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Kategorie: World Wide Web

Links und rechts der (Daten-) autobahn

Es fängt schon an, bevor es los geht. Das ich Kommentare unter einigen Blogbeiträgen deaktiviere, hat nichts mit irgendeiner Datenschutzverordnung oder ähnlichen Kram zu tun. Nein, der Grund ist eigentlich ganz simpel: Es ist Spam. Kleines Beispiel? Bereits fünf Minuten nach Veröffentlichung dieses Beitrages gab es darauf fast 300 dieser unliebsamen Antworten. Die landen dank der Einstellungen im Backend zwar alle im Papierkorb, nerven tut es aber trotzdem. Denn ich habe weder Lust noch Zeit, diese alle paar Minuten zu löschen. Also bleibt der Kommentarbereich erst einmal gleich geschlossen. Zumindest teilweise. Sorry.

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Aktionstag des Auto Club Europa am Juri-Gagarin-Ring in Erfurt: 135 von 347 Radfahrern halten nicht an der roten Ampel
Heißt aber auch, dass sich 2/3 an die Regeln halten. Zumindest in Erfurt.
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Apropo Radfahrer. Ein guter sachlicher Artikel zum Thema „Die Angst des Lkw-Fahrers vor dem toten Winkel“ in der „Neue Presse„.

Das war in Osnabrück, einer absoluten Radfahrerstadt. Dort teilen sich Rad und Auto noch viel häufiger die Fahrbahn als in Hannover.“ Auf dem Weg zur Kreuzung habe er sich einen jungen Radfahrer vorgemerkt, der dann aber an der Ampel nicht mehr zu sehen war. „Ich hatte Grün, wollte rechts über die Rad- und Fußgängerspur abbiegen und wartete vergeblich auf ihn.“

Schließlich sei Heuer – den Lkw halb auf der Kreuzung – ausgestiegen und einmal den Laster gegangen. „Der Radfahrer war weg. Ich dagegen erntete dafür ein Hup-Konzert.“ Doch das war ihm egal. Er konnte beruhigt weiterfahren. „Zur Not würde ich wieder aussteigen.“

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Tirols Landeshauptmann Platter hat nach seinem Unterschrifts-Boykott beim Brenner-Gipfel angekündigt, dass Blockabfertigungen öfter stattfinden sollen. Zudem will er Fahrverbote ausweiten und Lkw strenger kontrollieren lassen.

Seit Jahren sind die Probleme bekannt, die durch den Transitverkehr entstehen. Aber ausser gegenseitigen Schuldzuweisungen der Länder Österreich, Italien, Deutschland und der EU passiert nichts. Jetzt werden die drangsaliert, die für diese Zustände am wenigsten können. Tolles Prinzip.
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Meine Module stehen wieder an. Gestern war Nummer 1 an der Reihe: „Wirtschaftliches Fahren„. Die letzten vor vier Jahren habe ich in einer Fahrschule absolviert. Das spannenste damals war, was es zum Mittag gab und ob der Kaffee reicht. Der Rest? Vertane Freizeit.
Um es dieses Mal etwas spannender zu gestalten, meldete ich mich bei einer anerkannten Ausbildungsstätte für Verkehr an. Natürlich mit der Hoffnung, altes Wissen mit neuen Erkenntnissen zu vermischen. Dazu interessante Vorträge zu hören, dass auftretende Fragen beantwortet werden und diese Stunden an einem Samstag nützlich gestaltet werden.

Aber Fehlanzeige. Klar wurde mir nur, dass sich in den vergangenen vier, fünf Jahren nichts verändert hat. Diese Schulungen sind noch immer für den Pops. Eine Gelddruckmaschine für die durchführenden Institutionen, vergeudete Zeit für die Teilnehmer. Der Schulungsleiter, ich nenne ihn mal so, sitzt vorn, spult sein Programm runter, weicht Fragen aus, spielt Werbevideos eines Zulieferers und eines Lkw-Herstellers ab. Das soll eine berufliche Qualifikation von Kraftfahrern sein. Wenn es nicht so traurig wäre, könnte ich darüber lachen.

Ach so. Kaffee war genug vorhanden. Zur Not war auch ein Automat zur Stelle. Für fünfzig Cent der Becher.
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Tramperin nach Abreise in Leipzig als vermisst gemeldet.
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Zum Schluß noch der Hinweis auf einen sachlichen Bericht ohne Polemik über unseren Beruf: Die Angst fährt mit: Ein Tag mit einem Lkw-Fahrer

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Ich krame mal einen zwei Jahre alten Artikel hervor: „In zehn Jahren werden keine Lkw-Fahrer mehr benötigt„. Also sind es jetzt nur noch knappe acht Jahre. Getränke-Logistiker aus Köln wird das freuen. Dann bekommen die endlich wieder einen Nachschub an Fahrern.
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Bier ist ein gutes Stichwort: Im Jahr 2016 gab es in Deutschland 642 polizeilich registrierte Lkw-Unfälle unter Alkohol- und Rauschmitteleinfluss. Dies sind 140 mehr als im Vorjahr.
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Und noch mehr Alkohol: Lkw-Fahrer irrt drei Tage durch Wald in der Eifel. Immerhin dürfte er danach nüchtern gewesen sein.
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Wieso ich in Deutschland seit Jahren nicht mehr kontrolliert wurde? Die Antwort ist einfach: Es gibt nur 249 Kontrolleure im Kontrolldienst.
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Eben an der Tankstelle einer vor mir, mit Tarnhose und Warnweste. Will der sich nun verstecken oder gesehen werden?
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Nicht wirklich nett: Ein Kommentar zu dem Fahrverbot in Hamburg.

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Sie haben Post

Tja ja, der Fahrermangel. Ist nicht nur in Deutschland oder Westeuropa ein Problem, sondern auch in den Staaten. Immer weniger wollen diesen Job machen. Hier wie dort. Einen interessanten Bericht dazu, hat Blogleser Max gefunden. Vielen Dank für diesen Hinweis. Natürlich auch für das Lob:

Hallo Maik ein sehr interessanter Bericht, der dich evtl auch interessiert, aber zur Not in deine Webfundstücke kommen könnte.

https://www.msn.com/en-us/money/markets/america-doesn’t-have-enough-truckers-and…

btw, danke für deinen Blog der einem einen echt interessanten einblick in Euer Truckerleben gibt.

Gruss
Max

An Gründen für diesen Mangel fehlt es auch in den USA nicht. Fragwürdige Zukunftsaussichten und Überalterung der Fahrer, schlechte Bezahlung und mieses Image. Dazu ein immer höherer Bedarf dank Wirtschaftsboom. Die Branche steht vor einem Dilemma.

Joyce Brenny, Geschäftsführerin von Brenny Transportation in Minnesota, gab ihren LKW-Fahrern dieses Jahr eine 15-prozentige Lohnerhöhung, aber sie kann immer noch nicht genug Arbeiter für einen Job finden, der jetzt mit rund 80.000 Dollar im Jahr bezahlt wird.
Vor einem Jahr, als die Kunden Brenny anriefen, konnte sie fast immer ihre Waren auf einen LKW laden und innerhalb von ein oder zwei Tagen liefern. Jetzt warnt sie die Kunden, dass es zwei Wochen dauern könnte, einen verfügbaren LKW und Fahrer zu finden.

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Wer falsch parkt, wird vertrieben. Oder gleich abgeschleppt: Stadt Hürth ließ zwölf Lkws abschleppen.
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Am 7. Juni stimmt das Europäische Parlament wohl über das Mobilitätspaket ab. Der Europaparlamentarier Ismail Ertug mahnt, sich keinen Illusionen hinzugeben.
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Auf der A 38 in Sachsen-Anhalt erleidet ein Autofahrer während der Fahrt einen Herzinfarkt. Ein dahinter fahrender Lkw-Fahrer verhindert ein größeres Unglück.
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Passt nicht zum Thema dieses Blogs, aber zu diesem Blog: Sascha Lobo über geile Vorschriften.
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Verstoß gegen Sonntagsfahrverbot kostet gesamten Frachtlohn
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Wir kamen auf einem Rastplatz an und sprachen mit einem Lkw-Fahrer. Auf Rumänisch vertraute er uns an, er hätte kein Geld, um eine öffentliche Toilette oder Dusche zu benutzen.

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Unterwegs in Rosà

Seit längeren mal wieder eines meiner anspruchsvollen „Unterwegs in…“-Videos. Es hat halt grad mal gepasst. Aber obacht. Es ist wirklich spektakulär. Also nicht erschrecken, wenn nichts passiert.

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