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Kategorie: World Wide Web

Links und rechts der (Daten-) autobahn

Ein Lkw wird mit fast 100 km/h gestoppt. Bei der anschließenden Kontrolle kann der Fahrer, ein Mazedonier, keinen Originalführerschein vorweisen. Macht aber nix, denn die Spedition, ein deutsches Unternehmen, kann einen Ersatzfahrer schicken.
Seine Strafe musste der Mazedonier übrigens nicht vor Ort zahlen. Er hat mit 69 weiteren Personen eine Meldeadresse am Firmensitz der deutschen Spedition.

Dem drohen u.a. zwei Monate Fahrverbot. Passt doch, da kann er die Wohngemeinschaft putzen. Neunundsechzig Männer machen eine Menge Dreck. Gut, kleiner Scherz. Ich wette, in Wirklichkeit hausen die wochenlang in ihrer Kabine, können aber bei einer Kontrolle sagen: „Ich schlafe in Wohnung bei Firma am Wochenende.“
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Die Gewerkschaft Verdi ist gegen eine Lockerung von Lkw-Fahrverboten an regionalen Feiertagen. Tja nun, wie sehr ein Feiertagsfahrverbot an regionalen Feiertagen oder Feiertagen die auf einen Dienstag, Mittwoch, Donnerstag fallen nötig ist, habe ich an Christi Himmelfahrt gemerkt. Eigentlich überhaupt nicht. Statt den Tag auf einem Rast- oder Autohof zu vermuffeln, durfte ich nach Hause fahren und den Nachmittag und Abend in heimischen Gefilden verbringen.

Wer also spricht hier eigentlich für wessen Interessen? Eine Gewerkschaft für 92, 93, 94 Prozent Nichtorganisierter unter den Fahrern? Kann normal nicht funktionieren. Auch weil wie hier Vernunft und vielleicht auch Bereitschaft für einen fairen Kompromiss leider fehlte.
Dann wundern sich einige, dass Lkw-Fahrer sich sofort abdrehen, wenn das Thema „Verdi“ aufkommt und es schwierig ist, Fahrer als neue Mitglieder zu rekrutieren. Auch weil das Gefühl da ist, dass außer Vorschreiben und Einmischen in eigene persönliche Lebensbereiche nix kommt.

Wir Lkw-Fahrer sind doch schließlich Helden des Alltags und systemrelevant. Schreibt auch Verdi. Nur dann behandelt uns auch so.
Das beginnt schon damit, dass Modell Gewerkschaft neuen Realitäten anzupassen. Denn wer nicht kapiert, dass es heutzutage für viele nicht mehr unbedingt nötig ist, sich zu organisieren um seine Ziele zu erreichen, einfach weil Fahrer mobil sind und sich per sozialer Netzwerke vernetzen, sich dort Jobs suchen oder auf Hilfe bei Fragen oder Probleme hoffen, dazu ein Handy reicht, um Firmen an den medialen Pranger zu stellen, darf nicht auf Zuspruch oder neue Mitglieder hoffen.
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Lkw von Plozzer Autotrasporti habe ich in Italien schon öfter gesehen. Klar, wie andere auch. Das dort aber Zustände wie im Mittelalter herrschen, also Leibeigenschaft und so, unglaublich. Und auch hier wieder ein Gedanke, warum tun sich Fahrer so etwas an? Auch in Italien gab es einen Fahrermangel, zumindest vor Corona. Aber wahrscheinlich fanden die dort Angestellten das alles nicht sooo schlimm.
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Automobilhersteller und Maschinenbauer versuchen verstärkt, vertraglich fixierte Frachtpreise über Neuausschreibungen zu drücken. Die Metro AG hat das übrigens auch angekündigt – rückwirkend zum 1. April diesen Jahres.

Metro gibt als Grund die niedrigen Dieselpreise an. Deren Senkung der Frachtpreise sollte also nicht von langer Dauer sein. Denn irgendwann demnächst steigen die Spritpreise wieder. Ob Metro dann auch nachzieht? Ich lache mal laut.
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Soldaten an der Paket-Front
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3..2..1..meins. Die Deutsche Bahn Tochter Schenker stellt ab sofort Ladungen im Auktionsverfahren in die Frachtenbörsen. Nach oben gibt es keine Grenze, nach unten natürlich erst recht nicht.
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Links und rechts der (Daten-) autobahn

Soll ich Euch ein Geheimnis verraten? Vor viereinhalb Jahren musste ich meinen Führerschein abgeben. Für vier Wochen. Warum? Weil ich mit meinem Pkw mit knapp hundertfünfundzwanzig statt der erlaubten achtzig durch eine Autobahnbaustelle gerast gefahren bin. Selbst Schuld? Ja. Selbst blöd? Klar.

Drüber geärgert? Jep. Aber nicht hauptsächlich wegen der Geldstrafe oder den zwei Punkten, obwohl beides auch weh tat, sondern des Fahrverbotes wegen. Denn vier Wochen ohne Führerschein ist kacke. Auch oder besonders für einen wie mich, der jobmäßig darauf angewiesen ist.

Seitdem fahre ich vorsichtiger, defensiver, halte mich weitgehend an Vorschriften. Die vier Wochen ohne Führerschein waren also durchaus heilsam für mich. Auch wenn ich diese Zeit noch etwas abmildern konnte. Das Fahrverbot durfte ich auf einen günstigen Zeitraum legen, nämlich über die Weihnachtsfeiertage und Neujahr. Diese Möglichkeit gibt es ja noch immer.

Deshalb habe ich auch kein Problem mit den seit Ende April verschärften Änderungen im Bußgeldkatalog – etwa das drohende Fahrverbot ab 21 km/h über dem erlaubten Tempo, neben 80 Euro Strafe und einem Punkt in Flensburg.
Nur diese Änderungen will Scheuer wieder rückgäng machen. In seinem Ministerium heißt es, diese Regelung sei „unverhältnismäßig“ und sorge für große Aufregung bei den Autofahrern.

Mit 74 km/h durchs Dorf zu kurven, dabei geblitzt zu werden, mit der Gefahr seinen Führerschein zu verlieren, ist also unverhältnismäßig? Sorry, aber das ist beScheuerT. Wer so schnell fährt, macht das nicht mal so einfach aus versehen – muss also mit den Konsequenzen und Strafen klarkommen. Wer also seinen Führerschein behalten will, einfach an Regeln halten. Problem gelöst, sogar ohne Aufregung.
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Syrischer Fahrer kippt mit überladenem Lkw auf der A 20 fast um. Der Lkw hatte übrigens eine deutsche Zulassung.

Während der Überprüfung stellten die Beamten zudem fest, dass der Fahrer den Lkw ohne eingelegte Fahrerkarte geführt hat. Bei der Kontrolle fiel weiter auf, dass der Fahrer offenbar keinerlei Kenntnisse bezüglich der Lenk- und Ruhezeiten sowie arbeitszeitrechtlicher Regelungen hatte. Bei der anschließenden Begutachtung der Ladung wurde dann auch deutlich, warum das Fahrzeug so stark schwankte. Beim Öffnen der Ladefläche fiel bereits ein Teil der Ladung herunter. Der Transporter war bis unter die Decke mit Lebensmitteln beladen, jedoch ohne dabei die geforderten Ladungssicherungsvorschriften einzuhalten.

um-tv.de

Das Leute null Ahnung von der ihnen zugewiesenen Arbeit haben, soll ja vorkommen. Der Bußgeldkatalog wird es schon richten. Auch hier. Es sei denn, Scheuer legt sein Veto ein. Aber gut jetzt.
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Ein Fahrer hängt bewustlos hinterm Lenkrad. Laut dem Bericht auf „t-online“ war er 58. Tja, niemand kann sagen, ihm passiert das nicht. Seit Januar bin ich fünfzig, ab wann sollte ich mich als „potenzielles Risiko“ ansehen?
Ich kenne einen, der sagte mit knapp 80 Jahren: „So, jetzt ist Schluß mit der Fahrerei“. Der fühlt sich bisher fit und fahrfähig, aber kann er das wirklich beurteilen?
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Noch so ein Geschädigter, der mit einem Lkw rund 20 Kilometer falsch auf der A3 fährt.

Der Fahrer wurde leicht verletzt festgenommen. Bei seiner Festnahme machte er laut Polizei einen verwirrten Eindruck. Ob der Mann alkoholisiert war, unter dem Einfluss von Drogen stand oder sich in einem sonstigen psychischen Ausnahmezustand befand, müssen die weiteren Ermittlungen klären.

Passauer Neue Presse

Was ein Wahnsinn. Scheuer übernehmen Sie. Kurwa.
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Weil sie keine digital zu verarbeitenden Informationen bereitstellen, wo entlang ihres Schnellstraßennetzes sichere LKW-Parkplätze zu finden sind, hat die EU-Komission ein Vertragsverletzungsverfahren gegen acht Länder eingeleitet. Grund? Das wäre ein Verstoß gegen die EU-Verordnung 885/2013.

Tja, jeden Abend der gleiche Kampf, einen geeigneten Platz zum übernachten zu finden. Kein Wunder, dass einige in einen psychischen Ausnahmezustand abdriften und irgendwo als Geisterfahrer enden.
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Wie wirkt sich Müdigkeit auf Lkw-Fahrer aus?
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Jetzt wurde auch die IAA-Nutzfahrzeuge in Hannover abgesagt. War ja zu erwarten gewesen.
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Guter Beitrag über die Arbeitsbedingungen im europäischen Transportgewerbe. Ab Minute 16.50 geht es um philippinische Fahrer. Zwölf Monate im Lkw für nicht mal nen tausender im Monat. Seid der Demo in Lübeck vor sieben Jahren hat sich nix geändert.
Klar, für die Philippinos ist das ein super Job mit für sie guten Geld und vielleicht auch normal, im Ausland zu arbeiten. Das europäische Unternehmer gerne auf solche Leute zugreifen, wen wundert es. Preiswert, arbeitsam, zufrieden.

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Der Verkehr auf der Seidenstraße boomt.
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Eine Schwerlastkontrolle irgendwo in Deutschland. Die Ergebnisse? Nicht so lustig. Trotzdem kann ich ein Grinsen nicht unterdrücken.
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Die Gewerkschaft Verdi zeigt den Niederlassungsleiter von Dachser Food Logistics Bremen an und wirft ihm Behinderung der Betriebsratsarbeit vor. Das Logistikunternehmen widerspricht.

Ach kommt. Mauscheleien und Tricksereien sind doch nicht nur in der Transportbranche oft üblich. Gerechte Bezahlung, Einhaltung des Mindestlohns oder gar Tariflohn? Nö, funktioniert nicht. Kommt dann noch einer, der mitbestimmen will, mit Hilfe der Gewerkschaft oder einem Betriebsrat, sehen Führungskräfte rot. Dann wird alles versucht, dass zu untergraben unterbinden.
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Ausnahmeanträge zu den Lenk- und Ruhezeiten gibt es momentan so einige. Bisher war es ja so:

  • Maximale tägliche Tageslenkzeit = 9 Stunden
  • Maximal 2x wöchentlich = 10 Stunden
  • Maximale Wochenlenkzeit = 56 Stunden
  • Maximale Gesamtlenkzeit über 2 Wochen = 90 Stunden

Dann gilt nach maximal 4,5 Stunden eine Fahrtunterbrechung von 45 Minuten.

Gilt so aber nicht mehr überall. In Ungarn, Luxemburg, Niederlande, Rumänien, Slowakei, Bulgarien, Schweden und Österreich wurde die täglich erlaubte Lenkzeit auf elf Stunden erhöht. Ungarn, Griechenland, Rumänien, die Slowakei und Bulgarien erlauben statt viereinhalb Stunden Fahrzeit am Stück jetzt fünfeinhalb Stunden bis zur 45 minütigen Pause.
Auch an die Höchstlenkzeiten innerhalb von zwei Wochen wurde Hand angelegt. In Rumänien und Bulgarien betragen sie weiterhin 90 Stunden. Luxemburg, Niederlande, Belgien, Griechenland und die Slowakei erhöhten diese auf 96 Stunden, Österreich auf 100 Stunden, Ungarn auf 105 Stunden, Irland auf 112 Stunden und Schweden auf gar 120 Stunden.

Diese Ausnahmeregelungen sind vorerst bis zum 31. Mai befristet. Wem diese nutzen? Also mir als Fahrer nicht. Ich halte mich an die bisher geltenden Lenk- und Ruhezeiten.
Eher den großen Logistikern. Eine Firma wie „Hegelmann“ z.B. sehe ich mehr als je zuvor draußen rum fahren. Kaum zu glauben. Die waren ja vor der Krise schon omnipräsent. Jetzt aber scheinen die überall zu sein.

Im Gegensatz dazu wissen andere Transportunternehmen nicht, wo sie die nächste Ladung herbekommen sollen. Und wenn doch eine Fracht gefunden wird, dann zu Preisen, die nicht mal mehr lächerlich sind. So kann auch eine Auslese betrieben werden.
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Sich mit einem Lkw irgendwo festfahren. Man soll nie sagen, dass einem selbst das nie passieren würde. Aber irgendwann sollte doch selbst der ignoranteste oder blindeste Fahrer feststellen, dass es irgendwo da vorne nicht weitergeht.
Hier ist auch wieder so ein Fall. Immerhin hat der versucht, an sein Ziel zu kommen. Zu wenig Einsatz kann man ihm also wirklich nicht vorwerfen.
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Mit mehr als 60 Tonnen Gesamtgewicht unterwegs. Das ist schon eine kleine Hausnummer. Aber Asphalt-Cowboys sind ja hart im nehmen. Auch der wird das absitzen.
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Bei Saarwellingen im Saarland soll ein Sextreff entstehen. Das denken zumindest Einwohner*innen dieser Gemeinde. In Wirklichkeit ist es ein simpler Lkw-Parkplatz an einer Autobahn, gut dreihundert Meter von den nächsten Siedlungshäusern entfernt.
Aber da wo Lkw-Fahrer wie ich ihre Ruhe verbringen müssen, herrscht natürlich Sodom und Gomorra. Party die ganze Nacht, halbnackte Frauen tanzen an Verkehrsschildern, dass Parkplatz-WC wird zum Freudenhaus.

Im verlinkten Beitrag steht im letzten Absatz:

„bei entsprechender Wetterlage“ ein Infostand auf dem Gelände des neuen Einkaufszentrums am Edeka-Markt in Saarwellingen aufgebaut werden.

sol.de

Auch wenn es ein wenig abgedroschen klingt. Aber wie glauben die Leute, kommt all das Zeug in ihr tolles neues Einkaufszentrum?
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Klaas Heufer-Umlauf kämpft für mich
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Seit letzter Woche gelten neue Regeln im Straßenverkehr und höhere Strafen für Vergehen. Für mich bedeutet das: Schrittgeschwindigkeit beim Rechtsabbiegen und mindestens 1,5 Meter Abstand beim Überholen von Radfahrern.
Die Schrittgeschwindigkeit beim rechts abbiegen habe ich schon brav eingehalten. Es gab Ampeln, die waren nach mir wieder rot. Schöne Regel.
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Überschrift in der Süddeutschen: Lkw-Fahrer genießen Respekt

Ach wo. Genauso viel oder eher wenig wie vorher. Lkw-Fahrer sind keine Helden, sondern machen einfach ihren Job. Sagt man doch so, oder?
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Der Gotthardtunnel wird fünfzig
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Links und rechts der (Daten-) autobahn

In den sieben Kontrollzentren der Schweiz wurde im vergangenen Jahr jeder dritte Lkw beanstandet. Echt nur jeder dritte? Wundert mich eigentlich. Denn wenn die Schweizer kontrollieren, dann richtig. Und gründlich. Klar das auch mehr beanstandet wird. Zumal die ja auch die passende Infrastruktur haben. Übers Land wurden Kontrollzentren verteilt, bei deren Durchfahrt automatisch Gewicht, Achslast, Höhe gemessen wird. Beim kleinsten Verstoß wird richtig kontrolliert. Diese Möglichkeit haben Kontrolleure in Deutschland halt nicht.
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Bekkis Schlemmermeile in Bad Sooden-Allendorf. Habe ich letzte Woche schon erwähnt. War am Montag da, 45 Minuten Pause gemacht. Jetzt auch die Hessenschau.
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Selbstausbeutung ist nicht verboten
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Mal ehrlich, aber allmählich reicht es. Ich bin weder Held, noch der Retter der Welt. Dieses schon seit Wochen in den Himmel gehebe und auf der anderen Seite gemeckere, dass alles geschlossen ist, fängt an zu nerven.
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Ein italienischer Transportverband fordert, für eine bestimmte Zeit die Maut auszusetzen. Damit soll Unternehmen geholfen werden, die derzeit prekäre Zeit zu überstehen.
Wäre für Deutschland auch eine Option.
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Der Bau der Rheinbrücke bei Leverkusen verzögert sich und wird erheblich teurer.

Und das Wagnis, mit chinesischem Stahl zu bauen, sei absehbar größer gewesen als der Kostenvorteil, der nach Hesses Erinnerung bei 80 Millionen Euro gelegen hat.

KSTA, 21. 04. 2020

Ja, es wäre von vornherein teurer geworden. Da es hier aber um ein essentielles Infrastrukturprojekt geht, wäre das doch in Ordnung.
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Bekkis Schlemmermeile in Bad Sooden-Allendorf. Vor einem halben Jahr angefangen und dann kam der Coronascheiss. Deshalb einfach mal über die B 27 fahren und die A 7 links oder rechts liegen lassen. Über die Bundesstraße zu kurven ist eh angenehmer und kürzer sowieso. Ausserdem, wer will schon Kassel sehen.
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Der Neubau der Leverkusener Rheinbrücke verzögert sich um Jahre. Grund ist mangelnde Qualität von Stahlbauteilen, die in China hergestellt worden.
Das ist doch ein Witz. Also nicht, dass sich der Bau um Jahre verzögert und wahrscheinlich um einige hundert Millionen Euro teurer wird. Das kennt man ja mittlerweile aus Deutschland. Sondern das wichtige Bauteile aus China geliefert werden. Denn es ist ja nicht so, dass es einige Kilometer stromabwärts ein Werk mit Namen ThyssenKrupp gibt.
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Die Deutsche Post hat Kapazitätsprobleme. Deshalb verzögert sich die Zustellung an Kunden um mehrere Tage.
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Martin Kammer, Geschäftsführer des Landesverbandes Thüringen des Verkehrsgewerbes sieht dringenden Verbesserungsbedarf beim Umgang mit Lkw-Fahrern in der Corona-Krise.

In der Corona-Krise? Oh, erinnert ihr euch noch? Vor der Corona-Pandemie, da wurden wir Fahrer überall wie Könige behandelt. Oder irre ich mich?
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Der Landesverband Thüringen des Verkehrsgewerbes beschwerte sich übrigens vor gar nicht allzu langer Zeit über 8,50 Euro brutto pro Stunde, die ihre Mitglieder durch die flächendeckende Einführung des Mindestlohns für alle Arbeitnehmer über 18 sowohl beim Fahr- und Verladepersonal als auch bei kaufmännischen Beschäftigten zahlen mussten.
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Girteka ist eine Spedition aus Vilnius in Litauen. Heute fahren in deren Farben so ungefähr 7 000 Lkw quer durch Europa. Bis 2021, also nächstes Jahr, sollen es 10 000 Laster sein. Wenn denen die Corona-Krise keinen Strich durch die Rechnung macht.
Denn laut „trans.info“ will Girteka das Tagesgeld für die Fahrer kürzen. Der Grund für eine solche Entscheidung sei, dass ein erheblicher Teil der Kunden den Versand von Ladungen eingestellt hat und Fabriken und Lagerhäuser in ganz Europa, Russland und Skandinavien geschlossen sind.

Ob deren Fahrer deshalb wirklich einen Streik organisieren, wie „trans.info“ berichtet, will ich mal bezweifeln. Aber sollte das Tagesgeld gekürzt werden, dürfte im nationalen Transport der deutsche Mindestlohn sicher nicht eingehalten werden.
Dann dürfte für die hiesige Politik der Punkt erreicht sein, um Firmen wie Girteka endlich mal in die Schranken zu weisen.
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Das Bundesamt für Güterverkehr versichert, dass Kabotagebestimmungen kontrolliert werden. Auch gilt weiterhin die sogenannte „3 in 7“ – Regel. Die besagt, dass im Anschluss an einen in Deutschland vollständig entladenen grenzüberschreitenden Transport maximal drei Kabotagebeförderungen innerhalb von sieben Tagen zulässig sind.

Kabotage selbst ist gewerblicher Güterkraftverkehr mit Be- und Entladeort in einem Staat, dem sogenannten Aufnahmemitgliedstaat, durch einen Unternehmer, der in diesem Staat weder Sitz noch Niederlassung hat.

Nur wer soll diese Einhaltung denn kontrollieren? Sehe ich einen VW-Bulli vom BAG, steht er auf der Fahndung nach Mautsündern auf einem Parkplatz. Oder die Kontrolleure gehen grad anderen Beschäftigungen nach.
An jedem Wochenende sind die Parkplätze auf Rasthöfen überfüllt. Vorwiegend mit in Ost- oder Südosteuropa zugelassenen Lkw. Wer kontrolliert denn da die Wochenruhezeit? Das wäre ein Schritt, Kabotagevergehen zu verhindern. Denn mir kann keiner erzählen, dass bei sämtlichen Firmen die da herum stehen, immer alles nach Vorschrift und Gesetz abläuft.
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Ein Leser schreibt und fragt:

Hallo, ich habe Deinen Bericht im MDR gesehen. Der wo es um die eigentlich unnötigen Transporte geht. Sehr interessant, und verstehe mich nicht falsch, aber wenn es die nicht geben würde, hättest Du doch eigentlich nichts zu fahren. Du solltest eigentlich froh sein, dass es auch solche im Grunde unnötigen Transporte gibt. Oder wie siehst Du das?

Hallo,

na ja. Es war nicht mein Bericht, sondern nur ein Artikel im Online-Angebot des MDR. Ausserdem ging es da weniger um „unnötige“ Transporte, sondern um die derzeitige Situation unterwegs. Habe ich ja schon hier erwähnt.

Aber da gefragt wurde. Das Transporte mit dem Lkw sinnvoll sind, stellt doch keiner in Frage. Auch ich nicht, zumal ich damit mein Leben finanziere. Trotzdem wird man doch fragen dürfen, ob dieses endlose Wachstum des Straßengüterverkehrs wirklich alternativlos ist.

Viele sehen doch selbst, wie es auf den Autobahnen ausschaut. Auf der rechten Spur Lkw an Lkw, Parkplätze sind Mangelware. Selbst an Wochenenden sind die Rastanlagen überfüllt, da mit vorwiegend ost- und südosteuropäischen Lkw. Über die Lebensbedingungen dieser Fahrer will ich erst gar nicht anfangen.

Und der Anteil schwerer Lkw steigt Jahr für Jahr weiter. Dabei ist unsere Infrastruktur bereits jetzt an ihrer Grenze angelangt. Viele Baustellen, Brücken die mit Lkw nur mit verringerter Geschwindigkeit befahren werden dürfen oder gleich gesperrt werden. Und es wird nicht besser.

Nur weil ich mir ein paar Gedanken mache, bedeutet doch nicht, dass ich an dem Ast säge, auf dem ich sitze. Im Gegenteil. Denn wenn einige wenige ihren privaten Konsum nur ein wenig überdenken, gibt es trotzdem noch genügend zu transportieren. Auch mit dem Lkw.

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Lkw-Fahrer werden wie Aussätzige behandelt. Nix zu futtern, keine Toiletten, null Unterhaltung. Sagt man zumindest bei „NTV“.
Aber mal ehrlich. Die überwiegende Mehrheit der Fahrer geht eh in keine Raststätte. Viel zu teuer, dass Essen ist meist mies. Und jetzt während der Krise sind sogar Toiletten und Duschen kostenlos nutzbar.
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Bestehende Lkw-Fahrverbote wurden einheitlich für alle Güter ausgesetzt. Ab sofort dürfen also alle Güter jederzeit transportiert werden. Tja, was eine Pandemie so alles möglich macht. Jetzt wird manch jahrzehntelanger Traum von einigen Logistikdienstleistern Wirklichkeit.
Na ja, ich will es mal so ausdrücken. Was von Montag bis Samstag nicht geschafft wird, packt man Sonn- und Feiertags auch nicht.
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Frachtraten und Umsätze sinken, Schuld soll die Konkurrenz aus dem Osten und Südosten Europas sein.
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Nach der Krise ist während der Krise.
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Schuldig des Menschenhandels und des Totschlags. Der irische Fahrer, in dessen Lkw letzten Oktober 39 Personen tot aufgefunden wurden, bekennt sich schuldig. Er hat also genau gewußt, was er tat. Nämlich schnelles illegales Geld auf Kosten anderer verdienen. Arschloch.
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Scheuer macht alles für seine Freunde Wähler.
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In Italien ist wieder eine Brücke eingestürzt. Dieses Mal auf einer Staatsstraße an der Grenze zwischen Ligurien und der Toscana. Also nicht so weit weg von Genua. Staatsstraßen werden, anders als Autobahnen, vom Staat unterhalten. Sagt ja der Name schon. Diese Straßen sind auch in einem weit schlechteren Zustand als die privat finanzierten Autobahnen.
Wirklich wundern tue ich mich über diesen weiteren Einsturz nicht. Die Infrastruktur in Italien ist kaputt. Und nach den immensen Kosten durch die Corona-Krise wird es da auch keine Besserung geben.
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