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Kategorie: Internes

Es wird immer besser

So. Gegen sechs Uhr gestern Abend war ich wieder daheim. Der Tag war zwar anstrengend, aber klasse. Allmählich nimmt das ganze an Fahrt auf – wenn auch langsam. Aber Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut. Das einzige was mich während der Demo störte, waren meine kalten Füße. Aber auch das ist schon wieder vergessen.

Ich habe mich gefreut, viele Bekannte wieder getroffen zu haben. Achso: Danke an den Fischkopp Marco, dass ich bei Dir mitfahren durfte. Es war ein Erlebnis. Auch viele Aschaffenburger waren toll. So oft wurde mir noch nie zugewunken.
Ohne Scheiß. Nach dem Kommentaren, die ich am Freitag auf der Webseite einer örtlichen Lokalzeitung gelesen hatte, war ich mir der Gastfreundschaft der Aschaffenburger nicht ganz so sicher. Aber wie so oft lagen digitale Meinungen und reales Leben weit auseinander.

Mein Taxi

Gedenken

Bericht im Bayerischen Fernsehen
Brummi-Blockade in Aschaffenburg – Radio Primavera

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Der Trucker

Ich bin ein ganz normaler Versicherungsvertreter, der ein Gebiet von knapp 500 Kilometer Umfang betreut. Durch dieses große Gebiet kommt es vor, dass ich meine Frau und meine Kinder immer nur im Abstand von 14 Tagen sehen kann. Es ist hart, aber ich liebe meinen Job und, na ja, ich sehe meine Betty und die 2 Kinder (Michelle und Debby) ja alle 14 Tage und dann bleibe ich ja auch 2 Wochen Zuhause und kümmere mich um sie.

Ich war wieder mal auf Tour und mittlerweile auf dem Heimweg. Es waren noch gut 100 Kilometer bis zu meiner Betty und es lief gut. Doch was war das; urplötzlich kam Nebel auf und da auch schon die Dunkelheit hereinbrach, dachte ich mir, such ich mir halt ein Hotel und übernachte noch mal. Nach etwa zwei Kilometer ging auf einmal der Motor meines Wagens aus und ich konnte ihn nicht mehr starten. Da auch mein Handy versagte und ich kein Netz bekam, konnte ich nicht mal Hilfe rufen.

Nach etwa fünf Stunden – es war gerade Mitternacht und ich war schon in Richtung der nächsten Stadt gelaufen – hörte ich plötzlich ein Motorengeräusch. Hinter mir schien ein Truck zu sein. Der Fahrer stoppte sein Fahrzeug und öffnete die Beifahrertür.
Kann ich dich ein Stück mitnehmen Kumpel?“ hörte ich eine tiefe Stimme aus dem inneren des Trucks. Erfreut stimmte ich zu und erzählte ihm was passiert war und wo ich hinwollte. Er meinte mit einem zustimmenden Nicken „OK. Spring rein.“.
Während der Fahrt unterhielten wir uns und ich erfuhr, dass er diese Stecke seit 10 Jahren jede Woche fährt. Auch auf ihn warteten zuhause eine Frau und 2 Mädels und morgen wollte auch er endlich wieder bei Ihnen sein. Weiterhin erfuhr ich, dass er sich große Sorgen um seine Familie machte, falls ihm was passieren würde. Und na ja, was soll ich sagen, ich sprang sofort darauf an und schwatzte ihm eine Lebensversicherung auf.

Er war hell auf begeistert und wollte, dass ich sofort ein Vertrag aufsetzen sollte. Was ich auch tat. Nach dem er unterzeichnet hatte bestand er auch darauf, die ersten sechs Raten gleich zu bezahlen, so das sie gleich in Kraft trat.

Es war inzwischen kurz vor eins und wir näherten uns einer Raststätte. Nun teilte er mir mit, dass er nun abbiegen müsste. Wenn ich aber in die Raststätte ginge, sollte ich einen Gruß von Joe ausrichten. Dann würde mich bestimmt jemand den Rest des Weges mitnehmen. Also verabschiedete ich mich von Joe und ging in Richtung des Gastraumes.
Während ich den Schankraum betrat, hörte ich im Hintergrund den Motor aufheulen. Ich ging zum Tresen und fragte den Wirt, ob es jemand gibt, der in meine Richtung fahren würde. Der Wirt zeigt auf einen bärtigen Mann an einem Tisch, zu dem ich mich hin begab. Während ich mich abwandte sagte ich etwas lauter: „Ich soll euch einen Gruß von Joe ausrichten„.

Es wurde still im Lokal und der Wirt fragte erstaunt „Joe? Joe der Trucker„? Nach einem Kopfnicken von mir sagte er : „Das kann nicht sein, Joe ist Tot. Er starb genau heute vor einem Jahr. Als er hier losfuhr um endlich nach Hause zu kommen wurde sein Truck geschnitten und stürzte gleich an der Ausfahrt die Böschung hinunter. Wenn Sie wollen können sie den Truck noch sehen er liegt so tief das man ihn nicht bergen konnte.“ Nach meiner Frage nach seiner Familie erfuhr ich, dass er am Tage seines Todes eine hohe Lebensversicherung abschloss und somit die Zukunft seiner Familie gesichert war.

Ich sah in meine Tasche und der Versicherungsantrag war verschwunden und das Geld auch. Nun war ich neugierig geworden und ging zu der Ausfahrt. Dort sah ich die Böschung hinunter und da lag der Truck in dem ich eben noch saß. Etwa 10 Meter vor mir erschien eine leuchtenden Gestalt. Es war Joe und ich hörte diese tiefe Stimme:

Danke Kumpel

(freie Übersetzung einer amerikanischen Fernfahrer Legende)

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Digitale Helden

Lkw-Fahrer haben ein neues Hobby entdeckt: Facebookgruppen gründen – und fast jeder will die Öffentlichkeit bekehren. Wer da nicht mit zieht, wird ermahnt und entsorgt.
Sorry, aber das ist mir zu heroisch. Jetzt wird aufgeräumt…

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No Radio Interference

Das konnte man gestern auf der Facebookseite von ET-Radio lesen:

ET Radio

Die Sendung wurde vorher aufgezeichnet. Logisch, ich habe ja wenig Zeit. Da ich gestern in Italien weilte, weiß ich auch nicht, wie diese Radioshow geworden ist. Für etwaige Hörschäden übernehme ich deshalb keine Verantwortung.
Wenn ich mir aber das Sendeschema so anschaue, wird das ganze noch einige mal wiederholt. So z.B. morgen um elf oder für Frühaufsteher Sonntag um vier. Zumindest denke ich mal, dass es die gleiche Sendung ist.

Achso, kleiner Nachtrag: Ein Dankeschön an den Moderator Jochen für seine Geduld. Er hatte es nicht einfach mit mir.

ET-Radio
Sendeschema

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Demo in Lübeck

Vor genau drei Monaten berichtete ich über eine Demonstration der „Actie in de Transport“ in Berlin. Die Teilnehmerzahl war gering. Auch deshalb war ich damals der Meinung, dieses Strohfeuer würde schnell erlöschen.

Seit vorgestern muss ich meine Meinung etwas revidieren. Zum dritten Mal (zwischendurch gab es eine Demo in Köln) riefen die Organisatoren dazu auf, gegen Lohndumping und weitere Missstände in der Transportbranche zu protestieren. Als Versammlungsort wurde Lübeck ausgewählt. Lübeck deshalb, weil dort die lettische Firma „DinoTrans“ ihren deutschen Standort hat.
Diese Firma, nach eigenen Angaben eine der führenden Unternehmen im Bereich Trailer-Trucking, setzt u.a. philippinische Fahrer ein, die nicht einmal 700 Euro im Monat verdienen.

Aber zurück zur Veranstaltung vom Samstag. Mittlerweile bin ich mir sicher, dass dieser Tag der „Actie“ und ihren Zielen einen Schub nach vorn gegeben hat. Auch wenn die Teilnehmerzahl mit ungefähr dreihundert Leuten auch diesmal noch überschaubar blieb, war die Entschlossenheit nicht zu übersehen und vor allem auch nicht zu überhören.

Die nächste Demonstration wird voraussichtlich am 5. Oktober in Dortmund stattfinden. Ich denke es ist nicht all zu sehr vermessen, dort mit einer vierstelligen Zahl an Teilnehmern zu hoffen. Also Leute, bekommt Euren Arsch Pops hoch und zeigt, dass auch deutsche Kraftfahrer den Willen und die Kraft haben, etwas zu verändern.

Demo in Lübeck

Weitere Berichte:

Protest gegen Billigkräfte am Lkw-Steuer
Dann sind die Autobahnen dicht!
Brummifahrer demonstrieren lautstark gegen Lohndumping (nur für Abonnenten der Lübecker Zeitung)
Lkw-Konvoi gegen Sozialdumping

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Sind wir denn gar nichts wert?

In einer Fahrergruppe bei Facebook berichtet eine Kollegin über eine Begebenheit, welche Sie heute erlebte:

Ich habe heute morgen in der Schweiz ausgeladen und bin dann am Bodensee lang Richtung Bludenz gefahren, da ich am Montag in Nenzing laden soll. Da ich es bevorzuge, am Wochenende eine Dusche und eine Toilette benutzen zu können, hielt ich also am Rastplatz bei Götzis an, um dort zu parken. Die LKW-Parkplätze, 24 Stück an der Zahl waren voll. Unsere osteuropäischen Freunde sind also rechtzeitig am Freitagnachmittag angehalten und genießen ihre wohlverdiente Freizeit am Wochenende. Lecker sieht das aus, was die da auf den mitgebrachten Grills liegen haben. Besser kann der Koch im Rasthof es vermutlich auch nicht zubereiten.
Ich denke aber, was der wohl macht, wenn die Bestellungen der paar Touristen irgendwann für sein Gehalt nicht mehr reichen.

Gut, aber ich brauch einen Parkplatz. Nachdem ich mich durch die LKW der Kollegen hindurchgequetscht hatte, (es standen noch etwa 10 links am Fahrbahnrand), entdeckte ich rechts noch ein freies Plätzchen. Ich war gerade am einparken, als mir plötzlich ein Polizist mit einem Fotoapparat vors Auto sprang und mir zubrüllte, ich solle sofort weiterfahren. Auf diesem Parkplatz sei kein Platz für mich, die LKW-Parkplätze sein, wie ich sehe, besetzt. Ich erklärte ihm daraufhin, dass ich bis Montag hier stehenbleiben müsse und ich gerne eine Toilette hätte, duschen und auch etwas essen wolle.

Nein, ich sollte weiterfahren. Auch das Argument, dass ich nicht weiterfahren dürfe und ein Recht auf sanitäre Anlagen hätte, lies er nicht gelten. Er argumentierte, wenn ein Tunnel gesperrt wäre, könne man auch nicht durchfahren. Wenn ich nicht sofort weiterfahren würde, könnte ich mich schwarz bezahlen und er würde sich an Flensburg wenden etc. Wenn ich unbedingt auf Toilette müsste, dann solle ich das jetzt tun, aber in einer halben Stunde müsste ich weg sein, hätte ich eben in Bregenz anhalten müssen (dort bin ich gar nicht hergekommen).

Was bitte hat die Einhaltung der Menschenrechte mit der Sperrung eines Tunnels zu tun? Wieso gibt es an einem Autobahnrasthof nur 24 LKW-Parkplätze? Wieso dürfen die osteuropäischen Kollegen in zweiter Reihe parken, ich aber nicht und wie kann es sein, dass ein Polizist einen LKW-Fahrer dazu nötigt, über seine Fahrzeiten zu fahren, obwohl genügend Parkplätze vorhanden sind, wo man niemanden stört, die jedoch nur nicht als LKW-Parkplätze ausgewiesen sind?
Ein weiteres Problem, dass der Polizist mit mir hatte, war das Kühlaggregat. Das Parken für Kühler wäre hier sowieso verboten. Dass der Kühler aus war, spiele keine Rolle. Wie kann es sein, dass einem LKW-Fahrer das parken untersagt wird, allein auf der Tatsche, dass er einen LKW mit Kühlaggregat hat, der dazu auch noch ausgeschaltet ist?
Gut, dass war jetzt Österreich, aber es ist ja in Deutschland nicht anders.

Wir kämpfen für die Menschenrechte in Südostasien und Afrika, gleichzeitig wird aber verlangt, dass ein LKW-Fahrer bei 30 Grad übers Wochenende im Industriegebiet ohne Dusche und ohne Toilette steht. Wird er dabei erwischt, wie er sich draußen erleichtert, wird ihm eine Geldstrafe aufgebrummt. Was bitte schön bleibt einem denn anderes übrig.
Kann es sein, dass man den Spruch von einem Polizisten, also von einem Freund und Helfer, zu hören bekommt, wenn man am Wochenende nicht im Industriegebiet stehen könnte, dann sollte man sich eben einen Job im Nahverkehr suchen?

So sieht die Welt für uns aus. Deswegen mache ich bei der Actie mit, denn wie lang wollen wir uns das noch gefallen lassen? Und da ziehen auch so dämliche Argumente nicht wie „Mir geht es in meiner Firma doch gut!“ In diesen Situationen ist es völlig egal, welches Firmenlogo auf dem LKW steht. Sind wir denn gar nichts wert?
Ich bin dann übrigens zum nächstem Rasthof gefahren. Trotz Fahrverbot. Was anderes blieb mir ja nicht übrig. Nach zwanzig Minuten wurde sogar ein Parkplatz frei. Ich musste nur eben warten, bis der Ottonormalverbraucher mit seinem PKW mit dem Essen fertig war. Die letzten drei Parkplätze waren nämlich von den Pkw blockiert. Aber dafür haben wir ja Verständnis!

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Modul 2

Gestern habe ich mein zweites Modul für das Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz (BKrFQG) hinter mir gebracht. Auch wenn sich der Fahrlehrer alle Mühe gibt, den Stoff so interessant und unterhaltsam wie möglich rüberzubringen, bleibt es für mich eine Spaßveranstaltung – und dazu noch an einem Samstagnachmittag.

Die Grundidee hinter dieser Weiterbildung war ja u.a. eigentlich, den Beruf des Brummifahrers aufzuwerten. Nur wie soll das funktionieren, wenn das ganze nur eine Art pro forma Veranstaltung ist. Oder anders ausgedrückt: Weil es eben eine gesetzliche Pflicht ist, um an die Nummer 95 im Führerschein zu kommen. Zumal ohne abschließende Prüfung das schon mal gar nix ist. Aber das hat ja Ralf schon vor Wochen erwähnt.

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Die Lösung von Eigenartig

Vor einigen Wochen hatte ich ein Problem mit dem Einloggen bei WordPress. Mit meinem mobilen Internet-Stick kam ich nicht mehr ins Backend. Stattdessen erschien eine Fehlermeldung:

Fehlermeldung WordPress

Die Antwort von Ralf brachte die Lösung. Zumindest indirekt. Das Problem war tatsächlich, dass meine mobile IP-Adresse in einen Pool von „bösen“ IP-Adressen gelandet ist. Dazu nutzen die eine Blacklist von spamhaus.org. Die schwarze Liste dieses Anbieters nutzt Strato, um Angriffe abzuwehren. Diese kamen in der letzten Zeit vermehrt vor.

Von dieser Liste entfernt zu werden, ist relativ einfach. Wichtig ist, die IP-Adresse zu kennen. Diese erfährt man z.B. unter wieistmeineip.de. Anschließend prüft man diese IP-Adresse unter spamhaus.org im „Blocklist Removal Center“. Den Link dahin findet man oben links.
Wird dort die IP-Adresse auf einer der Listen rot markiert, wird diese für den Zugriff auf Administrationsbereiche gesperrt. Bevor man die IP-Adresse wieder freischalten lässt, sollte man sicher stellen, dass der eigene PC frei von Viren und Schadsoftware ist.

Dann wendet man sich wieder an spamhaus.org. Nachdem man den Link „Blocklist Removal Center“ angeklickt hat, folgt man einfach den Anweisungen. Danach ist noch etwas Geduld angesagt. Nach einer knappen Stunde gab es bei mir keine Probleme mehr mit dem Einloggen.

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