Interessantes Interview mit einem (mittlerweile gescheiterten) Rasthofpächer im Magazin der Süddeutschen Zeitung. Nur bei seiner zweiten Antwort nach der Alternative Autohof musste ich lachen:
Und die Lkw-Fahrer – wohin fahren die?
Zum Autohof, das ist eine komplett andere Welt. Die sind tagelang allein auf Tour, brauchen Ansprache und freuen sich, wenn die Bedienung mit ihnen plaudert. Sie legen Wert auf gute Duschen und große, günstige Portionen, kein Fertigzeug, sondern ehrliche Küche, Bratkartoffeln mit Butterschmalz, und zwar mit richtigem Butterschmalz und nicht mit diesem Öl, das wie Butterschmalz schmeckt und einem die ganze Nacht im Magen liegt.
Warum fahren dann nicht mehr Leute zum Autohof?
Faulheit. Die Autohöfe liegen ja immer etwas abseits der Autobahn. Dazu kommt, dass die Atmosphäre ziemlich rau ist, da sitzen die Fernfahrer im Sommer in Unterhemden und Shorts und trinken den halben Abend Bier. Dort würde ich mit meinen Kindern nur ungern Pause machen.
Der zweite Teil der ersten Antwort mag ja noch ok sein. Also ab da, wo es mit den Duschen los geht.
Die zweite Antwort aber, nun ja. Fahrer in Jogginghosen sind ja mittlerweile alltäglich. Selbst ausserhalb vom Lkw. Kann man nicht nur hässlich finden, dass muss man sogar.
Im Unterhemd aber habe ich noch keinen in einem Autohof sitzen sehen. So viel Ästhetik sollte man Lkw-Fahrern schon zutrauen.
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