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Kategorie: Internes

Interne Dinge

Keine Sorge. Es ist nicht so schlimm wie es klingt. Nur zwei Dinge: Dieser Blog ist jetzt auch unter „asphaltgeschichten.de“ und „asphaltgeschichten.com“ erreichbar.
Diese beiden zusätzlichen Domains boten sich halt gerade an. Ausserdem klingt es besser als „truckonline.de/blog„. Finde ich zumindest.

Die zweite Sache? Eigentlich ganz lustig. Auf der Linkseite von“radine-trucking.de“ entdeckte ich ein Banner, welches ich vor mehr als zehn Jahren mal kredierte.
So richtig kann ich mich daran überhaupt nicht mehr erinnern. Aber ich will es Euch nicht vorenthalten:

Werbebanner

Wow. So ein wenig revolutionär klingt es ja schon. Haha. Auch wenn dieser Blog damals noch als Magerquark im Schaufenster des Internets herum lag. Oder anders ausgedrückt: Ich wußte vor zehn, zwölf Jahren nicht einmal, dass es sowas wie digitale Tagebücher überhaupt gibt.

Meine erste Seite kostete mir nichts. Also ausser ein wenig Zeit. Für diese nutzte ich einen kostenlosen Anbieter. Diese gab es mal gar nicht so selten.
Damals waren Frames noch „in„. Das waren Webseiten, die in mehreren Rahmen aufgeteilt wurden. Ein sogenanntes Frameset bildete innerhalb des Browserfensters einen in sich aufgeteilten Rahmen. In diesen Rahmen wurden mehrere Seiten hineingeladen.

Bei mir sah es am Anfang so aus. Ich glaube, dass war um 1998 oder 1999 herum:

TruckOnline - Der Anfang

Die Farben änderten sich mit der Zeit. Das Grundgerüst des Portals aber blieb. Mal war grün die vorherschende Farbe, dann wieder blau. Für kurze Zeit auch mal rot. Aber nie wieder braun.

Wann ich mir den Namen „truckonline.de“ registrieren lies, weis ich nicht mehr genau. Vor zwölf Jahren jedenfalls mokierte sich ein Fahrermagazin, dass ich mir diese Domain von denen abgekupfert hätte. Deren Homepage erreichte man damals unter „truck-online.de“. Tja. Mit Bindestrick ist halt dumm. Eigentlich auch heute noch.
Aber egal. Weder das „Truck-Magazin„, noch deren Online – Ausgabe „truck-online.de“ gibt es heute noch.

Irgendwann Mitte der „nuller Jahre“ wurde aus der Frameseite ein richtiges Portal. Also eines was in Ansätzen eigentlich schon gut aussah und mir auch wirklich Spass machte. Ich denke, es war damals sogar das größte Fahrerportal im deutschsprachigen Raum.
Selbst die Onlineausgaben vom „Fernfahrer“ und „Trucker“ steckten damals noch in den Kinderschuhen.

Das erste Portal

Aber gut. Eigentlich wollte ich nur auf die zwei neuen Domains hinweisen. Alles andere kam mir grad so in den Sinn. Wie es halt manchmal so ist.

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Ich weiche mal kurz ab. Also vom eigentlichen Thema hier.

Radio hören ist für mich Alltag. Seit ich denken kann, gehört dieses Medium zu meinem Leben. Hatte ich früher, also zu meiner Schulzeit, Hausaufgaben auf, ging das nur mit Musik im Hintergrund.

Gut. Die Auswahl an hörenswerten Sendern war damals noch arg eingeschränkt. Ich erinnere mich an die „Mittags-Discotheke“ auf HR3. Martin Hecht, Thomas Koschwitz, Werner Reinke oder Rainer Maria Ehrhard sind Namen, die mir noch heute im Gedächtnis hängen.
Nach der Schule, kaum richtig zu Hause, war das mein tägliches Ritual. Der Rekorder lief dann durch, bis Abends zum einschlafen.

Klar. Dieser öffentlich – rechtliche Sender hat das Radio nicht erfunden. Aber es war die einzige Station, die in dieser Zeit für mich hörenswert war. Gut, viel mehr Auswahl gab es auch kaum. Private Sender – die ich selbst heute kaum höre – gab es damals noch nicht und andere, wie Bayern3 oder NDR 2, waren in meinem Heimatdorf, sorry „Kleinstadt“, über Antenne kaum erreichbar. Selbst „DT64“ war nur selten eine Alternative.

Und heute? Hmm. Während der Woche läuft das Radiogerät noch immer als Beilage. Diverse Radiostationen gibt es ja mittlerweile zur genüge. Darunter viele Formatsender, mit ihren meist netten und fröhlichen Morgen-, Mittags-, und Abendshows. Aber wie bereits erwähnt. Darauf verzichte ich eigentlich gerne.

Aber selbst auf Infosender, wie den DLF oder diese ganzen Spartennachrichtensender der ARD habe ich immer weniger Bock. Gut, viele Berichte sind hörenswert. Klar. Aber momentan?
Kommen Nachrichten, kommt das Thema Ukraine. Oder Irak und Syrien. Westafrika mit Ebola ist auch noch dabei. Und natürlich die Flüchtlinge, die fast täglich im Mittelmehr ertrinken. Elend und Leid. Überall. Zu jeder halben Stunde. Eigentlich möchte ich es nicht mehr hören.

Ehe ich mich jetzt völlig verzettel. Bin ich schon so abgestumpft, weil ich das einfach nicht mehr hören will? Ich registriere diese Meldungen. Logisch. Aber habe ich mich an diese Nachrichten schon so gewöhnt?
Immer öfter kommt nur der eine Gedanke: Aha. Schon wieder? Das mag makaber oder kaltherzig klingen – es ist aber so.

Soviel mal dazu. Auf dass es besser werde. Wäre wünschenswert, ist aber doch momentan ziemlich utopisch.

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Diesen Monat im „Trucker“…

…auf Seite 101. Ich als Teil eines Bilderrätsels. Sogar das Lösungswort habe ich heraus geknobelt: Gummi! Zu gewinnen gibt es übrigens ein Tiefladesattelmodell.
Aber ich darf ja sicher nicht teilnehmen. So quasi als Teil vom Quiz. Na ja.

Im eigentlichen Beitrag einige Seiten vorher, wurde ich als „ergrauter Riese“ bezeichnet. Meine lieben Journalisten vom „Trucker„: Ich bin kein Altkanzler, der aus unerfindlichen Gründen keine grauen Haare bekommt.
Ausserdem bin ich nur 1.90 Meter groß. Als Riese gilt man erst ab 1.92 m. So!

Bilderrätsel

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Mal was internes…

…die neuen Besitzer der Freikarten für die Automechanika in Frankfurt habe ich benachrichtigt. Die Karten versende ich am Wochenende. Das heißt, mit Ausnahme von Herbert. Er hat leider keine eMail – Adresse angegeben.

Noch ein kleines „sorry“ an die Gewinner für die lieblose Nachricht. Aber ich fühle mich grad nicht besonders. Kaputt und abgeschlagen. Irgendwie hat mich eine Sommergrippe erwischt. Aber keine Angst. Die Karten werde ich vorher desinfizieren.

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Seite 33, rechts oben

Also ich glaube, meinen Blog motte ich ein. Denn was soll denn jetzt noch kommen, nachdem mein Antlitz in der „Superillu“ erschienen ist?

Mein Antlitz

Aber mal ernsthaft: Der Text ist in Ordnung. Das Foto auch. Hab nur vergessen, meinen Bauch einzuziehen…

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Gastbeitrag: Amtsschimmel gezähmt

Mit freundlicher Erlaubnis von portatio.com

Da ruft man als Bürger bei einem Bundesamt an und weist auf eine fehlerhafte Praxis hin. Die Behörde erkennt den Fehler, bedankt sich für den Hinweis und ändert diese Praxis. Das ist kein Märchen aus dem fernen Land Utopia sondern eine Erfahrung, die wir von portatio heute ganz real machen durften, wir sind selbst überrascht. Doch der Reihe nach. Es hatte sich der User Jan Ehrt bei uns gemeldet mit folgender kniffeliger Frage:

„Ich beginne eine neue Schicht, fahre 3 h, mache 45 min Pause, fahre nochmal 1,5 h und mache weitere 30 min Pause.
Frage: „Darf ich nach der 2. Pause von 30 min wieder volle 4,5 h fahren, indem ich sie zu den vorangegangenen 45 min zähle und als volle Lenkzeitpause rechne???
Oder begann der neue 4,5 h-Lenkzeitabschnitt bereits nach der 1. Pause, so dass ich nach der 2. Pause nur noch max. 3 h weiterfahren darf und somit eine weitere Pause von 45 min einlegen muss, bevor ich die restliche Lenkzeit verbrauchen darf???“

Jeder LKW-Fahrer erkennt sofort die Brisanz dieser Frage. Für die anderen sei der Zusammenhang kurz erklärt: Die EU-Verordnung 561/2006 über Lenk- und Ruhezeiten regelt diese so detailliert, dass das Gesetz sehr kompliziert geworden ist, mit Ausnahmen, Ausnahmen von den Ausnahmen usw. Dennoch wird von jedem Fahrer verlangt, das Gesetz genau zu kennen und zu befolgen. Laut dieser Verordnung kann man die 45-minütige Pause, die man nach 4,5 Stunden einlegen muss, auch splitten. Und zwar dürfte man innerhalb der 4,5 Stunden zuerst 15 und dann 30 Minuten Pause machen (umgekehrt ist nicht erlaubt). Man könnte also beispielsweise 3 Stunden, 15 Minuten Pause machen, danach 1,5 Stunden fahren und 30 Minuten Pause machen. Genau das hat der Kollege im vorliegenden Fall getan. Nur hat er statt der ersten 15 Minuten gleich 45 Minuten Pause gemacht. Und plötzlich hat er ein Problem.

Denn um die komplizierte Verordnung einheitlich anzuwenden, haben das Bundesamt für Güterverkehr (BAG), das Bundesverkehrsministerium und die Kontrollbehörden der Länder gemeinsam Richtlinien („Hinweise zu den Sozialvorschriften im Straßenverkehr“) festgelegt, die unter anderem auch auf der Internetseite des BAG veröffentlicht sind. Darin heißt es unter Punkt 3.5: „Nach jeder Unterbrechung von insgesamt mindestens 45 Minuten (zusammenhängend oder in zwei Teilen) beginnt ein neuer, für die Unterbrechung relevanter Lenkzeitabschnitt von 4 ½ Stunden. Dies bedeutet, dass auch nach einer nur 2-stündigen Lenkzeit mit anschließender 45-minütiger Unterbrechung ein neuer Lenkzeitabschnitt von 4 ½ Stunden beginnt.“

Für den Fall von Jan Ehrt bedeutet das: Hätte er seine erste Pause nicht 45 Minuten sondern nur 44 oder nur 15 Minuten gemacht, wäre alles Prima und er bekäme keine Probleme. Die Auslesesoftware für die digitalen Fahrtenschreiber verhält sich jedoch leider genau so, wie es in dieser Richtlinie geschrieben ist. Sie wertet die erste Pause nicht als die gesplittete „halbe“ Pause, sondern einfach als ganze Pause (weil sie 45 Minuten lang war) und verlangt vom Fahrer, viereinhalb Stunden später wieder eine 45-Minuten-Pause einzulegen. Vom gesunden Menschenverstand her ist das ungerecht. Ich habe diese Frage daraufhin im Forum www.truckerfreunde.de und bei Facebook zur Diskussion gestellt. Nicht nur unter den Fahrern dort, sondern auch unter den Polizisten gab es dabei zwei verschiedene Meinungen. Die einen sagten, gemäß der Richtlinie liegt hier ein Verstoß vor, die anderen sagten, es kann nicht
verboten sein, eine längere Pause als vorgeschrieben zu machen.

Daraufhin habe ich beim BAG angerufen. Deren Reaktion war verblüffend. Sie haben sofort erkannt, dass es bei der gesplitteten Pause eine Gerechtigkeitslücke gibt zwischen der EU-Verordnung 561/2006 und ihren eigenen Richtlinien, weil man schlechter gestellt wird, wenn man länger Pause macht. Sie bedankten sich ausdrücklich für diesen Hinweis und versprachen, das so schnell wie möglich zu ändern. Zitat: „Morgen werden Sie das auf unserer Internetseite noch nicht bemerken, aber in 1-2 Monaten sollte das vom Tisch sein“. Außerdem haben sie bereits eine interne Dienstanweisung an ihre Kontrollbeamten herausgegeben, in der sie auf diesen Punkt hinweisen.

portatio meint: Klasse, wenn Behörden so schnell und vernünftig reagieren, wenn Bürger sie auf eine widersinnige Praxis aufmerksam machen. Respekt!

Link Original Beitrag

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Der Glaube an die Zukunft

Lerne ich irgendwo einen für mich neuen Menschen kennen, bin ich erst einmal reserviert. Also zurückhaltend. So war es auch bei Udo Skoppeck.
Unser erster Kontakt lief übers Telefon. Das war im Februar oder März letzten Jahres. So genau weiß ich das nicht mehr.
Er hatte einige Monate vorher eine Gruppe auf Facebook gegründet, die sich rasant entwickelte. Er nannte diese Gruppe „LKW Fahrer und Trucker„. Damals hatte diese etwa zehntausend Likes, heute sind es so um die vierzigtausend.

Bereits bei diesem Telefonat hatte er Visionen, bei denen ich nur mit dem Kopf schüttelte. Das sagte ich Ihm auch. Er lies sich aber davon nicht abbringen. Nach diesem Gespräch war für einige Wochen oder eher Monate wieder Funkstille zwischen uns.
Natürlich beobachtete ich im Hintergrund seine Aktivitäten weiter. Ende Februar gründete er den deutschen Ableger der „Actie in de Transport“, ein Vierteljahr später organisierte er die erste Demonstration gegen Lohndumping im Transportgewerbe in Berlin.
Auch nach dieser Demo war ich skeptisch. Ich konnte mir halt nicht vorstellen, dass diese Art von Protest jemals Erfolg haben könnte.

Es folgten aber weitere Veranstaltungen in Köln, Lübeck, Dortmund und Aschaffenburg. Auf dreien trafen wir uns und redeten mehr oder weniger ausführlich miteinander.
Die nächste ist für Ende März in Dresden geplant. Zwischen diesen Terminen finden immer wieder Regionaltreffen statt. Das alles ist im Grunde auf Udo Skoppecks Beharrlichkeit begründet. Klar, ohne weitere Mitstreiter im Hintergrund geht es nicht. Aber ohne Udo’s Sturheit wäre der deutsche Ableger der Actie längst in der Versenkung verschwunden.

Deshalb nehme ich Ihm auch die Aussagen im folgenden Video wirklich ab. Oder anders ausgedrückt: Er steht zu dem, was er da sagt.

YouTube Direktlink
Actie in de Transport

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