fahren.

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Mein Fuß ist deutsch

Auf dem Bild unten sieht man das Ende einer Kontrolle, die mit „Buongiorno“ begann und mit „Piano“ endete. Aber von Anfang an: Ich sollte gestern Nachmittag in der Nähe von Cuneo, also südlich von Turin laden.
Wer die italienischen Straßen abseits der Autobahnen kennt, weiß das Gas geben eigentlich eine Sünde ist. Oder anders ausgedrückt, Loch an Loch, aber sie hält doch.

Nur wie es manchmal so ist, wenn einem die Zeit im Nacken sitzt, wird man halt zum Missetäter. Aber der Ansatz einer Strafe folgte prompt.
In den Dörfern fuhr ich fünfzig, eher noch etwas darunter. Außerhalb jedoch gab ich Gas. Also achtzig, fünfundachtzig. Den Blick stur nach vorne gerichtet, um den ärgsten Löchern auszuweichen, polterte ich Richtung Ladestelle.

Das blaue Auto mit den weißen Aufklebern bemerkte ich erst, als es neben mir war. Dann kam auch schon die Stopp – Kelle. Was folgte, war das übliche bei Kontrollen. Begrüßung, Fahrzeugpapiere, Führerschein, EU – Genehmigung und der ganze Versicherungskram. Ich habe das alles in einer Mappe, die ich denen komplett aushändige. Was die wollen und brauchen, können die sich selber raussuchen.

Dazu Ausdrucke aus dem Tachografen. Und das nicht zu wenig. Ich glaube, der hat gestern fast eine ganze Rolle aufgebraucht. Erst Fahrzeiten der laufenden Woche, dann Geschwindigkeiten und zum Schluss noch Ereignisse. Als ob ich viel Erleben würde.
Aber mal zur Erklärung: Unter „Ereignisse“ werden z.B. Geschwindigkeitsüberschreitungen gespeichert. Lasse ich mich bergab rollen und bin dabei 50 Sekunden schneller als 89 km/h, habe ich ein gespeichertes Ereignis. Ich versuche, dass zu verhindern. Immer gelingt mir das aber nicht.

Dann begann der eine ein Protokoll zu schreiben. In Gedanken rechnete ich schon mein Geld zusammen. Der andere schaute sich die Ausdrucke an und erzählte dem Protokollschreiber irgend etwas. So ging das bestimmt fünf Minuten.
Danach ging alles ganz fix. Ich bekam meine Papiere wieder und durfte fahren. Ohne Strafe, dafür mit der Ermahnung „Piano„.

Normal zahlt man bei Geschwindigkeiten jenseits der Achtzig. Und das nicht wenig. Keine Ahnung, warum ich gestern ohne Strafe davon kam. Vielleicht waren die „Juve – Fans“ und hatten Mitleid mit einem Deutschen. Wer weiß das schon.

Kontrolle Cuneo

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