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Kategorie: Internes

Unnütze Gedanken

Da komme ich gestern Abend spät nach Hause und im Briefkasten liegt eine Benachrichtigung von DHL für ein Einschreiben. Da gehen einem erstmal alle Schandtaten der letzten Monate durch den Kopf. Was könnte ich angestellt haben, wen habe ich belästigt, welche Behörde fühlte sich gestört. Nicht so toll. Auch wenn einem nix einfällt. Aber die Gedanken sind doch immer bei dem Brief. So ein Einschreiben kommt ja nicht nur so.

Eben war ich auf der Post. Zum Glück kam ich gleich dran. Und was war? Alles nicht so schlimm. Lediglich meine neue Kundenkarte von DHL war im Umschlag. Jetzt bin ich glücklich und kann mein Wochenende genießen. So wie es sein muss.

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Kalender entdeckt. Braucht den jemand?

Mein Auto ist zur Generalüberholung. Also habe ich endlich mal Zeit, Sachen aus der Wohnung zu entsorgen. Zeug also, was schon ewig unnütz in diversen Schränken und auch davor herum liegt. Unglaublich was sich im Laufe der Zeit so alles ansammelt. Vor allem Bücher und Zeitschriften aller Art. Natürlich wird erstmal drin rum geblättert und anschließend auf drei Haufen verteilt: Wird behalten, könnte weg, kann weg. Mit dem Ergebnis, dass es jetzt noch chaotischer aussieht, als vorher. Und ganz klar der erste Stapel am größten ist. Irgendwas mache ich falsch.

Zum Vorschein kam auch ein Kalender. Von 2011 versteht sich. Also total veraltet. Nur das ist so ein Beispiel, wo es mir leid täte, diesen einfach zu entsorgen. Das Teil ist von MAN, beidseitig bedruckt. Auf der einen Seite sind Bilder der Busse diverser Fußballmannschaften, wie vom BVB, den Bayern, Wolfsburg oder dem HSV. Aber auch von RCD Mallorca oder dem FC Luzern. Also Mannschaften, deren Mannschaftsbus von MAN kommt. Oder kam. Keine Ahnung, was die heute fahren.
Auf der anderen Seite des Kalenders wurden Lkw vor schönen Bauwerken oder imposanten Landschaften abgebildet. Von Island bis Dubai ist da alles dabei. Also schon sehenswert.

MAN Lkw Dubai

Also, was nun? Für den Altpapiercontainer zu schade, nur für hier unnütz. Liegt eh nur rum. Mach ich halt einen Kompromiss: Ist unter Euch ein bedingungsloser MAN-Liebhaber, der auf solche Dinge abfährt? Fußball-Fan geht natürlich auch. Oder Sammler von mittelalten Fotokalendern. Falls es solche Leute gibt.

Wenn also jemand Interesse an diesen Kalender haben sollte – ein „hier“ oder „ich“ in den Kommentaren reicht. Vergesst aber bitte nicht, eine gültige eMail – Adresse anzugeben. Diese werde ich natürlich nur zur Benachrichtigung des neuen Kalenderbesitzers verwenden. Mittels “random.org” werde ich dann den neuen Besitzer ermitteln.
Meldet sich bis nächsten Freitag, dem 3. November keiner, landet das Teil endgültig in der Tonne. Ihr habt es dann so gewollt.

Achso, eines noch. Der Zustand vom Kalender ist soweit ok. Nur die linke untere Ecke ist leicht geknickt. Wirklich nur ein bissel, fällt kaum auf. Muss MAN ja erwähnen.

MAN Bus 1. FC Köln

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Urlaub, Vereine und Erinnerungen

Raus aus dem Flugzeug, Rucksack vom Gepäckband geholt, rein ins Auto. Und schon im ersten Stau gestanden. Freitagnachmittag auf der A 5 bei Frankfurt. Oder auch Willkommen in Deutschland. Was für ein Unterschied zu der Woche auf Sardinien. Der Gegensatz zwischen Entspanntheit und Hektik kam mir selten so krass vor.

Eine Woche vorher. Abflug in Frankfurt. Hinein in ein seltsames, verschwommenes Blau. Knapp zwei Stunden später Ankunft in Cagliari. Der Himmel darüber war klar und blau. Ach was untertreibe ich. Blau, blau, blau. Auch hier. Raus aus dem Flugzeug, Rucksack vom Gepäckband geholt, ab zum Autoverleih. Die Formalitäten waren schnell erledigt. Rein in den Mietwagen und weg vom Flughafen. Die Fahrt zum Hotel nicht über die Schnellstraße, sondern abseits über ruhige Nebenstraßen. Spätestens jetzt einen Gang runter geschaltet. Und das ganz ohne schlechtes Gewissen.

Schon hier das Gefühl, dass Sardinien die Insel ist, die ich immer wieder besuchen werde. Egal ob traumhafte Buchten, die Stille in den Bergen oder das treiben in den Städten und Dörfern. Überall fühlte ich mich wohl. Die Treffen mit einem alten Freund, den ich seit über dreißig Jahren kenne, taten ihr übriges. Obwohl wir uns nur selten sehen, war es wie immer. Schwatzen, lachen, sich gut fühlen. Eigentlich das, was zählt.
Aber gut. Ich will Euch nicht mit irgendwelchen Reiseerlebnissen nerven. Das können andere besser.

Seine Fahrer zwingen, Gesetze zu überschreiten, ist dumm. Die Zeiten, wo Brummilenker gesucht werden, sind vorbei. Irgendeiner macht diese Gülle glücklicherweise nicht mit und informiert die Behörden. Gut so: Emsländischer Fleischtransporteur zwingt Fahrer zu überlangen Touren

Die Arbeitswelt ist im Umbruch. Auch in der Autoindustrie: Umbruch in der Autoindustrie. Die Angst vor dem Jobkahlschlag.

Letztes Jahr war ich 2. Kassenprüfer in einem Verein. Ehrenamtlich versteht sich. Der 1. Kassenprüfer, ich nenne ihn mal Alex, hat sich mittlerweile im Streit aus diesen Verein verabschiedet. Warum es so weit kam, wissen andere besser. Ist nicht mein Bier.

Abschied heißt aber nicht vergessen. Vor einigen Wochen hat er einigen Mitgliedern dieses Vereins – nicht allen, auch nicht mir – eine Stellungsnahme auf schönsten Briefpapier zukommen lassen. In diesem Brief beschuldigt er der Vereinsführung eine unsaubere Buchführung. Es geht dabei um sechs Ausgaben mit einer Gesamtsumme von EUR 325,80. Ich als 2. Kassenprüfer konnte das nach Rücksprache mit dem 2. Vereinsvorsitzenden nicht nachvollziehen und habe Ihm, also Alex, das auch so mitgeteilt. Bei der Jahreshauptversammlung im März diesen Jahres war ich aus beruflichen Gründen nicht anwesend. Aber Alex. Der jetzt von Ihm beanstandete Kassenbericht, wurde damals von den anwesenden Vereinsmitgliedern einstimmig entlastet. Also auch mit der Stimme von Alex.

Aber nochmal zu seinem Brief. Darin erwähnt er logischerweise auch mich.

Auszug aus Brief

Klar war diese Prüfung mit mir abgesprochen. Mit dem Ergebnis, dass ich – wie bereits erwähnt – nach Rücksprache keine Fehlbuchung erkennen konnte. Natürlich nur als Amateur. Eine Bitte, den Kassenbericht ein wenig abzuschwächen, habe ich nie geäußert. Warum auch.
Aber es kommt noch besser. Im Vorfeld der JHV besprach Alex diesen Kassenbericht mit einem normalen Mitglied dieses Vereins. Zu diesem Zeitpunkt war das scheiße und genauso sagte ich das auch Alex. Aber das versteht er bis heute nicht, denn seine Gründe dies getan zu haben, sind ja noch immer anders. Irgendwie nebulös:

Brief Auszug

Zum Schluß kommt Alex zu folgender Feststellung:

Auszug aus Brief

Ob die Erklärung eines gemeinnützigen Vereins von Steuerberater und Finanzamt einfach so durch gewunken wird, mag ich nicht beurteilen. Bezweifeln darf ich es aber. Vielleicht beruht diese Äusserung aber auf persönliche Erfahrungen von Alex. Das widerum wäre aber irgendwie traurig.

Noch einmal Sardinien: Mitten in den Bergen, nördlich von Cagliari, steht das drittgrößte Radioteleskop Europas: Das Sardinia Radio Telescope. Im Dezember 2009 durfte ich für das Teil Stahlträger anliefern. Damals war es noch im Bau und sah so aus:

Sardinia Radio Telescope 2009

Letzte Woche kam ich eigentlich nur durch Zufall wieder dort vorbei. Speziell gesucht habe ich es nicht. Aber wenn schon da, musste ich natürlich ein Foto machen. So sieht es heute aus:

Sardinia Radio Telescope 2017

Es war schon cool, nach fast acht Jahren mal wieder da zu sein und die Veränderungen zu sehen. Und wenn ich an die Anfahrt damals denke. Keine richtige Adresse, sondern nur den ungefähren Ort gewusst. Die Straßen da hoch ziemlich eng, in jedem zweiten Dorf durch das ich kam, Anwohner gefragt. Aber ich kam auch an mein Ziel.

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Gastbeitrag: Ein System der Angst

Deutsch­land­weit und in ganz Europa steht die Transportbran­che mit dem Rücken zur Wand, und das nicht ohne Grund. Billigstar­bei­ter aus Ost­eu­ro­pa und Asien sind in in den Fahrerhäusern der Fernlaster längst keine Seltenheit mehr. Ihre Ar­beits­be­din­gun­gen und Löhne sind mi­se­ra­bel.

So auch in den Betrieben der Globalplayer und Großlogistiker: Die Firmen geben große Teile des Be­trie­bes in die Hände von Sub­un­ter­neh­mern, womit diese selbst nicht mehr die Ver­ant­wor­tung für die dort Be­schäf­tig­ten trägt. Die Ar­beits­be­din­gun­gen in die­sen Sub­un­ter­neh­men sind ver­hee­rend: 10-18 Stun­den-Schich­ten, mi­ni­ma­le Löhne, keine Ar­beits­ver­trä­ge und Kran­ken­ver­si­che­run­gen, man­gel­nde Schutz­klei­dung, völ­li­ge Iso­la­ti­on von der Au­ßen­welt.

Täg­li­cher sozialer- und Arbeitsdruck der Be­trof­fe­nen schaf­fen ein Sys­tem der Angst, aus dem sie sich meist selbst nicht mehr be­frei­en kön­nen. Der Gang zu einer Behörde oder zum Arzt wird schlichtweg un­ter­sagt, indem die Betroffenen gar nicht erst in die Nähe Ihres Lebensmittelpunktes disponiert werden. Eine soziale Ver­bin­dung zur „Au­ßen­welt“ und zur eigenen Familie wird somit nahezu un­mög­lich gemacht. …

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Leben auf der Strasse

Habe ich es eigentlich schon erwähnt? Nein? Dann halt jetzt: Es sind noch 55 Tage bis zu meinem Urlaub. Einen Teil davon verbringe ich – natürlich – auf Sardinien. Und jetzt kommt mal ein sentimentaler Ausbruch. Ich freue mich tierisch darauf. Aber das soll reichen…

Am Freitag letzter Woche war Helmpflicht angesagt. Also in einem Stahlwerk laden, nur mit Helm auf dem Kopf. Da ich das Ding selten brauche, liegt der im rechten Aussenstaufach ganz hinten. Noch hinter dem Koffer mit Augenspülflasche, Schutzbrille, Handschuhe und Gummistiefel. Unter dem Koffer liegen die Feuerlöscher, davor der Eimer mit Streugut und Spaten.
Um an den Schutzhelm zu kommen, darf ich alles raus räumen. Eigentlich kein Problem. Nur bei Regen muss es schnell gehen.

An diesem Freitag regenete es natürlich in Strömen. Beim späteren einräumen achtete ich nicht darauf, ob alles sicher verstaut wurde. Ich wollte nur schnell ins trockene. Der Helm lag irgendwo mittendrin, die Feuerlöscher auf dem Gefahrgutkoffer.

Aus den Augen, aus dem Sinn

So kam es dann auch. Ich dachte echt nicht mehr daran, die Flaschen sicher zu verstauen. Irgendwann diese Woche löste sich an einem Löscher der Sicherungsstift und am Donnerstagmittag passierte es dann. Ich fuhr durch einen Kreisverkehr, der Feuerlöscher rutschte gegen die Innenseite der Klappe des Staufaches und…

…scheiße. Der Inhalt eines sechs Kilo-Pulverlöschers verteilte sich laut zischend im Staufach und im Fahrerhaus. Das Zeug kam durch jede Ritze.

Die Sauerei ist nicht zu beschreiben. Es sah aus, wie nach einem Wintereinbruch. Alles weiss. Ich mache es mal kurz: Den Luftanschluss im Führerhaus habe ich noch nie so gemocht. Den größten Teil des Pulvers konnte ich damit raus blasen. Der Rest war und wird putzen. Gestern habe ich schon über drei Stunden damit verbracht und obwohl die Hütte wieder augenscheinlich sauber ist, werde ich auch die nächsten Wochen damit zu tun haben. Das Zeug ist so fein, es wird dauern, bis es weg ist.

Wie gut, dass ich privat einen Diesel von Saab fahre. Da komme ich nicht in Versuchung, mir einen Golf kaufen zu müssen. Was aber eh nie passiert wäre.

Dobrindt will golf kaufen
Quelle: Twitter

Der Beitrag über mich in der “Frankfurter Allgemeine Woche” ist jetzt auch online erreichbar. Wer möchte, kann diesen hier lesen >>>
Die Angst, vom Zeitungsverkäufer eine verzerrte Selbstwahrnehmung attestiert zu bekommen, ist nun also unnötig.

Zum Schluß noch einmal das Thema „Urlaub“. Bisher bin ich mit einem Billigflieger nach Sardinien geflogen. Das lief so ab: Im März, April gebucht, dann bis Oktober nix mehr von denen gehört. Dieses Jahr dachte ich, probierst es mal mit „Condor“. Der Preis war auch ok. und fünf Kilo Mehrgepäck sind auch nicht zu verachten. Ausserdem fliegen die von Rhein/Main. Gegenüber Hahn ein großer Vorteil.
Komisch nur, dass die alle drei, vier Wochen eine eMail mit irgendwelchen Änderungen schicken. Erst ändert sich die Abflugszeit nach hinten, dann die Fluggesellschaft. Statt Condor, fliegt Bul Air, statt Bul Air fliegt Cobalt Air. Erst reserviere ich Sitzplatz 24F, dann bekomme ich 19F, jetzt habe ich 22A und 22F. Hoffentlich verlaufe ich mich nicht im falschen Flugzeug.

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Plastik-Flut und Wahlkampf

Während ich mich vor der Fleischereitheke mit einem Bekannten unterhalte, verpackt die Verkäuferin meine gekauften Fleisch- und Wurstwaren. Erst zuhause fällt mir mal wieder auf, wie viel Verpackungsmaterial dafür eigentlich verwendet wurde. Allein die Schaschlikspieße wurden in drei Lagen dünner Plastikfolie gewickelt und anschließend in einer Papiertüte verstaut. Diese wanderte zum Schluß in eine große Tüte mit dem restlichen gekauften – welches auch einzeln verpackt wurde – und diese Sammeltüte widerum in einem Einkaufsbeutel. Natürlich auch aus Kunststoff.
Vielleicht muß das aus hygienischen Gründen so sein. Das weiß ich nicht. Aber dieser Aufwand, oder vielleicht auch Verschwendung, erstaunt mich doch immer wieder.

Jetzt mal was internes. Vor einigen Wochen begleitete mich ein Journalist der „Frankfurter Allgemeine Zeitung„, kurz „FAZ„. Sein Wunsch war, den Arbeitsalltag eines Lkw-Fahrers zu beschreiben. Den habe ich Ihm erfüllt. Zumindest so weit, wie es in zwei Tagen möglich war.
Was nicht so ganz geklappt hat, war die abendliche Parkplatzsuche. Eigentlich hatte ich auf überfüllte Plätze gehofft. Dann auf einen Standplatz genau an der Autobahn und zwischen zwei Kühlern. Aber wie es das Schicksal so wollte, fand ich sofort einen Platz und dazu noch weit weg von der Fahrbahn. Das einzige was Lärm machte, waren zwitschernde Vögel.

FAZ Woche

Bildquelle: Frankfurter Allgemeine Woche

Gut, man kann nicht alles haben. Der Tag selber war ok., weil typisch. Es waren kleine enge Firmen dabei, schwierige Anfahrten und auch ein größerer Betrieb, bei dem längeres Warten angesagt war. Also von allem etwas.
Am zweiten Tag hatten wir Zeit, uns etwas länger zu unterhalten. Ich denke, einige Probleme der Branche, für die ich arbeite, gut beschrieben zu haben. Der Bericht ist übrigens vorgestern in der „Frankfurter Allgemeine Woche“ erschienen. Die ist bundesweit an vielen Verkaufsstellen im Pressefachhandel erhältlich. Der Artikel ist gut geworden. Auch wenn ich auf einem Foto wie ein körnerfressender Hamster aussehe. Auch deshalb lohnt es durchaus, mal danach zu schauen.

„Die Linke“ hat ihr Wahlprogramm zur Bundestagswahl vorgestellt. Darin heißt es u.a.:

Arbeitsbedingungen von Beschäftigten in der Logistikbranche sind oft miserabel – Gewinner sind internationale Konzerne.

Das ist nicht ganz unwahr. Die bekommenen meine Stimme. Und weiter:

Wir wollen längere Ruhezeiten und bessere Arbeitsbedingungen für LKW- Fahrerinnen und -Fahrer durchsetzen und Straßenverkehrskontrollen ausweiten.

Genau. Jetzt bekommt diese Partei sogar zehn Kreuze. Zehn deshalb, weil mein Wahlzettel dann ungültig ist:

Wir wollen ein LKW-Fahrverbot ab Freitagnachmittag und nachts einführen und die Nutzung von Bundes- und Landstraßen untersagen, wenn eine Bundesautobahn parallel vorhanden ist. Die Zulassung von Gigalinern (Lang-LKW) lehnen wir ab. Ebenso lehnen wir staatlich geförderte Projekte zur Erprobung und Einführung von Oberleitungen für Hybrid-LKW mit Stromabnehmern auf
Autobahnen und elektronischen Deichseln für Kolonnenfahrten von LKW und anderen Nutzfahrzeugen ab.

Bessere Arbeitsbedingungen sind toll. Ohne Frage. Erst recht, wenn meine Arbeitswoche Montagvormittag beginnt und Freitagmittag endet. Aber mal ehrlich. Das sind doch Spinnereien. Auch wenn es nur ein Wahlprogramm ist und diese Forderungen eh nie umgesetzt werden. Aber allein diese Gedankengänge. Obwohl. Die passen zum nächsten Thema.

Die Parkplatznot war diese Woche mal wieder in diversen Medien ein Thema. So in der „Aktuellen Stunde“ des WDR oder auch in der „Augsburger Allgemeine„.
So soll nach offiziellen Prognosen der Lastwagen-Güterverkehr bundesweit von 2010 bis 2030 um 39 Prozent wachsen. Das ist schon erheblich und ja, bereits jetzt fahren einfach zu viele Lkw auf den Straßen rum. Ganz klar. Aber das ist nicht die Schuld von uns Fahrern. Denn keiner von uns fährt zum Spass durch die Gegend. Nur wir müssen es ausbaden. Auch bei der allabendlichen Parkplatzsuche. Verantwortlich dafür ist die Politik, die den Neu- und Ausbau von Parkflächen und die Modernisierung der Infrastruktur verpennt hat. Die Zahlen über die Zunahme des Güterverkehrs sind lange bekannt.
Auch die Industrie, die den Lkw als Lager missbraucht. Und der Endverbraucher, der immer mehr online bestellt und das heute bestellte schon morgen geliefert haben möchte. Die Retoursendung darf natürlich auch nix kosten.

Das System der in dem Artikel der „Augsburger Allgemeine“ erwähnten Doppelparkplätze gibt es seit einigen Jahren auf der Rastanlage Montabaur. Ich persönlich meide das, weil ich ungern von anderen Lkw eingekeilt bin und nicht sicher bin, ob das wirklich funktioniert. Denn nicht immer fährt derjenige, der eine frühe Abfahrtszeit eingegeben hat, auch wirklich zu dieser Zeit los. Und das ist Gülle. Denn frühs brauche ich keine Diskussionen.

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Vielen Dank an Marco für seine eMail:

Lieber Maik,

vielen Dank für die Zeit und Mühe, die Du in Deinen Blog investierst. Es ist einen ganz tolle Möglichkeit als „Nicht-Trucker“ etwas über den Alltag eines Berufs zu lernen, dem man vorher nur mit Ignoranz und häufig leider auch mit Ablehnung gegenüberstand.

Ich selber bin Mitte 40, arbeite im IT-Bereich und habe Lkw bisher meist nur als Störfaktoren bei der täglichen Berufspendelei oder den Urlaubsfahrten wahrgenommen („blöde Elefantenrennen“). Achtung, jetzt wird’s ein bisschen kindisch: Vor zwei Wochen habe ich angefangen das PC-Spiel „Euro Truck Simulator 2“ zu spielen und habe daran viel Spaß. Zeitgleich kam dann aber auch der Wunsch auf, neben dem Spiel etwas über die tatsächliche Realität von Berufskraftfahrern zu lernen. Glücklicherweise findet man dazu im Internet relativ viel, und nachdem ich etliche Zeitungsberichte durchgelesen hatte, bin ich nun bei Blogs wie Deinem gelandet. Das ich dadurch ein bisschen in den Alltag von Fernfahrern reinschnuppern darf, finde ich ganz klasse. Es ist nicht nur äußerst interessant und unterhaltsam sondern hat auch mein Verständnis für Eure täglichen Sorgen und Herausforderungen massiv erhöht.

Ich sehe Lkw auf meinem täglichen Arbeitsweg nun mit ganz anderen Augen und versuche noch toleranter als vorher zu sein. Kleines Beispiel: Ich wohne in einer einspurigen Sackgasse und musste heute Morgen 15 Minuten warten, weil ein LKW mit Anhänger eine Baustelle in unsere Straße mit Dachziegeln beliefern sollte. Anstatt mich über die Verzögerung zu ärgern, vielleicht sogar zu drängeln oder zu hupen, habe ich ganz entspannt den Motor ausgemacht und bewundert, wie der Fahrer es auf der engen Straße geschafft hat, sowohl seinen Anhänger als auch den LKW mit dem Kran rückwärts so vor/auf der Baustelle zu parken, dass er abladen konnte und die Straße gleichzeitig wieder befahrbar war. Wäre das mein Job gewesen, hätte ich Blut und Wasser geschwitzt.

In diesem Sinne: Weiterhin gute Fahrt für Dich und Deine Kollegen, meinen Respekt und meine Rücksichtnahme habt Ihr…

Gruß, Marco

Ich weiß ehrlich nicht, ob mein Blog Menschen zum nachdenken anregt. Gedanken darüber habe ich mir noch nie gemacht. Das was ich hier veröffentliche, sind meine Erlebnisse, Gedanken oder auch Erfahrungen, die ich mache. Ausserdem finde ich, dass zu einigen Themen, über die ich schreibe, schon hunderte Male etwas gesagt wurde.

Trotzdem tut es gut, sich Dinge von der Seele zu schreiben, sie rauszulassen. Unterwegs habe ich viel Zeit zum nachdenken und zu viele Gedanken machen einen irre. Dieser Blog ist eine Form der Verarbeitung bestimmter Dinge und auch des Weiterentwickelns von Ideen und Gedanken. Das es dabei nicht immer neutral bleibt, ist logisch. Denn meine Gedanken, mein Blog.

Aber es motiviert, wenn mir fremde Menschen ihre Meinung schreiben und ich deren Blickwinkel sehe. Das bringt auch mich weiter. Auch wenn es mir manchmal nicht leicht fällt, mich und meine Gedanken auszudrücken. Deshalb, danke an all meine Leser, die mir die Treue halten und in diesem Fall speziell an Marco.

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