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Monat: September 2015

Abstand die dritte

Das ist Sattelzug Nummer 3, der mit der Abstandskampagne unterwegs ist. Coole Sache:

Abstandskampagne AidT

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Die A.i.d.T. in Karlsruhe

Gestern war ich für einen halben Tag auf der Nufam in Karlsruhe. Die Zeit habe ich mir genommen. Auch um endlich mal wieder tolle Menschen zu treffen, die sich in der A.i.d.T. organisieren.

Die Actie war mit einem eigenen Stand vertreten. Und das zum ersten Mal in einem solchen Rahmen. Ohne zu übertreiben: Den Machern und Mitstreitern kann man nur großen Respekt zollen. Was die in Karlsruhe auf die Beine gestellt haben, war echt sehenswert. Ehrlich.

Nur mal ein Beispiel. Hier wird gezeigt, wie man einen Verletzten aus dem Fahrerhaus eines Lkw bergen kann. Aber das war nur eine Einlage. Obwohl auf dem Aussengelände, wurde der Stand wirklich gut besucht.


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XY unbekannt

Die Abbiegespur von der A5 auf die A45 Richtung Giessen am Gambacher Kreuz ist großzügig bemessen. Autos können da lässig mit hundertzwanzig oder hundertdreißig durch fahren. Und das machen auch viele.
Komme ich aus Richtung Aschaffenburg, muss ich mich nach rechts einordnen. Denn hinter dem Kreuz werden aus zwei, drei Spuren. Aber alles kein Problem. Viele Pkw-Fahrer bremsen ab, sobald ein Lkw rechts blinkt.

Nur geht das natürlich nicht, ohne dass ich in den Spiegel schaue. Also quasi nach hinten. Wer mir da gerade entgegen kommt, entgeht mir dann für einen kurzen Moment.

Ey Maik Du Blindfisch!
Ja? Was?

Hast mich nicht gesehen?
Natürlich. Ich sehe alles und jeden!

Natürlich habe ich keine Ahnung, wer sich da mit mir über Funk unterhält.

Fährste nach Hause?
Heute ist erst Donnerstag. Wo lebst Du?

Aber Du fährst doch Richtung Firma!
Ja, Richtung Firma. Da wohne ich aber nicht. Da arbeite ich nur!

Weiss ich doch. Aber immerhin.
Joa joa, gute Fahrt
Tschüss. Ebenso!

Ich habe das Funkgerät dann ausgeschaltet. Ein Unbekannter am Tag reicht mir.

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Abstand die zweite

Und der zweite Auflieger mit der Abstandskampagne ist unterwegs. Coole Sache.

Auflieger mit Abstandskampagne

Das ist übrigens der erste. Das Foto könnten sich einige ausdrucken und neben den Bildern Ihrer Familie aufs Armaturenbrett stellen. Abstandskontrollen wären dann sicher kein Problem mehr.

Abstandskampagne der AidT

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Hallo?

Was ist das? Klärt mich bitte auf!


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Das Nomadentum war Thema im Bundestag

Bereits letzte Woche debattierte der Bundestag zum Abschluss der Haushaltswoche über die Einzelpläne der Ressorts Verkehr und digitale Infrastruktur. Das für mich bemerkenswerte daran war, dass in der Rede des Abgeordneten Udo Schiefner erstmals die Situation der Berufskraftfahrer erwähnt wurde:

Letzter Punkt – Kollege Brackmann hat es bereits angesprochen -: Wir sind auf leistungsfähiges Personal angewiesen, das den Anforderungen der Branche gerecht wird. Logistik schafft und sichert anspruchsvolle Arbeitsplätze. Fast 10 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten arbeiten in der Logistikbranche, etwa 2,8 Millionen Menschen. Fast ein Drittel von ihnen fahren auf unseren Straßen. Die eigentlichen Stützpfeiler unseres wirtschaftlichen Erfolges sitzen also hinter dem Lenkrad. Anerkennung und Wertschätzung erhalten sie dafür kaum. Im Gegenteil, ihre Arbeit hat unberechtigt ein schlechtes Ansehen, wie ich finde. Die Branche leidet an Nachwuchsmangel.

Deshalb müssen wir – das ist mein letzter Satz – die Rechte und Möglichkeiten dieser Branche und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stärken und müssen vor allen Dingen das Nomadentum auf den Autobahnen und Rastplätzen Deutschlands beseitigen.


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Das Nomadentum beenden. Klar. Es kann nicht sein, dass Rastplätze am Wochenende so belegt sind, wie an einem Montagabend um neun. Dann natürlich zu schätzungsweise 95% mit osteuropäischen Lkw. Deren Fahrer wochenlang nicht mal ansatzweise in die Nähe Ihres Wohnorts kommen.

Schön das diese Problematik so langsam an den Stellen ankommt, die diese Misere mit zu verantworten haben. Nämlich in der Politik. Das kommt natürlich nicht von ungefähr. Einige Tage vor dieser Debatte überreichten sechs Berufskraftfahrer – alle in der AidT organisiert – einen Katalog an Forderungen, aber auch mit konkreten Lösungsvorschlägen, den Mitgliedern des Bundesverkehrsausschusses, Kirsten Lühmann und Udo Schiefner (beide SPD).

Nur ein Beispiel: Diese Kleintransporter mit dieser Hundehütte auf dem Dach, hat bestimmt jeder von Euch schon einmal gesehen. Viele von denen sind in Polen zugelassen. Nur hat sich schon mal jemand Gedanken über die Arbeitsbedingungen der Fahrer dieser rollenden Zwinger gemacht?

Bei dem Treffen der sechs letzte Woche in Berlin – plus dem Journalisten Jan Bergrath, der das organisiert hat – wurde eine Mappe übergeben, in der u.a. diese Problematik dokumentiert wurde. Was da allein mittlerweile abgeht, ist erschreckend. Überladung wird von vielen Auftraggebern billigend in Kauf genommen, Strecken von mehr als tausend Kilometern müssen innerhalb 24 Stunden bewältigt werden, die Frachtpreise liegen meist bei nicht einmal fünfzig Cent pro Kilometer.
Das ist modernes Sklaventum. Die Fahrer werden verheizt, Firmen ausgetauscht. Geht eine pleite, steht bereits die nächste vor der Tür.

Jetzt ist das Bundesministerium für Arbeit und Soziales unter Andrea Nahles (SPD) am Zug. So könnte Deutschland die EU-Verordnung zu den Ruhezeiten in nationales Recht umwandeln. So wie es bereits in Frankreich und Belgien gehandhabt wird.
Nämlich das die 45 – Stunden Ruhezeit nicht mehr im Lkw verbracht werden darf. Wer dagegen verstößt, muß mit drastischen Strafen rechnen. Nur muß das auch umgesetzt werden. Genau daran hapert es hierzulande.

Im Bundesamt für Güterverkehr ist man noch immer der Meinung, Fahrer dürften während ihrer Pause nicht gestört werden. Nur was ist das für eine „Wochenendruhe“, die auf einem versifften und lauten Rasthof verbracht werden muß? Im Klartext keine. Montag in aller früh fahren die los, ohne wirklich eine Erholung genossen zu haben.

Das hat mit Verkehrssicherheit nichts mehr zu tun. Da werden eher Wettbewerbsvorteile verteidigt, von denen nicht nur osteuropäische Transportfirmen profitieren, sondern auch große westeuropäische Logistikfirmen. Der oft gepriesene deutsche oder westeuropäische Mittelstand bleibt dabei auf der Strecke. Und das kann es wohl nicht sein.

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Vierzehn Zentimeter

Mit den Abmessungen eines Lkw nimmt es die Schweizer Polizei sehr genau. Bereits kleinste Überschreitungen werden ohne Gnade gerügt. Ein Kollege von mir hatte sich vor Jahren zur Verschönerung seines Lasters einen Bullenfänger angebaut. Am Zollamt in Kreuzlingen wurde der Sattelzug gemessen. Er war zwanzig Zentimeter zu lang.
Erst nachdem das Teil abgeschraubt wurde, durfte er weiter fahren.

Wenn ich per Transit durch dieses Land fahre, wird des öfteren die Höhe gemessen. Nur komischerweise nicht in Basel, sondern erst in Chiasso. Also nicht bei der Einreise, sondern bei der Ausreise. Den Sinn dieser Aktion verstehe ich nicht.

Deshalb mußte ich bei dieser Polizeimeldung etwas schmunzeln:

Gemäss den bisherigen Erkenntnissen der Polizei Basel-Landschaft fuhr ein mit Strohballen beladener Lastwagen mit Anhänger (Kennzeichen Frankreich) in den Tunnel Arisdorf und riss dabei mit der Abdeckplane des Anhängers Teile der Deckenbeleuchtung des Tunnels herunter. Durch die heruntergefallenen Teile wurden fünf Personenwagen sowie ein Lastwagen beschädigt, verletzt wurde niemand.

Zur Meldung >>>

Lkw zu hoch
Quelle: polizeiticker.ch

Ob dem Franzosen eine Kontrolle genutzt hätte, glaube ich aber nicht. Die Plane wird sich durch den Fahrtwind gehoben haben. Ist halt dumm gelaufen.

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