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Kategorie: Lkw

Werbeplane am Lkw

Letzte Woche an einer Ladestelle: „Kannst Du kurz warten? Der mit dem siebeneinhalb Tonner bekommt nur zwei Paletten. Das geht fix„.

Klar warte ich da. Denn wenn der fertig ist, kommt ein Transporter, der nur einen Karton bekommt. Und danach ein Zwölftonner, der nur vier Gitterboxen laden muss. Irgendwann stehe ich dann so lange, wie ein normaler Lkw zum laden gebraucht hätte.
Aber ich will mich ja nicht beschweren. Zumal das auch nicht das Thema sein soll.

Also. Dieser siebeneinhalb Tonner hatte eine Plane über den hinteren Türen hängen. Auf der war Werbung aufgedruckt. Früher habe ich das öfter gesehen. Nur mittlerweile scheint das aus der Mode gekommen zu sein. Was mich auch nicht wundert.
Der Fahrer musste das Dach hoch pumpen. Das geht aber nur, wenn er die Hecktüren öffnet. Und die lassen sich nur öffnen, wenn die Werbung an den Türen entfernt wird. Die musste er danach wieder oben einhängen. Unten baumelte die Stange aber weiter lose herum. Wie das bei Sturm oder starken Wind halten soll? Keine Ahnung. Dann hängt sich die Stange sicher auch oben wieder aus und schlägt wild umher. Irgendwie ist das eine Fehlkonstruktion.

Ob diese Werbeplane an den Halterungen der Stange lange hält, bezweifel ich auch. Irgendwann reist die sicher ein. Warum beklebt man die Türen nicht gleich mit Folie? Die lässt sich doch nach Beendigung des Werbevertrages rückstandslos entfernen. Preislich dürfte es auch keinen Unterschied machen und optisch sieht es auch besser aus. Finde ich zumindest.

Lässt sich mit Fremdwerbung wirklich Geld verdienen? Also für den Spediteur? In einem älteren Artikel von „eurotransport.de“ habe ich einige Zahlen gefunden. So bietet eine Agentur bis zu 400 Euro pro Monat für die Beklebung eines Kühlaufliegers. Das ist immerhin eine halbe Tankfüllung. Na ja, fast. Auf’s Jahr gerechnet also knapp fünftausend Euro.
Ob das dann so aus schaut wie die kreativen Ideen des bis vor einigen Jahren vergebenen Rhino-Award?

Gut, dass kann man nicht als Maßstab nehmen. Wenn man sich aber die Kundenliste anschaut, die z.B. „plakat-am-lkw.com“ anbietet, dann ist das schon beachtlich. Da finden sich kleinere und mittelständische Unternehmen, genauso wie große, namhafte Konzerne mit ihren bekannten Marken.

Heckansicht Lkw

Das finde ich aber erstaunlich. Ein zuviel an Werbung nervt in der Regel. Kennt jeder aus Radio und TV. Und wenn man dann noch Reklame auf sich gerade gegenseitig überholenden Lkw liest, dann kann ich mir schon vorstellen, dass das kontraproduktiv sein kann.

Andererseits finde ich gut gemachte Werbung ansprechend. In den Anfängen meines Blogs hatte ich die RuprikEin schöner Rücken…„. Vielleicht sollte ich das wiederbeleben. Tolle Motive gibt es genug.

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Alles vom feinsten

Im Netz geistert eine Firmeninfo herum, in der ein Spediteur seine Fahrer bittet, Wünsche für Ihren neuen Dienstwagen zu äussern. Da gibt es nichts, was es nicht gibt. Die Innenausstattung aus feinsten Leder, Fahrersitze, von denen man sich nie wieder erheben möchte oder zig Fernscheinwerfer, die die Nacht zum Tag machen.

Ich habe mal nach der Firma gegoogelt. Die nennt sich „MK Logistik„. Der Name scheint beliebt zu sein. Da gibt es diese Firma und dann noch diese. Dann diese, diese und diese. Ach ja, diese hier. nicht zu vergessen. Nur das Logo wie auf dem Briefkopf findet sich nirgends.

Also alles nur ein Fake? Ich habe keine Ahnung. Es wäre natürlich toll, wenn es wirklich wahr wäre. Aber ich glaube es nicht. So viel Nächstenliebe eines Unternehmers seinen Bediensteten gegenüber, übersteigt schon meine Vorstellungskraft.

Super Truck

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Abstand die dritte

Das ist Sattelzug Nummer 3, der mit der Abstandskampagne unterwegs ist. Coole Sache:

Abstandskampagne AidT

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Abstand die zweite

Und der zweite Auflieger mit der Abstandskampagne ist unterwegs. Coole Sache.

Auflieger mit Abstandskampagne

Das ist übrigens der erste. Das Foto könnten sich einige ausdrucken und neben den Bildern Ihrer Familie aufs Armaturenbrett stellen. Abstandskontrollen wären dann sicher kein Problem mehr.

Abstandskampagne der AidT

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Vierzehn Zentimeter

Mit den Abmessungen eines Lkw nimmt es die Schweizer Polizei sehr genau. Bereits kleinste Überschreitungen werden ohne Gnade gerügt. Ein Kollege von mir hatte sich vor Jahren zur Verschönerung seines Lasters einen Bullenfänger angebaut. Am Zollamt in Kreuzlingen wurde der Sattelzug gemessen. Er war zwanzig Zentimeter zu lang.
Erst nachdem das Teil abgeschraubt wurde, durfte er weiter fahren.

Wenn ich per Transit durch dieses Land fahre, wird des öfteren die Höhe gemessen. Nur komischerweise nicht in Basel, sondern erst in Chiasso. Also nicht bei der Einreise, sondern bei der Ausreise. Den Sinn dieser Aktion verstehe ich nicht.

Deshalb mußte ich bei dieser Polizeimeldung etwas schmunzeln:

Gemäss den bisherigen Erkenntnissen der Polizei Basel-Landschaft fuhr ein mit Strohballen beladener Lastwagen mit Anhänger (Kennzeichen Frankreich) in den Tunnel Arisdorf und riss dabei mit der Abdeckplane des Anhängers Teile der Deckenbeleuchtung des Tunnels herunter. Durch die heruntergefallenen Teile wurden fünf Personenwagen sowie ein Lastwagen beschädigt, verletzt wurde niemand.

Zur Meldung >>>

Lkw zu hoch
Quelle: polizeiticker.ch

Ob dem Franzosen eine Kontrolle genutzt hätte, glaube ich aber nicht. Die Plane wird sich durch den Fahrtwind gehoben haben. Ist halt dumm gelaufen.

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Wir streiken dann mal

Kurz zur Einleitung: Der Transportbotschafter e.V. ist ein gemeinnütziger Verein für die Transportbranche. Er wird unterstützt von einer Frachtbörse.

Jetzt hat dieser Verein in einem Video den Wegfall von Transportleistungen simuliert, um die Aufmerksamkeit auf die Unverzichtbarkeit von Lkw zu lenken. Das kommt natürlich bei vielen Fahrern gut an.
Nur ich finde das Video eher nutzlos. Den Aufwand hätte sich der Verein sparen können. Das der Lkw das Transportmittel Nummer Eins ist, dürfte eh den meisten klar sein. Trotzdem wird er als störend empfunden. Daran wird auch solch ein Video nichts ändern. Schon deshalb, weil es die falschen erreicht. Nämlich die, die eh mit der Transportbranche zu tun haben.

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Grüne Lkw

Stammleser Hajo geht in diesem Kommentar von einem Durchschnittsverbrauch eines Lkw von ca. 40 Liter aus. Das ist schon lange Geschichte. Heutige Lastwagen begnügen sich mit einem Verbrauch zwischen 26 und 33 Liter.
Natürlich kommt es auch auf den jeweiligen Einsatzort an. Ausreiser nach oben oder unten sind immer möglich.

Ich selber fahre seit April letzten Jahres einen Scania V8 mit 520 PS. Den bewege ich in der Regel mit einem Verbrauch zwischen 31 und 33 Liter auf hundert Kilometer. Ich denke das passt.
Kollegen von mir sind mit Reihensechszylindern und 410 PS unterwegs. Die waren erst skeptisch, aber laut Ihren Erzählungen ziehen die gut – und um beim Thema zu bleiben, verbrauchen die im Schnitt nur 26 – 28 Liter.

Seit einigen Monaten nennt mein Chef einen sogenannten GreenTruck sein Eigen. Der wurde nochmals in Bezug auf Aerodynamik modifiziert und ist noch etwas sparsamer.

Scania GreenTruck

Was das an Einsparungen bedeutet, kann man bei Roadstars nachlesen. Bei Varlemann in Diemelstadt wurde ein neuer sogenannter Fuel Duel-Actros in den Fuhrpark integriert. Laut einem der Chefs, Uwe Varlemann, könnten mit der gesamten Fahrzeugflotte rein rechnerisch 340 000 Liter Kraftstoff im Jahr einspart werden. Das ist natürlich nur theoretisch. Aber, so glaubt er, dass eine Einsparung von 150 000 bis 200 000 Liter Diesel im Jahr realistisch wäre.

Allein das zeigt, was mittlerweile möglich ist. Und andere Hersteller bieten sicher ähnliche Modelle an. Die Mär vom Diesel fressenden, qualmenden Laster ist also bereits schon heute teilweise Geschichte.

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Wenn du Hilfe brauchst, weist de bescheid

Gestern nachmittag, so gegen halb vier. Alex ist kasachisch-russischer Abstammung und sozusagen Herr und Meister in unserer firmeneigener Werkstatt:

Hey Alex, hast Du kurz Zeit?
Was ist? Ich hab eigentlich schon Feierabend!“

Die rechte Begrenzungsleuchte ist kaputt. Wechsel die mal bitte fix!
Jetzt? Oh man!

Hat er noch gemacht. Das Ergebnis sah so aus:

Begrenzungsleuchte

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