Eigentlich sollten nächste Woche in Italien sämtliche Räder stillstehen. Denn geplant war ein Streik der Transport-Branche vom 25. bis 29. Mai.
Hintergrund waren insbesondere hohe Kraftstoffpreise und anhaltende wirtschaftliche Belastungen im Transportsektor.
Doch bevor die erste Zugmaschine quer vor einer Mautstation geparkt wurde, hat die Regierung lieber schnell den Taschenrechner ausgepackt.
Das Ergebnis? Günstigerer Diesel, schnellere Steuererstattungen und mehrere hundert Millionen Euro Hilfen für die Transportbranche. Und siehe da, der Streik war plötzlich vom Tisch.
Oder anders ausgedrückt, der geplante Protest wurde mit günstigeren Diesel und Steuergutschriften behandelt. Auch eine Art politischer Pannendienst.

Ja, ein flächendeckender Ausstand hätte erhebliche Auswirkungen auf Lieferketten und Versorgung gehabt. Und natürlich auf mein Vorankommen.
Ich muss unter anderen nach Turin, da brauche ich freie Fahrt. Aber der Streik wurde ja abgesagt.
Gleichzeitig wird aber deutlich, dass der Druck im europäischen Straßengüterverkehr weiterhin hoch bleibt.
Am Ende bleibt die Erkenntnis: Wenn Europas Regierungen merken, dass plötzlich keine Nudeln, Tomaten oder Oliven mehr ankommen könnten, geht es mit politischen Entscheidungen manchmal erstaunlich schnell.
Quelle: unionesarda.it
