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56 Ergebnisse für "versicherung"

1. Mai! Ein Feiertag?

Es gibt doch tatsächlich Fernfahrer, die glauben, dass der 1. Mai ein Feiertag ist. Was gibt es denn zu feiern? Hier besteht eine sofortige Notwendigkeit zur Richtigstellung und Aufklärung, denn es gibt ein großes Unverständnis und Staunen für praktizierende Gewerkschaftler.

Tatsache: Auf Druck der Großindustrie und der oberen reichen Geschäftswelt in Chicago hat ein Justizmord am 11.11.1887, den 1. Mai als Gedenk- u. Demonstrationstag entstehen lassen. Der deutsche Auswanderer August Spies und 3 weitere aufrechte Arbeiter waren wegen ihrem Einsatz, für eine Verbesserung des Arbeitsalltags, durch den Strang ums Leben gekommen.

Wer hat denn heutzutage überhaupt noch Interesse, sich mit der Geschichte der Arbeiterbewegung bzw. den Gewerkschaften auseinanderzusetzen, um die Hintergründe besser zu verstehen? Der 8 Std.-Tag, die 5 Tage-Woche, 6 Wochen Urlaub, Arbeits- u. Tarifverträge, Betriebsräte, Kranken- u. Rentenversicherung und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall usw., ist für alle heute eine Selbstverständlichkeit geworden. Aber das gerade genannte, ist nur durch Solidarität und den Mut der Arbeiter von ~ 1848 – 1972 entstanden und durchgesetzt worden.

Demnach müssten eigentlich alle Fernfahrer in einer Gewerkschaft organisiert sein, weil viele sehr oft den 15 Std.-Tag, die 6 Tage-Woche, nur 5 Wochen Urlaub, schlechte oder keine rechtlich gültigen Arbeits- und Tarifverträge, keine oder sehr schlechte Betriebsräte usw. haben. Bei uns herrschen immer noch Zustände, wie bei der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert. Wie schlecht muss es uns denn noch gehen, bevor die ca. 600.000 deutschen Fernfahrer nun endlich wach werden?

Deshalb sollten wir den 1. Mai nicht nur gedenken, sondern diesen historischen Tag des Arbeiters, als Protest- bzw. Demonstrationstag begehen.

Geschichte: Mehrere Arbeiter hatten 1887 am 1- und 2. Mai eine Protestveranstaltung in Chicago organisiert und ca.40.000 waren dem Aufruf gefolgt, der in einem Streik endete, um ihre sehr schlechte wirtschaftliche und berufliche Lage zu verbessern. Am 3. Mai kam es zu Schlägereien mit Streikbrechern, wobei von der Polizei zwei Arbeiter erschossen wurden.

Deshalb fand am 4. Mai eine Kundgebung statt, wo u.a. August Spies als erster Redner auftrat. Eine plötzliche Explosion tötete einen Polizisten. Die Polizei schoss daraufhin wild um sich, wobei sechs Polizisten und etliche Arbeiter getötet wurden. Am 5. Mai wurde August Spies und sechs Arbeiterredner verhaftet. Der Prozess begann am 26. Juni und am 9. Oktober wurden sie zum Tode durch den Strang verurteilt. Gnadenappelle und Petitionen aus aller Welt trafen ein, u.a. von August Bebel und Karl Liebknecht.
Das Innenministerium von Preußen meldete eine noch nie dagewesene Massenbewegung zu Gunsten der Verurteilten an. Rund 60.000 Bürger in Chicago gaben ein Gnadengesuch ab. Darauf wurde zwei Verurteilten die Todesstrafe erlassen und einer der Arbeiter erschoss sich in seiner Zelle. Am 11.11.1887 wurde die Hinrichtung vollzogen.

Die letzten Worte, von August Spies waren:

Die Zeit wird kommen, da unser Schweigen im Grabe, mächtiger sein wird als unser Reden

Darauf beschlossen die Amerikanischen Gewerkschaften in St. Louis (Dezember 1888) wegen dem Chicagoer Justizmord, den 1. Mai als Kampf- u. Gedenktag zu begehen. In Europa (Paris) wurde am 14. Juli 1889, die „II Internationale“ der Arbeiterbewegung veranstaltet und es wurde u.a. beschlossen, dass der 1. Mai als Kampf- und Gedenktag für die ganze Welt Gültigkeit haben soll, für den Chicagoer Aufstand und deren Opfer.

Am 1. Mai 1890 begangen Hunderttausende organisierte Arbeiter in aller Welt, so auch in vielen deutschen Städten, diesen Gedenktag. Sie legten ihre Arbeit nieder, gedachten des Chicago Aufstandes und demonstrierten für die Einführung des 8-Std.-Tages. Die Arbeitgeber sperrten darauf tausende Arbeiter aus den Betrieben aus. Die Gewerkschaften brachte dies, wegen der Unterstützungsgelder, an den Rand des Ruins.

Die Arbeitgeber gründeten, auf Grund des 1. Mai, ihre ersten eigenen Verbände. Der 1. Mai 1933 wurde im 3. Reich missbraucht, um ihn zum „Tag der Nationalen Arbeit“ als Feiertag einzuführen bzw. zu diktieren, obwohl es nichts zu feiern gab, bei damals über 6 Mio. Arbeitsloser in der Bevölkerung. Am darauffolgenden Tag (2 Mai) wurden viele Gewerkschaftler verhaftet und die Gewerkschaften, Parteien verboten und die Pressefreiheit aufgehoben.

Heute: Am 1. Mai 2016, muss bei vielen Mio. Arbeitsuchenden oder Niedrig-Löhnern in Europa auch aufgerufen werden, um zu protestieren und wer nicht daran teilnimmt, duldet, ignoriert oder verleugnet diese erschreckende Zahl der Arbeitslosen und die niedrigen Gehälter. Unsere Vorkämpfer in den USA haben auch in Europa viel bewirkt und in der gesamten Welt Achtung und Respekt verdient, in Gedanken, Worten u. Werken.
Diese damalige große Solidarität der vielen Arbeiter, sollte uns Kraftfahrern ein Vorbild sein. Den insgesamt ca. 4,5 Mio. Kraftfahrern in der EU, die ihr Geld mit dem Lenkrad verdienen, geht es demnach noch sehr gut und es ist für mich unverständlich warum so wenige in der Gewerkschaft organisiert sind.

In den Anfängen der deutsche Arbeiterbewegung bzw. den Arbeiterbildungsvereinen, wurde das Motto „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ in den Vordergrund gestellt bzw. auf die Fahnen geschrieben und sollte heute für uns Fernfahrer das gewünschte „3xL“ als „Leben, Lobby, Lohn“ bedeuten!

  • Leben mit der Familie,

    Lobby in der Öffentlichkeit,

    Lohn für die hohe Leistung.

  • Die überzeugten Gewerkschaftler Europas wissen um die Stärke der Solidarität und würdigen die Gemeinschaft der Arbeiter, in dem alle am 1. Mai teilnehmen. Wir Fernfahrer- Kollegen, denen es vom europäischen Arbeiter wohl mit am schlechtesten geht, was Arbeit, Freizeit und Verdienst betrifft, sollten immer daran denken was unsere Vorkämpfer erleiden mussten und die vielen tausend Toten der Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung gedenken. Hier müssen auch unsere Kollegen mit eingebunden sein, die leider auf der Straße ihr Leben lassen mussten.

    Fernfahrer: Gedenke der Gemeinschaft: Denn alleine bist du ein Nichts!

    In Dankbarkeit derer, die für die Gerechtigkeit ihr Leben lassen mussten .

    Vielen Dank an Gregor Ter Heide für diesen tollen Text

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    Aller guten Dinge sind drei? Nicht in diesem Fall! Eine kurze Nachlese.

    Jetzt kann ich’s ja sagen: Ein bisschen stolz war ich schon, vor einigen Wochen. Als es mein Blog neben vierzehn anderen in die Endauswahl zum „Auto Blog of the Year„, kurz „Aboty“ geschafft hat. Auch wenn ich von solchen „Schwanzvergleichen“ eigentlich wenig halte. Das liegt vielleicht auch daran, dass die Nische in der ich blogge, überschaubar klein ist. Eine wirkliche Konkurrenz gibt es nicht.

    Trotzdem fand ich es spannend, mich mit anderen Bloggern messen zu dürfen. Auch wenn Schrauber-, Tuning- oder Autotestblogs in eine ganz andere Richtung als mein Weblog gehen. Aber der Wettbewerb zählt. Wenn er denn stattfindet.

    Und genau das ist das Problem. Einen fairen Wettstreit gab es nicht. In den ersten Tagen war die Abstimmungsseite nur gelegentlich erreichbar. Performance Probleme hieß das Stichwort. Das darf vielleicht bei meinem kleinen Blog, der einen Massenhoster sein zuhause nennt, mal passieren. Aber selbst da ist es ärgerlich. Für mich und für Euch.
    Bei der Seite einer Firma, die Versicherungen verkaufen will, ist das peinlich. Erst recht, wenn dieser Wettbewerb eigentlich eine Werbeveranstaltung ist. Denn pünktlich bis zum 30. November ist es möglich, die eigene KFZ-Versicherung zu kündigen. Und sich eine neue zu suchen. Wie etwa die, die diesen Blog Content durch führt.

    Natürlich darf man auch die Blogger kritisieren, die da mitmachen. Also sich quasi vor den Karren spannen lassen. Die freiwillig Werbung machen, ohne eine sichere Gegenleistung zu bekommen. Ausser natürlich, auf der Abstimmungsseite genannt zu werden. Neue dauerhafte Leser bekommt man dadurch aber kaum.
    Dann gibt es auch noch die Gewinne. Einmal fünfhundert, einmal tausend und einmal zweitausend Euro. Viel Geld, aber für kleine Freizeitblogger wie mich völlig utopisch.

    Was bleibt ist das Prestige, in die Endauswahl gekommen zu sein. Nur habe ich mich schon gefragt, ob es das wert ist. Erst recht, als nach den Erreichbarkeitsproblemen ein anderes auftauchte. Nämlich das die Abstimmung angeblich manipuliert wurde.

    Ein Witz? Nein! Die ausführende Agentur hätte Manipulationsversuche festgestellt. Von einem BOTnetz wurde ein Blog ständig mit 5-Sternen bedacht, alle anderen wurden mit 1-Stern Bewertungen ab gevotet. Das habe ich zumindest hier >>> gelesen.
    Ob das so stimmt? Keine Ahnung.
    Welcher Blog das gewesen sein soll, weis ich nicht. Vom Wettbewerb ausgeschlossen wurde keiner. Auch so eine kleine Randnotiz. Es wird – angeblich – beschissen, hat aber kaum Konsequenzen. Ausser die, dass Ergebnis zu bereinigen. Man filterte also die unechten Stimmen aus. Oder versuchte es zumindest. Ansonsten blieb alles so wie gehabt.

    Es durfte also weiter abgestimmt werden. Ich animierte Euch, die Leser meines Blogs und die „Fans“ „meiner“ Facebookseite, mir immer wieder fünf Sterne zu geben. Mehrere andere Bekannte, die ich sehr schätze, teilten dieses auf Ihren Facebookseiten. Eine von denen hat über 40 000 Likes, eine zweite mehr als 12 000.
    Trotzdem kam mein Weblog nie über zwei Sterne hinaus. Tja.

    Das Fazit? Es gibt eine Rangliste der fünf erstplazierten Seiten. Aber keinen Sieger. Das finde ich ein Stück weit gerecht. Die Preisgelder werden gespendet. Eine Mehrzahl der teilnehmenden Blogger hätte sich dafür ausgesprochen. Auch ich.

    Mein Fazit? Dieser Wettbewerb ist clever. Für die veranstaltende Versicherung. Auch wenn er total in die Hose ging. Aber auch schlechte Werbung bringt einen ins Gespräch. Der Co-Veranstalter – MotorTalk.de – hat sich wohl zurück gezogen. Die wollen also bei zukünftigen Votings zum „Auto Blog of the Year“ nicht mehr mitmachen. Das widerum finde ich feige. Mitgefangen, mitgehangen. Sprich, die versuchen nicht mal, es beim nächsten Mal besser zu machen.

    Der ebenfalls teilgenommene „mein-auto-blog“ titelte in einer Überschrift: „Wie DirectLine die Autoblogs mißbraucht!“ Das ist totaler Quark. Wir alle haben uns missbrauchen lassen. Nach Bekannt werden der angeblichen Manilulationsvorwürfe hätten wir alle darauf drängen sollen, diesen Wettbewerb zu beenden. Nur hat das keiner gemacht. Auch ich nicht. Leider. Denn alle, die abgestimmt haben, wurden betrogen.

    In der Liste der fünf bestplazierten Blogs taucht „TruckOnline“ nicht auf. Wo er letztlich gelandet ist? Keine Ahnung. DirectLine hüllt sich in Schweigen. Ich danke trotzdem allen, die für meinen Blog gestimmt haben. Ihr seid eh die besten…

    Andere Stimmen:

    Versicherungsbetrug?: Wie DirectLine die Autoblogs mißbraucht!
    Das Ergebnis der Wahl zum Auto Blog of the Year – Was ein Kuddelmuddel!
    Auto Blog of the Year: Ein Nachtrag
    Auto Blog of the Year: Das Endergebnis
    Ihr habt gewählt und trotzdem gibt es keinen Sieger

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    Das Nomadentum war Thema im Bundestag

    Bereits letzte Woche debattierte der Bundestag zum Abschluss der Haushaltswoche über die Einzelpläne der Ressorts Verkehr und digitale Infrastruktur. Das für mich bemerkenswerte daran war, dass in der Rede des Abgeordneten Udo Schiefner erstmals die Situation der Berufskraftfahrer erwähnt wurde:

    Letzter Punkt – Kollege Brackmann hat es bereits angesprochen -: Wir sind auf leistungsfähiges Personal angewiesen, das den Anforderungen der Branche gerecht wird. Logistik schafft und sichert anspruchsvolle Arbeitsplätze. Fast 10 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten arbeiten in der Logistikbranche, etwa 2,8 Millionen Menschen. Fast ein Drittel von ihnen fahren auf unseren Straßen. Die eigentlichen Stützpfeiler unseres wirtschaftlichen Erfolges sitzen also hinter dem Lenkrad. Anerkennung und Wertschätzung erhalten sie dafür kaum. Im Gegenteil, ihre Arbeit hat unberechtigt ein schlechtes Ansehen, wie ich finde. Die Branche leidet an Nachwuchsmangel.

    Deshalb müssen wir – das ist mein letzter Satz – die Rechte und Möglichkeiten dieser Branche und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stärken und müssen vor allen Dingen das Nomadentum auf den Autobahnen und Rastplätzen Deutschlands beseitigen.

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    Weitere Informationen

    YouTube – Direktlink >>>

    Das Nomadentum beenden. Klar. Es kann nicht sein, dass Rastplätze am Wochenende so belegt sind, wie an einem Montagabend um neun. Dann natürlich zu schätzungsweise 95% mit osteuropäischen Lkw. Deren Fahrer wochenlang nicht mal ansatzweise in die Nähe Ihres Wohnorts kommen.

    Schön das diese Problematik so langsam an den Stellen ankommt, die diese Misere mit zu verantworten haben. Nämlich in der Politik. Das kommt natürlich nicht von ungefähr. Einige Tage vor dieser Debatte überreichten sechs Berufskraftfahrer – alle in der AidT organisiert – einen Katalog an Forderungen, aber auch mit konkreten Lösungsvorschlägen, den Mitgliedern des Bundesverkehrsausschusses, Kirsten Lühmann und Udo Schiefner (beide SPD).

    Nur ein Beispiel: Diese Kleintransporter mit dieser Hundehütte auf dem Dach, hat bestimmt jeder von Euch schon einmal gesehen. Viele von denen sind in Polen zugelassen. Nur hat sich schon mal jemand Gedanken über die Arbeitsbedingungen der Fahrer dieser rollenden Zwinger gemacht?

    Bei dem Treffen der sechs letzte Woche in Berlin – plus dem Journalisten Jan Bergrath, der das organisiert hat – wurde eine Mappe übergeben, in der u.a. diese Problematik dokumentiert wurde. Was da allein mittlerweile abgeht, ist erschreckend. Überladung wird von vielen Auftraggebern billigend in Kauf genommen, Strecken von mehr als tausend Kilometern müssen innerhalb 24 Stunden bewältigt werden, die Frachtpreise liegen meist bei nicht einmal fünfzig Cent pro Kilometer.
    Das ist modernes Sklaventum. Die Fahrer werden verheizt, Firmen ausgetauscht. Geht eine pleite, steht bereits die nächste vor der Tür.

    Jetzt ist das Bundesministerium für Arbeit und Soziales unter Andrea Nahles (SPD) am Zug. So könnte Deutschland die EU-Verordnung zu den Ruhezeiten in nationales Recht umwandeln. So wie es bereits in Frankreich und Belgien gehandhabt wird.
    Nämlich das die 45 – Stunden Ruhezeit nicht mehr im Lkw verbracht werden darf. Wer dagegen verstößt, muß mit drastischen Strafen rechnen. Nur muß das auch umgesetzt werden. Genau daran hapert es hierzulande.

    Im Bundesamt für Güterverkehr ist man noch immer der Meinung, Fahrer dürften während ihrer Pause nicht gestört werden. Nur was ist das für eine „Wochenendruhe“, die auf einem versifften und lauten Rasthof verbracht werden muß? Im Klartext keine. Montag in aller früh fahren die los, ohne wirklich eine Erholung genossen zu haben.

    Das hat mit Verkehrssicherheit nichts mehr zu tun. Da werden eher Wettbewerbsvorteile verteidigt, von denen nicht nur osteuropäische Transportfirmen profitieren, sondern auch große westeuropäische Logistikfirmen. Der oft gepriesene deutsche oder westeuropäische Mittelstand bleibt dabei auf der Strecke. Und das kann es wohl nicht sein.

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    Rammschutz in Gewerbebetrieben schützt Immobilien und Lkw

    Rammschutz in Gewerbebetrieben schützt Immobilien und LKW und verhindet die Beschädigung von Gebäuden, Zuwegungen, Betriebseinrichtungen und an Fahrzeugen; nicht nur an Lkw, sondern auch an Transportfahrzeugen in Gebäuden.
    Und dort, wo sie Beschädigungen nicht verhindern konnten, mindern sie die Schadenshöhe insgesamt. Dazu gehören im einzelnen die Ausfallkosten (z. B. zur Aufrechterhaltung betrieblicher Abläufe, da zeitweilig Ersatz für in der Reparatur befindliche Fahrzeuge beschafft werden muss), sowie Reparatur- und Instandsetzungskosten. Abgesehen davon verlängert der Rammschutz die Lebensdauer der Gegenstände. Nicht zuletzt soll daran erinnert werden, dass er auch der Verletzungsgefahr bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vorbeugt.

    Bedenken sollte man, dass selbst Sachversicherungen, z. B. für Betriebseinrichtungen, ohne entsprechende Rammschutzmaßnahmen entweder gar nicht abgeschlossen werden können oder, wo dies noch möglichst ist, die Prämien sehr hoch sind.

    Welche Rammschutzmöglichkeiten stehen für Nutzer zur Verfügung?

    Ob nun für die zu schützenden Objekte im Einzelnen

    • Rammschutzbügel,
    • Rammschutzpoller oder
    • Rammschutzplanken

    geeignet sind, hängt von der zu schützenden Betriebseinrichtung, der Immobilie oder dem Lkw ab. Fest steht, dass für jedes Objekt, gleichgültig ob es sich um Trucks handelt oder um ein ganzes Betriebsgelände geht, zweckentsprechende Schutzeinrichtungen werden in vielen Varianten angeboten.

    Innerbetrieblicher Transport

    Auf welche Empfehlungen für die Verwendung von Rammschutzeinrichtungen sollte man achten?
    Aus der Erfahrung ist bekannt, dass häufig an folgenden Stellen oder Situationen Schäden durch fehlenden oder unzureichenden Ramm- und Anfahrschutz entstehen:

    • Lkw werden beim Zurücksetzen unzulänglich geleitet. Im Ergebnis können Reifenschäden und Schäden an Verladeeinrichtungen entstehen.
    Ein wirksames Gegenmittel sind auf der Fahrbahn montierte Leitrohre.
    • Beim Einsatz von Flurförderfahrzeugen fehlt es an entsprechendem Eckanfahrschutz an Regalen. Unter hohem Zeitdruck kommt es deshalb bei Ver- oder Beladeaktivitäten zu Beschädigungen an Regalen und Fahrzeugen. Vermeiden kann man das durch Schutzmaßnahmen, die auf den Regal Typ abgestimmt wurden.
    • Die Trennung von Verkehrswegen ist nicht optimal geregelt. Das gilt sowohl für Fahrzeugverkehre als auch für Verkehrswege, auf denen sich Fußgänger und Fahrzeuge oder automatisierte Förderanlagen kreuzen.

    Durch der Situation angepasst „Leitplanken“ kann die Unfallgefahr, insbesondere für das Personal, deutlich minimiert werden.

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    Der Trucker

    Freie Übersetzung einer amerikanischen Fernfahrer-Legende:

    Ich bin ein ganz normaler Versicherungsvertreter, der ein Gebiet von knapp 500 KM Umfang betreut. Durch dieses große Gebiet kommt es vor, dass ich meine Frau und meine Kinder immer nur im Abstand von 14 Tagen sehen kann.
    Es ist hart aber ich liebe meinen Job und, na ja, ich sehe meine Betty und die 2 Kinder (Michelle und Debby) ja alle 14 Tage und dann bleibe ich ja auch 2 Wochen Zuhause und kümmere mich um sie.

    Ich war nun wieder mal auf Tour und war mittlerweile auf dem Heimweg. Es waren noch gut 100 KM bis zu meiner Betty und es lief gut. Doch was war das; urplötzlich kam Nebel auf, und da auch schon die Dunkelheit hereinbrach, dachte ich mir, such ich mir halt ein Hotel und übernachte noch mal.
    Nach etwa 2 Kilometer ging auf einmal der Motor meines Wagens aus und ich konnte ihn nicht mehr starten. Da auch mein Handy versagte und ich kein Netz bekam, konnte ich noch nicht mal Hilfe rufen.

    Nach einigen Stunden – es war gerade Mitternacht und ich war schon in Richtung der nächsten Stadt gelaufen – hörte ich plötzlich ein Motorengeräusch. Hinter mir schien ein Truck zu sein. Der Fahrer stoppte sein Fahrzeug und öffnete die Beifahrertür. „Kann ich dich ein Stück mitnehmen Kumpel?“ hörte ich eine tiefe Stimme aus dem inneren des Trucks. Erfreut stimmte ich zu und erzählte ihm was passiert war und wo ich hinwollte.
    Er meinte mit einem zustimmenden Nicken „Ok. Spring rein.„. Während der Fahrt unterhielten wir uns und ich erfuhr, das er diese Stecke seit 10 Jahren jede Woche fährt. Auch auf ihn warteten zuhause eine Frau und 2 Mädels und morgen wollte auch er endlich wieder bei ihnen sein. Weiterhin erfuhr ich, dass er sich große Sorgen um seine Familie machte, falls ihm was passieren würde, und na ja, was soll ich sagen, ich sprang sofort darauf an und schwatzte ihm eine Lebensversicherung auf.

    Er war hell auf begeistert und wollte das ich sofort ein Vertrag aufsetzen sollte, was ich auch tat. Nach dem er unterzeichnet hatte bestand er auch drauf die ersten 6 Raten gleich zu bezahlen, so das sie gleich in Kraft trat.

    Es war inzwischen kurz vor eins und wir näherten uns einer Raststätte. Nun teilte er mir mit, dass er nun abbiegen müsste, aber wenn ich in die Raststätte ginge und einen Gruß von Joe ausrichten würde, mich bestimmt jemand den Rest des Weges mitnehmen würde. Also verabschiedete ich mich von Joe und ging in Richtung des Gastraumes.

    Im Hintergrund hörte ich noch den Motor des Trucks aufheulen, während ich den Schankraum betrat. Ich ging zum Tresen und fragte den Wirt, ob es jemand gibt, der in meine Richtung fahren würde. Der Wirt zeigt auf einen bärtigen Mann an einem Tisch, zu dem ich mich hin begab. Während ich mich abwandte, sagte ich etwas lauter „Ich soll euch einen Gruß von Joe ausrichten„.

    Es wurde still im Lokal und der Wirt fragte erstaunt „Joe? Joe der Trucker„. Nach einem Kopfnicken von mir sagte er : „Das kann nicht sein, Joe ist Tot. Er starb genau heute vor einem Jahr. Als er hier losfuhr um endlich nach Hause zu kommen wurde sein Truck geschnitten und stürzte gleich an der Ausfahrt die Böschung hinunter. Wenn Sie wollen können sie den Truck noch sehen er liegt so tief das man ihn nicht bergen konnte.“ Nach meiner Frage nach seiner Familie erfuhr ich, dass er am Tage seines Todes eine hohe Lebensversicherung abschloss und somit die Zukunft seiner Familie gesichert war.

    Ich sah in meine Tasche und der Versicherungsantrag war verschwunden und das Geld auch. Nun war ich neugierig geworden und ging zu der Ausfahrt, sah die Böschung hinunter und da lag der Truck in dem ich eben noch saß. Etwa 10 Meter vor mir erschien eine leuchtenden Gestalt, es war Joe und ich hörte diese tiefe Stimme:

    Danke Kumpel

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    Sie haben Post

    Ein Leser der anonym bleiben möchte, schickte mir folgende Frage:

    Hallo, ich habe ein Problem. Ich hatte einen mittelschweren Arbeitsunfall. Ich habe mir meinen rechten Mittelfinger zerquetscht. Nun sind 3 Finger, der kleine, der Ring und der Mittelfinger ein gegipst. Da ich nun ein wenig ein schlechtes Gewissen habe, wollte ich mich schlau machen, ob ich so meinen Laster (40 tonner ) fahren darf. Über eine schnelle Antwort wäre ich echt dankbar.

    Was sagt denn der Onkel Doktor zu dem Fall? Hat der Dich nicht krank geschrieben?

    Also ich bin der Meinung, dass man mit körperlichen Mängeln nicht am Straßenverkehr teilnehmen sollte. Sprich dann, wenn man sich auf Grund des Mangels nicht mehr sicher im Verkehr bewegen kann.
    Ob dies in Deinem Fall so ist, weis ich natürlich nicht.

    Ich bin auf der ARAG-Homepage auf einen Text gestoßen, der genau dieses Thema behandelt hat. Und da hieß es eben, dass die Versicherung im Falle eines Unfalls mit Regressforderungen ankommen kann, wenn der Fahrer sich trotz Einschränkungen hinters Steuer gesetzt hat.

    Ob eine Beeinträchtigung bei drei eingegipsten Fingern gegeben ist? Ich habe keine Ahnung. Vielleicht könnte ich mit drei gegipsten Fingern das Lenkrad greifen und benutzen, aber nicht so fest zupacken, wie es in einer Gefahrensituation erforderlich wäre.

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    Mein Fuß ist deutsch

    Auf dem Bild unten sieht man das Ende einer Kontrolle, die mit „Buongiorno“ begann und mit „Piano“ endete. Aber von Anfang an: Ich sollte gestern Nachmittag in der Nähe von Cuneo, also südlich von Turin laden.
    Wer die italienischen Straßen abseits der Autobahnen kennt, weiß das Gas geben eigentlich eine Sünde ist. Oder anders ausgedrückt, Loch an Loch, aber sie hält doch.

    Nur wie es manchmal so ist, wenn einem die Zeit im Nacken sitzt, wird man halt zum Missetäter. Aber der Ansatz einer Strafe folgte prompt.
    In den Dörfern fuhr ich fünfzig, eher noch etwas darunter. Außerhalb jedoch gab ich Gas. Also achtzig, fünfundachtzig. Den Blick stur nach vorne gerichtet, um den ärgsten Löchern auszuweichen, polterte ich Richtung Ladestelle.

    Das blaue Auto mit den weißen Aufklebern bemerkte ich erst, als es neben mir war. Dann kam auch schon die Stopp – Kelle. Was folgte, war das übliche bei Kontrollen. Begrüßung, Fahrzeugpapiere, Führerschein, EU – Genehmigung und der ganze Versicherungskram. Ich habe das alles in einer Mappe, die ich denen komplett aushändige. Was die wollen und brauchen, können die sich selber raussuchen.

    Dazu Ausdrucke aus dem Tachografen. Und das nicht zu wenig. Ich glaube, der hat gestern fast eine ganze Rolle aufgebraucht. Erst Fahrzeiten der laufenden Woche, dann Geschwindigkeiten und zum Schluss noch Ereignisse. Als ob ich viel Erleben würde.
    Aber mal zur Erklärung: Unter „Ereignisse“ werden z.B. Geschwindigkeitsüberschreitungen gespeichert. Lasse ich mich bergab rollen und bin dabei 50 Sekunden schneller als 89 km/h, habe ich ein gespeichertes Ereignis. Ich versuche, dass zu verhindern. Immer gelingt mir das aber nicht.

    Dann begann der eine ein Protokoll zu schreiben. In Gedanken rechnete ich schon mein Geld zusammen. Der andere schaute sich die Ausdrucke an und erzählte dem Protokollschreiber irgend etwas. So ging das bestimmt fünf Minuten.
    Danach ging alles ganz fix. Ich bekam meine Papiere wieder und durfte fahren. Ohne Strafe, dafür mit der Ermahnung „Piano„.

    Normal zahlt man bei Geschwindigkeiten jenseits der Achtzig. Und das nicht wenig. Keine Ahnung, warum ich gestern ohne Strafe davon kam. Vielleicht waren die „Juve – Fans“ und hatten Mitleid mit einem Deutschen. Wer weiß das schon.

    Kontrolle Cuneo

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    Der Mindestlohn ist nicht einmal eingeführt und schon soll er unterlaufen werden

    Die Abkürzung „SVG“ wird vielen von Euch nix oder nur wenig sagen. Sie steht für Straßenverkehrsgenossenschaft und ist ein Beratungs- und Servicedienstleister für die Transport- und Logistikbranche.
    So werden Versicherungen für Transport- und Logistikunternehmen vermittelt oder auch Weiterbildungsmaßnahmen für Berufskraftfahrer angeboten.

    Hier in Deutschland haben sich 17 regionale Straßenverkehrsgenossenschaften (SVGen) unter dem Dach der SVG Bundes-Zentralgenossenschaft Straßenverkehr eG (SVG-Zentrale) mit Sitz in Frankfurt am Main zusammengeschlossen. Rund 8000 Transport- und Logistikunternehmen in Deutschland sind Mitglied bei einer SVG.

    Ausserdem betreibt die SVG mehrere Autohöfe und Tankstellen. So z.B. in Köln, Dresden, Kassel oder Schwabhausen bei Gotha. Also auch durch mich als Fahrer machen die Umsatz und Gewinn. Und das bestimmt nicht wenig.
    Auch in Düsseldorf gibt es einen SVG – Autohof. Dessen Standort ist direkt bei Henkel. Da habe ich vor Jahren oft geladen. Danach war meine Schichtzeit meist vorrüber. Die Standzeiten bei Henkel waren unterirdisch. Wie es da heute ist, weis ich nicht. War schon lange nicht mehr da. Traurig bin ich da nicht drüber.

    So machte ich halt meine Pause auf diesem Autohof. Ich will es mal so ausdrücken: Dort war es immer irgendwie schmuddelig. Freiwillig wäre ich da nicht geblieben. Aber wie bereits erwähnt. Das ist schon Jahre her. Keine Ahnung, ob sich da mittlerweile etwas zum positiven verändert hat.

    Jetzt hat eine der regionalen Straßenverkehrsgenossenschaften ein neues Geschäftsfeld entdeckt: Arbeitgebern werden Wege aufgezeigt, wie der Mindestlohn unterwandert werden kann.
    Auf dem Autohof in Dresden fand oder finden Mindestlohn – Seminare für Arbeitgeber statt. Dort wird Spediteuren erklärt, wie man trotz Mindestlohn die Fahrer weiter mit Niedriglöhnen abspeisen kann.
    Der Seminarleiter im Auftrag der SVG Sachsen-Thüringen hat da eine tolle Idee. Transportunternehmen verdienen nur Geld, wenn der Lkw rollt. Nur das wäre wirkliche Arbeitszeit. Wartet ein Fahrer – oder wie es der Seminarleiter ausdrückt: Steht ein Fahrer rum – , also z.B. beim Entladen des Lkw, dann wäre das Bereitschaftszeit. Dafür gilt natürlich nicht der Mindestlohn.

    Stattdessen werden Musterarbeitsverträge verteilt. In denen steht geschrieben, dass bei „normale Arbeitszeiten“, also dann wenn der Lkw fährt, 8.50 Euro bezahlt wird. Steht der Lkw stattdessen, weil der Fahrer warten muss oder gerade be- oder entlädt, werden nur noch 2.55 Euro gezahlt.
    Was also mehr bezahlt wird, zieht man den Fahrern später wieder ab.

    Die SVG Sachsen-Thüringen sieht sich da im Recht. Der Fahrer ist während der Bereitschaftszeit nicht vollständig tätig. Oder anders ausgedrückt: Er hat gewartet, bis er arbeiten darf. Diese Zeiten müssen natürlich anders vergütet werden.
    Ansonsten wäre man bei Bruttolöhnen um die zweitausend Euro. Und die kann im Osten Deutschlands kein Transportunternehmer zahlen. Findet zumindest die SVG Sachsen-Thüringen.

    Anders sieht das Franz Josef Düwell. Er war lange Vorsitzender Richter am Bundesarbeitsgericht und hat sich intensiv mit dem Mindestlohngesetz beschäftigt. Er hält den Trick mit der unterbezahlten Bereitschaftszeit für illegal.
    Seiner Meinung nach ist nicht nur die Vollzeit Mindestlohnpflichtig, sondern auch die Teilzeit. Das wäre die gesicherte Rechtslage.

    Mindestlohn Lkw Fahrer

    Aber nicht nur im tiefsten Osten werden solche Seminare angeboten. Auch in Hamburg gibt es nächste Woche eine Veranstaltung. Für 129.00 Euro netto können sich Unternehmer in den neuen Regelungsbereich des Mindestlohngesetzes einführen lassen. Ein leckeres Essen inbegriffen. Und mich würde es wundern, wenn dieser dubiose Arbeitsvertrag dort keine Rolle spielen würde. Tja, die SVG macht es möglich.

    Aber nicht mehr für mich. Deren Autohöfe lasse ich in Zukunft rechts oder links liegen. Leckeres Essen bekomme ich auch anderswo.

    SVG Veranstaltung Hamburg

    Bericht in der ARD Sendung Monitor >>>

    Update: Bei der SVG hat man sich zum Bericht auf Monitor geäußert:

    In einem Bericht des Politmagazins „Monitor“ vom 11.12.2014 zum Thema Mindestlohn wurde der Eindruck erweckt, die SVG würde in ihren Seminaren Unternehmer schulen, wie man den Mindestlohn für Fahrer umgehen kann.
    Dazu möchten wir heute Stellung nehmen: Im gezeigten Seminar der SVG Sachsen und Thüringen geht es darum, Berufskraftfahrer und Unternehmer über die neuen Anforderungen zu informieren und ihnen zu helfen, den ab Januar 2015 geltenden gesetzlichen Mindestlohn richtig umzusetzen, denn mit dem neuen Gesetz steigen die Anforderungen an Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

    Die SVGen vermitteln Wissen praxisorientiert und aus seriösen und anerkennten Quellen, wie z.B. Verbänden und aus den geltenden Tarifverträgen. Es gehört nicht zur Philosophie unserer Genossenschaft, Tricks weiterzugeben, wie man Gesetze umgeht.
    Wir sind der Überzeugung, dass Berufskraftfahrer eine zentrale Rolle in der Logistik einnehmen und arbeiten seit jeher aktiv daran, die Arbeitsbedingungen für Berufskraftfahrer zu verbessern. Wir werden uns heute und in Zukunft nicht daran beteiligen, Schlupflöcher zu suchen, um Fahrer schlechter zu stellen.

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