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TruckOnline.de Posts

Schlaue Zitate

Mit meinen dreißig Jahren denke ich, dass ich schon eine Menge geschafft habe. Wenn man eine gute Ausstrahlung hat und sich ordentlich verhält, den Leuten offen entgegen geht, einen gewissen Charme an den Tag legt, gute Laune hat, ist die Resonanz die man bekommt in der Regel so, wie man selbst ist.

Mir passiert kein Fehler zweimal. Niemals. Weil jedes mal kostet ein Fehler Geld. Und wenn Leute als Angestellte unterwegs sind, wird das vielleicht manchmal nicht so ernst genommen und dann passieren Fehler, zwei-, dreimal.
Damit muss man Leben. Denn wenn die Leute so gut wären wie ich, wären sie nicht meine Angestellten, sondern meine Konkurrenten.

Marc Panzer (Spediteur) in Asphalt Cowboys Staffel 6, Folge 2 (Hilf Dir selbst)
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Kein Wasser mehr

Ich fand es immer angenehm, meinen kleinen Wasservorrat den ich unterwegs so brauche, an Autobahntankstellen auffüllen zu können. Tür auf, Kanister schnappen, voll machen, wieder rein, Tür zu, fertig. Keine weite Schlepperei, wenig gepansche, alles gut.

Die Corona-Krise scheint aber auch vielen Pächtern arg zugesetzt zu haben. Denn immer öfter werden die Wasserhähne abgeschraubt, Fragen ob ich trotzdem Wasser bekommen könnte, werden meist mit „nein“ beantwortet.

Ohne Hahn kein Wasser

Klar verstehe ich die Pächter. Wasser ist ein wertvolles Gut. Nicht umsonst verkaufen die Literflaschen für vier Euro das Stück. Selbst das Wasser aus der Leitung ist in Deutschland teuer. Für den Gegenwert von einem Euro bekommt man auch nur ungefähr 500 Liter.
Wenn also fünfzig Fahrer ihren 10-Liter Kanister auffüllen, kostet das den Gegenwert eines halben Espresso, den die verkaufen. Wow, dass ist wirklich kaum zu finanzieren.

Aber mal ernsthaft. Wenn es euch in den Krallen von Tank & Rast so schlecht geht, ich zahle sogar zwanzig, von mir aus auch dreißig Cent für zehn Liter Leitungswasser.
Nur lässt mir die Möglichkeit etwas von der Brühe zu bunkern. Denn die Möglichkeit unterwegs mal die Hände oder das Gesicht abwaschen zu können, kann nie verkehrt sein.

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Links und rechts der (Daten-) autobahn

Eine Lkw-Demo in Berlin. Dieses mal nicht wie vor Jahren von Fahrern organisiert, sondern von Unternehmern, also Selbstfahrern und kleinen Mittelständlern. Die Gülle steht vielen von denen bis zum Haaransatz.
Da die Wirtschaft abschmiert sind viele Arbeitnehmer in Kurzarbeit, deren Brieftaschen leer. Folge, es wird weniger gekauft, erst recht keine Luxusgüter. Auch Autos gehören dazu. Können sich ja immer weniger leisten.

Heißt für Transporteure, es gibt weniger Ladung auf dem Markt. Und um die zu bekommen, wird gekämpft. Vor allem damit, billiger als die Konkurrenz zu sein. Also sinken die Frachtpreise weiter.

Dann gibt es noch die Frachtführer aus dem Osten und Südosten Europas. Gegen die kommt kein deutsches Transportunternehmen an. Zumindest nicht legal. Hoffnung macht nur das Mobilitätspaket. Zwar auch nicht das gelbe vom Ei, aber vielleicht wird dessen Einhaltung ja endlich mal von Kontrollbehörden kontrolliert. Dabei könnten nebenbei auch die schwarze Schafe unter deutschen Speditionen mit ausgesiebt werden.

Auf einigen Facebookseiten wird die Demo schon schlecht geschrieben. Zu wenig Teilnehmer, die, die es interessieren sollte bekommen es eh nicht mit, veraltete und nicht durchführbare Forderungen, nur aufgemotzte Autos. Alles bla bla. Lasst die Leute doch machen, die bekommen den Arsch wenigstens hoch.
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Eigentlich hat der Beruf des Fernfahrers rein gar nichts mit Romantik zu tun. Trotzdem schaffe ich es, mir das Leben unterwegs schön zu machen.
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Ein Logistiker aus Duisburg geißelt Sozialdumping an den Terminals des Kombinierten Verkehrs und fordert eine verbindliche Bezahlung nach Tarif.

Einer fordert das? Warum nicht mehrere? Vielleicht weil es von den Spediteuren doch so gewollt ist? Immer gibt es einen der es für weniger kann. Zumindest eine Zeit lang. Denn nur der derzeitige Profit zählt. Dagegen hilft auch kein Lkw-Convoi in Berlin.
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Unerlaubter Warentransport heißt hier „Verstoß gegen Kabotagebestimmungen“. Tatsächlich wurde mal einer erwischt. Unglaublich. Es muss eben nur kontrolliert werden.
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So ein Wochenende im Lkw ist lang, kann mit Alkohol aber erträglicher werden. Blöd nur, dass der auch aggressiv macht.

So vor einem Jahr geschehen. Zwei Osteuropäer saufen vertreiben sich die freie Zeit mit Alkohol, geraten in Streit, dann ist einer tot. Jetzt wurde Anklage gegen einen 31-jährigen erhoben.
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Endlich ist mir klar, wo das Corona-Virus herkommt. Made in Romania or Bulgaria.

Aber mal ernsthaft. Schuld sind natürlich nur die Arbeitssklaven. Laschet windet sich wie ein Aal und tut so, als ob es diese Zustände erst seit kurzem gibt. Egal ob in der Ernte, im Transport oder in der Fleischindustrie. Das geht so seit Jahrzehnten. Aber hauptsache schön die Augen geschlossen halten.

Vielleicht lehne ich mich jetzt ein bissel weit aus dem Fenster, aber für mich sind diese Zustände unter denen Ost- und Südosteropäer oftmals hier im Westen hausen, nix anderes als Sklaverei. Das einer der Bundeskanzler werden will, so etwas beschönigt und kleinredet, macht mich schon ein bisschen stinkig. Und das kommt selten vor.
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Schlaue Zitate

Das Leben fängt an, wenn der Hund tot ist und die Kinder aus dem Haus sind.

Deutsches Sprichwort
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Muss ich nicht verstehen

Das ein Kollege aus dem Nahverkehr einen halben Tag „meinen“ Lkw fährt um die von mir letzte Woche in Italien geladene Ware auszuliefern, damit ich meine Wochenruhezeit einhalten kann, ist ja nett. Auch das er seinen Lieblingssender hören möchte, auf der Suche danach die von mir gespeicherten Stationen löscht, geschenkt.
Nur warum er in den Einstellungen des Bordcomputer Kilometer durch Meilen und Celsius durch Fahrenheit ersetzt hat? Keine Ahnung. Vielleicht haben sich Gene aus Übersee in ihm versteckt? Ich weiß es nicht.

War heiß heute

Was ich aber weiß, dass er die Plane vom Auflieger nicht auf bekommen hat. Ist eigentlich nicht so schwer. Erst die Plane ein Stück hoch drücken, den Hebel der sich darunter versteckt, nach vorn ziehen, die Seitenplane entspannt sich, fertig. Dann die Strebe aus der Führung drücken und schon öffnet sich die Seite des Aufliegers ganz leicht.

Macht man das nicht, zieht man an der Schlaufe wie ein Irrer. Logisch, ist ja noch alles fest. Da gibt nix nach, außer die Schlaufe irgendwann selbst. Also statt mal zu schauen, warum da nichts passiert, denn irgendeinen Grund muss es ja geben, lässt er rohe Kräfte walten.

Wo rohe Kräfte walten…

Aber stimmt, es gibt schlimmeres. Die Einstellungen im Bordcomputer sind schnell geändert, Radiostationen fix neu gespeichert und zwei Nieten, schon ist die Halteschlaufe wieder fest. Also kein Grund zur Aufregung, lohnt nicht.

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Links und rechts der (Daten-) autobahn

Neu in der Linkliste: Der Dieselnomade.
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Die Ankündigung zu einer Demo am 19. Juni 2020 in Berlin. Sind vor allem kleine Frachtführer, die da demonstrieren wollen. Also die, die oft als Subunternehmer für größere Spediteure fahren oder/und von Frachtbörsen abhängig sind. Besonders da sind seit Beginn der Corona-Krise die Preise im Keller.
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Hier mal eine gute Nachricht: Tank & Rast will bis Mitte Juni alle Autobahnraststätten wieder öffnen. Endlich gibt es wieder gutes und preiswertes Essen unterwegs. Wieder eine Krise überwunden.
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Schaut Euch mal in diesem Bericht das Bild ganz oben an. Einen dümmeren Ort um etwas zu deponieren, konnte der kaum finden. Wer da irgendetwas abstellt, hier eine Kaffeemaschine, ist selbst Schuld, wenn er kontrolliert wird. Er recht wenn man in die Schweiz fährt, da reagiert man halt mal allergisch auf alles, was die Sicht versperrt.

Dazu noch ohne gültige Fahrberechtigung. Ich nehme mal an, die „95“ ist abgelaufen. Wie sieht es im Artikel;:

Der Fahrer musste ein Depositum von mehreren tausend Franken hinterlegen.

watson.ch

Depositum bedeutet Sicherheitsleistung oder Kaution. Die endgültige Strafe bestimmt ein Staatsanwalt. Die dürfte aber in etwa der Höhe der gezahlten Kaution liegen. Teures Lehrgeld für den Slowaken.
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Billig, billiger, am billigsten. Diese Osteuropäische Arbeitssklaven sind Bauernopfer in unser aller System.
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Was lese ich hier:

Mit 300 Mitarbeitern und 250 Lkw im Dauerbetrieb ist an einem Wochenende eine Großsanierung auf der A3 in Nordrhein-Westfalen (NRW) umgesetzt worden. In nur gut 50 Stunden sei die Autobahn zwischen den Kreuzen Kaiserberg und Breitscheid in beiden Fahrtrichtungen komplett saniert worden…

www.eurotransport.de

Das in NRW, wo nicht mal eine Brücke fertig wird? Unglaublich. Aber nicht immer nur meckern. So eine Turbo-Sanierung ist doch prima. Wenn jetzt noch die ein oder andere Tagesbaustelle in die Nacht verlegt wird…
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Tom Astor wusste es schon vor 40 Jahren

14 Tage auf dem Brenner, ohne Dusche, ohne Frau.
Im LKW vergammelt der Spinat.

Tom Astor „14 Tage auf dem Brenner

Kennt Ihr nicht? Macht nix. Ist auch nicht die Musik, die ich höre. Und ganz so schlimm ist es heute auch nicht. Denn weder habe ich schon mal Spinat durch die Gegend gefahren, noch stehe ich hier zwei Wochen herum.

Aber ein „aber“ gibt es immer. Gestern Feiertag und Fahrverbot in Österreich, heute Stau in Italien. Also alles wie immer.
Das ich allerdings schon bei Kilometer 49,8, also zwischen Klausen und Brixen, weit unterhalb vom Brenner stehe, ist heftig. Selbst für mich, fahre ja nicht erst seit letzte Woche hier runter.

stau in südtirol brennerautobahn
Stau, Stau, Stau

Übrigens, viele Lkw sind der beste Indikator dafür, dass die Wirtschaft in Europa wieder anzieht. Denn was produziert wird, muss auch transportiert werden. So zumindest meine These.

Aber nun ja. Stehe ich die nächsten Stunden halt dumm rum. Habe eh nichts systemrelevantes geladen. Kann da eh nix dran ändern.

So klingt es in Südtirol
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