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Kategorie: Ärgerliches

Stautag statt Montag

Montagmorgen, blauer Himmel. Eigentlich ideales Wetter zum Fahren. Wenn, ja wenn es keine Staus gäbe. Nach zwanzig Minuten der erste. Hinter Freudenberg liegt ein Lkw auf der Seite. Auf WDR2 erzählt man was von einer Vollsperrung. Zu dieser Zeit ist das Quatsch, die linke Spur ist noch frei. Trotzdem läuft es auf einigen Kilometern zäh. Teilweise auch überhaupt nicht. Logisch, es gibt ja was zum schauen.
Irgendwann hinter mir wird die Autobahn tatsächlich gesperrt. Erst hieß es bis 11.00 Uhr, dann bis 14.00 Uhr. Schließlich bis 17.00 oder 18.00 Uhr.

Stau

Später auf dem Kölner Ring der übliche Pendlerverkehr. Obwohl es da bereits halb zehn ist. Ich habe keine Ahnung, ob man um diese Zeit noch von Berufsverkehr reden kann. Wie auch immer – zum zweiten mal am heutigen Tag stehe ich mehr, als ich fahre.

stau

Ab Leverkusen habe ich freie Fahrt. Zumindest bis Düsseldorf. Dann der übliche Zustand:

stau

Zwei Stunden später zurück auf dem Kölner Ring – Stau. Vor der Rheinbrücke Leverkusen steht man sich die Beine in den Bauch. Obwohl, in meinem Fall eher die Räder in den Rahmen. Auf ein Foto habe ich diesmal verzichtet. Stehende Autos und Lastwagen sehen eh überall gleich aus.

Am Abend kurz vor Feierabend noch einmal vier Kilometer Stillstand. Den Grund werde ich wohl nie erfahren. Vor Wetzlar steht plötzlich alles. Zumindest auf der rechten Spur.

stau

Nach zehn Minuten rollen alle wieder. Der letzte Stau sollte wohl ein würdiger Abschluß für diesen Montag, äh, Stautag werden.

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Ärger am Morgen

Um vier heute früh klingelte auf einem Rasthof bei Mantova mein Wecker. Fünf Minuten später war mir klar, dass man mich zugeparkt hatte. Also alles gewohnheitsmäßig.
Neu war aber der Spruch, den ich vom Fahrer zu hören bekam: „Kollege, in einer Stunde ist meine Pause rum. Dann fahre ich weiter!“

Klar, ich quäle mich in aller Früh aus der Koje, um anschließend eine Stunde zu gammeln. Von was träumt der eigentlich? Wie auch immer – zwei Brüller von mir und er zog zehn Meter vor. Schon konnte ich fahren.

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Die Anzeige lügt

Waschflüssigkeitsstand niedrig

Der Waschflüssigkeitsstand ist nicht niedrig, sondern überhaupt nicht mehr vorhanden. Oben nachgefüllt kann man unten zuschauen, wie sich die Brühe ins Erdreich verabschiedet. Während der letzten nassen Tage hatte ich auch keine Lust, mich unter die Karre zu legen, um das Leck ausfindig zu machen.

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Nix geschafft

Kurzer Rückblick auf den Tag:

6.00 Uhr: Arbeitsbeginn
7.30 Uhr: Entladebeginn
8.17 Uhr: Entladeende
8.19 Uhr: Telefonat mit Disponent. Ladeadresse erhalten.
Gegen 10.00 Uhr: Ankunft in der Firma
Gegen 16.45 Uhr: Abfahrt von der Firma.

Fazit: An der Ladestelle fast sieben Stunden mit warten vermurkt – eigentlich eine Frechheit. Nur weil die Ihre Bude nicht im Griff haben. Rechne ich die fünfzig Minuten Entladung hinzu, komme ich heute auf eine Standzeit von fast acht Stunden. Was dann als Fahrzeit übrig bleibt, kann sich jeder denken.

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Philippinos an Bord

Wie ein Fake sieht das Stellenportal „workabroad.ph“ nicht aus. Umso erstaunlicher oder erschreckender oder was auch immer ist es, dass eine Firma Fahrer auf den Phillipinen sucht und auch schon gefunden hat.
Zumindest begrüßt man diese Neuankömmlinge auf der Facebookseite dieser Firma recht herzlich.

Zum Stellenangebot >>>

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Ende am Brenner – Teil II

Eigentlich hatte ich es letzten Dienstag gut abgepasst. Kaum bei München angekommen, wurde das Fahrverbot für Italien aufgehoben. Dumm nur, dass ich hunderte Lkw vor mir hatte. So war vom Inntaldreieck bis kurz vor Innsbruck Dauerstau angesagt.

Umso erstaunlicher war das erwartete Schneechaos im Süden. In der Gegend um Modena lagen nur einige Zentimeter Schnee, weiter östlich – wie auf dem Foto zu sehen – überhaupt nichts.

Zwischen Bologna und Padova
Zwischen Bologna und Padova
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Ein Griff ins Klo

Das Bundesfinanzministerium will für jeden Toilettengang eine Quittung. Damit soll es möglich werden, einen exakten Nachweis für die Steuererklärung zu erbringen. Über einen Zeitraum von drei Monaten hinweg, sollen möglichst alle Belege gesammelt werden. Am 24. Dezember letzten Jahres erwähnte ich das bereits.

So einfach ist das aber nicht. In meiner ersten Arbeitswoche Anfang Januar versuchte ich, Bons zu bekommen. Bei nicht einmal der Hälfte der Nachfragen hatte ich Erfolg. Kaum ein Tankstellenmitarbeiter kannte diese Regelung. Andere konnten oder durften keine Quittungen ausstellen oder hatten keine vorrätig oder Zugriff darauf. Zumindest erzählten mir das einige – und das muß ich dann ja glauben.

So bleibt als Konsequenz, dass das ganze sprichwörtlich ein Griff ins Klo war. Also frage ich auch nicht mehr danach. Sollen sich andere zum Affen machen.

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Ich Dir hauen Nase blutig

Wie lange bleibst Du hier stehen“ ist doch eigentlich eine ganz normale Frage. Erst recht, wenn ich mein Wochenende auf einem Autohof verbringen muß und mich schon in die letzte Ecke des dazugehörigen Parkplatzes verkrochen habe. Auch um meine Ruhe zu haben.
Keine halbe Stunde später stellt sich ein Fahrer mit seinem brummenden Kühler genau neben mich. Der Platz war halb leer, im vorderen Bereich standen schon drei andere Lkw mit Gefrier-Aggregaten. Warum der sich nicht dazu gestellt hat? Keine Ahnung!

Aber zurück zu meiner Frage. Seine Antwort war „Aschloch„. Und weiter: „Alle Deutsche Aschlöscher. Ich Pause machen, bis Montag!“ Meinen Einwand „Aber nicht neben mir“ folgte ein lauter Gefühlsausbruch seinerseits. „Ich Dir hauen Nase blutig“! Das wollte ich eigentlich nicht und versuchte es mit einer Art Deeskalation: „Ist ja gut. Wenn Du Dir einen anderen Platz suchst, sind wir wieder Freunde!“
Nur wollte er aber nicht mein Freund sein. Stattdessen wiederholte er mit lauter Stimme seine Drohung: „Ich Dir schon gesagt. Ich Dir hauen Nase blutig. Du mich jetzt fertig gemacht. Du morgen früh fertig. Die Nacht Du keine Freude haben wirst!“

Sprüche dieser Art interessieren mich eigentlich nicht mehr. Dazu fahre ich bereits zu lange. Trotzdem trat ich den Rückzug an und fuhr einen Autohof weiter. Mein Wochenende neben dem zu verbringen zu müssen? Nee, danke!

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