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Kategorie: Ladung

Vergleiche

Bei einer Firma im Siegerland soll ich leere Kisten und Gestelle entladen, die ich in Italien geladen habe. Ich melde mich in der Warenannahme:

Moin, ich bringe leere Gestelle von yxz.
Schön. Darauf warten wir schon“.

„Oh, dann geht es ja sicher fix?“
„Klar doch. Wir sind ja nicht in Italien.“

Das war vor zwei Stunden. In der Zwischenzeit haben die einen anderen Lkw mit 14 Paletten beladen. Wow. Nur bei mir passiert nix.

Aber so unrecht hatte der Typ aus der Warenannahme nicht. Beim Belader in Italien war nach dreißig Minuten alles erledigt.

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Kurzes Gespräch

Freitag, erster Kunde:

„Moin. Ich soll für Italien laden.“
„Moin. Hast Du eine Ladenummer?“

„Klar. ABC9876 und ABC9875.“
„Wo geht das hin?“

„Nach Italien.“
„Ah ja. Da musst Du aber warten. Mindestens eine Stunde. Unser Stapler ist kaputt.“

„Das macht nichts. Ich warte gerne.“

Ich mag solche unkomplizierten Gespräche.

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Ungewöhnlich

So, Feierabend. Was für ein Gammeltag heute. An der ersten Ladestelle sollten meine sechs Paletten schon gestern Abend um neun fertig sein. Das war natürlich mal wieder eine Ente. Die letzte verpackte man heute vormittag gegen zehn.
Aber das ging ja noch. Hab dort eh Pause gemacht.

Zum zweiten Kunden brauchte ich eine gute halbe Stunde. Dort bekam ich sieben Kisten. Geladen waren die kurz nach zwölf. Dann fehlten noch die Ladepapiere. Auf die durfte ich fast fünf Stunden warten. Fünf Stunden. Für Lieferscheine. Der Hammer.

Warum das so lange dauerte, weiß ich nicht. Die haben sich zwar gefühlte hundert mal entschuldigt, ungewöhnlich ist das trotzdem. Meine morgige Anlieferung hat sich damit auch erledigt.
Aber gut. Jetzt stehe ich zwischen Katschberg und Tauerntunnel und hab noch den letzten freien Parkplatz erwischt. Wenigstens dafür passte das Timing. Also gute Nacht und geruht Euch gut.

Rastplatz an Tauernautobahn

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Durch die Nacht

Gott sei Dank ist mein Biorythmus seit heute wieder im Gleichgewicht. Eine ganze Nacht durch die Gegend fahren, ist überhaupt nichts mehr für mich.

Montag habe ich erst am frühen Abend angefangen. Ein Formrahmen sollte von Mittelhessen in die Steiermark gefahren werden. Nur war das Teil eben erst so spät fertig und sollte am Dienstagvormittag bereits beim Kunden sein. So hieß es also, die Nacht durch zu fahren. Vorher schlafe ich natürlich nicht noch mal. Meine freie Zeit zuhause ist mir dafür zu kostbar.

Den Rahmen zu laden, ging fix. Kurz nach neunzehn Uhr war ich beim Kunden, keine halbe Stunde später schon wieder weg. In weiser Voraussicht habe ich mir noch eine Thermoskanne Kaffee mitgenommen.
Nachts zu fahren, hat einen Vorteil. Man kommt vorwärts. Aber das ist auch schon alles.
Zwischen Würzburg und Nürnberg machte ich meine erste Pause.

Kurz nach halb drei stand ich dann vor Passau. Nach Österreich rein zu fahren, lohnt sich um diese Zeit nicht. Bis fünf Uhr ist die Höchstgeschwindigkeit für Lkw auf sechzig km/h beschränkt. So zu fahren, hatte ich keine Lust. Ausserdem hätte ich zuviel Zeit verloren. Es wurde eh eng mit der Fahrzeit.
Einen Parkplatz zu finden, war natürlich wieder Glücksache. Mehr schlecht als recht blieb ich in der Durchfahrt hinter anderen Lkw stehen. Aber für zwei Stunden passte es.

Die Empfängerfirma lag in einem Ort, mitten im Gebirge. Gut, dass hat die Steiermark so an sich. Trotzdem fand ich die vierzig Kilometer von der Autobahn zum Ziel mühsam. Kurvenreiche schmale Straße, bergauf und bergab, enge Dorfdurchfahrten, mieses trübes Wetter mit Schnee und Regen. Ich war echt froh, als ich endlich beim Kunden war.

Noch glücklicher war ich, dass auch das abladen realtiv fix vonstatten ging. Inklusive warten war es nach etwas mehr als einer Stunde erledigt. Dann durfte ich endlich in meine Koje und den Rest vom Dienstag verschlafen.

Am Abend kam noch ein Kollege mit einem zweiten Rahmen. Mit dem noch einen kurzen Plausch gehalten und dann bis heute früh um vier weiter gepennt. Dann begann endlich wieder meine normale Tagschicht.
Früher hat mir es nichts ausgemacht, durch die komplette Nacht fahren zu müssen. Aber heute? Keine Ahnung, ich war kaputter als nach einem Tag mit mehreren Ladestellen. Den Kaffee mit zu nehmen, war eine gute Idee.

Auf den Straßen ist es zwar ruhig, man macht Kilometer. Trotzdem wäre ein Job als Nachtfahrer nichts für mich. Gut, da pennt man tagsüber und hat während der Arbeit auch mal Abwechslung. Es wird umgebrückt, wartet auf den Begegnungsfahrer oder darauf abgeladen und wieder beladen zu werden. Aber nee, die Nacht ist zum schlafen da. Immerhin gehe ich stramm auf die fünfzig zu. Da sollte man ruhiger werden.

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Warterampe Teil 2

So. Mal wieder auf eine freie Rampe warten. Also wie so oft.
Aber ups, sind ja fast alle frei. Vielleicht ist ja auch das Lager zu voll und die haben keinen Platz für meine Paletten. Irgendwas ist ja immer.

Lkw muss warten

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Warterampe

So, noch kein Feierabend. Im Gegenteil. Das ist so ein richtiger Kackmontag. Seit fünf Stunden steh ich an einer Rampe in einer Firma irgendwo im Hunsrück und in der Zeit wurde der halbe Auflieger geladen. Wow.

Lkw muss warten

Zwischendurch haben die gemerkt, dass nicht mal alles drauf passt und auch noch in einem anderen Werk geladen werden muss. Das ist zwar nur fünf Kilometer entfernt, trotzdem darf ich mich da nochmal neu anmelden und auf eine freie Rampe warten. Ich bin begeistert.

Na denn, geruht Euch gut. Bei mir dauert es ja noch.

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Schlaue Technik

So, Feierabend. Heute mal wieder mit tollen Ausblick.
Warum bei dem vor mir seit fast zwei Stunden das Licht brennt, weiß ich nicht. Vielleicht hat der Fahrer Angst, seinen Lkw nicht wieder zu finden. Von mir gibt es keinen Strom, ich fahre heute keinen Meter mehr.

Lkw auf Rasthof

War eh ein straffes Programm heute. Dazu noch ein Kunde, den ich über eine Stunde gesucht habe.
Mein Navi wollte mich unbedingt über kleine gesperrte Straßen schicken und das nur, weil es der Meinung war, auf der direkten Strecke wäre eine Brücke mit 3,60 Meter.

Natürlich habe ich dem Gerät geglaubt, wer steht da schon gerne davor. Das die Zufahrt zu diesem Kunden genau vor dieser Kackbrücke nach rechts abgeht, erzählte es mir natürlich nicht.
Erst von einem netten älteren Mann durfte ich das erfahren, den ich auch noch bei seinem Spaziergang störte.

Eigentlich hätte ich morgen nur noch eine Ladestelle gehabt. Dazu noch für Göttingen. Das wäre easy gewesen. Freitagvormittag abladen und dann noch eine Stunde nach Hause.
Den Rest hätte ich Montag gemacht. Aber die wurde storniert. Na ja, will ich mal so glauben.

Stattdessen kommen jetzt noch zwei oder drei andere Stellen dazu, die irgendwo in Mittelhessen und im Siegerland abzuladen sind. Wird es Freitag wieder spät.

Na ja. Jetzt werde ich noch fix was essen und dann gehts in die Koje. Geruht Euch gut.

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