Drücke "Enter", um den Text zu überspringen.

382 Ergebnisse für "unterwegs"

Auf Schleichfahrt Richtung Norden

Bis Anfang August musste ich warten, um meinen ersten diesjährigen, von Urlaubern verursachten Supermegastau zu erleben.
Na gut, jetzt habe ich etwas übertrieben. Vor dem Südportal des Gotthardtunnel standen wir – also meine Lieblingsverkehrsteilnehmer und ich – nur auf zehn Kilometer oder so. Aber das reichte für mehr als zwei Stunden Schleichfahrt.

Immerhin hatte ich Zeit genug, mir folgende Frage zu stellen: Warum hält man Samstags die Autobahnen weitgehend frei von Lkw, wenn ein Großteil der Urlauber doch in der Woche unterwegs ist?

10 Kommentare

SPD in Panik

Sommer, Sonne, Sonnenschein habe auch ich an diesem Wochenende. Gut, dass kommt in meinem Fall nicht ganz so toll. Bei mir ist Rasthofambiente angesagt. Dank der tollen Ferienreiseverordnung habe ich es nur bis zu einem Rasthof bei München geschafft. Da war Endstation. Nun sitze ich bei mehr als dreißig Grad Außentemperatur in der noch wärmeren Hütte und warte darauf, dass es Montagfrüh weiter geht.

Im Rasthaus gibt es neben der normalen Fresstheke einen Nordseestand und die mittlerweile obligatorische BurgerKing-Ecke. Zumindest verhungern tue ich hier nicht. Also theoretisch. Praktisch sieht es ein wenig anders aus. Mein gewünschter Spießbraten war bereits alle. Wohl von Touristen weg gegessen. Der Fischstand war um kurz nach sieben Uhr heute Abend bereits komplett geschlossen und vor der Fast Food-Theke betrug die Wartezeit eine geschätzte Stunde. Grob geschätzt.
So musste ein Schnitzel herhalten. Trocken, da ohne Soße, aber immerhin mit einigen Zwergtomaten als Beilage. Den bei Tank&Rast versprochenen Mini-Fußball gab es natürlich auch nicht. Nicht umsonst liest man auf deren Werbeseite „Nur solange der Vorrat reicht!“

Aber vielleicht hat das eh alles bald ein Ende. Nämlich dann, wenn die SPD den nächsten Kanzler stellt. Denn ein Florian Pronold, der auch dem Wahlkampfteam von SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück angehört, sagte am Freitag der „Mittelbayerischen Zeitung“:

Wenn in Ferienzeiten ein klares bundesweites Lkw-Verbot gilt, hat es auch die Polizei einfacher, die Einhaltung zu kontrollieren

Was habe ich mich gefreut. Staatlich verordneter Urlaub für mich und meine hunderttausenden Kollegen. Für ganze acht Wochen. Oder auch zehn. Endlich ein Politiker, dem meine geschundene Seele etwas bedeutet.
Aber dieses Hochgefühl hielt nicht lange an. Die primitive Freude verwandelte sich schnell in Frust. Oder eher Enttäuschung. Nämlich darüber, dass mal wieder jemand auch auf meine Kosten Wahlkampf betreibt.

Dieses bundesweites Lkw-Verbot bezieht sich natürlich nicht auf ein achtwöchiges Fahrverbot. Keine Ahnung, warum und ob der diesen oben zitierten Satz überhaupt gesagt hat. Er wird auf jeden Fall in verschiedenen Zeitungen so wieder gegeben. Nein, Pronold fordert in der Ferienreisezeit vom 01.07. bis zum 31.08. ein allgemeines Überholverbot für Lkw auf allen zweispurigen Bundesautobahnen. Das fördert den Verkehrsfluss, verbessert die Verkehrssicherheit und verhindert Staus im Ferienreiseverkehr.

Auf einem Großteil der zweispurig ausgebauten Autobahnen in Deutschland gilt zumindest tagsüber eh schon ein flächendeckendes Lkw-Überholverbot. Wie der Verkehrsfluss dort funktioniert, kann man bereits jetzt gut beobachten. Da gibt es Schleicher, Drängler, Fahrer die rechts überholen und andere, die wiederum andere schneiden oder ausbremsen. Um das zu erkennen, braucht es kein allgemeines Überholverbot für Lkw. Über eine angeblich verbesserte Verkehrssicherheit braucht man überhaupt nicht erst zu reden. Genauso wenig wie von angeblich verhinderten Staus.

Wann gibt es denn die längsten Staus in den Sommermonaten? Doch wohl Samstags. Ein Tag, an dem dank der bereits erwähnten Ferienreiseverordnung kaum Lkw unterwegs sind. Was soll also dieser dumme Vorschlag vom SPD-Pronold? In der dazugehörigen Pressemitteilung hofft er auf die Akzeptanz der Lkw-Fahrerinnen und -Fahrer. Wörtlich liest man da:

Der Verzicht auf Elefantenrennen hat auch für Transport- und Logistikunternehmen viele Vorteile: Geringerer Fahrzeugverschleiß und Kraftstoffverbrauch sowie weniger Stress für den Fahrer

Was glaubt der Pronold, was ich im Lkw mache, wenn zwanzig andere Laster vor mir fahren? Das interessiert den nicht, ich erwähne es aber trotzdem: Bremsen, Gas geben, Schalten. Und das an einer Tour. Eine gleichmäßige Geschwindigkeit kann ich da nicht mehr fahren. Wo da der geringere Fahrzeugverschleiß und Kraftstoffverbrauch herkommen sollen? Keine Ahnung! Klar, ich könnte den Tempomat auf 60 km/h einstellen. Dann wäre ich vielleicht der erste. Der zehnte hinter mir, würde dann stehen. Womit wir wieder beim Verkehrsfluss wären.

Anmerkung: Im Artikel der verlinkten „Ruhrnachrichten“ hat man den Zusatz „Überhol“ unterschlagen. Der Satz von Pronold in der „Mittelbayrischen Zeitung“ lautet: „Wenn in Ferienzeiten ein klares bundesweites Lkw-Überholverbot gilt, hat es auch die Polizei einfacher, die Einhaltung zu kontrollieren.“
Somit war meine kurze Freude völlig umsonst!

Homepage von F. Pronold
Pressemitteilung: Lkw-Elefantenrennen in der Sommerreisezeit beenden
Mittelbayrische Zeitung: SPD will „Elefantenrennen“ verbieten
Autobahn Tank & Rast

8 Kommentare

Haarige Sache

Vor einigen Wochen erblickte ich auf einem Autohof diesen Flyer:

Keine schlechte Idee. Während man unterwegs seine Pause macht, geht man zum mobilen Friseur. Eigentlich nichts besonderes, trotzdem ist mir solch eine Dienstleistung bisher noch nicht aufgefallen.

Auf eben diesem Autohof wurde mir letzten Freitag von einem Mann ein Haarschneidetrimmset angeboten. Das man mir Messersets, Laptops oder Goldschmuck andrehen will, ist ja nichts neues. Aber solch ein Teil ist mir noch nicht untergekommen.

Kommentare geschlossen

Eigenartig

Kleines Problem am Rande: Mit meinem mobilen Internet Stick komme ich nicht mehr ins Backend von WordPress. Das einzige was erscheint, ist eine Fehlermeldung:

Fehlermeldung WordPress

Via Festnetz von daheim gibt es keine Probleme. Ich dachte erst, es läge eventuell an einem Plugin. Dem war aber nicht so. Ich habe alle deaktiviert, trotzdem funktionierte es nicht. An den Einstellungen des Sticks habe ich auch nichts verändert.
Alle anderen Seiten kann ich ohne Probleme aufrufen. Nur mit dem Login von WordPress gibt es Probleme.

Das bedeutet leider, dass ich momentan von unterwegs nix mehr schreiben kann. So muss ich also vor- oder nachschreiben – zumindest so lange, bis ich eine Lösung für dieses Problem gefunden habe. Kommende Woche will ich nochmal die Einstellungen des Sticks kontrollieren. Vielleicht habe ich doch etwas übersehen.

6 Kommentare

Sie haben Post

Christoph hat mit Freunden eine App entwickelt:

Hallo Maik,

Ich habe eine kleine iPhone App erfunden und mit ein Paar Kumpels programmiert,
mit der man Freunde via SMS finden kann.

Ich habe festgestellt, die App wird anscheinend in den USA von Truckern benutzt,
um sich gegenseitig zu finden.

Ich dachte, ev. waere das etwas, worueber du auch bloggen moechtest? Ev. waere
das auch fuer Trucker in Europa interessant?

Momentan gibt’s die App leider erst fuer’s iPhone. Aber ich hoffe, dass wir auch
bald eine Android und Blackberry App haben werden. Der Trick daran ist, dass
derjenige, der geortet werden soll die App aber gar nicht benoetigt. Nur ein
Handy mit Internet-Anschluss und GPS.

Wenn du moechtest kannst du gerne mal schauen, die App ist kostenlos:

https://itunes.apple.com/app/where-are-you-app/id608238999?mt=8&uo=4

Viel Spass und ich freue mich auf’s Feedback,
Christoph

Hallo Christoph, ich selber habe ein Android-Handy. Also bin ich da noch außen vor. Aber zum eigentlichen Thema: Deutsche Lkw-Fahrer lieben Facebook. Bei dieser Gruppe wirst Du es mit solch einer App schwer haben.
Dazu kommt die Skepsis gegenüber allem neuen – erst recht aus der digitalen Welt. Der Altersdurchschnitt unter den Fahrern ist halt relativ hoch. Das heißt nicht, dass nur Technikmuffel unterwegs sind, nein. Aber bis sich neue Sachen durchsetzen, braucht es halt seine Zeit. Das ist zumindest meine Erfahrung.

Kommentare geschlossen

Sie haben Post

Tim hat unterwegs eine interessante Entdeckung gemacht:

Hallo,

wahrscheinlich ist die Frage für dich banal aber als ich heute an der Ampel neben einem LKW stand sind mir diese sonderbaren Klammern an der Felge aufgefallen.
Üblich sind Sie nicht oder und welche Funktion haben sie?
Da du der einzige LKW Fachmann bist den ich „kenne“ richte ich diese Frage an dich.

Schönes Wochenende noch wünscht

Tim
PS: Foto hab ich selber gemacht deshalb darfst du es verwenden wofür auch immer.

Klammer in Felge

Hallo Tim,

dann verwende ich das Foto als Beispielbild und reiche Deine Frage an meine Leser weiter. Was glaubt Ihr, welche Funktion diese Klammern haben? Unter allen Kommentatoren mit der richtigen Antwort verlose ich per “random.org” eine meiner legendären TruckOnline-Tassen.

20 Kommentare

Neues in Kürze

Quer liegende LKW auf den Autobahnen sind bei diesen Witterungsverhältnissen nichts Seltenes. Oft verlieren die Fahrer die Kontrolle, weil die Lastwagen keine Winterreifen haben. Eine tödliche Bedrohung für die anderen Verkehrsteilnehmer.

So beginnt ein Bericht der Regionalnachrichten „Brandenburg Aktuell“ des RBB. Das dazugehörige filmische Dokument ist auch nicht besser. Oder eher totaler Mumpitz. Öffentlich-rechtliches TrashTV halt. Erinnert mich an „Achtung Kontrolle“.
Interessant finde ich, dass es Menschen gibt, die während der Fahrt erkennen, mit was für Reifen ein Lkw unterwegs ist. Die wären ein Fall für „Wetten dass…“. Da bleiben die dem Format wenigstens treu.

Zwei Bundesverbände und ein Wirtschaftverband haben vor mehr als einem Jahr ein Frage- und Antwortspiel zum Thema Lkw und Winterreifen durchgeführt. Ich habe diese Seite schon einmal erwähnt, finde aber auf meinem Blog den Link nicht mehr. Deshalb erwähne ich diese Seite halt noch einmal. Passt ausserdem gut zum Thema: Häufig gestellte Fragen zu Lkw-Winterreifen.

Wie bringt man Güter schnell und sicher ans Ziel?

Der Minister für Verkehr und Infrastruktur in Baden-Württemberg, Winfried Hermann, hat es erkannt:

Sie sind viele und Sie sind fast täglich im Einsatz: Knapp 28.000 sozialversicherungspflichtig beschäftigte Fahrerinnen und Fahrer – allein in Baden-Württemberg – transportieren die Waren, die unsere Gesellschaft in kürzester Zeit verfügbar haben möchte. Damit bilden Sie das Rückgrat eines mittelständisch geprägten Wirtschaftszweiges

Und weiter:

Wer sein Berufsleben hauptsächlich auf der Straße verbringt, kennt die Staus, Gefahren und Probleme aus täglicher Erfahrung

Genau diese Erfahrungen möchte er sammeln und darüber diskutieren, um sie in die tägliche Arbeit seines Ministeriums einfließen zu lassen. Deshalb lädt er alle LKW-Fahrer am Freitag, dem 15. Februar 2013 ins Ministerium für Verkehrs- und Infrastruktur Baden-Württemberg, Hauptstätter Straße 67, 70178 Stuttgart, ein. Eine Anmeldung ist natürlich erforderlich.

Vielleicht könnte Ihm bei dieser Gelegenheit einer sagen, dass der sogenannte Ausweichverkehr nur die wenigsten Bundesstraßen betrifft. Aber das weiss er wohl selbst.

Wer sein Auto liebt, konserviert es

Manche scheinen zu glauben, dass das auch mit Urin funktioniert. Dumm ist nur, wenn das in aller Öffentlichkeit passiert und dazu noch vor den Augen der Staatsmacht. Laut dem „Bayerischen Rundfunk“ erwartet den 50-Jährigen nun ein saftiges Bußgeld. Was man auch immer in Bayern unter „saftig“ versteht.

Nochmal zurück zum Winter

An den Autobahnen in Rheinland-Pfalz wird es auch weiterhin keine Schnee- und Eisräumstationen geben. Der Sprecher des rheinland-pfälzischen Verkehrsministeriums Joachim Winkler, erklärt auch warum:

Die Brummifahrer seien verpflichtet, Leitern, Stangen und Schieber dabei zu haben, um vor Fahrantritt das Fahrzeug von Eis und Schnee freizuräumen. Sinn machten solche Anlagen im übrigen nur für jene Lkw-Fahrer, die dort gerade geparkt hätten. Ansonsten würden sie ja mit vorschriftswidrigen Fahrzeugen eine solche Anlage ansteuern.

Neben Rheinland-Pfalz bieten auch Mecklenburg-Vorpommern, Bremen und Berlin keine Möglichkeiten an, die Plane oder den Koffer vom winterlichen Ballast zu befreien.

Harte Burschen

In Linz wurde ein Lkw-Fahrer bei einer Verkehrskontrolle gestoppt. Dabei stellte sich heraus, dass der in Ungarn wohnhafte Mann seit 30 Jahren mit gefälschten Papieren unterwegs war. Tolle Leistung. Vielleicht sollte man Ihm ein gültiges Dokument schenken. Damit fahren viele sicher schlechter.

Ein Pole inspiziert seinen Lkw, rutscht dabei aus und wird von einem anderen Laster angefahren. Dessen Fahrer ergreift daraufhin die Flucht. Laut „TLZ.de“ holt der polnische Fahrer aber keine Hilfe. Erst Stunden später wird eine Polizeistreife auf Ihn aufmerksam, da er sich kaum noch auf den Beinen halten kann.

Ein Mann kauft einen gebrauchten Lkw und macht sich mit diesem Gefährt auf den Weg nach Travemünde. Zwischen Brunsbüttel und Itzehoe fiel Zollbeamten die unsichere Fahrweise des Mannes auf und er wurde daraufhin gestoppt. Neben einer ausgeschlagenen Lenkung, völlig durchgerosteter und sogar gebrochener Rahmen, sowie eine Achse, an der die Querlenkung abgerissen war, stellten die Beamten auch fest, dass der Fahrer auf einem Auge blind war.

Eurotransport.de berichtet über einen Thüringer, der seit einigen Wintern sein Geld auf der „IceRoad“ verdient. Mit jeder Tour bringt er bis zu 50 000 Liter Diesel in die Außenposten der Zivilisation. Zu Beginn der Saison hat er jedoch höchstens 12 000 Liter im Tank. Erst mit zunehmender Eisdicke darf auch die Zuladung schwerer werden.

5 Kommentare

Bequemlichkeit siegt nicht immer

Ein Navigationsgerät ist eine tolle Sache. Man spart Zeit und wird intelligent an sein Ziel geleitet. So kommt man in der Regel ohne Ortskenntnis an sein Ziel. Richtiges Verirren wird somit eigentlich zur Kunst.

Natürlich gibt es auch Straßen, die selbst aktuelle Geräte nicht kennen. Dann läuft es so ab wie früher: Halten, Fragen, Fahren – und drei Ecken weiter, dass gleiche Spiel von vorn. In Deutschland ist das kein Problem. Es gibt Atlanten, die jede Dorfstrasse anzeigen. Einige Exemplare habe ich noch immer dabei. Auch Tankstellen oder Einkaufsläden sind eine Hilfe. Die Angestellten kennen sich meist gut aus. Und man versteht Sie.
Im Ausland, in meinem Fall also Italien, ist das nicht immer so toll.

Castel Mella ist ein kleiner Ort, südlich von Brescia gelegen. Klein heißt aber nicht immer übersichtlich. Ein Industriegebiet teilt man sich mit dem großen Brescia, das Dorf selber grenzt direkt an andere Siedlungen. So richtig war mir also nicht klar, wo ich gerade war.
Auch Fragen brachte nicht viel. Die wenigen Menschen, die zu Fuß unterwegs waren, kannten weder die gesuchte Straße, noch die Firma. Oder hatten schlicht keine Lust, mir zu helfen.

Dann war ich völlig verkehrt. Die Behausungen verschwanden, bis zu den nächsten Häusern waren es drei oder vier Kilometer. Ich fuhr langsam die Straße entlang, mit der Hoffnung, eine Möglichkeit zum drehen zu finden. Ein Kreisverkehr war auch nicht in Sicht. Irgendwie typisch. Wenn man so ein Ding braucht, kommt natürlich keiner.

Nach einigen hundert Metern ergab sich aber eine passende Möglichkeit. Rechts war ein Weg, in den ich einfahren konnte. Von diesem wieder rückwärts auf die Hauptstraße und es würde wieder zurück gehen. Gut gedacht.
Dumm nur, dass ich diese Einfahrt zu spät gesehen hatte und einige Meter zu weit gefahren bin. Ich schaltete die Warnblinker an, hielt, lies die hinter mir fahrenden Pkw vorbei und wartete noch einen Moment. Nun tat sich nichts mehr. Auch im Spiegel sah ich weder einen Pkw, noch den Schatten davon.

Jetzt siegte meine Bequemlichkeit. Auf’s aussteigen verzichtete ich. Stattdessen fuhr ich zwei oder drei Meter rückwärts und hielt nochmal kurz an. Nix tat sich hinter dem Lkw. Also das gleiche nochmal. Ein kurzes Stück fahren und halten. Wieder nichts.
Beim dritten Mal knirschte es. Fast gleichzeitig ertönte eine Hupe. Tolle Show.

Nun stieg ich aus. Notgedrungen. Es befand sich doch noch ein Pkw hinter mir. Mit einer Frau am Steuer. Das schreibe ich ohne Hintergedanken. Gedanken machte ich mir aber, wieso die sich nicht vorher bemerkbar gemacht hatte. Obwohl, es waren eher Worte. Etwas lautere Worte.
Klar war es meine Schuld. Sich mit einem Lkw rückwärts zu bewegen, ist immer gefährlich. In der Fahrschule lernte ich, solch eine Aktion nie ohne Einweiser zu starten. Nur wo bekommt man den in der Regel her?

Aber zurück zum Thema: Es folgte das übliche Prozedere. Erst wurde die Verwandschaft angerufen, dann die Carabinieri. Erstere war schnell da, zweitere lies auf sich warten. Die Unfallaufnahme dauerte trotz des geringen Schadens nochmals fast eine Stunde.

Unfall

Wäre ich vorher ausgestiegen. Nun ja, dumm und bequem halt…

8 Kommentare

Wurde nicht das gefunden, wonach du gesucht hast? Versuche deine Suchanfrage zu verfeinern.