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Kategorie: Presse

Interview mit einem Pächter

Interessantes Interview mit einem (mittlerweile gescheiterten) Rasthofpächer im Magazin der Süddeutschen Zeitung. Nur bei seiner zweiten Antwort nach der Alternative Autohof musste ich lachen:

Und die Lkw-Fahrer – wohin fahren die?

Zum Autohof, das ist eine komplett andere Welt. Die sind tagelang allein auf Tour, brauchen Ansprache und freuen sich, wenn die Bedienung mit ihnen plaudert. Sie legen Wert auf gute Duschen und große, günstige Portionen, kein Fertigzeug, sondern ehrliche Küche, Bratkartoffeln mit Butterschmalz, und zwar mit richtigem Butterschmalz und nicht mit diesem Öl, das wie Butterschmalz schmeckt und einem die ganze Nacht im Magen liegt.

Warum fahren dann nicht mehr Leute zum Autohof?

Faulheit. Die Autohöfe liegen ja immer etwas abseits der Autobahn. Dazu kommt, dass die Atmosphäre ziemlich rau ist, da sitzen die Fernfahrer im Sommer in Unterhemden und Shorts und trinken den halben Abend Bier. Dort würde ich mit meinen Kindern nur ungern Pause machen.

Der zweite Teil der ersten Antwort mag ja noch ok sein. Also ab da, wo es mit den Duschen los geht.
Die zweite Antwort aber, nun ja. Fahrer in Jogginghosen sind ja mittlerweile alltäglich. Selbst ausserhalb vom Lkw. Kann man nicht nur hässlich finden, dass muss man sogar.

Im Unterhemd aber habe ich noch keinen in einem Autohof sitzen sehen. So viel Ästhetik sollte man Lkw-Fahrern schon zutrauen.

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Eine Substanz Prämie

Es gab mal eine Zeit, da fuhr ich öfter zu VW – nach BS, WOB, Baunatal. Aber die ist vorüber. Trotz Zeitfenster war danach der Tag gelaufen. So lange hat man mich dort warten lassen. Eigentlich hätte ich auch eine Prämie bekommen müssen. Eine „ichstehemirdiereifenplatt“ Prämie…

Trotz der Diesel-Krise bekommen die 120.000 Mitarbeiter im VW-Haustarif pro Kopf 3950 Euro Erfolgsprämie. Das teilte der Konzern in Wolfsburg mit. Die Prämie ist die Alternative für die Gewinnbeteiligung der Tarifmitarbeiter aus 2015, die wegen der Verluste in der Diesel-Krise diesmal entfiel. Vor einem Jahr hatte es mit dem regulären Mitarbeiter-Bonus 5900 Euro pro Kopf gegeben. Mit der Anerkennungsprämie fließen damit 1950 Euro weniger; das sind umgerechnet exakt ein Drittel Einbuße.

Zum Artikel (externer Link) >>>

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Lohnzuwachs in Thüringen. Wow.

Warum arbeite ich in einer hessischen Firma? Überlege, überlege, überlege…

Ahh, weil in Thüringen noch immer Kacklöhne bezahlt werden. Daran ändert auch Tiefensee nichts:

Die Thüringer waren in den vergangenen Jahren zwar beim Lohn-Zuwachs bundesweit Spitzenreiter…

Die Bruttolöhne seien zwischen 2010 und 2015 um 18,9 Prozent gestiegen und damit stärker als in allen anderen Bundesländern, teilte Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) am Sonntag in Erfurt mit.

Quelle: Thüringer Allgemeine >>>

Und Thüringens Spitzenpolitiker von CDU und Linke streiten auf Twitter, wer für den angeblichen Lohnzuwachs verantwortlich ist. Hammer!

Twitter Ram

Twitter Lohn

Im Stellenmarkt meiner Heimatzeitung suchte vor einigen Wochen eine Transportfirma nach neuen Arbeitskräften. Dort anzurufen habe ich mir natürlich nicht nehmen lassen. Kurzes Gespräch, schon waren wir beim Lohn. Die Chefin wollte erst nichts genaues erzählen. Als ich Ihr eine Zahl nannte, sagte Sie sofort: „Mit Ihren Vorstellungen kommen wir nicht zusammen!“
Dabei war der genannte Betrag schon so niedrig, dass ich dafür nie fahren würde. Nicht mal im Nahverkehr. Und die suchten Fahrer für Fernverkehr.

In den letzten fünf hat sich also nichts geändert.

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Neue Kolumne

Meine neue Kolumne ist erschienen. Dieses mal zum Thema „Was machen, wenn das Kartenmaterial im Navi veraltet ist und keiner hilft“.

Kolumne, Bild

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Ich bin mal offline

Meine erste Kolumne in einem Magazin aus echten Papier. Ich glaube, so etwas nennt man offline analog.

Kolumne

Mein Text erscheint einmal im Monat in der auf dem Foto abgebildeten Zeitschrift. Die kommt alle zwei Wochen heraus. Im Wechsel dazu wird ein Beitrag von Konny Reimann veröffentlicht.

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Links und rechts der (Daten-) autobahn

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Dreiunddreißig Stunden

Bei folgenden Meldungen frage ich mich immer, wie viel leere Flaschen ein Fahrer dabei haben muss. Denn irgend wohin hin muss er ja seinen Urin laufen lassen:

Lkw-Fahrer 33 Stunden ohne Pause unterwegs

Zum Artikel >>>

Mal wieder so ein dummer Artikel, sicher einfach von einer Polizeipressemitteilung übernommen. Das ist ärgerlich, weil einfach Seiten gefüllt werden, ohne einen wirklichen Mehrwert zu bieten.

Denn Fakt ist, dass keiner 33 Stunden am Stück fährt. Bei nur einer Minute zu wenig Pause, werden die Lenkzeiten von zwei und mehr Tagen zusammen gerechnet. Und nur dann kommt man auf diese utopischen Zeitangaben.

Also wenn einer nur 8.59 h statt 9 Stunden steht, ist eine Pause hinfällig. Warum das einer macht, weis ich nicht. Ist mir auch ehrlich gesagt egal. Nur erwarte ich dann auch, dass genau dieser Umstand erwähnt wird und nicht von rollenden Zeitbomben oder so ein Schmarrn geschrieben wird.

Nein, ich rege mich nicht auf. Es ist halt einfach nur geschriebene Scheiße.

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